Die große Stille
Ein neuer Film steht an: Über 160 Minuten lang fast absolute Stille. Wie kann das im Kino funktionieren? Und was hat der Streifen mit dem heutigen Tag zu tun?

Die Grand Chartreuse ist das Mutterkloster des Kartäuserordens. Sie befindet sich in den französischen Alpen in der Nähe von Grenoble. Die Kartäuser sind Eremiten und gelten als der strengste Orden der Katholischen Kirche.

Der von Gröning geschaffene Film versucht, für 150 Minuten im Kopf des Zuschauers das Innere des Klosters zu erschaffen.
Eine Reise in die Stille.
Gröning hatte die Möglichkeit, vier Monate lang innerhalb des Klosters zu drehen und lebte während dieser Zeit wie ein Mönch in einer der Zellen:

Die Grande Chartreuse erteilte keine Auflagen, außer dieser: Kein künstliches Licht, keine zusätzliche Musik, keine Kommentare.
Kein zusätzliches Team, nur Gröning.

In der langen Kinofassung des Films sind insgesamt zwölf Texttafeln zu sehen.

Sein ganzes Leben lang.
Die Wiederholung der Texttafeln ist eine Methode, um dem Leben im Kloster näher zu kommen: Kontemplation als der immer neue Blick auf das ewig Gleiche.

Die Texttafeln werden beim Zuschauer ein ähnliches Gefühl auslösen:
Einsicht durch Wiederholung.
Die Kinopremiere des Films ist am 10. November.

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Donnerstag, 6. Oktober 2005 18:33
Yersinia: danke für den Filmtipp
anschauen, weiterempfehlen – auch eine Form von Verkündigung
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