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Mittwoch, 5. Oktober 2005 18:19
Auf der Suche nach einer spirituellen UNO
Der Gründer der Moon-Sekte trat kürzlich in der Stadt Seattle in den USA auf. Ein ehemaliger katholischer Priester präsentierte ihn dabei als „geliebter Sohn Gottes des Vaters“.
Moon bei einem Vortrag im Juni 2005
Moon bei einem Vortrag im Juni 2005
(kreuz.net) Ende September besuchte der Sektengründer Sun Myung Moon (85) die Stadt Seattle im Nordosten der Vereinigten Staaten.

Das berichtete die Tageszeitung ‘Seattle Post-Intelligencer’.

Moon verkündigte in Seattle eine doppelte Botschaft: den Weltfrieden und einen Tunnel unter der Beringstraße, um Alaska und Rußland miteinander zu verbinden. Kostenpunkt: 160 Milliarden Euro.

Der Sektengründer befindet sich gegenwärtig in den USA auf einer 12-Städte-Tournée.

Hunderte von Anhängern erwarteten ihren Meister.

Moon wurde im Vorprogramm von einem schwarzen Ex-Priester als „geliebter Sohn Gottes des Vaters“ präsentiert.

Ein Jugendchor sorgte für Stimmung. Anschließend wurde ein Videofilm über das Leben des Sektengründers gezeigt.

Es folgte die Ansprache eines grauhaarigen Pfingstpredigers. Ihm zur Seite stand ein bärtiger Rabbiner im Gebetsmantel und ein schwarzer Moslem.

Moons Auftritt bezeichnete die Tageszeitung als „antiklimaktisch“.

Der 85jährige hielt seine Rede auf Koreanisch mit gebrochener Stimme. Moon unterbrach seine Ansprache durch häufige Räuspertöne.

Die Teilnehmer im Saal konnten über kleine UKW-Radios eine englische Übersetzung hören.

Moon ist gegenwärtig damit beschäftigt, eine „geistlich orientierte“ internationale Organisation aufzubauen, um – offenbar – das zu vollenden, was die Vereinigten Nationen noch unerledigt gelassen haben.

Er wünscht sich des weiteren einen 84 km langen Unterwassertunnel, der die USA und Rußland verbinden soll.

Ökumenische Wortmeldungen weiterer Redner unterstrichen Moons Botschaft der Liebe und des rassenübergreifenden und interreligiösen Verständnisses.

Moon mit Gattin
Moon mit Gattin
Ein Anhänger der Sekte meinte, daß Moon und seine Gattin Beispiele einer gottzentrierten Existenz seien. Die zwei heirateten, als er 40 und sie 17jährig war.

Moon erklärt von sich selber, daß ihm Jesus im Alter von 15 Jahren den Auftrag gegeben habe, die Sendung des Gottessohnes auf Erden zu vollenden.

Die Ehe mit seiner gegenwärtigen Frau stellt nach Angaben der Webseite der Moon-Sekte „den Beginn der Rückführung der Menschheit zur Nachkommenschaft Gottes“ dar.

Das Ehepaar Moon ist angeblich das erste Paar, das den vollständigen Segen Gottes besitzt und deshalb in der Lage ist, Kinder ohne Erbsünde zu gebären.

Diesen Segen übermittelt der Sektenchef bei Massenhochzeiten gerne auch anderen Paaren.

Entsprechend erklärte Moon in Seattle, daß der einzige Weg, um in die Nachkommenschaft des Himmels einzutreten, darin bestehe, den heiligen Ehesegen zu empfangen, der von den wahren Eltern gespendet werde.

Im Jahr 1982 segnete Moon mehr als 2000 Paare im Madison Square Garden in New York City.

Zwei Jahre später mußte er wegen Steuerhinterziehung zwölf Monate lang ins Gefängnis.

Moon ist Besitzer von verschiedenen Zeitungen in den USA, unter anderem der ‘Washington Times’.

Er ist auch ein überzeugter Gegner der Homo-Ideologie.

Der Sektengründer bemüht sich sehr, als legitime religiöse Figur anerkannt zu werden. In Seattle wurde betont, daß die Veranstaltung viel Unterstützung von Lokalpolitikern erhielt.

Im Jahr 2001 kroch dem Sektenführer kurzfristig der zambische Kurienerzbischof und angebliche Exorzist Emmanuel Milingo (75) auf den Leim.

Der verwirrte Erzbischof heiratete im Mai 2001 in New York die damals 43jährige koreanische Akupunkturistin Maria Sung. Die Hochzeit war von Sektenführer Moon arrangiert worden.

Erzbischof Milingo kehrte später zur Kirche zurück. Er soll heute zurückgezogen in oder in der Umgebung von Rom leben.
2 Lesermeinungen:
Mittwoch, 5. Oktober 2005 22:04
Moon wurde von den Vereinigten Nationen mehrmals ausgezeichnet für seine Arbeit.

Ich glaube er ist ein hervorragender Antichrist-Vorläufer, jetzt schon im geistigen Stadium, während Hitler, Stalin und Nero es eher auf staatlicher Ebene waren.

Moon erhielt mehrere Preise.

Erzbischof Milingo ist ein verwirrter Prälat, aber guten Herzens m.A.n.
Mittwoch, 5. Oktober 2005 19:43
methusalix †: und was hat das alles mit der UNO zu tun?
Thema verfehlt, setzen, sechs!
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