[ « 396 397 398 399 400 » ]
Mittwoch, 5. Oktober 2005 11:14
Jesus-Berührer
Die außerordentlichen Kommunionhelfer seien keine „Verkürzer einer Warteschlange“. Ihr Dienst sei vielmehr ein „eigener liturgischer Dienst“ – hörte man bei einer diözesanen Tagung im Bistum Mainz.
Kommunionhelfer in einer deutschen Pfarrei
Kommunionhelfer in einer deutschen Pfarrei
(kreuz.net, Mainz) Im Bistum Mainz fand am vergangenen Samstag ein Diözesantag ‘Eucharistie’ für die Kommunionhelfer statt. Das berichtete die Webseite der Diözese.

Der Tag wurde von der Liturgische Kommission der Diözese Mainz, dem Sachausschuß ‘Liturgie’ der Diözesanversammlung und vom Liturgiereferat im Bischöflichen Ordinariat organisiert.

140 Teilnehmer erschienen.

Der Generalvikar des Bistums Mainz, Prälat Dietmar Giebelmann, erklärte vor den versammelten Kommunionhelfern, daß ihr Dienst mitten in das Geheimnis der Eucharistie hineingenommen sei.

Der Generalvikar unterstrich, daß ein Kommunionhelfer „kein Verkürzer einer Warteschlange“ sei.

Er betonte, daß das Heiligste durch die Berührung mit ungeweihten Händen nicht profan werde. Auch Christus habe sich zu Lebzeiten nicht davor gescheut, sich berühren zu lassen.

„Ein Kommunionhelfer ist ein Jesus-Berührer“, sagte der Generalvikar.

In seinem Impulsreferat sagte Dompräbendar Pfarrer Dr. Franz-Rudolf Weinert, daß es in der Diözese Mainz seit 1968 den liturgischen Dienst des Kommunionhelfers gebe.

Seitdem seien etwa 3.000 Frauen und Männer für diesen außerordentlichen Dienst ausgebildet worden.

Pfarrer Weinert erklärte, daß in den deutschen Diözesen seit dem Jahr 1968 neben den Priestern auch Laien den Gläubigen die Kommunion reichen können.

Dieser Einsatz sei nicht auf den Notfall beschränkt oder nur als Ersatz aufzufassen.

Der liturgische Dienst des Kommunionhelfers sei ein eigener liturgischer Dienst. Er wurzle im gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 26 Lesermeinungen:
Sonntag, 23. April 2006 10:53
Ted: Benedikt XVI. zum liturgischen Tanz
Papst Benedikt XVI nimmt in seinem Buch „Geist der Liturgie Stellung zum sog. litrurgischen Tanz. Er schreibt:
„Der Tanz ist keine Ausdrucksform christlicher Liturgie. Gnostisch-doketische Kreise haben ihn etwa im 3. Jahrhundert in die Liturgie einzuführen versucht. Für sie war die Kreuzigung nur Schein. Christus hatte den von ihm nie wirklich angenommenen Leib vor der Passion verlassen, und so konnte an die Stelle der Kreuzesliturgie der Tanz treten, weil ja das Kreuz nur Schein gewesen war. Die kultischen Tänze der
verschiedenen Religionen haben unterschiedliche Richtungen – Beschwörung, Analogiezauber, mystische Ekstase –; keine dieser Gestalten entspricht der inneren Richtung der Liturgie des „worthaften Opfers“. Vollkommen widersinnig ist es, wenn bei dem Versuch, die Liturgie ‘attraktiv’ zu gestalten, Tanzpantomimen – womöglich von professionellen Tanzgruppen – eingelegt werden, die dann häufig (von ihrer Anlage her zu Recht) in Beifall münden. Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat.“
„Der Geist der Liturgie“ (Freiburg i. Br., 2000). S. 170:

