07:53:21 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
Auch die Umweltverschmutzung greift die Eucharistie an + Die zweite Woche im Hungerstreit + Geladene Frage + Konservative Kritik + Ganz normal
Auch die Umweltverschmutzung greift die Eucharistie anVatikan. Bei den Sitzungen der Weltbischofssynode
am gestrigen Dienstag in Rom forderten mehre Synodenväter einen neuen missionarischen Aufbruch. Bei der
Eucharistie müsse der Aspekt der Evangelisierung klarer herausgearbeitet werden, sodaß man einer Welt
entgegentreten könne, in der jeder nur sich selber verwirklichen wolle, meinte ein kanadischer Bischof.
Ein weiterer kanadischer Oberhirte forderte, die „Theologie des Weiheamtes“ besser zu erklären, um ökumenische
Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Ökumenische Sorgen hatte auch der Moskauer Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz.
Er kritisierte unwürdig zelebrierte Messen. Derartige Schlampereien würden auch den ökumenischen Kontakten
schaden. Ein Erzbischof aus Peru brachte am Festtag des Heiligen Franziskus die Umweltverschmutzung zur
Sprache. Auch diese sei letztlich ein Angriff gegen die Eucharistie. Zur Bischofssynode selber schlug
der italienische Erzbischof Bruno Forte vor, diese künftig wie ein Konzil zu organisieren. Er wolle mehrere
Sitzungsperioden und zwischendurch Zeit zum Nachdenken.
Die zweite Woche im HungerstreitBrasilien.
Der brasilianische Diözesanbischof Luís Flávio Cappio (58)
setzt seinen Hungerstreik fort. Mons. Cappio
protestiert schon seit einer Woche gegen den Plan, den Fluß Sao Francisco umzuleiten. Er ist immer noch
bereit zu verhungern, um die Umleitung zu verhindern. Das Projekt würde viele arme Menschen ins Elend
stürzen. Während der brasilianische Präsidenten Inacio Lula da Silva den Bischof davon überzeugen
wollte, von seinem Protest Abstand zu nehmen, hat sich die brasilianische Bischofskonferenz hinter Mons.
Cappio gestellt. Unterdessen sprach sich der kubanische Kardinal, Erzbischof Jaime Ortega, Anfang Oktober
gegen den Hungerstreik politischer Gefangener in seinem Land aus.
Geladene FrageUSA. Der Erzbischof
von Philadelphia, Justin Kardinal Rigali, sprach Ende September in der von den Augustinern geführten
Universität Villanova über das Konzilsdokument ‘Gaudium et Spes’. Die Universität befindet sich unweit
von Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania. Pennsylvania liegt im Nordosten der USA. Eine Fragestellerin
wollte nach dem Vortrag wissen, wie die Worte des Kardinals mit den – wie sie sagte – „kriminellen Kardinälen“
zusammenpaßten, welche Priester, die sich an Kindern vergangen hätten, beschützten. Als Kardinal Rigali
erklärte, daß er dieses Urteil Gott anheimstellen wolle, meinte die offensichtlich geladene Fragestellerin:
„Ich bin mir sicher, daß sie das tun werden. Ich bin mir sicher. Sie sind ein Schwindler.“
Konservative
KritikUSA. Konservative Organisationen in den Vereinigten Staaten protestieren gegen die
jüngste Ernennung
einer Mitarbeiterin von US-Präsident George W. Bush zum Mitglied des Obersten Gerichtes der USA. Die
Berufung von Frau Harriet Miers (60) sei ein „Verrat an den konservativen Wählern“. Das erklärte der
Vorsitzende der Vereinigung ‘Public Advocate’: „Statt konservativer Richter werden Tarnkappen-Kandidaten
berufen.“ Es sei nicht akzeptabel, daß der Präsident „eine politische Kumpanin“ ohne den Nachweis konservativer
Gesinnung zur obersten Richterin mache. Der Präsident einer US-Lebensrechtsbewegung erklärte, daß es
einen Richter brauche, der sich entschieden für den Schutz des ungeborenen Lebens einsetze: „Wir müssen
die Nominierung von Harriet Miers ablehnen.“ Die konservative Onlinezeitung ‘WorldNetDaily’ fand heraus,
daß sich Miers in der Vergangenheit für die Adoption von Kindern durch Homos engagiert hat.
Ganz normal
„Er war ein ganz normales Kind, ein großer Esser, später auch überzeugter Pfeifenraucher und begeisterter
Jäger. Dagegen war er kein ‘Überflieger’, kein begabter Redner und kein Intellektueller. Ein Zeitgenosse
und entfernter Verwandter, der Berliner Bischof Preysing, bezeichnet ihn als »ganz durchschnittlichen
Zeitgenossen von durchaus beschränkten Geistesgaben«.“
Der Kirchenhistoriker Hubert Wolf über den
Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, der am kommenden Samstag seliggesprochen wird. –
‘Rheinischer Merkur’, 29. September 2005
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Laurentius2 12:11:58 | Freitag, 7. Oktober 2005
#4
Beatrix 23:42:51 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
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Copertino 23:33:53 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
#2
Sulpicius 19:48:57 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
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Beatrix 17:07:29 | Mittwoch, 5. Oktober 2005