08:15:38 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
Bischof gegen Handkommunion + Viel Arbeit + Entsorgung von Schwerkranken? + Wenn da keine Kraft mehr ist + Eine klare Homo-Krankheit + Das Problem ist der geschwundene Glaube
Bischof gegen HandkommunionVatikan. Gestern Mittwoch diskutierten die Teilnehmer der Weltbischofssynode
unter anderem über die Form des Kommunionempfanges der Gläubigen. Das Thema wurde vom Erzbischof von
Riga, Janis Kardinal Pujats, und Präsident der
Lettischen Bischofskonferenz zur Sprache gebracht. Er
wünsche den Empfang der Kommunion ausschließlich im Knien sowie die Rückkehr zur Mundkommunion, erklärte
der Hirte. Kardinal Arinze verwies in diesem Zusammenhang darauf, daß es oftmals passiere, daß der Leib
Christi in die Hand ausgeteilt und vom Empfänger nicht konsumiert werde. Ein spanischer Reporter knüpfte
an das Thema an und erzählte, daß man bereits versucht habe, eine von Papst Johannes Paul II. ausgeteilte
Hostie in einem Internetauktionshaus zu versteigern.
Viel ArbeitVatikan. Der philippinische Bischof
Luis Antonio Tagle (48) erklärte am Montag vor der Weltbischofssynode, daß die Versammlung auch das
Problem des Priestermangels behandeln müssen. Der Bischof erzählte, daß er am ersten Sonntag nach seiner
Priesterweihe neun Pfarreimessen zelebriert habe und daß das in seinem Land die Regel war.
Entsorgung
von Schwerkranken?USA. Das Oberste Gericht der USA befaßt sich seit gestern mit dem Hilflosenmord.
Der Verfassungsgerichtshof muß unter seinem neuen Vorsitzenden John Roberts über ein entsprechendes
Gesetz entscheiden, das im US-Bundesstaat Oregon bereits verabschiedet wurde. Oregon liegt an der Westküste
der Vereinigten Staaten. Der US-Bundesstaat hat den Hilflosenmord unter bestimmten Umständen legalisiert.
Sollte das Gesetz vom Obersten Gericht gebilligt werden, wollen es andere US-Bundesstaaten übernehmen.
Die Entscheidung wird erst in einigen Monaten erwartet. Die
Hinrichtung der US-Wachkomapatientin Terri
Schiavo Ende März hat auch dazu gedient, die Hemmschwelle gegen den Hilflosenmord in der Öffentlichkeit
abzubauen.
Wenn da keine Kraft mehr ist„Wenn da keine Kraft mehr ist, für die eigene Gesundheit zu
kämpfen, endet das Recht zu leben.“
Adolf Hitler, Mein KampfEine klare Homo-KrankheitDeutschland.
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2005 drastisch angestiegen. Dies
berichtete das ‘Deutsche Ärzteblatt’ mit Bezug auf Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts. Im Vergleich
zum gleichen Zeitraum im Vorjahr stiegen die bekannten Neuinfizierungen um 20 Prozent. Der deutlichste
Anstieg ist in der Gruppe der homosexuell aktiven Männer zu verzeichnen. Obwohl sie nur einen winzigen
Prozentsatz der Gesamtbevölkerung ausmachen, beträgt ihr Anteil an den Neuinfektionen 55 Prozent.
Das
Problem ist der geschwundene Glaube„Die Frage ist nicht die, wie Katholiken Liturgie feiern sollen,
wie man bei Priestermangel verfährt oder den Kommunionempfang regelt. Das alles ist weitgehend geklärt.
Es geht um den Glauben an die Eucharistie selber, der in den vergangenen Jahren auch bei vielen Priestern
immer häufiger schwand, bevor die Hochschätzung dieses Sakraments unter Katholiken ganz allgemein dramatisch
eingebrochen ist. Ist der auferstandene Jesus Christus real unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig,
wenn der Zelebrant in der Messe die Wandlung vollzogen hat? Da helfen weder noch so viele Synoden im Vatikan
oder römische Schreiben: Die Krise des Eucharistieglaubens läßt sich nicht von einer Bischofsversammlung
lösen.“
Aus einem Kommentar des Chefredakteurs der katholischen Zeitung ‘Tagespost’, Guido Host, zur
gegenwärtigen Weltbischofssynode
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Toby 15:58:48 | Donnerstag, 6. Oktober 2005