13:43:53 | Freitag, 7. Oktober 2005
Vor zehn Jahren wurde ein Jugendlicher in Indonesien auf die Fürsprache von Kardinal von Galen, der am kommenden Sonntag seliggesprochen wird, geheilt.
(kreuz.net, Münster) Zur Seligsprechung von Clemens August Graf Kardinal von Galen († 1946) werden am
Sonntag Tausende deutsche Pilger in Rom eintreffen.
Papst Benedikt XVI. wird ausnahmsweise an dem um
9.30 Uhr beginnenden Gottesdienst im Petersdom teilnehmen. Der Heilige Vater wird am Ende der Zeremonie
ein Wort an die Wallfahrer richten und die Reliquie des neuen Seligen verehren.
Die Leitung der Seligsprechungszeremonie
übernimmt Kurienkardinal Jose Saraiva Martins. Der portugiesische Kardinal ist der Präfekt der Kongregation
für die Selig- und Heiligsprechungen.
Kardinal von Galen war von 1933 bis 1946 Bischof von Münster.
Das Bistum Münster liegt in zwei nicht zusammenhängenden Teilen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen
und Niedersachsen.
Der Kirchenfürst erhob in der Zeit des Nationalsozialismus seine Stimme gegen das
Regime. Er nannte beispielsweise das
Verbrechen der Euthanasieprogramme beim Namen.
Einen Monat vor seinem
Tod am 22. März 1946 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Kardinal. Das nun abgeschlossene Seligsprechungsverfahren
wurde 1956 eingeleitet. Das für die Seligsprechung anerkannte Wunder ereignete im Jahr 1995.
Damals
eilte der Kardinal einer deutschen Missionsschwester in Indonesien zu Hilfe.
Davon berichtete die Onlineausgabe
des Bistumsblattes der Diözese Münster.
Die Steyler Missionsschwester Vianelde Keuß (85), die 35 Jahre
in Südostasien verbrachte, besuchte im Jahre 1995 täglich das öffentliche Krankenhaus unweit ihres
Klosters, um dort mit den Schwerkranken zu sprechen.
Einmal wies sie eine Krankenschwester auf einen
13jährigen Jugendlichen hin, der im Sterben lag.
Sr. Vianelde erinnert sich, am Bett des Kindes auch
den Vater und die hochschwangere Mutter des totkranken Kindes angetroffen zu haben. Der Vater habe ihr
erklärt, daß er seinen Sohn bereits dem Herrgott übergeben habe.
Die Atmung sei flach gewesen, zu
schwach zum Sprechen. Der Kleine habe sich „glühend heiß wie ein Ofen“ hin- und hergewälzt.
Sein Zustand
war die Folge eines Blinddarmdurchbruchs, der den Bauchraum entzündet hatte.
Eine junge Ärztin hatte
in dem schlecht ausgestatteten Krankenhaus eine Notoperation durchgeführt. Diese verbesserte die Situation
des Jungen kaum.
Die Schmerzen seien geblieben, erinnert sich Schwester Vianelde: „Er lag wirklich im
Sterben.“
In diesem Moment habe sie zu Kardinal von Galen gebetet: „Auf Indonesisch, damit die Eltern
es verstanden.“
Gleichzeitig legte die Missionsschwester dem Jungen ein Bild des Kardinals auf den Bauchverband.
Sie habe gebetet: „Lieber Kardinal, du bist an der gleichen Krankheit gestorben – jetzt hilf, damit dieser
Junge gesund wird!“
Die Eltern hätten zuvor nichts von dem Kardinal gehört, aber sie habe bemerkt,
wie in diesem Augenblick die Hoffnung in ihre Augen zurückkehrte:
„Das war ein wichtiger Augenblick
für uns alle. Die Eltern haben vielleicht gespürt, mit welcher Zuversicht und Sicherheit ich sprach,
und beteten mit ganzem Herzen mit.“
Gemeinsam mit einer anwesenden Krankenschwester beteten die Versammelten
noch ein Gesätzchen des Rosenkranzes.
Als Schwester Vianelde am nächsten Tag zurückkehrte, saß der
Junge aufrecht in den Kissen – ohne Dränagen und Infusionen: „Schwester – ich habe keine Schmerzen mehr!“
Der Junge wurde wieder gesund, machte das Abitur und fand eine Arbeit.
Die behandelnden Ärzte konnten
die Genesung nicht erklären. Für Schwester Vianelde stand fest: „Ein Wunder, keine Frage.“
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#8
Chris 12:30:53 | Samstag, 8. Oktober 2005
#7
sedia 09:22:18 | Samstag, 8. Oktober 2005
#6
Evelin 23:18:26 | Freitag, 7. Oktober 2005
#5
Chris 20:12:49 | Freitag, 7. Oktober 2005
#4
Benedikt 17:32:26 | Freitag, 7. Oktober 2005
#3
Chris 17:01:03 | Freitag, 7. Oktober 2005
#2
Benedictus 16:46:41 | Freitag, 7. Oktober 2005
#1
Chris 16:41:24 | Freitag, 7. Oktober 2005