09:12:49 | Montag, 10. Oktober 2005
Das Bistum Regensburg nahm die Pensionskürzung für einen aufsässigen Pfarrresignaten zurück, nachdem sich dieser bereiterklärte, seinen Namen aus dem Impressum einer kirchenfeindlichen Zeitung zu streichen.
(kreuz.net, Regensburg) Der pensionierte Pfarrer Siegfried Felber (68) habe glaubhafte Schritte unternommen,
um zur Einheit mit seinem Diözesanbischof zurückzukehren.
Das erklärte das Bistum Regensburg in einer
Pressemitteilung vom Freitag.
Dem aufmüpfigen Geistlichen war Anfang August die Pension gekürzt worden.
Er hatte zuvor einem konfessionsverschiedenen Brautpaar bei dessen Trauungsmesse die Heilige Kommunion
gereicht.
Es gab noch einen weiteren Grund für die disziplinären Schritte des Bischofs.
Pfarrer Felber
ist Mitglied des umstrittenen ‘Aktionskreises Regensburg’ (AKR). Der ‘Aktionskreis’ ist ein Zusammenschluß
von Priestern und Laien, die sich selber als „kirchenkritisch“ bezeichnen.
Außerdem figuriert sein Name
im Impressum eines Mitteilungsblattes, das sich ‘Pipeline’ nennt und vom ‘Aktionskreis’ publiziert wird.
In einem Schreiben an den Bischof versicherte Resignat Felber, daß er seinen Namen aus dem Impressum
von ‘Pipeline’ streichen lasse.
Er werde auch die Verwaltung des sogenannten „Trustfonds“ aufgeben.
Dieser wurde im Zusammenhang mit der Absetzung des
ehemaligen Regensburger Theologieprofessors Dr. August
Jilek eingerichtet.
In der Pressemitteilung des Bistums heißt es, daß Bischof Müller in den vergangenen
Jahren wiederholt versucht habe, Pfarrer Felber gütlich zur Einheit des Presbyteriums der Kirche von
Regensburg zurückzuführen.
Daß dies nun gelungen sei, gebe Anlaß zur Freude.
Mons. Müller verzeiht
dem Rebellenpriester nicht zum ersten Mal.
Vor zwei Jahren wollte der Bischof den widerspenstigen Geistlichen
als Pfarrer der Pfarrei Bad Abbach absetzen. Doch nach heftigen Protesten aus der Pfarrei und Gesprächen
mit Pfarrer Felber gab der Bischof nach.
Der bayerische Kurort Bad Abbach befindet sich 10 km südlich
von Regensburg.
Im Gegenzug gab Pfarrer Felber unter anderem das später gebrochene schriftliche Versprechen,
die liturgischen Regeln der Kirche künftig zu beachten.
Doch jetzt scheint der Friede wenigstens zum
Teil wieder eingekehrt zu sein.
Denn der kirchenfeindliche ‘Aktionskreis Regensburg’ nützte die Pressemitteilung
des Bistums zum Fall Felber, um Bischof Müller erneut zu beschimpfen:
Es sei unfaßbar, wie unverfroren
das Bischöfliche Ordinariat in der Darstellung der Rücknahme der Strafaktion gegen den Priester die
Tatsachen verfälsche und die wahren Vorgänge verdrehe, heißt es in einer Stellungnahme.
Die „Bischöfliche
Behörde“ wiederhole gebetsmühlenartig fingierte Vorwürfe und beschwöre die angeblich verletzte volle
Einheit mit dem Bischof.
Mit schwammigen Beschimpfungen gegen die Zeitung ‘Pipeline’ werde eine mehr
wehleidige als sachbezogene Diskussion angeheizt:
„Die Pipeline muß vernichtet werden!“ – zitiert der
Zusammenschluß Bischof Müller.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#6
Bernado 08:01:08 | Freitag, 11. November 2005
#5
Benedikt 00:55:18 | Freitag, 11. November 2005
#4
Laurentius2 17:28:37 | Montag, 10. Oktober 2005
#3
Justus 14:17:24 | Montag, 10. Oktober 2005
#2
Nólimon 12:50:50 | Montag, 10. Oktober 2005
#1
Laurentius2 09:42:37 | Montag, 10. Oktober 2005