Der Gründer der Moon-Sekte trat kürzlich in der Stadt Seattle in den USA auf. Ein ehemaliger katholischer Priester präsentierte ihn dabei als „geliebter Sohn Gottes des Vaters“.
(kreuz.net) Ende September besuchte der Sektengründer Sun Myung Moon (85) die Stadt Seattle im Nordosten
der Vereinigten Staaten.
Das berichtete die Tageszeitung ‘Seattle Post-Intelligencer’.
Moon verkündigte
in Seattle eine doppelte Botschaft: den Weltfrieden und einen Tunnel unter der Beringstraße, um Alaska
und Rußland miteinander zu verbinden. Kostenpunkt: 160 Milliarden Euro.
Der Sektengründer befindet
sich gegenwärtig in den USA auf einer 12-Städte-Tournée.
Hunderte von Anhängern erwarteten ihren
Meister.
Moon wurde im Vorprogramm von einem schwarzen Ex-Priester als „geliebter Sohn Gottes des Vaters“
präsentiert.
Ein Jugendchor sorgte für Stimmung. Anschließend wurde ein Videofilm über das Leben
des Sektengründers gezeigt.
Es folgte die Ansprache eines grauhaarigen Pfingstpredigers. Ihm zur Seite
stand ein bärtiger Rabbiner im Gebetsmantel und ein schwarzer Moslem.
Moons Auftritt bezeichnete die
Tageszeitung als „antiklimaktisch“.
Der 85jährige hielt seine Rede auf Koreanisch mit gebrochener Stimme.
Moon unterbrach seine Ansprache durch häufige Räuspertöne.
Die Teilnehmer im Saal konnten über kleine
UKW-Radios eine englische Übersetzung hören.
Moon ist gegenwärtig damit beschäftigt, eine „geistlich
orientierte“ internationale Organisation aufzubauen, um – offenbar – das zu vollenden, was die Vereinigten
Nationen noch unerledigt gelassen haben.
Er wünscht sich des weiteren einen 84 km langen Unterwassertunnel,
der die USA und Rußland verbinden soll.
Ökumenische Wortmeldungen weiterer Redner unterstrichen Moons
Botschaft der Liebe und des rassenübergreifenden und interreligiösen Verständnisses.
Ein Anhänger
der Sekte meinte, daß Moon und seine Gattin Beispiele einer gottzentrierten Existenz seien. Die zwei
heirateten, als er 40 und sie 17jährig war.
Moon erklärt von sich selber, daß ihm Jesus im Alter von
15 Jahren den Auftrag gegeben habe, die Sendung des Gottessohnes auf Erden zu vollenden.
Die Ehe mit
seiner gegenwärtigen Frau stellt nach Angaben der Webseite der Moon-Sekte „den Beginn der Rückführung
der Menschheit zur Nachkommenschaft Gottes“ dar.
Das Ehepaar Moon ist angeblich das erste Paar, das den
vollständigen Segen Gottes besitzt und deshalb in der Lage ist, Kinder ohne Erbsünde zu gebären.
Diesen
Segen übermittelt der Sektenchef bei Massenhochzeiten gerne auch anderen Paaren.
Entsprechend erklärte
Moon in Seattle, daß der einzige Weg, um in die Nachkommenschaft des Himmels einzutreten, darin bestehe,
den heiligen Ehesegen zu empfangen, der von den wahren Eltern gespendet werde.
Im Jahr 1982 segnete Moon
mehr als 2000 Paare im Madison Square Garden in New York City.
Zwei Jahre später mußte er wegen Steuerhinterziehung
zwölf Monate lang ins Gefängnis.
Moon ist Besitzer von verschiedenen Zeitungen in den USA, unter anderem
der ‘Washington Times’.
Er ist auch ein überzeugter Gegner der Homo-Ideologie.
Der Sektengründer bemüht
sich sehr, als legitime religiöse Figur anerkannt zu werden. In Seattle wurde betont, daß die Veranstaltung
viel Unterstützung von Lokalpolitikern erhielt.
Im Jahr 2001 kroch dem Sektenführer kurzfristig der
zambische Kurienerzbischof und angebliche Exorzist Emmanuel Milingo (75) auf den Leim.
Der verwirrte
Erzbischof heiratete im Mai 2001 in New York die damals 43jährige koreanische Akupunkturistin Maria Sung.
Die Hochzeit war von Sektenführer Moon arrangiert worden.
Erzbischof Milingo kehrte später zur Kirche
zurück. Er soll heute zurückgezogen in oder in der Umgebung von Rom leben.
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2 Lesermeinungen
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#2 Athanasius 22:04:02 | Mittwoch, 5. Oktober 2005
Moon Moon wurde von den Vereinigten Nationen mehrmals ausgezeichnet für seine Arbeit. Ich glaube er ist
ein hervorragender Antichrist-Vorläufer, jetzt schon im geistigen Stadium, während Hitler, Stalin und
Nero es eher auf staatlicher Ebene waren. Moon erhielt mehrere Preise. Erzbischof Milingo ist ein verwirrter
Prälat, aber guten Herzens m.A.n.