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Dienstag, 11. Oktober 2005 15:08
„Bleibt diesem Experiment treu“
Der Erzbischof von Wien feierte am Sonntag abend den großen Eröffnungsgottesdienst der neuen ‘Jugendkirche Wien’. Dabei gestaltete die ‘find-fight-follow Band’ den Gottesdienst rockig bis popig. Bilder.
(kreuz.net, Wien) Mit einem „Eventgottesdienst“ ging das dreitägige Eröffnungsfest der „Jugendkirche Wien“ zuende. Das berichtete gestern die Homepage ‘stephanscom.at’, die von der Erzdiözese Wien betrieben wird.

Die Kirche war beim Gottesdienst bis zum letzten Platz gefüllt.

Mit Applaus wurde Kardinal Christoph Schönborn willkommen geheißen.

Rockig, popige Messe
Rockig, popige Messe
Symbolisch klopfte er mit seinem Hirtenstab an die Türen der „Jugendkirche“.

Der Eröffnungsgottesdienst trug – analog zum gleichnamigen Lied in deutschen Hitparaden – den Titel „gekommen um zu bleiben“.

Zum Beginn spielte die Lichttechnik und Musik eine bedeutende Rolle.

Kardinal Schönborn mit seinem Handy
Kardinal Schönborn mit seinem Handy
Gleichzeitig konnten die Jugendlichen über das Handy eine SMS mit Wünschen an die Jugendkirche schicken.

Auch Kardinal Schönborn zückte sein Mobiltelefon.

In seiner Predigt erinnerte sich der Kardinal an seine Jugend:

„Ich habe mit elf zum ersten Mal erfahren, daß Jesus bei mir ist und bleibt. Ich bitte ihn, daß niemand von euch jemals daran zweifelt, daß er gekommen ist, um zu bleiben.“

Zur Opferung nahm der Kardinal mehrere Schuhpaare entgegen
Zur Opferung nahm der Kardinal mehrere Schuhpaare entgegen
Der Wiener Erzbischof bat die Jugendlichen, dem Experiment „Jugendkirche“ treu zu bleiben.

Gleichzeitig forderte er sie auf, die eigene Pfarrei zu beleben.

„In der Erzdiözese Wien gibt es 660 Pfarren und die warten darauf, daß dort Jugendkirche stattfindet. Tut was für eure Pfarre!“

Nach dem Abschlußgottesdienst wurden die SMS-Wünsche über Leinwand im Kirchenraum projiziert.

Adoro te devote, latens Deitas
Adoro te devote, latens Deitas
Auch der Wunsch des Wiener Erzbischofs an die „Jugendkirche“ war darunter:

„Liebe Jugendkirche, ich wünsche Dir, daß Du immer frisch von der Freundschaft mit Jesus bleibst.“

Die Veranstaltung endete mit einem musikalischen „Chill Out“ und einem Imbiß.
Weiterlesen:
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 52 Lesermeinungen:
Samstag, 19. August 2006 00:52
Christian Hüller: Ein Nichtliturgieexperte
Obwohl ich nun wirklich kein Liturgieexperte bin, will und kann ich mir eine sarkastische Bemerkung hier nicht verkneifen:

„Tradis“ mit Fladenbrotbedenken meinen hier wohl gegen alternde „Modernisten“ im Diskoschuppen rülpeln zu müssen und umgekehrt.

Und wenn der Herrgott nun Verständnis für beide hätte?

Hääh?
Samstag, 12. August 2006 17:49
Gerhard: Bereicherung kirchlichen Lebens
Die Diskussion vom August 2006 („In Jeans und T-Shirt“) um die „angemessene“ Kleidung bei der Feier der Eucharistie und überhaupt um den „richtigen“ äußeren Rahmen zeigt, dass viele Leser meinen, es dürfe nur eine „Messe nach Vorschrift“ geben; alles andere sei „unwürdig“. Solche „Messen nach Vorschrift“ werden durch andere Gottesdienstformen ja keineswegs abgeschafft! Vielseitigkeit auch in der Feier des Gottesdienstes, wie z.B. in der hier geschilderten Form des Wiener Jugendgottesdienstes, kann somit nur eine Bereicherung des kirchlichen Lebens sein!
Mittwoch, 9. August 2006 21:55
haher: Stimme aus dem Tradiland: mit oder ohne Schurz
… und Menschen, die solche Töne von sich geben, brüsten sich mit ihrer Demut, Sühne für die Welt, Opferhaltung, reinen katholischen Gesinnung etc., etc. p.p… Es ist zum „Kotzen“. Das sind ja keine Einzelfälle, sie sind wie Viren, die im Untergrund ihre Galle und ihr Gift verspritzen und verirrte und verwirrte „Seelen“ versuchen in ihren Bann zu ziehen!
Verbiesterte, verbitterte, verklemmte und intolerante Zeitgenossen.
Und diese Zeilen sind bei GOTT keine eines Schreibers, der diese „Jugendkirchenliturgie“ undifferenziert gutheißen würde. Und genau das ist das Stichwort: differenzieren! Mit dem hl. Paulus „alles prüfen und das Gute bewahren“. Alles andere aber wegwerfen. Bei den meisten „Traditionalisten“ könnte man mutmaßen, es handle sich um Messies!
Samstag, 15. Oktober 2005 06:41
Midshipman Casey: Von der Redaktion entfernt
Donnerstag, 13. Oktober 2005 22:11
Peterchen: Wer hat wohl das Fladenbrot gebacken?
Haben sich die in der hiesigen Disskusion beteiligten schon die ?Sponsorenliste? der findfightfollow-Aktion, die diese ?Show? veranstaltet hate angeschaut?

W E L C H E R Bäcker hat wohl das Fladenbrot gebacken? Gibt es vielleicht wertvolle Rückschlüsse, die aus dieser liste gezogen werden können ???

Unter der Web-Seite des mitaufgelisteten Landesjugendreferats Wien ist mitunter ein Verweis auf eine 2. Internationale Werktagung des Forums für präventive Jugendarbeit praev.circle zu sehen. Darunter lese ich unter anderem:

14.30-16.30h WORKSHOPS
und 17-19h Inputs-Erfahrung-Austausch-Praxis
Schwul/lesbisch – na und?
Donnerstag, 13. Oktober 2005 21:44
Offensichtlich möchte es sich die Leute in Linz mit Wien auf keinen Fall verderben…

Man wird doch ganz von falscher Angst regiert, wenn man sich diesem Experiment nicht zu widersetzen wagt!

Nur wenn es darum den Gott der Heeresschare anzurufen als Zeuge bei Lügen über die „Traditionalisten“ hat man da keine Angst mehr. Aber vor Leute wie Schönborn wohl noch?

Als Jugendlicher finde ich es unverständlich. Ich bin davon überzeugt die meisten meiner nicht-gläubigen Altersgenossen würden mit mir übereinstimmen solch ne Jugendkirche ist schön und toll für einen Abend, aber völlig unglaubwürdig für das wofür die katholische Kirche steht.
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