Der Erzbischof von Wien feierte am Sonntag abend den großen Eröffnungsgottesdienst der neuen ‘Jugendkirche Wien’. Dabei gestaltete die ‘find-fight-follow Band’ den Gottesdienst rockig bis popig. Bilder.
(kreuz.net, Wien) Mit einem „Eventgottesdienst“ ging das dreitägige Eröffnungsfest der „Jugendkirche
Wien“ zuende. Das berichtete gestern die Homepage ‘stephanscom.at’, die von der Erzdiözese Wien betrieben
wird.
Die Kirche war beim Gottesdienst bis zum letzten Platz gefüllt.
Mit Applaus wurde Kardinal Christoph
Schönborn willkommen geheißen.
Symbolisch klopfte er mit seinem Hirtenstab an die Türen der „Jugendkirche“.
Der Eröffnungsgottesdienst trug – analog zum gleichnamigen Lied in deutschen Hitparaden – den Titel
„gekommen um zu bleiben“.
Zum Beginn spielte die Lichttechnik und Musik eine bedeutende Rolle.
Gleichzeitig
konnten die Jugendlichen über das Handy eine SMS mit Wünschen an die Jugendkirche schicken.
Auch Kardinal
Schönborn zückte sein Mobiltelefon.
In seiner Predigt erinnerte sich der Kardinal an seine Jugend:
„Ich habe mit elf zum ersten Mal erfahren, daß Jesus bei mir ist und bleibt. Ich bitte ihn, daß niemand
von euch jemals daran zweifelt, daß er gekommen ist, um zu bleiben.“
Der Wiener Erzbischof bat die Jugendlichen,
dem Experiment „Jugendkirche“ treu zu bleiben.
Gleichzeitig forderte er sie auf, die eigene Pfarrei zu
beleben.
„In der Erzdiözese Wien gibt es 660 Pfarren und die warten darauf, daß dort Jugendkirche stattfindet.
Tut was für eure Pfarre!“
Nach dem Abschlußgottesdienst wurden die SMS-Wünsche über Leinwand im Kirchenraum
projiziert.
Auch der Wunsch des Wiener Erzbischofs an die „Jugendkirche“ war darunter:
„Liebe Jugendkirche,
ich wünsche Dir, daß Du immer frisch von der Freundschaft mit Jesus bleibst.“
Die Veranstaltung endete
mit einem musikalischen „Chill Out“ und einem Imbiß.
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Ein Nichtliturgieexperte Obwohl ich nun wirklich kein Liturgieexperte bin, will und kann ich mir eine
sarkastische Bemerkung hier nicht verkneifen: „Tradis“ mit Fladenbrotbedenken meinen hier wohl gegen alternde
„Modernisten“ im Diskoschuppen rülpeln zu müssen und umgekehrt. Und wenn der Herrgott nun Verständnis
für beide hätte? Hääh?
Bereicherung kirchlichen Lebens Die Diskussion vom August 2006 („In Jeans und T-Shirt“) um die „angemessene“
Kleidung bei der Feier der Eucharistie und überhaupt um den „richtigen“ äußeren Rahmen zeigt, dass
viele Leser meinen, es dürfe nur eine „Messe nach Vorschrift“ geben; alles andere sei „unwürdig“. Solche
„Messen nach Vorschrift“ werden durch andere Gottesdienstformen ja keineswegs abgeschafft! Vielseitigkeit
auch in der Feier des Gottesdienstes, wie z.B. in der hier geschilderten Form des Wiener Jugendgottesdienstes,
kann somit nur eine Bereicherung des kirchlichen Lebens sein!
Stimme aus dem Tradiland: mit oder ohne Schurz … und Menschen, die solche Töne von sich geben, brüsten
sich mit ihrer Demut, Sühne für die Welt, Opferhaltung, reinen katholischen Gesinnung etc., etc. p.p…
Es ist zum „Kotzen“. Das sind ja keine Einzelfälle, sie sind wie Viren, die im Untergrund ihre Galle
und ihr Gift verspritzen und verirrte und verwirrte „Seelen“ versuchen in ihren Bann zu ziehen! Verbiesterte,
verbitterte, verklemmte und intolerante Zeitgenossen. Und diese Zeilen sind bei GOTT keine eines Schreibers,
der diese „Jugendkirchenliturgie“ undifferenziert gutheißen würde. Und genau das ist das Stichwort:
differenzieren! Mit dem hl. Paulus „alles prüfen und das Gute bewahren“. Alles andere aber wegwerfen.
