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Mehr Inkulturation im Westen + Bischöfliche Weisheit + Ein Donnerschlag + Zum Volk und doch nicht mit ihm + Vor 43 Jahren
Mehr Inkulturation im Westen

Vatikan. Der Bischof der australischen Diözese Wilcannia-Forbes im Südosten von Australien, Mons. Christopher Toohey, sprach sich gestern auf der Bischofssynode für eine Inkulturation der Kirche in die Kultur der westlichen Jugend aus. Das Denken der jungen Menschen unterscheide sich von dem der älteren Generation. Es gehe darum, wie das Evangelium in die heutige Kultur gebracht werden könne.

Bischöfliche Weisheit

„Es bringt nichts, als Christen mit hängender Zunge dem Zeitgeist hinterher zu laufen, da er sowieso jeden Tag ein neues Gewand hat.“

Der Augsburger Bischof Walter Mixa anlässlich der Vorstellung seines neuen Buches „Selbstverständlich katholisch!“ am vergangenen Mittwoch in Augsburg.

Ein Donnerschlag

USA. Der Filmemacher Jonathan Flora hat kürzlich einen 35minütigen Film über die sogenannte Teilgeburtsabtreibung produziert. Bei dieser grausamen Prozedur wird ein geburtsreifes Kind bis auf den Kopf zur Welt gebracht. Dann sticht ein Abtreiber mit einer Sonde in den Hinterkopf und saugt dem lebenden Kind das Gehirn aus. Anschließend wird die Kinderleiche ganz aus dem Mutterleib entfernt und weggeworfen. Flora, der beruflich bei der Unterhaltungsfirma Walt-Disney arbeitet, drehte den Streifen in Eigenregie. Der Film heißt ‘A Distant Thunder’ – ‘Ein entfernter Donner’. Er spielt im Gerichtssaal. Flora möchte die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein kontroverses Thema in den USA hinlenken. Er beschreibt sein Werk als ein „Instrument der Heilung“. Nach einer jüngsten Vorführung des Streifens, seien die Rückmeldungen von Müttern und Vätern, die an der Tötung ihrer Kinder litten, überwältigend gewesen.

Vorstellungsfilm anschauen.

Zum Volk und doch nicht mit ihm

Der liberale Patriarch der melkitischen Kirche – Gregorios III. – sprach gestern auf der Bischofssynode auch von der Schönheit der östlichen Liturgie. Diese sei viel bewegter als der statische Römische Ritus: „Obwohl die lateinische Kirche nun leider Gottes die Messe zum Volk feiert, ist sie nicht stärker mit dem Volk verbunden. Wir Byzantiner schauen nicht zum Volk. Aber wir sind immer unter dem Volk. Wir wenden uns immer wieder zum Volk und zurück zum Altar.“ Diese Beweglichkeit sei heute in einer Welt sehr wichtig, die immer in Bewegung und voll Jugend ist.

Vor 43 Jahren

„Das Zweite Vatikanische Konzil »soll dazu beitragen, die Narben zweier Weltkriege zu beseitigen, die das Antlitz der Welt zutiefst verändert haben«, gab der bereits schwer kranke Papst Johannes XXIII. den Bischöfen – von denen in den folgenden drei Jahren mehr als 3000 als Konzilsväter nach Rom kamen – am Anfang des Konzils mit auf den Weg. Tatsächlich änderte die »Generalversammlung« das Erscheinungsbild der römisch-katholischen Kirche von Grund auf. Bei der Konzilseröffnung war Johannes XXIII. knapp 82 Jahre alt. Er litt an Krebs und starb nur wenige Monate später, ohne die anstehenden Neuerungen zu erleben, die ihn als Reformpapst in die Geschichte eingehen lassen sollten.“

Aus einem Bericht des ‘Österreichischen Runkfunk’ zum 40. Jubiläum der Konzilseröffnung am 11. Oktober 1962
      
6 Lesermeinungen
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#6   Agiafortuni   00:52:04 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
Zum Aggiornamento
So grossartig war allerdings das von Johannes XXIII eingeleitete Aggiornamento nicht. Sein Vermächtnis wie übrigens auch dasjenige seiner Nachfolger ist eine Kirche ohne kulturelle Verwurzelung. Eine solche Kirche ist nicht mehr in der Lage dem Zeitgeist gegenüber kritisch zu sein.
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#5   Rosa von Lima   21:17:45 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Zum Volk und doch nicht mit ihm
Schöne Worte von Gregorios III. Ob sie bei uns wohl etwas bewirken?
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#4   virOblationis   20:45:17 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Jak. 4, 4 b + a
Aggiornamento? Inkulturation?
Ich halte es stattdessen mit dem hl. Jakobus d.J., der in seiner Epistel, einer wunderbaren Anleitung zum Leben in Heiligkeit, schreibt:
„Quicumque ergo voluerit amicus esse saeculi huius, inimicus Dei constituitur.
Adulteri, nescitis quia amicitia huius mundi
inimica est Dei?“
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#3   Benedikt   15:44:20 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Inkulturation
Mit der Inkulturation war man in der Kirche eigentlich immer sehr vorsichtig, weil in vielen Inkulturationen Gefahren für die Kirche lagen. Daran sollte der Bischof denken. Die Inkulturation des Jugendkultes wird nur dazu führen, dass sich die Kirche in eine Art Verein mit lose ausgeübten Betstunden verbunden mit rudimentär gemeinsamer Ethik (=Ethik auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner) verwandelt. Es gibt nicht den leisesten Grund, so eine Inkulturation vorzunehmen.
@Abtreibungsvideo
Vorstellungsfilm anschauen.
Nein danke, die Beschreibung hat nun wirklich gelangt *würg*.
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#2   bonifatius   14:21:14 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Fanatismus
Bitte Diözese nennen! Solche Maßnahmen sind nicht einmal mehr geschmacklos, intolerant und unchristlich. Sie sind teuflisch!
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#1   PetrusII   14:05:59 | Dienstag, 11. Oktober 2005
43 Jahre und bald ein Ende
es wird Zeit, das II VK abzuschliessen, und alles in Christus zu erneuern. Die Kirchenoberen sollen wieder Hirten sein, und nicht Wölfe, die die Herde zerreissen und zerstreuen. In einer Zeit der Ökumene in welcher sogar fernöstliche Sekten in katholischen Kirchen ihr Ritual feiern können- diese Zeit ist endlich abzuschliessen. Es muss alles im katholischen Sinne erneuert werden. Beten wir für unseren hl. Vater und unsere Bischöfe, damit sie alles in Christus erneuern. Beten wir besonders für verirrte Bischöfe, welche Priester nicht ihr Amt ausüben lassen. Wie ich auf so etwas komme: In diesen Tagen geschehen. Ein Priester von ca. 80 Jahren hat in seiner Parrei tägl. die überlieferte Messe gefeiert. Nun wurde dieser ehrenwerte Priester vom Ortsbischof der Kirche verwiesen. Er darf keine hl. Messe mehr in seiner Pfarrkirche mehr feiern. In der Kirche wurde ein Seitenaltar herausgerissen und als Mahltisch aufgestellt. Da kein Platz für diesen in der kleinen Pfarrkirche war, wurde gleich die Kommunionbank herausgerissen. Warum wird so etwas einem fast 80 jährigen Priester angetan??? Wölfe, Wölfe, Wölfe die wollen dass die hl. Messe zum Götzendienst für alle Religionen verkommt.
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