Muttergottes
War die Hindu-Kultfeier in Fatima ein Mißverständnis?
Der Rektor der Wallfahrtskirche von Fatima bezeichnete die Zeremonie eines Hindu-Kultdieners am Altar der Erscheinungskapelle als Mißverständnis. Der Kirchenordner habe den Inder für einen katholischen Priester gehalten.
(kreuz.net, Fatima) In einem offenbar kürzlich verfaßten Privatbrief äußerte sich Mons. Luciano Guerra, der Rektor der Wallfahrtskirche von Fatima, zu einer Hindu-Kulthandlung, die am 19. April letzten Jahres in der Erscheinungskapelle des Marienwallfahrtsortes stattfand.

Der Anlaß wurde von einem Fernsehteam gefilmt.

Der portugiesisch abgefaßte Brief ist offenbar an einen Vertreter der Priesterbruderschaft St. Pius X. gerichtet.

Der als liberal bekannte Mons. Guerra äußerte sich zum Hindu-Kultdienst am Rande eines Schreibens über angebliche Störaktionen während der August-Wallfahrt der Lefèbvristen.

Der Hindu-Kultdiener habe im April zum Altar hintreten können, weil ihn die diensthabende Aufsichtsperson wegen seines Kleides für einen katholischen Priester gehalten habe.

Mitglieder des ähnlich gekleideten katholischen Klerus würden gewöhnlich in den Chor der Kirche eingelassen, schreibt Mons. Guerra.

Die Hindu-Gruppe wurde – nach Aussagen von Mons. Guerra – von einem Priester des Heiligtums begleitet.

Er selber sei nicht daran interessiert gewesen, die Gruppe zu begleiten, weil es sich um einen privaten Besuch gehandelt habe.

Der anwesende Priester sei nur wegen der Anwesenheit des Kamerateams zur privaten Gruppe gesandt worden.

Trotz des angeblich privaten Charakters des Besuches, wurden die Hinduisten nachher in privaten Räumlichkeiten des Heiligtums nicht nur vom Rektor der Kirche, sondern auch vom Diözesanbischof von Leiria-Fatima empfangen.

Es ist unklar, ob sich der Bischof zufällig im Wallfahrtsort aufhielt oder eigens für die Begegnung mit der privaten Hindu-Gruppe eintraf.

Bei dieser Gelegenheit kleidete der hinduistische Kultdiener sowohl den Kirchenrektor als auch den Diözesanbischof in offenbar vorbereitete breite hinduistische Kult-Umhänge.

„Ich verstand das als eine Geste der Freundschaft, die – wie alles andere – nicht geplant war“, erklärt Mons. Guerra dazu und fragt weiter:

„War es nötig, daraus ein sakrilegisches Drama zu machen?“

Zugleich stellt der Kirchenrektor fest, daß sich „die Umstände“ geändert hätten:

„Darum wird es nötig sein, bei solchen Dingen in Zukunft mehr aufzupassen.“

In seinem Schreiben gibt der Kirchenrektor zu, daß die private Hindugruppe vor dem Besuch des Heiligtums offizielle Kontakte mit der Wallfahrtsleitung aufnahm, „wenn auch nur in einer sehr vagen Weise“.

Die Hindus seien sehr höflich gewesen und hätten sich als Freunde benommen: „Wenn das der Fall ist, war ihr Gebet dann die Frucht des Hasses gegen unseren Gott?“ – schreibt Mons. Guerra.

Im Juni 2004 hatte der Kirchenrektor von Fatima eine, wie es scheint, abweichende Erklärung für die hinduistischen Rituale in der Erscheinungskapelle gegeben.

Das angebliche Mißverständnis einer Aufsichtsperson wurde im September auch vom Vatikan als Grund angegeben, warum der protestantische Prior der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé bei der Beerdigungsmesse für Papst Johannes Paul II. die heilige Kommunion erhielt.
      
