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Die Eiligsprechung wird konkret + Der Verrat wird kanonisiert + „Zu Tode legalisieren“ + Engelsgesicht + Spätzünderin
Die Eiligsprechung wird konkret

Polen. Am 4. November starten in Polen die Untersuchungen zum Seligsprechungsprozeß von Papst Johannes Paul II. Eine Kommission soll Zeugen zum Leben des verstorbenen Heiligen Vaters befragen und seinen schriftlichen Nachlaß untersuchen. Der Erzbischof von Krakau und langjährige Privatsekretär des verstorbenen Papstes, Mons. Stanislaw Dziwisz, unterzeichnete ein entsprechendes Dokument. Dies berichtete die polnische Tageszeitung ‘Rzeczpospolita’ am Donnerstag. Leiter der Kommission ist der Rektor der Päpstlichen Theologischen Akademie in Krakau, Bischof Tadeusz Pieronek. An der Feier zur Eröffnung der Untersuchungen in Polen nahmen der Postulator für die Seligsprechung, der Priester Slawomir Oder, sowie der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Camillo Kardinal Ruini, teil.

Der Verrat wird kanonisiert

Vatikan. Laut der Jesuitenzeitschrift ‘Civiltà Cattolica’ braucht der Vatikan in China keine Untergrundbischöfe mehr zu ernennen, weil sich die von der kommunistischen Partei durchgeführte und kontrollierte Gegengründung ‘Patriotische Gemeinschaft’ zur vollen Einheit mit Rom hinbewege. Die Zeitschrift „Civiltà Cattolica“ gilt als halboffizielles Organ des Heiligen Stuhles. Ihre Druckvorlagen werden vor der Veröffentlichung im vatikanischen Staatssekretariat gelesen.

„Zu Tode legalisieren“

Deutschland. Der christdemokratische Hamburger Justizsenator Roger Kusch hat sich letzte Woche für die Legalisierung der Hilflosentötung ausgesprochen. Dabei stieß er auf den Widerstand des Erzbischofs von Hamburg, Mons. Werner Thiessen. Dieser kündigte an, den lebensfeindlichen Vorstoß massiv zu bekämpfen. In einem Interview mit dem linksliberalen Magazin ‘Spiegel’ meinte der Hamburger Oberhirte, daß man das schwere Leiden einer Person zu leichtfertig als „nicht human“ bezeichne: „Christlich human ist nicht, was das Leben verhindert, sondern christlich human ist, was dem Leben dient.“ Nicht Krankheit oder Behinderung raubten dem Menschen seine Würde, sondern eine Einstellung, die dem Gesunden und nicht dem kranken Menschen einen Wert zuerkennt: „Sonst legalisieren wir uns zu Tode.“

Engelsgesicht

Kuba. Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro (79) hat den Papst (78) anläßlich eines Treffens mit dem Kardinalerzbischof von Genua nach Kuba eingeladen. Benedikt XVI. flöße ihm freundschaftliche Gefühle und Vertrauen ein, erklärte Castro nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung ‘Avvenire’: „Dieser Papst ist ein guter Mensch. Er besitzt das Gesicht eines guten Engels. Ich weiß das, denn ich bin ein Experte für Gesichter.“

Spätzünderin

USA. Der US-Präsident George W. Bush nominierte kürzlich seine persönliche Rechtsanwältin Harriet Miers für das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten. Konservative Vereinigungen laufen jetzt Sturm gegen diesen Entscheid. Die österreichische Tageszeitung ‘Presse’ zitierte am Dienstag konservative Kommentare zu Miers. Sie sei „unqualifiziert“, „unberechenbar“, „nicht intellektuell genug“. Der US-Vizepräsident rechtfertigte die Ernennung in einer Radioshow: „Warten Sie zehn Jahre, dann werden Sie sehen, was für eine gute Richterin sie ist.“ Der Moderator der Sendung zeigte sich unbeeindruckt: „Warum müssen wir zehn Jahre warten?“
      
3 Lesermeinungen
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#3   Laurentius2   12:56:29 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
Gegen Bush sein ist chic …
… offenbar auch in diesem Form, leider. Dann heraus mit der Sprache, meine Herren (und Damen), nennen Sie mir einen christlicheren westlichen Politiker, los geht’s !
P.S. Kommen Sie mir nicht mit dem Ehebrecher Bertie Ahurn (IRL) oder der mecklenburgischen Pastorentochter (CDU), deren von ihr selbst zum 50.Geburtstag bestellter Festredner erklärt, das Christentum sei eine „überholte Denkform“ …
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#2   methusalix †   00:49:11 | Sonntag, 16. Oktober 2005
Die „Linken“ aller Schattierungen,
waren schon immer der Meinung Bush jr. sei des Teufels. Die Erkenntnis hat wohl bis in die Köpfe der Erzkatholiken etwas länger gebraucht. Aber Hauptsache sie ist angekommen. Da können wir Hoffnung haben, dass einige andere Wahrheiten hier auch noch als solche erkannt werden.
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#1   BossCo139   21:43:37 | Samstag, 15. Oktober 2005
George W. Bush
George W. BUSH verhält sich so, daß man der Meinung sein kann, er sei von allen „guten Geistern verlassen“. Der Heilige Geist hat ihn offenbar bereits lange verlassen. Die Mächte, die ihn binden, sind nicht die des Himmels …
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