Am 1. September 2005 hat der Bischof von St. Pölten das neue Statut der Philosophisch- Theologischen
Hochschule seiner Diözese in Kraft gesetzt.
(kreuz.net, St. Pölten) Die bisherigen Bestimmungen für die ‘Philosophisch- Theologische Hochschule’
zu St. Pölten in Niederösterreich sind jung gestorben.
Sie waren kaum mehr als ein Jahr in Geltung.
Der damalige Diözesanbischof Kurt Krenn hatte sie nach längeren Vorbereitungen am 30. Mai 2004 in Kraft
gesetzt.
Nach dem Amtsantritt seines Nachfolgers betraute dieser eine Kommission mit der Überarbeitung
des Statuts. Diese Arbeit wurde vergangenen Juni beendete.
Das neue Statut weist gegenüber dem bisher
geltenden nur wenige Änderungen auf. Hier eine Auswahl:
Bisher war die Aufgabenbestimmung der Hochschule
„vorrangig Kandidaten für das Priesteramt“ auszubilden.
Im neuen Statut ist das Wort „vorrangig“ gestrichen.
Der Diözesanbischof verliert seinen Einfluß bei der Bestimmung des Rektors. Bisher wurde dieser vom
Diözesanbischof nach vorheriger Konsultation der Hochschulkonferenz frei ernannt.
Jetzt wird er von
der Hochschulkonferenz frei gewählt.
Während zuvor nur Priester zu Professoren ernannt werden konnten,
ist es jetzt auch Laien möglich, einen Lehrstuhl zu übernehmen.
Neu eingerichtet wurde eine Dozentur
für die Theologie von Ehe und Familie.
Gestrichen wurde der im alten Statut ausdrücklich enthaltene
Hinweis darauf, daß sich die Professoren und Dozenten „durch Festigkeit im Bekenntnis des von der Kirche
authentisch gelehrten Glaubensguts, durch treue Befolgung der kirchlichen Disziplin, durch Ehrfurcht und
Gehorsam gegenüber den kirchlichen Autoritäten sowie durch einen untadeligen Lebenswandel“ auszeichnen
müssen.
Das Verwaltungspersonal der Hochschule wird künftig um einen EDV-Verantwortlichen ergänzt.
Er dürfte in Zukunft sicherstellten, daß Mißbräuche der hausinternen Computer nicht mehr vorkommen.
Die wohl entscheidendste Neuerung des nun geltenden Statuts findet sich aber am Schluß.
Dort steht
nicht mehr die Unterschrift von Bischof Kurt Krenn, sondern die seines Nachfolgers Mons. Klaus Küng.
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37 Lesermeinungen
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Genaue Quellenangabe und Kontext des Zitates nötig So geht es sicher nicht. Wenn päpstliche Zitate gebracht
werden und in dieser Weise „kritisiert“ werden, dann müssen die genauen Quellenangaben her, damit auch
der Kontext einsehbar wird.
@Evelyn Können hier bitte in Zukunft Kundgebungen wie „Paul ‘der Schlechte’“ unterbleiben? Sonst degeneriert
das Forum von einer unmoderierten Talkshow zu einer Spelunke, in der Menschen, die Wert auf Stubenreinheit
legen, sich nicht mehr blicken lassen können.
