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Dienstag, 18. Oktober 2005 11:02
Seit der frühere Erzbischof von Fulda, Mons. Johannes Dyba, im Juli 2000 überraschend verstarb, legten Gläubige immer wieder auf der Steinplatte seines Grabes Blumen ab. Damit ist jetzt Schluß.
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Samstag, 22. Oktober 2005 11:53
Das habe ich schon richtig verstanden, Toby. Aber wie ist das von der Stimme der Vernunft gemeint ? – Klärungsbedarf !
Donnerstag, 20. Oktober 2005 19:13
Toby: Narr
Also ich meinte das mit dem „Narr“ durchaus positiv … im Sinne von „unbekümmert“, „unschuldig“ …
Donnerstag, 20. Oktober 2005 12:39
Laurentius2: @Stimme der Vernunft = Narr ?
Wie ist das bitte gemeint ? Gehören Sie etwa zu den pseudointellektuellen Spätaufklärern, die in ihrem Inneren nur Haß gegen alles echt Katholische empfinden und deshalb auch Erzbischof Dyba so unflätig beleidigen ?

Gehen Sie doch zurück zu Ihren Freimaurerritualen, wo eine nackte Kurtisane als Göttin Vernunft auf dem Podest sitzt … – da treffen Sie sicher genug Pseudoklerus – und lassen Sie uns in Ruhe !
Mittwoch, 19. Oktober 2005 10:26
Er war halt „ein heiliger Narr Gottes“

Also ein Narr war er ganz ohne Zweifel.
Mittwoch, 19. Oktober 2005 08:12
Toby: Glückliche Hand?
Florian schrieb: Er wird sicherlich sehr enttäuscht sein über die derzeitigen Domkapitulare, die er selbst noch berufen hat und die jetzt unkritisch an der Zerstörung dessen mitarbeiten, was er und seine Vorgänger und viele Pfarrer mit ihren Pfarreien über Jahrzehnte aufgebaut haben.

Ob Erzbischof Dyba mit seinen Personalentscheidungen immer eine glückliche Hand hatte, möchte ich einmal dahingestellt sein lassen. Tatsache ist auch, dass ihm da in vielfacher Hinsicht die Hände gebunden waren. Er war halt „ein heiliger Narr Gottes“, ganz rein und ohne Falsch … eigentlich die besten Voraussetzungen für eine Seligsprechung …,
Dienstag, 18. Oktober 2005 22:41
Toby: Romtreu?
Ultramontes schrieb: Das Verhalten des Domkapitels gegen ihn steht der Diözese Fulda wahrhaftig schlecht an, zumal deren Bischof Algermissen sich selbst keineswegs zu den rom- und glaubenskritischen Modernisten innerhalb des deutschen Episkopats zählt…

Rein formal gesehen dürfte sich wohl kein einziger Bischof selbst als „rom- und glaubenskritischen Modernisten“ bezeichnen, selbst ein Bischof Kamphaus nicht.

Allerdings wüsste ich nicht, dass Bischof Algermissen bislang durch ein besonders romtreues Profil aufgefallen wäre. Er gilt – was sein theologisches Profil angeht – eher als farblos – und unterscheidet sich inhaltlich wohl kaum von seinem Domkapitel.
Dienstag, 18. Oktober 2005 21:09
Ultramontes: Si Christe videsse…
Ich kann meinen Vorgängern nur zustimmen – Dyba war ein Bischof, welcher sich stets ohne Rücksicht auf die Beleidigungen und Beschimpfungen durch die Anwälte der geistig-kulturellen Hegemonie der 68er für die Wahrheit des Glaubens einsetzte. Was gäbe ich für einen Mann wie ihn – seit seinem Tod hat er leider keinen gefunden, der seine Stelle auch nur ansatzweise ausfüllen könnte. Das Verhalten des Domkapitels gegen ihn steht der Diözese Fulda wahrhaftig schlecht an, zumal deren Bischof Algermissen sich selbst keineswegs zu den rom- und glaubenskritischen Modernisten innerhalb des deutschen Episkopats zählt…

@ Detlef Rose:
Ihre Meinung über Kardinal Döpfner kann ich leider nicht nachvollziehen. Döpfner ist immerhin derjenige, welcher durch die von ihm geschaffene „Königsteiner Erklärung“ aus dem Jahre 1968 die päpstliche Enzyklika „Humanum Vitae“ de facto durch die Hintertür außer Kraft setzte und relativierte. Dyba wäre so etwas nie eingefallen.

