07:55:30 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Die letzte gesprochene Botschaft von Johannes Paul II. + Theologische Unsicherheit + Der liturgische Tanz + Ökumene im Jahr 1936 + Berufen zu beidem
Die letzte gesprochene Botschaft von Johannes Paul II.Italien. Wie kürzlich bekannt wurde, besitzt
der Erzbischof von Krakau und langjährige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II., Mons. Stanislaw
Dziwisz, eine Tonbandaufnahme mit der letzten, unveröffentlicht gebliebenen Botschaft des verstorbenen
Papstes. Der Heilige Vater besprach das Band kurz vor seinem Luftröhrenschnitt im letzten Februar. Dieser
Eingriff mußte wegen der schweren Atemnot des Papstes durchgeführt werden. „Es stellte sich heraus,
daß es seine letzte Botschaft war, denn seit jenem Tag konnte er nur noch mit Mühe einige Sätze sprechen“,
erklärte der Krakauer Erzbischof Dziwisz vor der katholischen italienischen Tageszeitung ‘Avvenire’.
Er habe jedoch seither nicht die Kraft gefunden, die Kassette wieder anzuhören.
Theologische Unsicherheit
Deutschland. Der Priester und Theologe Hans Küng ist sich nicht mehr sicher, ob Papst Benedikt XVI.
konservativ ist. Der Blick des Papstes gehe jedenfalls in die Zukunft, erklärte Küng in einem Interview
mit der französischen Wochenzeitung „Le Point“. Der Tübinger Dogmatiker, dem 1979 die Lehrerlaubnis
entzogen wurde,
besuchte den Heiligen Vater Ende September im Vatikan.
Der liturgische Tanz„Tänze
sind gut für den Pfarreisaal aber nicht während der Messe“, erklärte der nigerianische Kurienkardinal
Francis Arinze am Rande der Weltbischofssynode und nahm dabei ausdrücklich Bezug auf Afrika: „Man sagt
uns »Ihr seid Afrikaner. Folglich liebt ihr das Tanzen. Darum tanzt, tanzt…« Das ist nicht gut.“
Ökumene im Jahr 1936„Wieder ein prachtvoller Hirtenbrief des Bischofs, kraftvoll, gläubigen Bekennens…
(Man) freut sich von Herzen, obwohl es sich um die katholische Kirche handelt. Es sind doch zuletzt auch
Zeugnisse für die christliche Kirche und für Christus selbst.“
Der Historiker Joachim Kuropka zitierte
am vorletzten Wochenende in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ das Wort eines nicht namentlich genannten
evangelischen Superintendenten aus dem Jahre 1936 über den seligen Bischof Clemens August Kardinal Graf
von Galen.Berufen zu beidemUSA. Ein Leser des US-Nachrichtendienstes ‘Catholic World News’ publizierte
Anfang Oktober in den Lesermeinungen ein Werbeplakat der ‘Seattle University’. Die Lehranstalt wird von
den Jesuiten geführt. Seattle ist die größte Stadt im Nordwesten der USA. Das Bild bewirbt einen pastoralen
Lehrgang. Es zeigt eine Frau in Albe und Stola und trägt die Aufschrift: „Einige sind berufen zu dienen,
andere zu führen. Wir heißen jene willkommen, die berufen sind, beides zu tun.“ „Beweist dieses Foto,
daß die Jesuiten die Priesterinnenordination unterstützten?“ fragt der Leser und antwortet: „Natürlich.“
Die abgebildete Dame sei außerdem eine selbstdeklarierte Homosexuelle und Verfechterin des staatlich
anerkannten Homo-Konkubinates.
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Benedikt 16:10:17 | Dienstag, 18. Oktober 2005