Bei den meisten „Traditionalisten“ könnte man mutmaßen, es handle sich um Messies!
#48 Peterchen 22:11:11 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
Wer hat wohl das Fladenbrot gebacken? Haben sich die in der hiesigen Disskusion beteiligten schon die
?Sponsorenliste? der findfightfollow-Aktion, die diese ?Show? veranstaltet hate angeschaut? W E L C H
E R Bäcker hat wohl das Fladenbrot gebacken? Gibt es vielleicht wertvolle Rückschlüsse, die aus dieser
liste gezogen werden können ??? Unter der Web-Seite des mitaufgelisteten Landesjugendreferats Wien ist
mitunter ein Verweis auf eine 2. Internationale Werktagung des Forums für präventive Jugendarbeit praev.circle
zu sehen. Darunter lese ich unter anderem: 14.30-16.30h WORKSHOPS und 17-19h Inputs-Erfahrung-Austausch-Praxis
Schwul/lesbisch – na und?
#47 Athanasius 21:44:25 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
– Offensichtlich möchte es sich die Leute in Linz mit Wien auf keinen Fall verderben… Man wird doch
ganz von falscher Angst regiert, wenn man sich diesem Experiment nicht zu widersetzen wagt! Nur wenn es
darum den Gott der Heeresschare anzurufen als Zeuge bei Lügen über die „Traditionalisten“ hat man da
keine Angst mehr. Aber vor Leute wie Schönborn wohl noch? Als Jugendlicher finde ich es unverständlich.
Ich bin davon überzeugt die meisten meiner nicht-gläubigen Altersgenossen würden mit mir übereinstimmen
solch ne Jugendkirche ist schön und toll für einen Abend, aber völlig unglaubwürdig für das wofür
die katholische Kirche steht.
#46 Didimus 17:49:47 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
@Sulpicius Daß das Schweigen von kath.net etwas mit dem zu tun haben könnte, das auf den Tischen lag,
die Jesus im Tempel umgestoßen hat, habe ich mir auch gedacht. Inzwischen ist ja ein Kommentar von –
dem von mir sehr geschätzten – Dr. Josef Spindelböck erschienen. Eine sehr sehr vorsichtige Kritik an
dem Projekt. Interessant auch, der Zusatz von wegen „nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber“ usw.
Ein Zusatz, der zwar allgemein bei vielen Redaktionen üblich ist, aber bei den bisherigen Beiträgen
Spindelböcks in kath.net nicht stand. Offensichtlich möchte es sich die Leute in Linz mit Wien auf keinen
Fall verderben…
#45 Athanasius 10:09:38 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
Ungültig, nicht wegen der Säuerung, sondern wegen der Additiven. Dies war keine byzantinische gesäuerte
Materie, sondern ist hartkrustiger Kebab. Ist das Brot vermischt mit Additiven, ist die Hl. Messe ungültig.
Übrigens ist es sowieso ein Verstoss gegen die Kirche im römischen Ritus gesäuertes Brot zu benutzen.
