08:59:18 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Mehr Inkulturation im Westen + Bischöfliche Weisheit + Ein Donnerschlag + Zum Volk und doch nicht mit ihm + Vor 43 Jahren
Mehr Inkulturation im WestenVatikan. Der Bischof der australischen Diözese Wilcannia-Forbes im Südosten
von Australien, Mons. Christopher Toohey, sprach sich gestern auf der Bischofssynode für eine Inkulturation
der Kirche in die Kultur der westlichen Jugend aus. Das Denken der jungen Menschen unterscheide sich von
dem der älteren Generation. Es gehe darum, wie das Evangelium in die heutige Kultur gebracht werden könne.
Bischöfliche Weisheit„Es bringt nichts, als Christen mit hängender Zunge dem Zeitgeist hinterher
zu laufen, da er sowieso jeden Tag ein neues Gewand hat.“
Der Augsburger Bischof Walter Mixa anlässlich
der Vorstellung seines neuen Buches „Selbstverständlich katholisch!“ am vergangenen Mittwoch in Augsburg.
Ein DonnerschlagUSA. Der Filmemacher Jonathan Flora hat kürzlich einen 35minütigen Film über die
sogenannte Teilgeburtsabtreibung produziert. Bei dieser grausamen Prozedur wird ein geburtsreifes Kind
bis auf den Kopf zur Welt gebracht. Dann sticht ein Abtreiber mit einer Sonde in den Hinterkopf und saugt
dem lebenden Kind das Gehirn aus. Anschließend wird die Kinderleiche ganz aus dem Mutterleib entfernt
und weggeworfen. Flora, der beruflich bei der Unterhaltungsfirma Walt-Disney arbeitet, drehte den Streifen
in Eigenregie. Der Film heißt ‘A Distant Thunder’ – ‘Ein entfernter Donner’. Er spielt im Gerichtssaal.
Flora möchte die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein kontroverses Thema in den USA hinlenken. Er beschreibt
sein Werk als ein „Instrument der Heilung“. Nach einer jüngsten Vorführung des Streifens, seien die
Rückmeldungen von Müttern und Vätern, die an der Tötung ihrer Kinder litten, überwältigend gewesen.
Vorstellungsfilm anschauen.
Zum Volk und doch nicht mit ihmDer liberale Patriarch der melkitischen
Kirche – Gregorios III. – sprach gestern auf der Bischofssynode auch von der Schönheit der östlichen
Liturgie. Diese sei viel bewegter als der statische Römische Ritus: „Obwohl die lateinische Kirche nun
leider Gottes die Messe zum Volk feiert, ist sie nicht stärker mit dem Volk verbunden. Wir Byzantiner
schauen nicht zum Volk. Aber wir sind immer unter dem Volk. Wir wenden uns immer wieder zum Volk und zurück
zum Altar.“ Diese Beweglichkeit sei heute in einer Welt sehr wichtig, die immer in Bewegung und voll Jugend
ist.
Vor 43 Jahren„Das Zweite Vatikanische Konzil »soll dazu beitragen, die Narben zweier Weltkriege
zu beseitigen, die das Antlitz der Welt zutiefst verändert haben«, gab der bereits schwer kranke Papst
Johannes XXIII. den Bischöfen – von denen in den folgenden drei Jahren mehr als 3000 als Konzilsväter
nach Rom kamen – am Anfang des Konzils mit auf den Weg. Tatsächlich änderte die »Generalversammlung«
das Erscheinungsbild der römisch-katholischen Kirche von Grund auf. Bei der Konzilseröffnung war Johannes
XXIII. knapp 82 Jahre alt. Er litt an Krebs und starb nur wenige Monate später, ohne die anstehenden
Neuerungen zu erleben, die ihn als Reformpapst in die Geschichte eingehen lassen sollten.“
Aus einem
Bericht des ‘Österreichischen Runkfunk’ zum 40. Jubiläum der Konzilseröffnung am 11. Oktober 1962
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#6
Agiafortuni 00:52:04 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
#5
Rosa von Lima 21:17:45 | Dienstag, 11. Oktober 2005
#4
virOblationis 20:45:17 | Dienstag, 11. Oktober 2005
#3
Benedikt 15:44:20 | Dienstag, 11. Oktober 2005
#2
bonifatius 14:21:14 | Dienstag, 11. Oktober 2005
#1
PetrusII 14:05:59 | Dienstag, 11. Oktober 2005