Diskussionskultur u. a. @ Brandenburgis: Interessantes Zitat! Aus welcher Schrift oder Rede Pauls „des
Schlechten“ stammt es? @ L. Trzil: Ich glaube, Hw. turk hat das nicht an Ihre Adresse gerichtet (um ihn
ausnahmsweise zu „verteidigen“). Der Hinweis auf fehlende Diskussionskultur ist leider berechtigt. Ich
muß das selbst bekennen. Ich bitte um Entschuldigung, sollten auch meine Beiträge diesen Eindruck begründet
oder verstärkt haben. Der Gatte der Evelin
Wer kann schon genau sagen, was das da ist … S. g. Herr L. Trzil! Was das hier genau ist, kann niemand
so genau sagen, da sich alle in der grooooßßßen Anonymität wähnen. Insbesondere ist die Redaktion
von kreuz.net besooonders anonym. In Wirklichkeit ergibt sich aus den verfaßten Artikeln und akzeptierten
Einsendungen schon ein gewisses Ergebnis, wie die Redaktion beschaffen sein wird. Ob nun das dazugehörige
Forum ein Forum ist oder nicht, das weiß wohl niemand. Meiner Meinung nach ist es eine nicht-moderierte
Talkshow mit unterschiedlicher Unterhaltungsqualität. Was auch öfters bemerkt werden kann: es fühlen
sich Leute „sicherheitshalber“ angegriffen, obwohl entweder sie selbst gar nicht angegriffen wurden, sondern
vielmehr beispielhaft genannte Haltungen oder eben eines ihrer Argumente. Nuja, so viel muß man schon
aushalten, daß ein Argument eben von einem anderen Diskutanten nicht ernstgenommen werden kann. Der im
Buch von Czernin genannte Zeuge Univ.-Prof. Pater Mag. Mag. Dr. Emmanuel Bauer OSB www.sbg.ac.at/phi/people/bauer.htm
gegen den + Kardinal erscheint jedoch leider sehr glaubwürdig, und da Sie jetzt die Diskussion beenden,
werden wir uns hier lieber im Sinne der Ewigen Ruhe die Zitate aus seinem Schreiben ersparen. Prof. P.
Bauer ist sicher nicht gestört.
#32 L. Trzil 15:27:53 | Samstag, 12. November 2005
@turk: Nicht daß sich keine weiteren Argumente vorbringen ließen; insbesondere das Czernin-Buch, in
welchem auch offensichtlich gestörte Personen wie eine gewisse Dame über Dutzende Seiten zu Wort kommen,
ist schon aufgrund der keineswegs unparteiischen Position seines Herausgebers als Quelle mehr als fragwürdig.
Andererseits sehe ich nicht ein, wie ich dazu komme, meine Argumentation als „lächerlich“ und „verlogen“
bezeichnen zu lassen. Dies ist eine Unverschämtheit, ich beende daher diese Korrespondenz. Hiezu möchte
ich insgesamt bemerken, daß ich sehr erstaunt bin, wie grob der Umgangston unter den kreuz.net-Lesern
insgesamt ist. Wenn dies die Früchte sind …
#31 Brandenburgis 21:16:31 | Freitag, 11. November 2005
Zitate Paul VI. Wie wäre es hiermit: Ehre dem Menschen! Ehre dem Denken, Ehre dem Wissen, Ehre der Technik,
Ehre dem Wirken, Ehre der menschlichen Kühnheit! Ehre der Synthese der wissenschaftlichen Aktivität
und der Organisationskraft des Menschen, der im Unterschied zu den übrigen Lebewesen durch seinen Geist
und seine manuelle Geschicklichkeit Instrumente zur Eroberung der Welt herzustellen weiß. Ehre dem Menschen,
dem König der Erde und heute Fürsten des Himmels! Ehre dem lebenden Wesen, das wir sind, in dem sich
das Bild Gottes spiegelt und das im Beherrschen aller Dinge dem biblischen Auftrag gehorcht: Mehret euch
und herrscht!
Wo sind die Fakten? Nuja, lieber „28.IX-28.X“! Es fällt langsam auf, daß vom verstorbenen Papst Paul
VI. hier von bestimmten Diskutanten immer nur ein Miniaturzitat gekannt werden möchte, nämlich das mit
dem „Rauch des Satans“. Wenn aber dieser Papst eine so hohe analytische Gabe hatte, warum verurteilt man
ihn dann, wenn ich da z. B. von der „Stimme“ immer diese Miesmacherei mit „Paul dem Schlechten“ höre?
Ihr „System“, das Sie in völlig unterschiedlichen Fällen erkennen wollen, müssen Sie erst beweisen.
