09:50:21 | Sonntag, 16. Oktober 2005
An einem sonnigen Sonntag + Revoluzzerpapst + Polnischer Präzedenzfall + Ein Priester als Zuhälter + Zu arm für die Priesterehe
An einem sonnigen SonntagVatikan. Papst Benedikt XVI. empfing am gestrigen Samstag nachmittag auf dem
Petersplatz rund 100.000 Kinder mit ihren Eltern. Es handelte sich um Erstkommunikanten dieses Jahres.
Der Anlaß wurde von Gesängen und Tänzen begleitet. Zur Unterhaltung traten auch Clowns auf. Der Papst
erinnerte sich in einer Ansprache an seine eigene Erstkommunion: Es sei ein sonniger Sonntag gewesen,
als er seine lebenslange Freundschaft mit Jesus geschlossen habe. Zur Beichte erklärte Benedikt XVI:
„Es ist sehr nützlich, einmal in der Woche zur Beichte zu gehen. Das hilft für die Reinigung der Seele.“
RevoluzzerpapstVatikan. Papst Benedikt XVI. läßt sich seine Kleider nicht mehr beim
vatikanischen
Hausschneider Gammarelli anfertigen. Das berühmte Geschäft Gammarelli, das sich in der römischen Innenstadt
unweit des Pantheon befindet, versorgt die Päpste seit mehr als 200 Jahren mit weißen Talaren. „Der
Papst hat den Schneider gewechselt“, berichtete die Mailänder Zeitung ‘Corriere della Sera’ am Samstag.
Das habe im Kirchenstaat zu einer ziemlichen Aufregung geführt. Der Heilige Vater wird vom Schneider
eingekleidet, der ihn schon in den vergangenen 20 Jahren bediente. Einige Medien sprechen in diesem Zusammenhang
von „Revoluzzerpapst“.
Polnischer PräzedenzfallPolen. Ein Ehepaar aus Lomza bekam gerichtlich eine
Entschädigung zugesprochen, weil ihr behindertes Kind nicht rechtzeitig getötet wurde. Lomza liegt rund
120 km nordöstlich von Warschau. Während ihrer zweiten Schwangerschaft ließ die Mutter ihr Kind untersuchen,
weil sie befürchtete, daß es an der gleichen Erbkrankheit wie ihr Erstgeborenes leiden würde. Doch
der Arzt erklärte, daß sich die Leibesfrucht normal entwickle und daß eine Tötung deshalb nicht in
Frage komme. Nach der Geburt stellte sich heraus, daß das Kind ebenfalls krank ist. Es kann nicht laufen
und leidet an einer Deformation der Knochen und Gelenke. Die Eltern klagten daraufhin gegen den Arzt.
Der polnische Oberste Gerichtshof gab dem Paar am Donnerstag Recht. Die Höhe der Entschädigung entscheidet
eine untere Instanz. Die Eltern fordern umgerechnet knapp 400.000 Euro.
Ein Priester als ZuhälterGriechenland.
Die Polizei hat auf der griechischen Insel Lesbos einen griechisch-orthodoxen Priester (42) wegen Zuhälterei
verhaftet. Lesbos ist die drittgrößte Insel Griechenlands und liegt unweit der türkischen Küste. Der
Kleriker ging in der Hafenstadt Petra auf Lesbos einem verdeckt arbeitenden Polizisten ins Netz. Der Gottesmann
führte den angeblichen Freier nach Zahlung von 100 Euro zu einer 20jährigen Polin. Daraufhin wurde er
festgenommen.
Zu arm für die Priesterehe„Kardinal Lehmann fügte auch gleich ein Beispiel an: Ein
französischer Bischof habe ihm persönlich gesagt, daß das Thema der ‘viri probati’ in Frankreich nicht
praktizierbar sei. Wenn man verheiratete Männer zu Priestern weihen wollte, könne man nur solche nehmen,
deren Kinder schon aus dem Haus seien. Priester mit Familie könnten sich die französischen Diözesen
schlicht und einfach nicht leisten.“
Aus einem Bericht von Radio Vatikan vom 14. Okt. 2005
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Laurentius2 11:52:07 | Samstag, 22. Oktober 2005
#7
Gotthard 13:20:09 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
#6
Laurentius2 12:48:57 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
#5
Bernado 19:37:12 | Sonntag, 16. Oktober 2005
#4
Athanasius 19:03:30 | Sonntag, 16. Oktober 2005
#3
Toby 18:27:17 | Sonntag, 16. Oktober 2005
#2
Sulpicius 16:17:54 | Sonntag, 16. Oktober 2005
#1
Bernado 14:41:42 | Sonntag, 16. Oktober 2005