Wenn in Afrika ( und nicht nur dort, aber auch nicht überall in Afrika – es handelt sich hier bei um einen Kontinent) religiöser Ausdruckstanz in der Liturgie statt findet, dann ist es wirklich eigens als religiöser Tanz gedacht, um mit und in diesem Gott zu verheren. Die Tänze des Zairischen Ritus sind integrierte Bestandteile und sind der liturgsichen Handlung angemessen und angepasst. Wohingegen der Rheinländer oder ein Walzer ein weltlicher Tanz ist, und daher schon wegen seiner Geschichte und seines genuinen Charakters (Tanz für weltlich gesellschaftliche Anlässe) niemals in einer Liturgie angewandt werden kann. Wer in der Kirche Walzer tanzt oder andere weltliche Tänze (und das auch noch ausserhalb der afrikanischen oder indischen Kulturkreises tut, verleugnet nimmt den weltlichen Tanz (Rumba, Walzer, Rheinländer, nicht ernst und die Liturgie noch viel weniger. Wer behauptet in Europa könne in der Kirche Walzer getanzt werden, weil in Afrika religiöser Ausdruckstanz statt findet, der beweist von der Materie keine Ahnung zu haben. Zudem vergleicht er „Äpfel mit Birnen“, um einen liturgischen Missbrauch auf illigitime Art und Weise zu rechtfertigen.
Wie würde ein Rheinlaänder zum Beispiel als Antwort auf die Lesung am Sonnatg Laetare passen? Oder ein Walzer zur Gabenbereitung ohne Gaben dabei zum Altar zubringen?
Donnerstag, 19. Januar 2006 17:12
sedia: Alles gelenkter Ungehorsam
ist das, was im Bistum Mainz da verzapft wird. Es ist nach meiner Erfahrung dort auch nicht nur im Blick auf diese liturgischen Fragen so, daß alles mit verblümter Wortverschönung weichgeredet wird. Auch im Blick auf die Eucharistiefeier werde dort Dinge zugelassen, die nicht in Ordnung sind. Anstelle einer Eucharistiefeier finden sogenannte Wort-Gottes-Feiern statt, die keineswegs das sind, was sie sein sollen. Laien, die gerne Priester spielen wollen, stellen sich zur Schau und teilen innerhalb der Veranstaltung die Kommunion aus! Solche Feiern sind nur in Zeiten absoluter Not oder in einem Verfolgungsregime anzuwenden. Außerdem sind sie unnötig, wie ein Kropf. Es gibt viele Formen der Wortgottesdienste: Rosenkranz, Kreuzweg, Vesper… Stattdessen wird alles Laikal aufgeblasen. Man darf jetzt nur mit Lehmann-Urkunde diese Feiern „leiten“. All dies ist die Frucht einer klerikalisierung von Laien. Es werden regelrechte Ansprüche formuliert. Wie in allen diesen Fragen bekommt man aus dem entsprechenden Orinariat nur müde Antworten, „man achte auf die Normen und müsse das im Einzelfall klären“! Jetzt versteht sicher auch der Letzte, warum man sich auch direkt nach Rom wenden kann. Vielleicht wissen wir langsam, daß Lehmann kein Kirchenlehrer ist. Luther war wenigstens noch prinzipientreu!
Donnerstag, 6. Oktober 2005 18:15
Benedikt: @ Dr. Enderfers
Und die Liturgieausschüsse sind das schlimmste von allem!!!

Manchmal sind sie aber auch von Leuten unterwandert, die darauf achten, dass kein Unsinn angestellt wird, hehe…

@Elendester Sünder
Ganz recht. Eine Pfarrgemeindeversammlung spiegelt nicht die Gemeinde wider. Tatsächlich konzentrieren sich dort die antichristlichsten Wichtigtuer.

Ist das eigentlich Absicht, dass Sie sich hier mit jedem Post selbst disqualifizieren?

@Toby
Leider scheint man sich aber auch in Rom nicht an diese Bestimmungen zu halten.

DAS ist der Punkt!!! Im Übrigen ist die Aussage des Dompfarrers Weinert auch so unlogisch: Wenn Laien als Kommunionspender so bedeutend sind, warum gibt es dann keine bei den Pontifikalämtern im Mainzer Dom? Das müsste er eigentlich wissen…
Im Mainzer Dom gibt es auch keine Reihe…dort gibt es immer noch die Kommunionbank, es kniet bloß kaum einer. Da die Aussagen der Prälaten nicht mit den Geschehnissen an ihrer Kirche zusammenhängen, kann man davon ausgehen, dass es sich hier um die üblichen Sonntagsreden handelt.
Donnerstag, 6. Oktober 2005 10:59
ulrich: Kreuz tragen!!!
Um der Wahrheit willen soll man sich trauen mit dem Risiko, angepöbelt, als Hinterwäldler abgestempelt, von den „wichtigtuerischen“ Antichristen verhöhnt zu werden!
Jesus Christus ist nicht im Bett gestorben, sondern am Kreuz, weil er die Wahrheit verkündete!

Unsere Aufgabe ist es, in unser heutigen Zeit unser Kreuz zu tragen… der heilige Geist wird Euch eingeben, was Ihr sagen sollt! Wer einen starken Glauben hat, wird dies schaffen. Lasset uns darum beten!
Mittwoch, 5. Oktober 2005 22:12
Elendester Sünder: Pfarrgemeindeversammlungen
Ganz recht. Eine Pfarrgemeindeversammlung spiegelt nicht die Gemeinde wider. Tatsächlich konzentrieren sich dort die antichristlichsten Wichtigtuer.
Mittwoch, 5. Oktober 2005 22:09
Liebe Leute,
in der römisch-katholischen Kirche ist buchstäblich der Teufel los. Die allermeisten ahnen nicht einmal, wie weit sie von der Kirche abgekommen sind, die der Herr gegründet hat. Kommunionhelferinnen in kurzen Röckchen, die sich am Tabernakel hochrecken – da muß man sich ja direkt darauf freuen, wenn in zwanzig Jahren eine islamistische Bundesregierung per Gesetz den Zwangsschleier und die Furka einführt.
Gunther.
Alle Lesermeinungen anzeigen 20 weitere Lesermeinungen
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net