(Und das ungesäuerte Brot war die älteste Praxis. Sieh A. Fortescue. Wohl wurde der Gebrauch vom ungesäuerten
Brot erst spät ausgebreitet, weil nach dem 4. Jh. – Arianismus – die hl. Hostie erst recht eleviert wurde
zur Anbetung bei der Konsekration.) Aber hier fehlte sowieso die Intention zu tun was die Kirche will
das getan wird. Bei einem Kardinal sogar. Ein ‘konservativer’ Kardinal…
#42 Benedikt 18:42:38 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
@ Athanasius Diese „Messe“ von Kardinal Schönborn ist ungültig, wegen Defekt der Materie. (Defectus
Materiae.) Wirklich? Was, wenn es sich um eine im byzantinischen Ritus verwendete Materie handelt? Dort
ist die Wandlung ja auch nicht ungültig. Ich würde eher sagen, dass die Verwendung unerlaubt war (wenn
es sich tatsächlich um eine Materie wie im byzantinischen Ritus gehandelt hat) Danke übrigens an Gunther
für die Klarstellung… ich wusste doch, dass irgendetwas merkwürdig am Geschmack der Materie im byzantinischen
Ritus war. Es liegt also am Säuern. Ich finde den byzantinischen Ritus überaus schön, seit ich ihn
mal besuchen konnte (auf dem WJT übrigens). Schade, dass ich in meiner Nähe kaum eine Gelegenheit habe,
öfter mal hinzugehen.
Wo war kath.net? Ist Euch eigentlich aufgefallen, daß sich kath.net zur Jugendkirche auffallend unauffällig
verhält. Letztes Jahr gab’s da doch noch kritische Stimmen zur Jugendkirche. Wieso jetzt keinen Artikel?
Im Bistum Linz haben die doch auch – dankenswerterweise !!! – liturgische Mißstände beim Namen genannt.
zur klarstellung es ist ja doch interessant, was manche in bildern zu sehen vermeinen oder in diese hineinlesen
(wollen) … wahr ist vielmehr: – das bei der hl. messe am sonntag verwendete brot wurde speziell für
diesen gottesdienst unter beachtung der liturgischen vorschriften von einem bäcker nach den anweisungen
eines priesters gebacken. –> es besteht kein „defekt der materie“, die messe ist selbstverständlich gültig
gewesen. – die verwendeten liturgischen geräte sind aus „edlem material“, wie es vorgeschrieben ist.
eine eigene vergoldung der innenseite von kelch und hostienschale ist zwar üblich, aber nicht zwingend
vorgeschrieben, wenn (etwa durch eine spezielle form der glasur) das verwendete material der eucharistie
angemessen ist. – die im obersten foto gezeigte geste ist natürlich keine liturgische geste. während
der verlautbarungen am ende der messe wurde, wie es üblich ist, dem zelebrierenden bischof noch einmal
für sein kommen und mitfeiern gedankt. mit der geste gab der kardinal wortlos „den dank zurück“ –> bitte
nicht unnötig da etwas anderes hineinlesen wollen. – noch etwas: das bild vom tanz der jugendlichen stammt
selbstverständlich nicht aus der messe, sondern war teil des vorprogrammes am sonntag nachmittag. die
feier am sonntag ist sehr sorgfältig vorbereitet gewesen, die gültigkeit der eucharistie ist gegeben.
alle anderen behauptungen und spekulationen sind schlicht unwahr. ich denke, dass damit jeder weitere
kommentar unnötig ist.
#37 Athanasius 08:33:53 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
@Yersinia: Die Riten der hl. Messe werden nicht nur in der hl. Schrift, sondern auch in der Tradition
dokumentiert. Tradition und hl. Schrift darf man nicht gegen einander ausspielen. _____________ Diese
„Messe“ von Kardinal Schönborn ist ungültig, wegen Defekt der Materie. (Defectus Materiae.) Sieh „De
Defectibus in celebratione Missarum occurentibus“, Anhang zum Missale Pii V.
#34 Brandenburgis 23:10:00 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Schöhöhöhön @Tradiland Das Bild oben sagt doch alles. Wenn das keine masonistische Geste ist, dann
gebe ich alle meine Diplome und mein Betonbauerzeugnis zurück …
+ @Didimus (korrekter wäre: Didymus): Die Griechen begründen das gesäuerte Brot mit John 13,1: Dort
ist gesagt, daß der Heiland das Sakrament der hl. Eucharistie einsetzte „vor dem Paschafest“ – und zu
diesem Zeitpunkt hate man noch nicht damit begonnen, das ungesäuerte Brot, welches für das jüdische
Pascha bestimmt war, zu verbrauchen. Dies war jedenfalls der ältere Brauch, der ursprünglich auch in
Rom gültig war. Wie dem auch immer sei: ich bin nicht für das Vermengen der Riten. Die liturgische Willkür
im Westen ist hassenswert. Ungehorsam, und Exaltation des Ich – und das nicht erst seit 1968. Gunther.