Die „Frankfurter Schule“ ist nur ein Faktor, zudem stehen wir im Jahr 2005. Einige 68er sind längst eingekehrt
in realistischere Denkformen. Den von Ihnen sofort ins Treffen geführten „Rufmord“ müßten Sie erst
beweisen. Vom natürlichen Recht her gibt es ein Recht der Öffentlichkeit, zu wissen, wenn Amtsträger,
die automatisch mit dem höchsten moralischen Anspruch auftreten, bei sich selbst oder in ihren Reihen
Dinge tolerieren, die sie sonst öffentlich-autoritär verurteilen. Dann aber, wenn solche Vorfälle vorliegen,
liegt sicher kein „Rufmord“ im klassischen Sinne vor. Deswegen ist das Märtyrerspielen mit dem Hinweis
auf eine „ungerechte Rufmordkampagne“ oft eine ganz billige Ausrede, um noch einmal kräft vom Mist abzulenken,
der im eigenen Haus leider vorlag / vorliegt. Buttiglione ist heute Minister in Italien, er hat selbst
auf das Amt in Europa verzichtet. Der Fall „Krenn“ ist längst durchleuchtet, in der Anfangsphase hatte
er mit ungerechten Vorurteilen zu kämpfen, in der Endphase jedoch…
#27 28.IX-28.X 16:27:17 | Freitag, 11. November 2005
Sehen Man muß schon blind sein, um nicht zu sehen, ober böswilli, um nicht sehen wollen. Klar das hinten
solchen Fällen ein System steckt. Das ist die „Frankfurter Schule“, die „68-sechziger“ generation. Das
alles hat System. Oder meinen Sie 1779 ist einfach so ausgebrochen. In állen Fällen, in denen es um
Katholicken und ihre „politisch unkorrekte“ Fälle geht, ging immer eine Rufmordkampanie dieses eben System
einher. Das zeigt im politischen der Fall Buttillione, im Falle St.Pölten, der Fall Krenn. Schauen wir
doch auf den Fall Friedman in der Politik und Fall Levada im kirchlichen. Ja, auch die Hl-Mutter Kirche
ist von solchen Menschen unterwandert. Schon Kard. Suensens war sich dessen bewust, das in der Kirche
„1779“ angebrochen ist. vom PaulVI höchstpersönlich bestätig(Rauch des Satans).
Schlechte Karten und Erpreßbarkeit: dann bitte kein Amt annehmen S. g. Herr L. Trzil! Das mit der Chancenlosigkeit
der Klage ist lächerlich und kann vernünftigerweise nur daherrühren, daß man schlechte Karten hat.
Wenn natürlich keine weiße Weste, sondern möglicherweise sogar Erpreßbarkeit vorliegt, dann ist klar,
daß man weder die Ernennung zum Bischof annehmen hätte dürfen noch wahrscheinlich erfolgreich hätte
klagen können. Niemand hat Interesse, im Schmutz um des Schmutzes willen zu rühren. Nur was das Schlimme
an den österreichischen „Fällen“ ist, ist die verlogene Verteidigung von Unverteidigbarem. Es ist die
falsche Loyalität aufgrund von primitiven „Lagerzugehörigkeiten“. Der exemplarische Fall „St. Pölten“
zeigt uns, wie eine kleine Minderheit, die dem „13.“ nahesteht, immer noch sinnlos versucht, Fakten und
richtige Entscheidungen hinwegzubiegen oder zu verschweigen. Darum bleibt der Fall „St. Pölten“ ein weltweit
wichtiges Lehrbeispiel, wie sich Tätergruppen verhalten können, die 0,0 Einsicht zeigen und 0,0 Entschuldigung
äußern, sondern einfachhin alles umdrehen und Zeugen wild beschimpfen lassen, nur weil sie Wahres berichtet
und zum Wohle der Glaubwürdigkeit der Kirche vermeldet haben. Im Buch von Hubertus Czernin mit dem Titel
GROER, Wieser Verlag, Klagenfurt 1998, steht offenbar unbeklagt von einem Göttweiger Mönch namens Univ.-Prof.
Mag. Mag. Dr. Emmanuel Bauer OSB der Anfang April 1995 an mehrere österreichische Bischöfe verschickte
Brief, in dem er aus eigenen Erfahrungen darlegte, daß die Vorwürfe gegen dem Kardinal stimmen. „Ich
darf damit beginnen“, schrieb Bauer …
#25 L. Trzil 14:56:01 | Freitag, 11. November 2005
Multifaria Es ließe sich nun vieles sagen. Das Czernin-Buch habe ich damals gelesen und es enthielt gleichfalls
nichts, was an einen Beweis herangekommen wäre, dafür aber viel wirres Zeug. Was die Entscheidung Sr.
