In Fulda tanzen die Mäuse
Was einem Priester oder kirchlichen Mitarbeiter im Bistum Regensburg den Posten kostet, ist in der Diözese Fulda offenbar ein Beförderungsgrund.
(kreuz.net, Fulda) Kürzlich versammelte sich der sogenannte ‘Fuldaer Kreis für eine offene Kirche’ zu
seiner Generalversammlung. Darüber berichtete die ‘Fuldaer Zeitung’ am vergangenen Montag.Die Generalversammlung – „Diözesanversammlung“ genannt – ist das oberste beschlußfassende Organ des ‘Fuldaer Kreises’, der von acht Fuldaer Diözesanpriestern gegründet wurde.
Ziel des ‘Kreises’ ist, die Kirche dem Zeitgeist anzupassen.
Sein ideologischer Horizont kreist um die Begriffe Dialogbereitschaft, jesuanische Geschwisterlichkeit, Pluralität, synodale Strukturen, Pastoralkonzepte und Solidarität.
Die Pluralität soll nach Angaben des Statutes der Gruppe den Vorrang vor „den Lehrmeinungen der Kirche“ haben.
Der Verein arbeitet eng mit der kirchenfeindlichen Gruppierung ‘KirchenVolksBewegung – Kirche von unten’ zusammen.
In seinem Tätigkeitsbericht während der Generalversammlung erinnerte der Sprecher des Leitungsgremiums, Klaus Lukassek, daran, daß die Arbeit des Kreises nicht immer konfliktfrei ablaufe.
So wurde der als Priester suspendierte Theologieprofessor Dr. Gotthold Hasenhüttl (71) eingeladen, um in den Räumen einer Kirchengemeinde zum Thema „Ökumenische Gastfreundschaft“ zu sprechen.
Der Anlaß wurde vom Bistum offiziell untersagt.
Doch jetzt beschloß die Versammlung, Hasenhüttl erneut einzuladen. Man wolle sich gleichzeitig um einen Fuldaer Gegenreferenten bemühen.
Der Österreicher Gotthold Hasenhüttl ist emeritierter Professor für Dogmatik an der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes.
Er wurde im Juni 2004 wegen einer öffentlichen Aufforderung zur Interkommunion vom Heiligen Stuhl als Priester suspendiert.
Kritiker werfen dem Theologieprofessoren auch vor, ein Atheist zu sein. Denn Hasenhüttl versteht „Gott“ subjektivistisch als „Ereignis der Liebe im zwischenmenschlichen Kontext“.
Sprecher Lukassek erinnerte in seinem Rückblick ferner an eine sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema ‘Frauenpriestertum’. Sie stand unter dem Titel „Neue Wege zum Amt?“.
Die Reaktionen dazu seien in der Öffentlichkeit und bei der Diözesanleitung „kontrovers“ gewesen.
Das Plenum beschloß weitere zukünftige Themenbereiche für Veranstaltungen: die Ökumene, die soziale Frage und der Fuldaer ‘Pastorale Prozeß’.
Letzter wird von Mitgliedern des ‘Fuldaer Kreises’ maßgeblich unterstützt.
Auch solle der „zurzeit ruhende“ Dialog mit Bischof Heinz Josef Algermissen wieder belebt werden.
Kenner der Verhältnisse gehen aber davon aus, daß der ‘Fuldaer Kreis’ nicht ganz ohne Kontakt zum Bischof lebt.
Von den acht Priestern, die den Kreis gründeten, sind nämlich inzwischen drei Mitglieder des Fuldaer Priesterrates.
Einer von ihnen, Pfarrer Winfried Hahner, ist sogar dessen Sprecher.
Der Priesterrat ist ein Beratergremium um den Diözesanbischof.
Ein drittes Gründungsmitglieder des ‘Fuldaer Kreises’ – Pfarrer Peter Borta – ist außerdem der gegenwärtige Diözesanpräses der ‘Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands’.