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Dienstag, 18. Oktober 2005 20:44
Carolus: Vox Populi Vox Dei
Die Volksverehrung ist Ausdruck der Vox populi. Und die ist erster Ausgangspunkt für die Einleitung eines Seligsprechungs-und Heiligsprechungs verfahren. Offensichtlich wollen bestimmte Ideologen im Bistum Fulder eine „Causa Dyba“ an der zuständigen Kongregation in Rom verhindern.
Dienstag, 18. Oktober 2005 20:19
kali: Grabräuber
Das der Blumenschmuck am Grab von Bischof Dyba immer weggeräumt wird, ist im Kreis Fulda bei Selbstdenkern schon lange bekannt.Vielleicht ist man ja Eifersüchtig auf die Verehrung des „Fels in der Brandung“ wie man unseren Erzbischof wegen seiner klaren Richtung und seinem mutigen Festhalten daran bezeichnete. Bei einer Führung im Limburger Dom hat mir sogar jemand begeistert erzählt, er habe gesehen wie der Blumenschmuck weggeräumt wurde. Auf Nachfrage wurde ihm gesagt, daß dieser draußen abgesprüht werde um ihn so länger frisch zu halten. Ein Schelm, wer böses dabei denkt?
Dienstag, 18. Oktober 2005 20:17
Detlef Rose: Ja gibt’s denn sowas überhaupt?
Bischof Dyba wurde wegen seiner klaren biblischen Haltung auch von vielen Evangelischen Christen sehr geschätzt. Auch mir ist er in guter Erinnerung – ebenso wie Julius Kard. Döpfner als Erzbischof von München und Freising. Requiescant in pace!
Dienstag, 18. Oktober 2005 19:58
Didimus: O Tradis, hört endlich auf…
… alles Negative in der Kirche unserer Zeit auf das Konzil zu schieben! Eifersüchteleien, Neid und blanken Haß hat es unter Klerikern zu allen Zeiten gegeben, leider. Beschäftigt Euch mal mit Kirchengeschichte, ohne den Glauben an die göttliche Stiftung der Kirche könnte einem da angst und bange werden: Streit zwischen Domkapitel und Bischof, Streit zwischen Welt- und Ordensklerikern, Streit der Orden untereinander, eifersüchtiges Festhalten an Privilegien usw. Auch die Apostelbriefe und Evangelien (Rangstreit der Jünger) sprechen darüber.

Um wieder auf das eigentliche Thema zu kommen. Diese postume Beleidigung Dybas ist eine Schande! Wenn überhaupt etwas hilft, dann massenweise Proteste, Briefe, E-Mails, Anrufe an die Zuständigen, in die Öffentlichkeit gehen usw.
Dienstag, 18. Oktober 2005 17:00
Justus: Grabschändung
Ein Bekannter aus der Nähe von Fulda berichtete mir schon vor längerer Zeit von den Grabschändungen im Fuldaer Dom. Angeblich soll sogar ein Küster, der sich weigerte, Blumen und Kerzen vom Grab des Erzbischof abzuräumen, gekündigt worden sein.
Dienstag, 18. Oktober 2005 16:48
Toby: Sehr interessant
Wurde ein Seligsprechungsverfahren bzgl. Erzbischof Dyba überhaupt schon einmal in Erwägung gezogen?
Dienstag, 18. Oktober 2005 16:39
Stimme aus dem Tradiland: „Unschöne Dinge“?
Zitat: Es gehe eher um den Schutz der Würde des Grabes. Man könne nicht dulden, daß „unschöne Dinge“ im Dom „wild abgelegt“ würden, erklärte der Priester ordnungsbewußt.