Eminenz betraf, nicht zu klagen, so ist mein Informationsstand, daß ein gleich zu Beginn der Kampagne
beigezogener Jurist eine Klage als aussichtslos bezeichnete – was auch tatsächlich der Fall ist, da das
Gericht lediglich die Unbeweisbarkeit der Vorwürfe, nicht aber deren Unhaltbarkeit feststellen hätte
können. Es mag sein, daß dieser Rat verhängnisvoll war; es mag auch sein, daß Eminenz Groer hoffte,
die Katholiken würden ihn in Schutz nehmen – wie es geschehen war, als Kirchenfeinde gleichartige Anschuldigungen
gegen Kard. Piffl richteten. Heute ist solches leider nicht mehr zu erwarten. Viele Katholiken von heute
(und leider auch viele konservative) rühren mit Leidenschaft im Schmutz – je mehr dieser stinkt, desto
lieber. Klar ist, daß nicht weltweit jeder derartige Vorwurf erlogen ist; klar auch, daß die Kirche
mit Strenge vorgehen muß, wo dergleichen bewiesen werden kann. Es ist aber zu hoffen, daß niemand, der
heute vollmundig urteilt, die Dynamik der Verleumdung am eigenen Leib erfahren muß.
Nein, sicher nicht: das System müssen Sie erst beweisen Tja, Herr „28.IX-28.X“, Sie müßten eben Ihre
Theorien mit überprüfbaren Quellen belegen. Wenn Sie in völlig unterschiedlichen Fällen eine vergleichswissenschaftliche
Arbeit herausbringen wollen, die ein „System“ erkennen möchte, bitte schön. Aber dem gesunden Hausverstand
leuchtet ein, daß es nicht so sein kann, wie Sie sagen. Denn dann müßte es ja tausende von Kampagnen
geben, das ist völlig lächerlich. Mir scheint, daß Sie sich eine Scheinwelt voller Ausreden gebastelt
haben. Ich aber meine, daß man nur in der realen Welt leben und heilig werden kann. Wie gesagt, leider
gibt es beim + Wiener Kardinal erhebliche Zeugenaussagen, und Bischof Krenn verteidigte ihn damals trotzdem.
Daß das schwer auf eine Kuhhaut geht, ist klar. Das hat mit böswilliger Kampagne ganz wenig zu tun.
Es geht hier schlicht und ergreifend um die Glaubwürdigkeit der Kirche. Sie kann nicht streng lehren
und gleichzeitig in der Disziplin wesentliche Punkte bei Priester in eine unmoralische Privatsphäre abgleiten
lassen. Bleiben wir also bei den Fakten.
#23 28.IX-28.X 14:05:19 | Freitag, 11. November 2005
HW.Turk Auf welchem Mond leben Sie???? Wollen sie keine Vergleichs ziehen? Ich habe erheblche Zweifel,
ob zB. Buttilione hätte weitermachen dürfen. Die Kampanie ging so lange,bis er entmutigt aufgegeben
hat. Genauso wie Kard, Groer, Bisch. Krenn usw. usw. Und das Lustige an der Sache Buttillione; sein Austreiber
ist ein Pedofile!! Dahinter steck ein System!!!
Die Visitation macht einen sicher Lieber „elendester Sünder“! Natürlich ist es mein voller Ernst. Man
kann es nicht mit jedem Bischof machen. Hätte sich Bischof Kurt die um die Welt gehenden Ausreden („Weihnachtsküsse“,
„Bubendummheiten“) erspart und hätte er sofort gegen die Verdächtigen durchgegriffen, dann wäre eine
„Kampagne“ sofort gescheitert. Hinzu kommt aber im exemplarischen Fall St. Pölten, daß es Gott sei Dank
eine vom Papst eingesetzte Visitation gab. Und diese war und ist die Garantie dafür, daß Krenn nicht
aufgrund einer „Kamagne“ den Rücktritt einreichte, sondern aufgrund der völlig verständlichen Bitte
des damaligen Papstes. Es ist immer besser, bei den Fakten zu bleiben als sich in völlig unbewiesenen
und phantastischen „Kampagnen-Verschwörungen“ zu ergehen.