#32 Peterchen 22:15:02 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Klarheit durch „Redemptionnis sacramentum“ Es sei Folgendes hinzugefügt, dass klar und eindeutig die
Unrechtmässigkeit einer so gefeirten Hl. Messe beweist: (Zitate aus der Instruktion „Redemptionnis sacramentum“)
48. Das Brot, das für die Feier des hochheiligen eucharistischen Opfers verwendet wird, muß ungesäuert,
aus reinem Weizenmehl bereitet und noch frisch sein, so daß keine Gefahr der Verderbnis besteht. Daraus
folgt, daß Brot, das aus einer anderen Substanz, wenn auch aus Getreide, bereitet ist, sowie: 117. (…)
Daher ist jedweder Brauch zu verwerfen, zur Meßfeier gewöhnliche Gefäße, Gefäße mit schlechter Qualität,
Gefäße ohne jeden künstlerischen Wert, einfache Körbe oder andere Gefäße aus Glas, Ton, Lehm oder
anderen leicht zerbrechlichen Materialien zu verwenden weiter lesen wir: 183. Alle haben entsprechend
den Möglichkeiten in ganz besonderer Weise dafür zu sorgen, daß das heiligste Sakrament der Eucharistie
vor jeder Art von Ehrfurchtslosigkeit und Mißachtung bewahrt wird und alle Mißbräuche vollständig
korrigiert werden. 184. Jeder Katholik, ob Priester, Diakon oder christgläubiger Laie, hat das Recht,
über einen liturgischen Mißbrauch beim Diözesanbischof oder beim zuständigen Ordinarius, der ihm rechtlich
gleichgestellt ist, oder beim Apostolischen Stuhl aufgrund des Primats des Papstes Klage einzureichen.
Dieser Pflicht werde ich entsprechend dem Kirchenrecht nun auch nachgehen!
@bonaventura: Es geht mir überhaupt nicht um Historismus und Wiedereinführung alter Bräuche. Ich erlaube
mir nur, darauf hinzuweisen, daß es Traditionswandel nicht erst seit dem 2. Vatikanum gibt. Das wird
leider oft vergessen. Es gab schon römische Theologen, welche die Orthodoxen als Häretiker bezeichneten,
weil sie im nizänokonstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis das filioque entfernt hätten! Müßte
ich irgendwann einmal an Rom irre werden, dann würde ich nicht zur Piusbruderschaft gehen, sondern zur
Orthodoxie. Aber das tu ich – mit Gottes Gnade – nicht. Gunther. Esto fidelis usque ad mortem, et dabo
tibi coronam vitae.
Materie die Zweite von Karl Hörmmann, Lexikon der christlichen Moral: Die meisten orientalischen Kirchen
verwenden gesäuertes Brot, die lat. ungesäuertes (da der Herr das Abendmahl in den Tagen der Ungesäuerten
Brote feierte, Mt 26,17, u. der Sauerteig in der Schrift als Sinnbild der Sünde dient; Cat. Rom. II 4,12);
wenn auch beide Arten als gültige Materie anerkannt sind, soll sich jeder Priester an die Gewohnheit
seines Ritus halten (D 860 1303; c.816); wenn im Notfall der Priester die E. austeilt, die im anderes
Ritus konsekriert wurde, soll er dabei die Vorschriften des eigenen Ritus einhalten (c. 851). – Das in
der E. zu verwendende Brot darf nur aus Weizenmehl u. Wasser bereitet werden (Miss. Rom., Intr. gen. nn.
282 f); die Ehrfurcht vor dem Heiligsten Sakrament fordert, daß es rein u. unverdorben (nicht zu alt)
sei (vgl. c. 815 § 1). Quelle: www.stjosef.at/…lexikon/eucharis.htm
#29 Bonaventura 20:47:22 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@gunther maria Wenn Sie meinen das das etwas mit der Katholischen Tradition zu tun hat, dann empfehle
ich Ihnen die Enzyklika MEDIATOR DEI Pius XII. zu lesen. Dort werden sie sehen, das schon Pius XII. vor
den gefährlichen Tendenzen eines falsch verstandenen Historizismus warnte, der alles alte wieder einführen
wollte, nur weil es alt war.