Offenbar verwechselt man in der V2-NOM-Kirche nicht nur Hindu-Götzendiener mit kath. Priestern, sondern auch Blumenschmuck mit „Bio-Abfällen, die an der Begräbnissstätte von Bischof Dyba von offenbar unverantwortlichen Personen abgelagert“ werden.

Alles müsse seine „gute und würdige Ordnung“ haben.

Genau: Nur kirchenpolitisch genehme Verstorbene dürfen eine „santo subito“-Verehrung erfahren.

Verehrer des verstorbenen Erzbischofs könnten jedoch Bargeld springen lassen.

Herzig. Ja, für Geld ist die V2-NOM-Kirche immer zu haben. Das nimmt sie auch gerne in Form von Kirchenbeiträgen von den Gläubigen, die sie als schismatisch bezeichnet…

Damit werde dann paritätisch überall im Dom geschmückt – natürlich auch am Grab des verblichenen Diözesanbischofs.

Auch das ist logisch, denn nach V2-NOM-Manier ist ja die Spendensammelbüchse nicht weniger heilig als die Sitzbank, der Volksaltar oder der Tabernakel. Daher „muß“ man alles gleichmäßíg schmücken…

Bischof Dyba war kein Freund des alten Ritus, aber die Vorgangsweise ist eine Frechheit!
Dienstag, 18. Oktober 2005 16:29
Toby: @ Adlimina
Adlimina schrieb: die Weisung No Veneration bestand schon vor der Herbstvollversammlung der Fuldaer Bischofskonferenz

Aber nicht doch schon vor der Herbstvollversammlung der Fuldaer Bischofskonferenz 2004, auf die ich mich bezog.

Mir wurde das „von gut informierter Seite“ mündlich zugetragen. Leider kann ich es nicht belegen oder gar irgendwelche Namen nennen.
Dienstag, 18. Oktober 2005 15:34
Marcel: Blumen für tapfere Bischöfe
Dolfus schrieb: Insofern ist die kirchenrechtliche Stellung der St. Pius X-Bruderschaft nachzuvollziehen.

So ist es. Bischof Fellay pflegt dies immer wieder anzumerken: die Ausgrenzung der FSSPX durch die Konzilskirche – jedenfalls durch die Modernisten in ihr, denn selbst Rom stellte der FSSPX großzügig öffentlich Kirchen und Plätze für ihre Rom-Wallfahrt im Jahr 2000 zur Verfügung – bedeutet auch ironischerweise eine Art Schutz der FSSPX vor der Willkür durch modernistische Ortsbischöfe.

Kürzer: wenn wir Blumen auf das Grab des Erzbischof Lefebvre legen, werden die von keinem Ortsbischof entfernt.

Der Umgang mit dem verstorbenen Bischof Dyba durch seinen Nachfolgebischof ist schlimm. Es ist nicht so, daß die mit der Tradition verbundenen Katholiken irgendetwas von modernistischen Bischöfen erwarteten, dennoch erschüttern ihre Untaten uns jedes Mal erneut.