Herr Turk, „Kampagnen“ kann man nur bei Menschen machen, die wirklich erpreßbar sind oder sonst irgendeinen
„Dreck am Stecken“ haben, wie man umgangssprachlich sagt. Das kann nicht dein Ernst sein. Man könnte
das mit jedem Bischof machen. Daß es gerade bei dem „Querkopf“ Krenn geschehen, ist das Verdächtige
an der Sache.
„Kampagnen“ sind nicht einfach vergleichbar Ich halte es für illegitim, einfachhin diverse Diskussionen
und von manchem Besorgten als „Kampagnen“ verstandene Berichterstattungen betreffend völlig unterschiedlichen
Personen auf eine Gleichheits-Ebene zu stellen. Rocco Buttiglione hatte die Möglichkeit, der ganzen Diskussion
zu widerstehen und trotzdem weiterzuarbeiten. Es wird immer Widerstand gegen deutlich christliche und
philosophisch-realistische Positionen geben, das aber muß man vorher wissen, bevor man sich in den Kampf
begibt. Den m. E. integren Buttiglione aber mit dem äußerst unglücklich agierenden Hohmann und mit
dem zum Zeitpunkt der Visitation offenbar leider nicht mehr vollständig gesunden Bischof Kurt Krenn zu
vergleichen, der ein Priesterseminar in seiner Verantwortung hatte, ist sicher nicht möglich. Daß es
vor der absolut notwendigen Apostolischen Visitation in St. Pölten über Jahre hinweg veröffentlichten
Widerstand in den Medien gab, ist völlig normal und wurde von Krenn selbst einkalkuliert, im Gegenteil,
er behauptete immer, daß ihm dies gar nichts ausmache usw. Es ist ein bißchen zu einfach, alle Herrschaften
sogleich zu Märtyrern zu stempeln, egal was sie auch immer von sich geben oder anderswie zu verantworten
haben. Es geht immer um die Kombination von Klugheit und Tapferkeit. Im Buch von Hubertus Czernin mit
dem Titel GROER, Wieser Verlag, Klagenfurt 1998, steht offenbar unbeklagt von einem Göttweiger Mönch
namens Univ.-Prof. Mag. Mag. Dr. Emmanuel Bauer OSB der Anfang April 1995 an mehrere österreichische
Bischöfe verschickte Brief, in dem er aus eigenen…
@ Datumsspezi zu Kampagnen; nochmals zur Causa Groer Ja, wobei aber deswegen nicht jede mediale schwerwiegende
Meldung erfunden ist. Die Meldungen aus den USA, Irland, Deutschland usw. über Kindesmißbrauch durch
Jahrzehnte sind noch viel schlimmer als die Causa Groer, bei dem man noch mit Einzelfall argumentieren
kann. Man muß in jedem Falle unterscheiden. @ L. Trzil: Einverstanden zur Problematik der Erklärung
der vier Bischöfe und zum problematischen ersten Belastungszeugen gg. Cardinal Groer. Was ist aber mit
den zahlreichen Beschuldigungen von Benediktinern und Ex-Benediktinern aus Göttweig? Außerdem muß ich
sagen, dass meine zeitweise Skepsis (wobei ich das immer offen gehalten habe; ich habe mich immer außerstande
gesehen, Cardinal Groer in dieser Angelegenheit zu verteidigen) zur Causa Groer aufgrund der sehr hartnäckigen
Verteidigung durch Bischof Krenn, der für mich lange glaubwürdig war, durch dessen Äusserungen und
Untätigkeit in seinem eigenen Priesterseminar einer neuen Sicht der Dinge gewichen ist, wonach Bischof
Krenn – warum auch immer- bei hs. Tätlichkeiten von Klerikern auf mindestens einem Auge (eher beiden)
blind war…
#18 28.IX-28.X 08:27:58 | Freitag, 11. November 2005
@Türk Eine falsche Kampanie starten unsre gleichgeschaltete Medien immer wieder gegen ihnen unliebsamen
Personen. Das war mit Msn.Krenn, Rocco Butillione, Hohmann und vielen Andren. Gegen „politisch correkten“
hat man sowas noch nicht erlebt. Z.B. Friedman, Cohn-Bendit, usw.