14 Lesermeinungen
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#14   expedit   14:19:56 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Maria ist stärker!
Maria ist stärker!
Versucht es doch einmal mit den Wunderbaren Medaillen!
Überall hinstecken, wo es etwas zu bereinigen gibt!
In Mauernischen, Gebäude, Grundstücke, Tempel, Götzenfiguen … usw.!
Ihr werdet es sehr bald erleben, was dann da alles passsiert!
Übrigens: schaut mal auf die Ereignisse in und um das ehemalige portugiesisch Ost-Timor!
O:)
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#13   L. Trzil   13:08:41 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Fortschritt
Auch wenn sie nicht sonderlich glaubhaft klingt: es ist immerhin eine Distanzierung.
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#12   MilesChristi   22:13:25 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Fátima
Ich habe mich ausführlich mit der Materie beschäftigt als das Ganze öffentlich wurde. Ich habe im Internet recherchiert, Kontakt mit dem TV-Sender aufgenommen (allerdings nie eine Antwort erhalten), Msgr. Guerra direkt angeschrieben.
Zunächst wurde versucht, die Angelegenheit zu verschweigen; dann, sie zu leugnen (was meiner Meinung nach die offizielle Position von kath.net immer noch ist bzw. von gewissen Fátima-Organisationen) – obwohl es Berichte in der portugiesischen Presse dazu gab; dann, sie zu relativieren (die bisher 2, nunmehr DREI Versionen des Geschehens aus der Feder von Msgr. Guerra) – und jetzt zugeben, daß es DOCH zu einem Ritual gekommen ist.
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#11   Evelin   21:57:01 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Wie „privat“ auch immer
Sehr privat, wenn zufällig alles passt…
Was mich nebenbei massiv stört, ist dieses ständige „Sich Abputzen“ an Aufsichtspersonen.
Also feig und verlogen auch noch sein.
Frau Evelin
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#10   Marcel   17:59:32 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Interreligöse Konferenz, 10.-12. Oktober 2003
Toby schrieb: Außerdem hat mir noch niemand die Frage beantworten können, was es mit jenem ominösen interreligiösen Kongress auf sich hatte, der im Oktober 2003 in Fatima stattfand und auf dem offenbar unter Beifall ranghoher kirchlicher Würdenträger eindeutige Irrlehren verbreitet wurden.
Gibt es eine amtliche Stellungnahme über diesen Kongress? Liegen die einzelnen Referate irgendwo in schriftlicher Form vor? Wer war der Gastgeber, was war der Anlass dieses Kongresses?
Auf die skandalöse interreligöse Konferenz in Fatima vom 10. bis 12. Oktober 2003 geht die FSSPX ebenfalls ausführlich ein www.fsspx.info/…e_interrel_konf.html; ich habe heute auf sie verwiesen in Beantwortung Ihrer Frage im Kreuznet-Thema „Wer sagt die Unwahrheit?“ www.kreuz.net/…ticle.2053-page.html
(Nicht den Augenzeugenbericht von John Vennari übersehen, der durch Klick auf die zweite Überschrift erreicht wird.)
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#9   Toby   17:42:38 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Datumswirrwarr
Die Hindu-Zeremonen fanden laut Guerra nicht, wie es im obigen Artikel heißt, am 19. April dieses Jahres statt, sondern am 19. April 2004.
In der Berichterstattung der FSSPX war jedoch die ganze Zeit vom 5. Mai 2004 die Rede.
Ich frage mich, wie es zu diesem Datumswirrwarr gekommen ist.
Wann wurde denn der TV-Beitrag des portugiesischen Fernsehens gebracht? Aus dem TV-Beitrag müsste doch das tatsächliche Datum der Zeremonien ersichtlich sein.
Außerdem hat mir noch niemand die Frage beantworten können, was es mit jenem ominösen interreligiösen Kongress auf sich hatte, der im Oktober 2003 in Fatima stattfand und auf dem offenbar unter Beifall ranghoher kirchlicher Würdenträger eindeutige Irrlehren verbreitet wurden.
Gibt es eine amtliche Stellungnahme über diesen Kongress? Liegen die einzelnen Referate irgendwo in schriftlicher Form vor? Wer war der Gastgeber, was war der Anlass dieses Kongresses?
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#8   Bernado   17:25:54 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Religionsvermischung
Natürlich kann man sich damit befriedigen, nach dem Muster: „Herr, ich danke Dir, daß ich nicht bin wie jene da“, ständig auf irgendwelche Popanze einzudreschen. Zur Verteidigung der authentischen Lehre der katholischen Kirche ist das wenig geeignet. Und zu ihrer Propagierung auch nicht.
Zum seriösen Umgang mit der Frage, wo andere Religionen Anteil am Guten und Wahren haben, und wo nur die Kirche wirklich Heil spenden kann, empfehle ich: Joseph Ratzinger: Glaube, Wahrheit, Toleranz. Das Christentum und die Weltreligionen. Freiburg 2003. Das Buch hat 220 Seiten, und um seinen Inhalt zu erfassen muß man alle von ihnen lesen und im Zusammenhang sehen.
Besonders lesenswert – aber auch nicht alleinstehend zu lesen – ist die im Buch enthaltene zwanzigseitige Auslegung von Johannes-Paul II. Enzyklika „Fides et Ratio“.