Dies völlig unabhängig davon, wie man zum Erzbischof Dyba gestanden hat.
Dienstag, 18. Oktober 2005 14:01
adlimina: Ewiges Leben
Nicht nur, daß der Schmuck der Gräber von Christen auf den Friedhöfen – und sei es noch so unbewußt – Zeichen der Auferstehungshoffnung ist, im Fuldaer Dom war justament das Grab von Erzbischof Dyba zu einer Stelle geworden, wo „etwas“ lebte: lebendiger Glaube an die Gemeinschaft der Heiligen über den Tod hinaus. Was in der Verehrung des in der Confessio bzw. Krypta der Fuldaer Kathedrale begrabenen heiligen Bonifatius so nicht mehr „lebte“ – selbstverständlich gibt es dort den habituellen, aber eben von der Domverwaltung organisierten und nicht von Gläubigen mitgebrachten Kirchen- und Verehrungsschmuck –, das entstand am Grab von Johannes Dyba neu, sogar mit kleinen Zeugnissen über Gebetserhörungen. @ Toby, den über Fuldaer Interna meist gut Informierten und scharf Urteilenden: die Weisung No Veneration bestand schon vor der Herbstvollversammlung der Fuldaer Bischofskonferenz, jetzt steht in der Johannes-Kapelle sogar ein Schild, das die Verehrungszeichen verbietet. Domdechant Kathrein war der erste Sekretär, den Johannes Dyba in seiner Fuldaer Bischofszeit hatte. Selbst die Familie von Johannes Dyba muß(te) Ausnahmegenehmigungen einholen, Grabschmuck an der Gruft des bischöflichen Verwandten niederzulegen.
Dienstag, 18. Oktober 2005 13:39
Didimus: Nicht zu fassen
Mir fehlen die Worte.
Dienstag, 18. Oktober 2005 12:36
Dolfus: Klerikales Establishment
Besser könnte die kirchliche Sachlage, insbesondere in Deutschland, nicht beschrieben werden.
Papst- und glaubenstreue Priester niederen Ranges wie auch vom Papst geschickte romtreue Diözesanbischöfe werden von eben diesen Ordinariaten und Prälatencliquen bekämpft.
Insofern ist die kirchenrechtliche Stellung der St. Pius X-Bruderschaft nachzuvollziehen.
Dienstag, 18. Oktober 2005 12:20
Toby: WIe ich erfahren habe …
sollen bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im September 2004 einige Bischöfe ihren Unmut über den Blumenschmuck am Grab Erzbischof Dybas geäußert haben. Dies sei der konkrete Anlass für Bischof Algermissen bzw. das Fuldaer Domkapitel gewesen, den Blumenschmuk entfernen zu lassen. Es ist mehr als traurig, wie sehr episkopale Neidkomplexe sogar Jahre über den Tod eines Mitbruders hinaus nachzuwirken scheinen …
Dienstag, 18. Oktober 2005 11:59
apex: @ Krzyszek
2. Frage: Einfachere Menschen gegen klerikales Establishment? Sollte es nicht besser heißen: Anhänger eines erzkonservativ-reaktionären Katholizismus gegenüber fortschrittlich gesinnten Katholiken?

Nein, es sollte besser heißen: Anhänger eines vertrauenswürdigen Bischof, der in seinem Glaubensgehorsam und seiner Moral ein Dorn im Augen der bornierten Fanatiker der Liberalisierung und Protestantisierung war.
Dienstag, 18. Oktober 2005 11:48
Benedikt78: Unglaublich
Es ist ja bekannt, dass Erzbischof Johannes Dyba schon zu Lebzeiten den Neid progressiver Kirchenmänner auf sich zog. Denn jemand, der mit klaren Worten den Glauben in den Herzen der Menschen entzünden konnte, der gilt als verdächtigt – vor allem, wenn er darüber hinaus noch reaktionär war. Reicht es denn nicht, dass man Erzbischof Johannes Dyba zu Lebzeiten anfeindete? Muss man diesen Streit auch noch nach seinem Tod weiterführen?

Dass man den niedergelegten Blumenschmuck auf dem Grab nun entsorgt, ist niederträchtig. Aber auf eine Art bezeichnend für den Zustand der Kirche in Europa. Wer will denn noch den Gottesdienst in einer Kirche besuchen, die den Gläubigen das Niederlegen von Blumen verbietet?
Dienstag, 18. Oktober 2005 11:26
Krzyszek: Überraschung?
1. Frage: Wieso starb Bischof Dyba überraschend? Gab es etwa einen vorher festgelegten Termin, zu dem er hätte sterben sollen, der dann wider Erwarten von ihm aber nicht eingehalten wurde?

2. Frage: Einfachere Menschen gegen klerikales Establishment? Sollte es nicht besser heißen: Anhänger eines erzkonservativ-reaktionären Katholizismus gegenüber fortschrittlich gesinnten Katholiken?
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