Kardinal verzichtete auf Anwalt, Schweigen war leider falsch Tja, da kann man noch lange diskutieren und
streiten. Argumente wie, daß jemand oder etwas nicht geklagt wurde, zählen wenig. Und die „Krone“ war
damals auf einem Auge blind. Denn dann müßte man sagen, daß der Kardinal schon deshalb schuldig war,
weil er keinen einzigen Klageschritt gesetzt hat. Dies aber geht auch nicht so einfach. Faktum ist, daß
alles vom Anwalt vorbereitet war, und der + Kardinal nicht bereit war, gegen die Anschuldigungen rechtlich
vorzugehen. Von heute aus gesehen wäre es das Beste gewesen, nicht erst auf Bitten des Nuntius eine halbe
und viel zu späte Bitte um Entschuldigung auszusprechen, sondern sofort Klartext zu reden: nämlich zuzugeben,
daß leider einiges passiert ist, oder aber zum Schutze des eigenen Standes und der Kirche den Rechtsweg
als völlig Unschuldiger in besagten Punkten zu beschreiten. Die Schweigestrategie war einer der schwersten
Fehler der jüngeren Kirchengeschichte. Und die vier Bischöfe hatten zwar rechtlich keine Befugnis, diese
Erklärung ohne Absprache mit dem Papst zu formulieren, mußten aber pastoral das Schlimmste verhindern
und hatten derart viel belastendes Material eingesehen, daß es nur schwer denkbar ist, daß ein Kardinal
Schönborn oder ein hochangesehener Salzburger Erzbischof Eder oder auch der Paradejurist Dr. Kapellari
einfachhin eine Phantasieerklärung herausgaben. Es gab keine bekannte Disziplinierung für die vier Bischöfe
seitens des Heiligen Stuhles. Definitiv: [fett]man kann es nicht mit jedem machen. Wer ein reines Gewiss…
#16 L. Trzil 23:44:16 | Donnerstag, 10. November 2005
Doch. Man kann es mit jedem machen. Es gibt keine Person, die sich gegen dergleichen wirksam zur Wehr
setzen kann, besonders, wenn die behaupteten Vorfälle Jahrzehnte zurückliegen. In der Tat galube ich,
daß das bekanntermaßen kirchenfeindliche Medium „profil“ eine Hetzkampagne gegen Kardinal Groer auslösen
wollte und ausgelöst hat; der „Hauptzeuge“ war, wie die Kronen-Zeitung (von „profil“ unwidersprochen
und ungeklagt) schrieb, gekauft und auch sonst unglaubwürdig. Andere substantielle Beschuldigungen gab
es nicht; die „Vielzahl von Zeugen“ erhob zum Teil groteske Anschuldigungen ohne sachliche Relevanz –
und „eigentümliches“ Verhalten ist doch wohl etwas anderes als ein sittliches Vergehen. Was die Erklärung
der vier Bischöfe betrifft, so war sie jedenfalls gegen die kirchliche Ordnung. Keiner der vier hatte
Kompetenz, öffentlich über einen Kardinal zu richten – und welcher Art soll die „moralische Gewißheit“
gewesen sein? Diese Stellungnahme läßt mehr Zweifel aufkommen, als sie beizulegen scheint.