Materie Im byzantinischen Ritus wird gesäuertes Brot verwendet, wie auch in der alten Kirche, und wie
in der römischen Kirche im ersten Jahrtausend. Die Einführung von ungesäuertem Brot in der römischen
Kirche war einer der Traditionsbrüche, auf den ich schon aufmerksam gemacht habe, ohne eine Reaktion
seitens unserer Traditionalisten. Gunther.
#27 Bonaventura 20:38:39 | Dienstag, 11. Oktober 2005
–-- kann mir eigentlich mal jemand verraten warum der Kardinal bei der Opferung massenweise Turnschuhe
entgegennimmt ? Sind die für die paar Glaubenstreuen die die Flucht ergreifen wollten ? Dazu fällt mir,
an den Kardinal gerichtet, nur ein: „Schuster bleib bei deinen Leisten!“
Die Sprache der Jugendlichen Wenn ich Benedikt ergänzen darf: Natürlich soll die Kirche die Sprache
der Jugendlichen sprechen, um die ewige Botschaft Christi zu verkünden. Aber nicht in der Heiligen Messe!
Es gäbe genügend Möglichkeiten, jugendgemäße Veranstaltungen durchzuführen, mit moderner Musik,
Lichteffekten, und einem Abend- (oder Morgen- oder Mittags)mahl. Also (wenn möglich alkoholfreie) Getränke
und Imbiß. Der heilige Don Bosco hat alles Mögliche gemacht, um junge Menschen für den Glauben zu gewinnen.
Aber in der Feier von Tod und Auferstehung Christi hat das nichts zu suchen. Hier ist Christus selbst
der Feiernde, Priester und Opfer zugleich. Wir können die Meßfeier nicht „machen“. Ich bin sehr enttäuscht
vom Wiener Kardinal.
#25 Benedikt 18:50:52 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@ aussenseiter warum sollte die kirche nicht die sprache vieler jugendlicher benutzen, um die – immer
gleiche – botschaft zu verkünden? Weil in diesem Fall dadurch ein Verlust an Substanz eintritt. Inkulturation
darf nur stattfinden, wenn dadurch die Lehre nicht verwässert wird. Und wenn ein Jugendlicher nur in
die Messe geht, weil es dort Lichteffekte und Gitarrensound gibt, und ansonsten die Kirche verächtlich
ansieht, dann handelt es sich um einen Fall der Inkulturation, der völlig unbrauchbar und gefährlich
ist.
#24 aussenseiter 18:36:31 | Dienstag, 11. Oktober 2005
das einzige, was mich irritierte (ich war dabei), war das – durchaus säuerlich schmeckende – brot. auch
einige der umstehenden wunderten sich hörbar darüber. da wüsste ich wirklich gern näheres. ansonsten:
gott ist so erfinderisch darin, die kleinen schlupflöcher in unseren schutzmauern zu nutzen, sich uns
hörbar zu machen… warum sollte die kirche nicht die sprache vieler jugendlicher benutzen, um die –
immer gleiche – botschaft zu verkünden? s.e. kardinal schönborn wirkte in dem, was er sagte, ganz und
gar authentisch. nicht anbiedernd. mich stimmt es traurig, dass unser bischof hier nicht mehr vertrauen
geniesst. gerade dieses den menschen nachgehen lässt mich in ihm so deutlich das bild des guten hirten
erkennen.
#23 Benedikt 18:30:08 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@ Stimme aus dem Tradiland Entspricht sein Verhalten nicht dem der anderen Bischöfe (mindestens im deutschsprachigen
Raum) und dem des Hl. Vaters (WJT Köln Nicht wirklich. Lesen Sie doch den Artikel: Zum Beginn spielte
die Lichttechnik und Musik eine bedeutende Rolle. Auch Kardinal Schönborn zückte sein Mobiltelefon.
