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Sonntag, 16. Oktober 2005 17:21
Kardinal bei Castro
Papst Benedikt XVI. richtete dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro seine Grüße aus. Als Boten verwendete er dabei den Erzbischof von Genua, Tarcisio Kardinal Bertone.
Tarcisio Kardinal Bertone
Tarcisio Kardinal Bertone
(kreuz.net, Santa Clara) Kardinal Bertone erklärte während seines Aufenthaltes in Kuba, daß eine Papstreise nach Kuba im gegenwärtigen Augenblick sehr unwahrscheinlich sei.

Warum? „Alle laden den Papst ein, aber er reist nicht mehr wie sein Vorgänger“, erklärte der Kardinal nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ‘Ansa’.

Papst Johannes Paul II. besuchte die Insel im Jahr 1998.

Der Kardinal reiste Anfang Oktober für eine Woche nach Kuba. Er begleitete zwei Priester seiner Erzdiözese, die im kubanischen Bistum Santa Clara – im Landesinneren – als Missionare arbeiten werden.

Der Erzbischof von Genua wurde während seines Aufenthaltes auch vom dortigen Revolutionsführer und Diktator Fidel Castro (79) empfangen.

Der Kardinal habe dem Revolutionsführer die Grüße des Papstes übermittelt und ihm gesagt, daß er den besonderen Segen des Papstes für das „edle kubanische Volk“ mitgebracht habe.

Kuba und der Vatikan feiern dieses Jahr das 70. Jubiläum ihrer Beziehungen.

Das Verhältnis zwischen den beiden Ländern sei „gut“, erklärte der Kardinal, der früher als zweiter Mann in der Glaubenskongregation wirkte.

Kardinal Bertone begegnete auch dem Präsidenten der Kubanischen Bischofskonferenz, Jaime Kardinal Ortega, und dem kommunistischen ‘Verantwortlichen für Religiöse Fragen’, Caridad Diego.
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