Nein, das kann man nicht mit jedem machen S. g. L. Trzil! Ganz genau dieses will ich sagen, daß die Leier
mit der „Kampagne“ in Wirklichkeit nichts anderes als eine der irreführendsten Ausreden der letzten Jahre
und Jahrzehnte gewesen ist. „Kampagnen“ kann man nur bei Menschen machen, die wirklich erpreßbar sind
oder sonst irgendeinen „Dreck am Stecken“ haben, wie man umgangssprachlich sagt. Sie werden doch nicht
im Ernst glauben, daß die Zeitschrift PROFIL damals eine Kampagne starten wollte. Und Sie werden doch
nicht im Ernst glauben, daß die Vielzahl von Zeugen für ein jedenfalls eigentümliches Verhalten allesamt
gelogen hätten. Die Schweigestrategie des verstorbenen und um die Marienverehrung in Wien und Umgebung
große Verdienste erworben habenden Kardinals war leider ein Hauptauslöser, daß die Dinge nicht mehr
aufhörten, behandelt zu werden. Bester Beweis, daß es sich gegen den Kardinal um keine „echte“ Kampagne
gehandelt haben kann, haben wir in der gemeinsamen Erklärung der katholischen Bischöfe em. Dr. Georg
Eder, Prof. Dr. Christoph Schönborn, Dr. Egon Kapellari und Johann Weber, die am 27. Februar 1998 ihre
„moralische Gewißheit“ bekundeten, daß die Vorwürfe gegen den Kardinal leider „im wesentlichen“ zutrafen.
Damit waren viele von Bischof Krenn mindestens indirekt der Unwahrheit bezichtigten Zeugen rehabilitiert.
Deshalb ist es so wichtig, daß wir über falsche „Lagergrenzen“ hinweg ehrlich sind und nicht Personen
fördern, die früher oder später als Zeitbomben auffliegen.
#14 L. Trzil 20:15:57 | Donnerstag, 10. November 2005
@turk: Wollen Sie damit sagen, Kardinal Groer sei nicht das Opfer einer Kampagne geworden? Ich halte für
offensichtlich, daß genau dies der Fall war. Ohne den Schatten eines Beweises wurden damals die Behauptungen
eines höchst zweifelhaften „Opfers“ von den kirchenfeindlichen Medien und leider auch von vielen Katholiken
für bare Münze genommen. Was aber mit Kardinal Groer geschehen ist, kann man heutzutage mit jedem machen.
Apostolische Visitation untersuchte alles Sehen Sie hinter jedem zweiten Baum einen „Freimaurer“ sitzen?
Erklären sich die meisten Vorgänge in der Welt und in der Kirche für Sie nur durch „Verschwörungen“?
Das Schlimme ist, daß wenn im Fall von Bischof Kurt ambrosius.patched.de/logbuch.htm verlogenerweise
die Schublade „Verschwörungstheorie“ aufgemacht wird, man in den historisch wirklich relevanten Fällen
gar keine Verschwörungstheorie ernstnehmen wird. Nuja, elendester Sünder, weisen Sie doch Stück für
Stück nach, daß es so wäre, wie Sie und ganz wenige andere wider alle Fakten und Aussagen des von Papst
Johannes Paul II. eingesetzt gewesenen Visitators meinen. Nein, das mit der „Kampagne“ ist seit dem Fall
„Kardinal Groer“ eine derart abgegriffene Ausrede. Das half damals einigen wenigen Gläubigen, das hilft
jetzt manchen uralten Lesern des „13.“, damit sie weiter meinen können, was nicht sein darf, kann nicht
sein. Aber der Glaubwürdigkeit der Kirche half / hilft dies nichts und darüberhinaus damals das unnötige
„Kirchenvolksbegehren“ provoziert. Gott sei Dank hat die Päpstliche Visitation die Glaubwürdigkeit für
die Kirche wieder halbwegs zurückgewinnen können.
#12 Rudolphus 19:36:31 | Donnerstag, 10. November 2005
@Sulpicius Also da muß ich doch gehörig widersprechen! Ich kenne keine einzige Kirche oder Kapelle des
Neuen Ritus, in dem die Liturgie so exakt, andächtig und voll Sorgfalt den eucharistischen Gestalten
gegenüber celebriert wird wie in den Kirchen und Kapellen des Opus Dei. Auch sind die architektonischen
Bauwerke, Kapellen, Kirchen und Heiligtümer des hl. Escrivá und seiner Söhne einzigartig in der kirchlichen
Baukunst des 20. Jahrhunderts. Wenn ein Heiliger aus der V.II-Concilszeit in der Kirche echte Kunst hochgehalten
und geschaffen hat, dann war es Msgr. Josemaría Escrivá de Balaguer.