„Im Bistum Regensburg werden solche Personen gemaßregelt“, erklärt auf Anfrage ein kirchlicher Mitarbeiter, der mit den Verhältnissen im Bistum Fulda gut vertraut ist:
„Doch in Fulda werden ihnen verantwortungsvolle Aufgaben übertragen.“
„In Regensburg hat sich die Kleruskongregation hinter Bischof Müller gestellt. Was aber unternimmt die gleiche Kongregation in Fulda?“
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Samstag, 4. Februar 2006 10:19
Evelin: @ B. Bussmann
„Offen für die Welt“: Damit es weiter abwärts geht und die Kirche von der antichristlichen Welt noch
weniger unterschieden werden kann?
Wo sind die Erfolgsbeweise für den bischöflichen Schwachsinn zu Fulda und anderswo? Bloß weil Sie – den Lehren, dem Glauben und der Liturgie der Hl. Kirche völlig entfremdet – sich dabei wohlfühlen?
Das soll ein Kriterium sein – sie sind echt eine ideologisch vernebelte Null!
Der Gatte der Evelin
Wo sind die Erfolgsbeweise für den bischöflichen Schwachsinn zu Fulda und anderswo? Bloß weil Sie – den Lehren, dem Glauben und der Liturgie der Hl. Kirche völlig entfremdet – sich dabei wohlfühlen?
Das soll ein Kriterium sein – sie sind echt eine ideologisch vernebelte Null!
Der Gatte der Evelin
Samstag, 4. Februar 2006 10:06
Brigitte Bussmann: Fuldaer Kreis
als ehemalige Fuldaerin finde ich es einfach bewundernswert, dass in meiner Heimatdiözese für mehr Offenheit
in der Kirche nicht nur geworben, sondern auch gehandelt wird.
Falls ich Zeit habe, werde ich sicher, wenn der Priester Hasenhüttl eingeladen wird, auch dort sein.
Andere Diözesen sollten diesem Beispiel folgen. Kirche muss einfach offener für Andersdenkende werden.
Falls ich Zeit habe, werde ich sicher, wenn der Priester Hasenhüttl eingeladen wird, auch dort sein.
Andere Diözesen sollten diesem Beispiel folgen. Kirche muss einfach offener für Andersdenkende werden.
Freitag, 14. Oktober 2005 18:01
Toby: @ Adlimina
Irgendwie verstehe ich Ihre Stellungnahme nicht ganz. Warum so schicksalsbeleidigt herumlamentieren und sich nicht festlegen wollen? Seien Sie doch froh, dass es glaubentreue Initiativen gibt, die Mut machen!
Donnerstag, 13. Oktober 2005 22:32
adlimina: chic, sich „rechts“ zu geben
Der Bischof erscheint gegenwärtig ganz Rom ergeben, hat das Pastoralverbundsgesetz dort sogar zum Korrekturlesen vorgelegt, redet momentan gar nicht so gerne vom Pastoralen Prozess, sondern lieber vom „Neuen Geistlichen Anfang“. Kein Nuntius und kein sonstiger Verantwortlicher nimmt zur Kenntnis, wie tief die Diözese in die Verstörung getrieben worden ist, wie viele von den Priestern seelisch und körperlich krank geworden sind, wie sehr wir uns in der Beschäftigung mit uns selbst verschleißen. Die Verzweiflung bei denen, die sich nicht laut zu Wort melden und nicht in der ersten Reihe der kirchenpolitischen Auseinandersetzungen stehen, ist groß, gerade bei den stillen jüngeren Priestern, die gar nicht einverstanden sind mit Netzwerksaktivitäten, auch bei den zum Pastoralen Prozess Loyalen.
Donnerstag, 13. Oktober 2005 21:59
Peterchen: schon wieder Fulda…
… es verwundert weiter nicht, was derzeit in der Diözese Fulda vor sich geht. Es stellt sich die Frage,
wann und ob die Veranwortlichen (den Bischof Allgermissen eingeschlossen) zur Rechenschaft gezogen werden
können.
Für jeden wertvollen Hinweis wäre ich sehr dankbar!
( W A N T E D !!! )
Für jeden wertvollen Hinweis wäre ich sehr dankbar!
( W A N T E D !!! )
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