Nach dem Abschlußgottesdienst wurden die SMS-Wünsche über Leinwand im Kirchenraum projiziert. Nichts
davon gab es auf der WJT-Abschlussmesse. Wäre dort diese grauenhafte Musik nicht gewesen, so hätte man
von einer schönen Messe reden können (soweit das bei so einer Menge möglich ist). Ganz abgesehen davon,
dass hier im Artikel nichts von der übrigen liturgischen Gestaltung, Confiteor, welches Hochgebet usw
steht, die in Köln exzellent war und in Wien vermutlich gefehlt hat. Und Seine Heiligkeit hat auch nur
ordnungsgemäße Materie verwendet.
@ stimme: verteidigen? weder seine eminenz noch das projekt jugendkirche haben es nötig, sich gegen die
gehässigen, wahrheitswidrigen und sich selbst richtenden anschuldigungen im anonymen forum einer anonymen
website zu verteidigen. jedem seine spielwiese – und kreuz.net ist halt die spielwiese für derartige
untergriffe. da ist jeder kommentar – und erst recht jede „verteidigung“ schon zu viel der ehre.
mit oder ohne Schurz ohne Schurz ist S.Em. Cardinal Schönborn jedenfalls mit dabei (@ Sulpicius). Wahrscheinlich
ist er aus Gründen der Vorsicht nicht selbst bei einer Loge (so wie sein großes Vorbild Cardinal König),
wenn er so weitermacht, wird er aber ohnedies noch durch Bnai Brith ausgezeichnet und damit Ehrenfreimaurer
und Ehrenjude. Interessant ist es, mit welcher Einmütigkeit auf diesem Forum die „JugendKirche Wien“
und die abgebilderte liturgische Handlung abgelehnt werden. Findet sich gar kein Verteidiger für seine
Eminenz? Entspricht sein Verhalten nicht dem der anderen Bischöfe (mindestens im deutschsprachigen Raum)
und dem des Hl. Vaters (WJT Köln (noch schlimmer natürlich bei Papst JoPaII.).
Es braucht noch 20 Jahre Wir müssen wohl oder übel noch ein paar Jahre Geduld haben. Solange noch Leute
das Sagen haben, die mit dem 68er-Geist oder dem 68er-Virus infiziert sind, wird es keine durchgreifenden
Veränderungen geben. Aber in 20-25 Jahren werden die 68er langsam verschwunden sein, sowohl bei uns,
wie auch in Rom. Und dann wird wohl nichts unmöglich sein…
Entwürdigend Dass sich Eminenz bei einem solchen Spektakel selbst entwürdigt, sei ihm gestattet. Dass
er aber den eucharistischen Herrn entwürdigt – und das auch noch während der laufenden Bischofssynode
zum Thema Eucharistie – ist ein Skandal!
#15 Bonaventura 17:12:51 | Dienstag, 11. Oktober 2005
–---- Zumal das „herumwerfen“ bzw. austeilen eines Fladenbrotes den Eucharistieglauben der Jugendlichen
nicht wirklich fördern dürfte. Es war dann halt „ne geile Party und der Bischof hat nachher Brot verteilt“
Meine Herrschaften, blicken wir der harten Realität in Auge, wir stehen hart am Abgrund!
