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Donnerstag, 13. Oktober 2005 15:37
Liebling der Christdemokraten
Ein österreichweit bekannter Religionsbeschmutzer scheint sich bei der – nach eigenen Angaben – christdemokratischen ‘Österreichischen Volkspartei’ einer ungebrochenen Popularität zu erfreuen.
Hermann Nitsch und sein Werk
Hermann Nitsch und sein Werk
(kreuz.net) Erst im November 2004 erhielt der österreichische Religionsanschütter Hermann Nitsch von der ÖVP den niederösterreichischen Kulturpreis.

Jetzt will auch der ÖVP-Kunststaatssekretär Franz Morak dem umstrittenen Nitsch den mit 30.000 Euro dotierten „Großen Österreichischen Staatspreis“ verleihen.

Darüber informiert das ÖVP-kritische Internet-Tagebuch Ein Archiv zur ÖVP.

Nitsch ist Absolvent einer Höheren Technischen Lehranstalt für Graphik und beschäftigt sich angeblich bereits seit der Schulzeit mit dem Thema Religion.

Für Kunststaatssekretär Morak, dessen Staatssekretariat dem Bundeskanzleramt von Wolfgang Schüssel (ÖVP) untersteht, ist der Religionsbeschmutzer „eine zentrale Figur österreichischen zeitgenössischen Kunstschaffens“.

Er thematisiert in seinem Werk angeblich „grundlegende Fragen des Menschseins“.

Viele Menschen christlicher Religion fühlen sich im Gegensatz zum ÖVP-Kunststaatssekretär durch Graphiker Nitsch in ihrem Glauben verhöhnt, erklärt dagegen ‘Ein Archiv zur ÖVP’.

Auch Tierschützer und andere Normalbürger würden sich vor den Mal-, Blut- und Schlachtfesten von Nitsch ekeln.

Damit beschäftige sich der Graphiker „konsequent und ohne erkennbare Innovationen“ seit Anfang der sechziger Jahre, so das Net-Tagebuch weiter:

Teilweise agiere er gemeinsam mit Otto Mühl, einem ehemaligen Kommunenführer, der wegen Unzucht mit Minderjährigen verurteilt und inhaftiert war.

Die bevorstehende Preisvergabe sei wie schon in Niederösterreich mittels eines sogenannten Kunstsenates objektiviert worden und werde für das „Lebenswerk“ verliehen.

Diese Motivierung erkläre, warum junge Künstler nicht in den Genuß des 30.000 Euro Preises gelangen können, so ‘Ein Archiv zur ÖVP’.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 10 Lesermeinungen:
Samstag, 15. Oktober 2005 01:45
methusalix †: Hallo Evelin,
Sie haben ja recht mit Ihrem Freiheitsbegriff, das Problem ist nur die Abgrenzung.
Wenn zum Beispiel jemand äussern sollte, dass ihn diese Netzseite beleidigt und in seiner Freiheit einschränkt, sollte sie dann heruntergefahren werden? Sie werden mir sicher zustimmen, dass das nicht sein darf.
Also sind die Freiheitsbegriffe in einer Demokratie, vor allem für Kunst und Religion, SEHR weit gesteckt.

Ich finde die Nitscheleien auch eklig bis scheusslich, aber sie zu verbieten halte ich für wenig hilfreich; sonst kommt womöglich noch jemand auf die Idee bestimmte Predigt-Inhalte zu verbieten, weil sie ihn beleidigen, oder in seiner Freiheit einschränken.

Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit!
Freitag, 14. Oktober 2005 21:01
Evelin: Freiheit hört da auf,
wo die Freiheit eines anderen verletzt wird.
Was würden Sie sagen, wenn Nitsch dasselbe mit Utensilien z. B. aus Synagogen, Moscheen oder Buddhismustempeln machen würde?
Freitag, 14. Oktober 2005 19:05
esperanto: jedem/r was er/sie will
der herr trifft vll. nicht gerade meinen geschmack. auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich noch nie ernsthaft mit diesem künstler auseinandergesetzt habe.

aber freiheit der kunst.
und gott sollte groß sein, also auch darin keine blasphemie sehen.
freiheit der kunst, freiheit dem glauben!
Donnerstag, 13. Oktober 2005 18:52
richard: ein Provokateur unter vielen
Es geht doch im Prinzip gar nicht um diesen Nitsch! Dieser schusselige Eimerschütter ist, wie vor ihm bereits hunderte anderer selbsternannter Künstler, ein kleiner, reich gewordener Provokateur, der uns „aufregen oder beleidigen soll“. Einen wissenden Menschen kann aber diese „Kunst“ oder „Künstler“ nicht aufregen oder provozieren. Der Wissende kennt den Ursprung und die Zielrichtung und ich bleibe deswegen kalt. Im Prinzip geht es seit 1789 gewissen Kräften darum, das uns innewohnende Gottes- und Menschenbild in uns zu vernichten. Die Kunst in allen Erscheinungsformen kann den Menschen erhöhen, ihn zum Schöpfer führen, ihn wirklich frei machen, befreien. Das will „man“ nicht. „Man“ stellte z.B. jetzt im Zentrum Salzburgs einen abartigen Gnom als „Mozart“ auf. Die einzig vernünftige und richtige Reaktion darauf war eigentlich die lustige Aktion eines 80jährigen(!!!) Mannes. Wir sind alle schon so krank und vor allem so unsäglich feige, daß wir alles akzeptieren. Vom millionenfachen Kindermord im Mutterleib angefangen bis zur völligen Verhunzung und Vernichtung von Musik, Malerei, Plastik u. Baukunst. Tzara-Rosenstock formulierte das Ziel : „Wir bereiten das große Schauspiel des Unterganges vor, den Brand, die Zersetzung. Jedes Erzeugnis des Ekels ist Dada…Vernichtung des Gedächtnisses: Dada… Vernichtung der Zukunft: Dada…“
All dies wird in das gewünschte globalistische Kollektiv münden, schlimmer noch, als es die Mordlager Stalins oder Maos jemals waren!
Richard
Donnerstag, 13. Oktober 2005 18:47
Evelin: Zum „Künstler“ Prof. Hermann Nitsch
Mir fallen keine Worte ein – außer:
Die ÖVP ist keine wählbare Partei für Christen.
Die Wiener VP hat zwar auf dem 18. (sehr aussichtsreich?) Listenplatz eine engagierte und idealistisch Lebensschützerin aufgestellt – so als Feigenblatt halt, jedoch zeigt ihre sonstige Politik der Preisvergabe etc., wes Geistes Kind sie ist.
Nitschs „Werke“ (insbesondere die Partituren) zeugen von einem gewissen Satanismus.
Interessant ist die Homepage eines (ich glaube nichtkatholischen) eher liberal eingestellten österreichischen Literaten zum Thema Nitsch.
Bitte im Google unter Herbert Kuhner, Schriftsteller zu suchen. Ich weiß die Homepage nicht.
Donnerstag, 13. Oktober 2005 16:46
Dolfus: Beleidigungen gegen Gott
Sogar läßliche Sünden sind Beleidigungen gegen Gott, umso mehr „Mysterienspiele“ unter Verwendung christlicher Symbole und Liturgiegegenstände, vermengt mit Pornographie – all das ist bei Prof. Nitzsch der Fall, und zwar voll bewußt durchdacht, zu hoffen ist nur, daß sich Nitzsch wahrscheinlich wohl kaum der Tragweite dieser Blasphemie bewußt ist.

Alles, was sich gegen Gottes Ehre richtet, beleidigt die unendlich göttliche Majestät, was uns Sterblichen schwer begreiflich zu machen ist.
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