Rufmord Muß man wirklich lange darüber diskutieren, daß Bischof Kurt Krenn durch eine Kampagne abgesetzt
wurde, weil er sich quer zu den Zielen der Winkelversammlungen stellte?
Artikel oben scheint ziemlich schlecht formuliert, Absicht? Meiner Meinung nach weckt der obige „13.“-Artikel
ein Mißverständnis. Es wäre ja grotesk, daß nach bereits geschehener Ernennung der ersten Laien zu
Dozenten / Professoren plötzlich keine Laientheologen mehr ausgebildet würden.
Kirchenrecht, Glaubensbekenntnis und Treueid genügen, das ist die Lösung Abgesehen davon, daß wir hier
wieder einmal eine Einsendung der „13.“-Tendenz-Schreiber vorliegen haben, ist die Lösung für die Frage
des Laurentius2 sehr einfach. Das allgemeine Recht der Kirche gibt bereits ausreichend Orientierung über
die absolut nötigen Qualitäten des theologischen Lehrers. Z. B. muß das Katholische Glaubensbekenntnis
und ein Treueid www.ulrichrhode.de/kanon/glaub.html abgelegt werden (vgl. can. 833 CIC) oder müssen sich
die eingesetzten Lehrer durch ihre Tugenden auszeichnen (vgl. can. 253 § 1 CIC). Ich muß nicht alles
wiederholen oder nachbeten, was bitte schön sowieso universalrechtlich selbstverständlich ist. Fräulein
Judith, ich würde Ihnen doch empfehlen, bei den Pöltenartikeln auf kreuz.net große Vorsicht walten
zu lassen, da es sich sehr oft um Einsendungen aus dem „13.“-Milieu handelt, welches sich derzeit leider
offenbar noch von jenen steuern läßt, die wider besseres Wissen die eine Päpstliche Visitation verursacht
habenden Vorkommnisse ableugnen. Die Formulierungen über den Lebenswandel (weil längst vom CIC her klar)
kamen ja offenbar genau von einem, der über einen solchen stolperte. Die Statuten waren klerikalistisch:
warum sollte nicht ein guter Katholik / eine gute Katholikin Philosophieprofessor(in) in St. Pölten werden
können? Besonders erfreulich ist der Schwerpunkt von Bischof Küng: Ehe und Familie.
#6 Rudolphus 18:08:37 | Donnerstag, 10. November 2005
@Judith Welches „wahre Gesicht“? S.Exz.Mons. Küng hat bereits gute Arbeit in Vorarlberg geleistet, und
wird sein Werk nun in Niederösterreich fortsetzen. Als Sohn des hl. Escrivá ist S.Exz. sicher rechtgläubig,
auch kennzeichnet die Söhne des Opus-Dei-Gründers große Frömmigkeit und Liebe zur Liturgie. Wenn wir
schon den liebenswürdigen Bischof Kurt I. als Diözesanbischof verloren haben, so haben wir doch einen
papst- und glaubenstreuen Apostelnachfolger erhalten. Das ist sicher mehr als diese Diözese verdienen
würde.
#5 Berengeria 18:03:32 | Donnerstag, 10. November 2005
Das wahre Gesicht Der Nachfolger von Bischof Krenn beginnt immer mehr sein wahres Gesicht zu zeigen. Wieso
streicht er sonst den Passus, in dem es u.a. um die Treue zur Kirche und einen untadeligen Lebenswandel
geht? Welche Kräfte sind hinter ihm am Werk?
#4 Rudolphus 12:55:00 | Donnerstag, 10. November 2005
Praxis und Theorie Wie die real existierende Concilskirche aussieht, ist schon klar. Mich würde nur die
theoretische Haltung des in seinen freien Handlungen offenbar eingeschränkten Papsttums interessieren.
#2 Rudolphus 12:17:36 | Donnerstag, 10. November 2005
Der Römische Pontifex und der Modernismus Wieso hat Papst Paul VI. eigentlich den Antimodernisteneid
abgeschafft? Heißt das, daß das Papsttum jetzt den Modernismus offiziell gutheißt?