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Auch die Umweltverschmutzung greift die Eucharistie an + Die zweite Woche im Hungerstreit + Geladene Frage + Konservative Kritik + Ganz normal
Auch die Umweltverschmutzung greift die Eucharistie an

Vatikan. Bei den Sitzungen der Weltbischofssynode am gestrigen Dienstag in Rom forderten mehre Synodenväter einen neuen missionarischen Aufbruch. Bei der Eucharistie müsse der Aspekt der Evangelisierung klarer herausgearbeitet werden, sodaß man einer Welt entgegentreten könne, in der jeder nur sich selber verwirklichen wolle, meinte ein kanadischer Bischof. Ein weiterer kanadischer Oberhirte forderte, die „Theologie des Weiheamtes“ besser zu erklären, um ökumenische Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Ökumenische Sorgen hatte auch der Moskauer Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz. Er kritisierte unwürdig zelebrierte Messen. Derartige Schlampereien würden auch den ökumenischen Kontakten schaden. Ein Erzbischof aus Peru brachte am Festtag des Heiligen Franziskus die Umweltverschmutzung zur Sprache. Auch diese sei letztlich ein Angriff gegen die Eucharistie. Zur Bischofssynode selber schlug der italienische Erzbischof Bruno Forte vor, diese künftig wie ein Konzil zu organisieren. Er wolle mehrere Sitzungsperioden und zwischendurch Zeit zum Nachdenken.

Die zweite Woche im Hungerstreit

Brasilien. Der brasilianische Diözesanbischof Luís Flávio Cappio (58) setzt seinen Hungerstreik fort. Mons. Cappio protestiert schon seit einer Woche gegen den Plan, den Fluß Sao Francisco umzuleiten. Er ist immer noch bereit zu verhungern, um die Umleitung zu verhindern. Das Projekt würde viele arme Menschen ins Elend stürzen. Während der brasilianische Präsidenten Inacio Lula da Silva den Bischof davon überzeugen wollte, von seinem Protest Abstand zu nehmen, hat sich die brasilianische Bischofskonferenz hinter Mons. Cappio gestellt. Unterdessen sprach sich der kubanische Kardinal, Erzbischof Jaime Ortega, Anfang Oktober gegen den Hungerstreik politischer Gefangener in seinem Land aus.

Geladene Frage

USA. Der Erzbischof von Philadelphia, Justin Kardinal Rigali, sprach Ende September in der von den Augustinern geführten Universität Villanova über das Konzilsdokument ‘Gaudium et Spes’. Die Universität befindet sich unweit von Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania. Pennsylvania liegt im Nordosten der USA. Eine Fragestellerin wollte nach dem Vortrag wissen, wie die Worte des Kardinals mit den – wie sie sagte – „kriminellen Kardinälen“ zusammenpaßten, welche Priester, die sich an Kindern vergangen hätten, beschützten. Als Kardinal Rigali erklärte, daß er dieses Urteil Gott anheimstellen wolle, meinte die offensichtlich geladene Fragestellerin: „Ich bin mir sicher, daß sie das tun werden. Ich bin mir sicher. Sie sind ein Schwindler.“

Konservative Kritik

USA. Konservative Organisationen in den Vereinigten Staaten protestieren gegen die jüngste Ernennung einer Mitarbeiterin von US-Präsident George W. Bush zum Mitglied des Obersten Gerichtes der USA. Die Berufung von Frau Harriet Miers (60) sei ein „Verrat an den konservativen Wählern“. Das erklärte der Vorsitzende der Vereinigung ‘Public Advocate’: „Statt konservativer Richter werden Tarnkappen-Kandidaten berufen.“ Es sei nicht akzeptabel, daß der Präsident „eine politische Kumpanin“ ohne den Nachweis konservativer Gesinnung zur obersten Richterin mache. Der Präsident einer US-Lebensrechtsbewegung erklärte, daß es einen Richter brauche, der sich entschieden für den Schutz des ungeborenen Lebens einsetze: „Wir müssen die Nominierung von Harriet Miers ablehnen.“ Die konservative Onlinezeitung ‘WorldNetDaily’ fand heraus, daß sich Miers in der Vergangenheit für die Adoption von Kindern durch Homos engagiert hat.

Ganz normal

„Er war ein ganz normales Kind, ein großer Esser, später auch überzeugter Pfeifenraucher und begeisterter Jäger. Dagegen war er kein ‘Überflieger’, kein begabter Redner und kein Intellektueller. Ein Zeitgenosse und entfernter Verwandter, der Berliner Bischof Preysing, bezeichnet ihn als »ganz durchschnittlichen Zeitgenossen von durchaus beschränkten Geistesgaben«.“

Der Kirchenhistoriker Hubert Wolf über den Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, der am kommenden Samstag seliggesprochen wird. – ‘Rheinischer Merkur’, 29. September 2005
      
5 Lesermeinungen
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#5   Laurentius2   12:11:58 | Freitag, 7. Oktober 2005
Lakmustest Richterwahl
Die christlich-konservative Regierung in den USA, die uns allen viele Gründe zur Hoffnung gab, muß sich jetzt dem Lakmustest ihrer Glaubwürdigkeit unterziehen. Sollten sich die von kreuz.net berichteten Zweifel an Bushs Richterauswahl bestätigen, wäre dies eine neuerliche herbe Enttäuschung für alle Christen …
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#4   Beatrix   23:42:51 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
@ Copertino:
Das ist ein sehr interessanter Ansatz!
Man muß ja ohnehin sagen, daß bei aller zu lobenden Vergeistigung im Gegensatz z.B. zum Buddhismus die christliche Religion die Welt nicht als durch und durch schlecht sieht – wie auch als Schöpfung Gottes, in der das Reich Gottes bereits begonnen hat, eigentlich nicht möglich! Und da liegt die Glaubensnotwendigkeit zu Tier- und Umweltschutz.
Es gilt auch im Auge zu behalten, daß die Materie bei den Sakramenten (Öl, Wasser, Weizen, Wein, …) nicht unwesentlich ist.
Aber ich muß schon zugeben, daß mir diese bei der Synode vorgebrachte Verbindung nicht so leicht einleuchten will…
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#3   Copertino   23:33:53 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
Umweltverschmutzung und Eucharistie
Die eucharistische Materie ist Weizenbrot und Wein in reiner Qualität.
Wer die Grundlagen zerstört, dass Weizen und Wein überall in gesunder, natürlicher Qualität gedeihen kann (Genmanipulation, Umweltverschmutzung), beeinträchtigt in letzter Konsequenz die eucharistischen Gaben.
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#2   Sulpicius   19:48:57 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
@Dr. Peter Enderfers
Das sind lediglich Vat.II-theologische Verrenkungen…
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#1   Beatrix   17:07:29 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
Keine Erklärung
Auch die Umweltverschmutzung greift die Eucharistie an.
Sicherlich ist Umweltverschmutzung sündhaft, aber die direkte Verbindung zur Eucharistie kann ich leider nicht erkennen.
Hilft jemand? :-)
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