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Römisches Hochfest nach Plan + Regnum-Christi-Statuten abgesegnet + Ersatzteilmenschen: Enttäuschung über eigene Partei + Meßverbot auf öffentlichen Plätzen + Milliardenschwerer EU-Betrug
Römisches Hochfest nach PlanRom. Der Papst-Sprecher Joaquin Navarro-Walls gab gestern bekannt, daß Papst Johannes Paul II. den Zeremonien zur Verehrung der Unbefleckt Empfangenen am 8. Dezember wie geplant vorstehen werde. Entgegen italienischer Presseberichte werde der Heilige Vater – wie jedes Jahr – die Immakulata auf der Säule am Fuß der Spanischen Treppe verehren. Papst Pius IX. errichtete diese Mariensäule 1857, drei Jahre nach der Verkündigung des Dogmas der Unbefleckt Empfangenen.
Regnum-Christi-Statuten abgesegnet
Vatikan. Der Vatikan hat letzten Donnerstag die Statuten der apostolischen Gemeinschaft „Regnum Christi“ anerkannt. Im Rahmen der Weihe von 59 Neupriestern der „Legionäre Christi“ in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore durch Erzbischof Franc Rodé (70), dem Präfekt der „Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens“, hat der Erzbischof im Auftrag des Heiligen Vaters die Statuten approbiert. „Regnum Christi“ wurde 1959 durch den mexikanischen Priester Marcial Maciel (84), dem Gründer der „Legionäre Christi“, ins Leben gerufen. Das Ziel der Bewegung „ist die Manifestation des Reiches Christi unter den Völkern durch die Heiligung seiner Mitglieder“. Die apostolische Gemeinschaft umfaßt weltweit rund 65.000 Mitglieder.
Ersatzteilmenschen: Enttäuschung über die eigene Partei
Schweiz. Morgen stimmt der Schweizer Souverän über das Gesetz zur sogenannten „Stammzellenforschung“ ab. Der katholische Alt Regierungsrat Dr. Walter Gut (77) sagte in einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung, daß die Bundesverfassung diesbezüglich ein „Nein“ gebiete. Die Menschenwürde komme einem Embryo ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle zu. „Enttäuscht“ äußerte sich der Politiker darüber, daß sich seine eigene Partei, die CVP, für ein Ja zum Stammzellenforschungsgesetz ausgesprochen hat. Die CVP positioniere sich nicht mehr auf christlichen Grundlagen. Eine solche verlange ein Nein zur Forschung mit „überschüssigen“ Kleinstkindern. Wird das Gesetz morgen angenommen, ist in der Schweiz das Herumlaborieren mit Ersatzteilmenschen legal.
Meßverbot auf öffentlichen Plätzen
USA. Der katholische Priester Bill Carmody wurde Anfang der Woche auf ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen hingewiesen. Die städtische Polizei machte ihn darauf aufmerksam, daß auch Meßwein gegen das Gesetz verstoße. Seit rund zehn Jahren liest der Priester jeden Samstag die Heilige Messe vor einer Abtreibungsanstalt in Colorado Springs, 100 km südlich von Denver, im Bundesstaat Colorado. Der Priester hat nun bei der städtischen Behörde um eine Ausnahme gebeten. „Ich will nicht das Gesetz brechen. Ich bitte um eine Ausnahme, weil es sich um eine religiöse Zeremonie handelt.“ Carmody vermutet hinter der Beschwerde eine Schikane der Kinderabtreiber.
Milliardenschwerer EU-Betrug
Belgien. Berichten der „EU-Behörde zur Betrugsbekämpfung“ (Olaf) zufolge, sind in letzter Zeit Millionen von EU-Geldern auf Privatkonten geflossen. Gelder, die für Hilfs- oder Entwicklungsprojekte bestimmt waren, seien einem „organisierten Betrug“ zum Opfer gefallen. Die meisten Betrüger werden in Italien und Deutschland vermutet. Seit der Gründung von ‘Olaf’ vor fünf Jahren hat die EU-Betrugsbekämpfungs-Organisation einen Schaden von insgesamt 5,3 Milliarden Euro verzeichnet.
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