07:57:25 | Freitag, 7. Oktober 2005
Unterstützung aus Deutschland + Die Prostituierte bezahlt die Krankenkasse + Neuer Präfekt + Tod in der Moschee + Plakatverbot
Unterstützung aus DeutschlandDeutschland. Der Hamburger Erzbischof Werner Thissen verteidigt seinen
brasilianischen Mitbruder, Bischof Luís Flávio Cappio (59), der sich seit
11 Tagen im Hungerstreik befindet.
Der brasilianische Diözesanbischof protestiert gegen die geplante Umleitung eines Flusses. Mons. Thiessen
bat den brasilianischen Staatspräsidenten, Luiz Inacio Lula da Silva, die Baugenehmigung für die Flußumleitung
zurückzuziehen. Das Projekt diene nur der Großindustrie und schade der ländlichen Bevölkerung schwer.
Die Prostituierte bezahlt die KrankenkasseDänemark. In Dänemark kritisiert die sozialistische Opposition
den sogenannten „Sex auf Krankenschein“. Dänische Behindertenbetreuer sind seit 2001 verpflichtet, ihre
Schützlinge zu Prostituierten zu begleiten. In manchen Regionen wird die Prostituierte sogar vom Staat
bezahlt. Die Sozialisten haben das Thema nun erneut aufgegriffen und im Parlament eine Änderung des Gesetzes
gefordert. Auf der einen Seite gebe man viel Geld aus, um Frauen aus der Prostitution zu befreien. Andererseits
investiere der Staat Geld in dieses Gewerbe.
Neuer PräfektSchweiz. Der Regierungsrat des Kantons Luzern
hat am Montag Pater Dr. Hansruedi Kleiber SJ (57) zum neuen Präfekten der Jesuitenkirche in Luzern gewählt.
Pater Kleiber tritt sein neues Amt am 1. Januar 2006 an. Der aus Basel stammende Pater ist seit 1999 Provinzial
der Schweizer Jesuiten. Sein Vorgänger Dr. Othmar Frei übte diese Aufgabe seit 1993 aus. Die Jesuitenkirche
wurde 1677 geweiht und gehört dem Kanton Luzern. Nutzung und Unterhalt der Kirche sowie die Stelle des
Präfekten sind in einem Vertrag zwischen dem Kanton und der Katholischen Kirchgemeinde Luzern geregelt.
Der Präfekt wird vom Regierungsrat gewählt und vom Diözesanbischof zum Kirchenrektor ernannt. Es gibt
Pläne, mit Hilfe der Präfektur der Jesuitenkirche eine ökumenische Hochschulseelsorge für die junge
Universität Luzern einzurichten.
Tod in der MoscheeFrankreich. Vier Moslems haben am Montag während
einer Exorzismussitzung in einer Pariser Moschee einen 30jährigen Mann zu Tode gebracht. Laut einem Bericht
der französischen Nachrichtenagentur ‘afp’ versuchte die Gruppe, aus dem Mann einen Dämon auszutreiben.
Einer von ihnen drückte auf den Hals des Getöteten, ein anderer auf seinen Bauch. Ein Dritter rezitierte
den Koran.
PlakatverbotItalien. Das interne Kontrollorgan der Werbewirtschaft in Italien – kurz: LAP –
hat am Donnerstag die Veröffentlichung von Werbeplakaten mit Homo-Motiven untersagt. Die Darstellungen
sollten für eine Bekleidungsfirma Reklame machen. Die Aufnahmen auf den Plakaten seien provozierend und
vulgär, erklärte das Kontrollorgan. Sie zeigen zwei Männer in verschiedenen widernatürlichen Posen.
Italienische Familienverbände hatten zuvor die Entfernung der Darstellungen gefordert.
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