08:23:40 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
Eiligsprechung bereits im Juni? + Ein deutscher Weihbischof + Ein billiges Schaustück + Pfarrhaus gestürmt+ Mehr Differenz als Konsens + Internet-Spenden
Eiligsprechung bereits im Juni?Vatikan. Papst Johannes Paul II. könnte bereits im nächsten Juni seliggesprochen
werden. Dies berichtete die italienische Nachrichtenagentur ‘ANSA’ gestern unter Berufung auf den polnischen
Erzbischof Henryk Hoser, der in der vatikanischen Missionskongregation tätig ist. Andere Vatikanvertreter
halten sich mit Ankündigungen zurück. Der Präfekt der Kongregation für die Heilig- und Seligsprechungen,
José Kardinal Saraiva Martins, erklärte, daß das Verfahren normal verlaufe. Der Postulator des Seligsprechungprozesses,
der Priester Slawomir Oder, wollte sich ebenfalls nicht festlegen. Es sei „absolut unmöglich“ vorauszusagen,
wann das Verfahren auf diözesaner Ebene beendet sei.
Ein deutscher WeihbischofDeutschland. Papst Benedikt
XVI. hat gestern den Dompfarrer von Erfurt, Reinhard Hauke (51), zum Weihbischof der gleichnamigen Diözese
ernannt. Der Priester wird am 26. November von Diözesanbischof Joachim Wanke geweiht. An diesem Tag feiert
der Oberhirte von Erfurt sein silbernes Bischofsjubiläum. Als Wahlspruch hat sich der designierte Weihbischof
einen Vers des Apostels Paulus gewählt: „Deus pacis sanctificet vos“ – Der Gott des Friedens heilige
euch (1 Thess 5,23).
Ein billiges SchaustückPolen. Als „billiges Schaustück“ bezeichnete der Weihbischof
und Rektor der Theologischen Akademie von Krakau, Mons. Tadeusz Pieronek, eine Wahlkampfaktion des polnischen
Präsidentschaftskandidaten Lech Kaczynski. Das berichtete die Zeitung ‘Warsaw Business Journal’. Kaczynski
hatte eine Wahlwerbung an Priester geschickt, worin er erklärt, daß er die „christlichen Prinzipien
im sozialen Leben“ hochhalten wolle. Im Schreiben erwähnt der Politiker auch seine Verdienste im Kampf
gegen die „Symptome der Immoralität“ wie Homo-Paraden oder Erotikausstellungen. Mons. Pieronek erklärte,
daß es nichts Ärgerlicheres gebe, als die Autorität der Kirche für die eigenen politischen Ziele zu
benützen: „An Wahlunterlagen geheftete Papstphotos sind eines wahren Politikers unwürdig“, erklärte
der Prälat.
Pfarrhaus gestürmtKenia. Letzten Monat kam es in einer kenianischen Pfarrei zu einem
ungewöhnlichen Ereignis. Das berichtete die Tageszeitung ‘Kenya Times’ gestern Dienstag. Die Pfarrei
liegt wenige Kilomenter von der Bischofsstadt Kakamega entfernt. Kakamega befindet sich im Osten von Kenia.
Die Gläubigen des Ortes ertrugen die romantischen Abenteuer ihres Pfarrers nicht mehr länger. Sie stürmten
darum das Pfarrhaus und verjagten seine Konkubine mit ihrem sechsjährigen Sohn, den der Priester mit
ihr gezeugt hatte.
Mehr Differenz als KonsensDeutschland. Was ist vom Konsens der ‘Gemeinsamen Erklärung
zur Rechtfertigungslehre’ geblieben? – fragt sich der
‘Initiativkreis in der Erzdiözese Hamburg’ und
lädt zu einem Vortrag des Heidelberger Neutestamentlers Prof. Dr. Klaus Berger ein. Thema: Kann man auf
Rechtfertigung Kirche bauen? Zeit: Donnerstag, 13. Oktober, 19.15 Uhr. Ort: Haus der kirchlichen Dienste,
großer Saal, Danziger Str. 52 am Mariendom in Hamburg.
Internet-SpendenDeutschland. Das katholische
Hilfswerk ‘Kirche in Not’ sammelt für die Erdbebenopfer in Pakistan und für die Geschädigten der Flutkatastrophe
in Guatemala und El Salvador. Almosen können auch direkt
über das Internet eingezahlt werden. In beiden
Ländern läßt sich das Hilfswerk von den einheimischen Bischöfen vor Ort beraten.
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