Zeichen einer tiefen Identitätskrise! Kardinal Schönborn ist sicherlich ein sehr gebildeter und auch
kultivierter Mensch! Ich kann mir nicht vorstellen, dass er selbst sich mit dieser Art von völlig asakraler
Liturgie identifizieren kann. Ich vermute, dass Kardinal Schönborn sich irgendeinen Erfolg erhofft und
so gute Miene zum äußerst fragwürdigen Spiel macht. Es ist der Ausdruck einer tiefen Identitätskrise
der katholischen Kirche, die nicht mehr auf ihre großen liturgischen Traditionen vertraut, diese jungen
Menschen nicht mehr weitergibt und sich stattdessen in primitiver Weise dem Zeitgeist und Massengeschmack
anbiedert. Doch junge Leute, die ein wenig nachdenken, werden dies schnell durchschaut haben. Authentisch
und glaubwürdig ist dies alles wirklich nicht; wenn es nicht die Symptome einer sehr tiefen Krise wären,
könnte man über eine solche Realsatire, die sich Harald Schmidt nicht besser hätte ausdenken können,
lachen… Isidorus
#13 Benedikt 16:52:26 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@ Bonaventura Wissen Sie eigentlich, wie das bei den Messen im byzantinischen Ritus ist? Die haben ja
so eine Art Weißbrot, dass sie in kleine Würfel schneiden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese nicht
auch bloß aus Weizen und Wasser bestehen. Allerdings… wie eine byzantinische Messe sieht das ja nicht
aus, was der Kardinal da fabrziert hat . Zumal bei Weißbrot ja wirklich keine Handkommunion durchgeführt
werden darf – es ist zu bröselig.
#11 Bonaventura 16:37:02 | Dienstag, 11. Oktober 2005
–---- So schade es auch ist, aber wir dürfen annehmen das bei dieser „Heiligen Messe“ nichts passiert
ist. Denn was offensichtlich ist, die Intention, zu tuen was die Kirche tuen will und dem Auftrag Jesu
entsprechend tuen soll, war nicht gegeben. Traurig, denn angeblich sollte es ja darum gehen, das die Jugendlichen
zu einer Begegnung mit Christus gelangen, und nicht ein Stück Fladenbrot betrachten. Als Kleiner Hinweis:
Ich bin vom Fach und sie können mir glauben ohne Säuern oder Hefe ist das Backen eines Solchen Brotes
wie es in Wien verwendet wurde, nicht möglich. Die Materie stimmte also nicht. Und da kein Notfall herrschte,
ist das auch nicht zu entschuldigen.
#10 Niedermünster 16:34:18 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Opa der Hip-Hop tanzt Wenn der nette Kardinal mit Handy doch nur wüsste wie lächerlich er sich durch
seine Anbiederung an eine Jugendkultur macht, in die er in seiner Spiessbürgerlichkeit doch nicht passt.
Auf den Bildern wirkt er so peinlich wie ein Opa der mit seinen Enkeln hip-hop tanzt. Die Kirche sollte
sich auf ihre Tradition besinnen und sich nicht mit allen Mitteln pseudo-modern geben wollen. Das kann
nur schief gehen!
Oh Herr, beschütze uns vor den falschen Hirten Bonaventura schrieb: EXKOMMUNIZIEREN !!! Die ganze Sippschaft!
Und den Kardinal gleich mit! {…} Das ist doch perfid!!! Ich verstehe Ihren heiligen Zorn (und den von
anderen, wie z.B. des elendsten Sünders) [*]. Man glaubt, die Vorgänge in der apostatischen Konzilskirche
seien unerträglich geworden. Dennoch: sie werden noch viel schlimmer werden, wie mehrere Heilige visionär
andeuteten. Es ging mir genau wie Ihnen. Bis ich die FSSPX fand – auch wenn Sie das nicht hören mögen.
Seither erfaßt mich der Friede des Herrn auf geheimnsvolle Weise. Wir Besucher der hl. Messen der FSSPX
beten, opfern und sühnen abgeschirmt von diesen schlechten V.II-Hirten, die eine Häresie nach der anderen
verkünden und in die Praxis umsetzen. Ich bin mir sicher, daß das wesentlich zur Gesundung der heiligen
Kirche beiträgt. Die nichtige Exkommunationsfeststellung des modernistischen Roms gegen die Bischöfe
der FSSPX stellt auf geheimnisvolle Weise einen Schutzschild dar: die FSSPX wird vor dem Zugriff der modernistischen
Kirchenfürsten geschützt. Das ist auch ein Grund, warum mir der Wechsel von der FSSP zur FSSPX ein Befreiungsschlag
bedeutete: endlich nicht mehr schutzlos den modernistischen Kirchenfürsten ausgeliefert zu sein. [*]
Allerdings denke ich nicht, daß der Zorn etwas bringt. Mein Seelenführer pflegt zu sagen: der Teufel
ist zornig. Nutzen wir seine Anfeindungen, um Stoßgebete gen Himmel zu senden. Somit führt das schlechte
Ansinnen des Widersachers zu guten Früchten.
