08:48:05 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
Lebendige Steine + Zwei neue Weihbischöfe für Wien? + Vatikan forderte Abbruch des Hungerstreiks + Kein Bedarf + Massengräber
Lebendige SteineVatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz sprach Papst Benedikt XVI. über die Kirche
als Ort der Gerechtigkeit, des Friedens und des Glücks. Er zitierten den heiligen Gregor den Großen,
der jeden Christ als lebendigen Stein bezeichnet, der von seinen Mitchristen gestützt wird und selber
die Last der anderen trägt: „Einer trage des anderen Last!“ (Gal 6, 2). Nur die Liebe könne unsere Gemeinschaft
zusammenhalten, erklärte der Heilige Vater. Gleichzeitig brauche jedes Bauwerk ein festes Fundament.
Dazu sei die Kirche auf Christus gebaut.
Zwei neue Weihbischöfe für Wien?Österreich. In der Erzdiözese
Wien könnten noch heuer zwei neue Weihbischöfe ernannt werden. Dies berichtete die für ihre häufig
unzuverlässige kirchliche Berichterstattung bekannte Tageszeitung ‘Die Presse’ gestern Mittwoch. Das
Blatt beruft sich bei ihren Informationen auf einen Sprecher des Wiener Erzbistums: „Es ist anzunehmen,
daß das noch heuer erfolgen wird.“ Als aussichtsreiche Kandidaten gelten der Leiter des Diözesangerichts,
Ernst Pucher, sowie der Generalvikar der Erzdiözese, Franz Schuster. Derzeit hat Wien nur einen Weihbischof.
Dieser wird im kommenden Jahr aufgrund seines 75. Geburtstags seinen Rücktritt einreichen.
Vatikan forderte
Abbruch des HungerstreiksBrasilien. Der brasilianische Bischof Luís Flávio wurde vom Vatikan aufgefordert,
seinen Hungerstreik abzubrechen. Dies geht aus einem Brief des Präfekt der Bischofskongregation, Giovanni
Battista Kardinal Re, an den ausgehungerten Prälaten hervor. Das Schreiben wurde in der brasilianischen
Tageszeitung ‘O Globo’ veröffentlicht. Bischof Cappio (58) hatte elf Tage lang Essen und Trinken verweigert,
um die Umleitung eines Flusses zu verhindern. Der Brief, der dem Bischof am 6. Oktober ausgehändigt wurde,
bittet den Prälaten darum, den „radikalen Akt“ nicht weiter fortzusetzen und den Hungerstreik in Gehorsam
zum Heiligen Stuhl zu beenden. Am selben Tag sprach der Bischof mit brasilianischen Regierungsvertretern,
die ihm zusicherten, das Bauprojekt zu überdenken. Anschließend verkündete der Prälat das Ende seines
Hungerstreiks.
Kein BedarfDeutschland. Die Erzdiözese Freiburg will die katholische Kirche in Goldscheuer
verkaufen. Der Ort liegt am Rhein unweit von Straßburg. Die Erzdiözese begründet den Schritt mit dem
geringen Gottesdienstbesuch. Eine Zählung ergab, daß nur knapp 3 Prozent der Katholiken im Pfarrgebiet
die Sonntagsmesse besuchen. Verkaufsbedingung ist, daß aus dem Gotteshaus keine Moschee oder Nachtbar
gemacht werde. Der Ortsvorsteher kämpft für den Erhalt der Kirche. Diese sei durch die Einwohnerschaft
mitfinanziert worden.
MassengräberPakistan. Nach Angaben des Bischof der besonders betroffenen Diözese
Islamabad-Rawalpindi, Mons. Anthony Theodore Lobo, ist nach den Erdbeben in Pakistan mit weit mehr als
40.000 Todesopfern zu rechnen. Das berichtete das katholische Hilfswerk ‘Kirche in Not’. Viele Gebäude
seien nicht erdbebensicher gebaut worden, sagte der Bischof. In Islamabad seien zum Beispiel die Mauern
einer neu errichteten Kirche eingebrochen. Spenden kann man auch
über das Internet.
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#4
Athanasius 09:38:04 | Freitag, 14. Oktober 2005
#3
Benedikt 23:24:37 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
#2
Agiafortuni 22:40:00 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
#1
Rosa von Lima 20:54:41 | Donnerstag, 13. Oktober 2005