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#7   Stimme aus dem Tradiland   16:26:27 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Die hw. Herrschaften von Fatima lügen wie gedruckt
Wenigstens ist durch die jetzigen Erklärungen klargestellt,
1. dass ein Hindugötzenopfer stattgefunden hat;
2. dass es den hw. und hwst. Herrschaften mittlerweile etwas peinlich ist, weil ihr großer interreligiosistischer Schutzherr, „santo subito“ JoPaII. nicht mehr seine schützende Assisi-Hand über ihnen hält und von dort, wo er jetzt ist, nicht mehr genug Einfluß hat…
Im übrigen stehen die jetzigen Erklärungen Hw. Guerras in Widerspruch zu seinen früheren und den Photos. Hat er bei seiner „hinduistischen Einkleidung“ auch geglaubt, dass er einen katholischen Priester vor sich hat? Hat gleiches auch der hwst. Bischof von Fatima-Leiria gedacht?
Offenbar ist nicht nur bei den Laien und Außenstehenden, sondern auch bei den führenden hw. und hwst. Herren post-V2 eine Verwirrung darüber eingetreten, was ein kath. Priester ist und wie er ausschaut.
Vielleicht hätten die hw. und hwst. Herrschaften ein Zelebret verlangen sollen? Wäre sicherlich lustig, von einem Hindu-Götzendiener ein Zelebret zu verlangen – zum „guten Ende“ weist der dann vielleicht sogar noch eines vor…
Bei den Traditionspriestern genügt ja vielfach nicht einmal ein ordnungsgemäßes Zelebret, um Hl. Messe – an einem Seitenaltar (!) – z.B. im Petersdom zu Rom feiern zu dürfen. Also die Geschichte jetzt ist wirklich ein schlechter „Witz“!
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#6   Marcel   15:18:11 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Was geschah am 5. Mai 2004 in Fatima?
Alles nur eine Verwechselung? Urteile man selbst: Hindus in der Erscheinungskapelle von Fatima: Was ist am 5. Mai 2004 genau vor sich gegangen? (Dokumentiert durch die FSSPX.) www.fsspx.info/…induritual/04_1.html
Und natürlich auch nachzulesen auf www.fatima.org www.fatima.org/, teilweise jedoch nur in englisch.
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#5   st. theodul   11:02:40 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Werter Bernardo,
ich verstehe Ihre Gedanken sehr wohl. Aber ich glaube nicht gegen das Liebesgebot zu verstoßen, wenn ich mich manchmal -in aller gebotenen Demut- an unserem Heiland orientiere, als Er z.B. in heiligem Zorn im Tempel die Tische der Händler (Geldwechsler) umstieß und sie in deutlichen Worten zurechtwies. Angesichts der Krassheit dieser Verstöße gegen unseren Glauben, der infamen Verlogenheit mit der in die Irre geführt werden soll und der daraus resultierenden großen Sorge um das Heil so vieler Seelen, gehört hier auf einen groben Klotz ein grober Keil.
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#4   stimme der vernunft †   10:59:16 | Dienstag, 18. Oktober 2005
@Gotthard
bevor hier jemand weiterhin von einem „hiduistischen Kultumhang“ redet, sollte er/sie sich lieber mal mit indischer Kultur beschäftigen.
Also bitteschön, nun komm bloß nicht mit Argumenten, hier zählen nur Vorurteile!Und nur solche, die gegen die Kirche gerichtet sind.
Also bleib bitte sachlich und argumentier mit antikirchlicher Hetze und behalte deine ekelhaften Tatsachen für dich!
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#3   Gotthard   10:47:59 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Umhang
bevor hier jemand weiterhin von einem „hiduistischen Kultumhang“ redet, sollte er/sie sich lieber mal mit indischer Kultur beschäftigen.
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#2   Bernado   10:46:26 | Dienstag, 18. Oktober 2005
@ st. theodul
Sie schrieben:
Angesichts dieses Maßes an Verlogenheit und Dummheit kann man dies nur diagnostizieren als letzte Zuckungen der morbiden V2-Mietlinge, die zur Zeit die heilige katholische Kirche besetzt halten.
Angesichts der Tiefe der Einsicht über die Christliche Lehre, die Sie zu besitzen vorgeben: Fürchten Sie nicht, gegen die Gebote der Nächstenliebe und der Mäßigung zu verstoßen?
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#1   st. theodul   10:13:10 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Letzte Zuckungen der V2-Kirche
Nachdem man Herrn Roger Schütz bei der Papstbeerdigung mit einem Katholiken verwechselte, hielt man nun den karnevalsmäßig verkleideten Hindu-„Priester“ bei dem unsäglichen Frevel an heiliger Stätte für einen katholischen Geistlichen. Die Störungen bei der Sühnewallfahrt der Tradition – alles Missverständnisse. Dazu das übliche halbgebildete Gelaber über Schismatiker. Die Fadenscheinigkeit der Ausreden ist schon eine Beleidigung der Adressaten dieser Ausreden.
Angesichts dieses Maßes an Verlogenheit und Dummheit kann man dies nur diagnostizieren als letzte Zuckungen der morbiden V2-Mietlinge, die zur Zeit die heilige katholische Kirche besetzt halten.
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