Erlaubte Materie? @Wiener: Das sieht mir aber nicht nach ungesäuertem Brot, ausschließlich aus Weizenmehl
aus… Außerdem sind solche Keramikgefäße verboten. Zumindest das Innere, das mit dem Allerheiligsten
in Berührung kommt muß vergoldet sein!!
Das Opfer von Golgota!! Eminenz Schönborns Hinwendung zum schwärmerischen Charismatikertum hat er ja
schon lange demonstriert. Charismatikertum, discomäßiges Rumgehüpfe, all das ist mit dem Hl. Meßopfer
der Kirche Christi unvereinbar! Eine Katastrophe, das ein offenbar rechtgläubiger Cardinal, noch dazu
ein Ratzinger-Schüler Gefallen an diesem Treiben hat. Die Kirche braucht gläubige Beter, keine Discogymnasiasten.
#6 Bonaventura 16:20:27 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Das… wage ich ernsthaft zu bezweifeln und selbst wenn dem so wäre, war dann die materie noch das einzig
gültige! Auf einmal kommen die liberalen und freidenker innerhalb der Kirche und versuchen nun ihren
Schwachsinn und ihre Gottlosen Praktiken damit zu entschuldigen das doch alles den Vorschriften entspräche!
Reinstes Pharisäertum ist das! Wenn jemand der noch anständig Katholisch ist, auch nur auf die Idee
kommt, an die geltenden Vorschriften zu erinnern, ist er direkt ein Rubriken und paragraphenreiter. Und
was die Ehrfurch vor dem Allerheiligsten angeht, da können Sie sicher sein, die habe ich. Ich bezweifel
jedoch schon fast ob irgendjemand beim Projekt Jugenkirche überhaupt mit dem begriff des Allerheiligsten
etwas anfangen kann!
respekt vor der eucharistie? das brot, das am sonntag für die eucharistie verwendet wurde, entspricht
in allem den vorschriften, die für die feier des hl. messopfers bestehen. wenn hier völig respektlos
die rede davon ist, dass „ein kebap eleviert“ wird, dann frage ich mich, welche haltung die schreiber
zur allerheiligsten eucharistie haben. solche kommentare diskreditieren ausschließlich deren verfasser.
#4 Bonaventura 16:09:40 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Sofort… EXKOMMUNIZIEREN !!! Die ganze Sippschaft! Und den Kardinal gleich mit! Das sind mir die liebsten,
im Stephansdom Barocke Kasel und Dalmatik drunter tragen und dann in der „Jugendkirche“ nen Kebap elevieren!
Das ist doch perfid!!!
#3 famulus dei 15:52:33 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@Benedikt Was ist denn das nun wieder für eine Materie bei der Elevation? Das habe ich mich auch gefragt.
Sieht aus wie ein Fladenbrot aus der Dönerbude. Es ist schon sehr befremdlich, wenn selbst ein Kardinal
sich nicht an die eindeutigen Vorgaben der Kirche hält.
Frommer Wunsch Gleichzeitig forderte er sie auf, die eigene Pfarrei zu beleben. „In der Erzdiözese Wien
gibt es 660 Pfarren und die warten darauf, daß dort Jugendkirche stattfindet. Tut was für eure Pfarre!“
Ihr Wunsch in Gottes Ohr, Eminenz. Ich kann da leider nicht recht dran glauben. PS: Was ist denn das nun
wieder für eine Materie bei der Elevation?
Treue zum Experiment, Experiment der Treue Welcher Durchbruch! Die Jugendlichen werden es dem Kirchenfürsten
gewiß für immer und ewig danken, daß er ihnen das ermöglicht und sie sogar zur Treue gegenüber dem
Experiment aufgefordert hat. Vor 30 Jahren hatten andere vergeblich darum gebeten, das Experiment der
Traditionstreue machen zu dürfen. Wie sich die Zeiten doch ändern!