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Dienstag, 18. Oktober 2005 15:29
Little Pebble im Knast
Ein Australier, der in den 90er Jahren im deutschen Sprachraum zahlreiche Leichtgläubige überzeugte, ist jetzt wegen sexueller Unzucht mit einer 15jährigen verurteilt worden.
Little Pebble traf Papst Johannes Paul II. 1985
Little Pebble traf Papst Johannes Paul II. 1985
(kreuz.net, Sydney) „Little Pebble“ – zu deutsch: kleiner Kieselstein – muß ins Gefängnis. Der selbsternannte Seher und Ordensgründer wurde wegen sexueller Belästigung einer 15jährigen zu bis fünf Jahren Haft verurteilt.

Das berichtete gestern der australische Nachrichtendienst ‘ABC Newsonline’.

Der in Deutschland geborene Australier heißt mit richtigem Namen William Kamm.

In den 90er Jahren wurde er auch im deutschsprachigen Raum bekannt.

Die von ihm gegründete Pebble-Bewegung basiert vor allem auf den etwa 500 Visionen, die Kamm angeblich gehabt hat.

Die Bewegung soll zahlreiche Gebetsgruppen in 160 Ländern mit insgesamt einer halben Million Mitgliedern besitzen oder besessen haben.

Diese Gruppen sind auch als Charbel-Gebetsgemeinschaft bekannt.

Sie berufen sich auf den maronitisch-katholischen Mönch und Einsiedler Charbel Machluf († 1898), der von Papst Paul VI. heiliggesprochenen wurde.

Gleichzeitig gründete Kamm in der Ortschaft Nowra im australischen Teilstaat Neusüdwales einen Orden des heiligen Charbel.

Nowra befindet sich in Südaustralien, 120 Kilometer südwestlich von Sydney.

Das belästigte Mädchen gehörte zu Kamms Ordensgemeinschaft und galt offenbar als „geistliche Ehefrau“ von Little Pebble.

Kamm war der Leiter der Gemeinschaft. Sie hat angekündigt, trotz der Verurteilung ihres Gründers weiterzumachen.

Ein Sprecher erklärte, daß „die dunklen Kräfte des Bösen“ einen Sieg errungen hätten.

Gegen die Verurteilung des Ordensgründers sei Berufung eingelegt worden.

Mit der Kirche stand William Kamm schon länger im Konflikt.

Im Juni 2002 erklärte der Bischof von Wollongong, Mons. Peter Ingham, daß es der Gruppe verboten sei, sich katholisch zu nennen. Er forderte auch eine Auflösung der Gebetsgruppen.

Das Hauptquartier der Kamm-Gruppe befindet sich in der Diözese Wollongong.

Die Lehren der sektenähnlichen Organisation seien „schädlich, falsch und stehen im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche“, betonte der Bischof.

Kamm war in der Vergangenheit angeblich auch davon überzeugt, daß im Jahre 2004 der Weltuntergang stattfinde und er kurz davor noch Papst werde.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 7 Lesermeinungen:
Montag, 23. April 2007 20:05
nonnobisdomine: Übrigens:
„Bischof“ Bartholomäus Schneider war der sogenannte „Jurisdiktionsbischof“ – was immer das auch heissen mag – von Rolf Lingen, dem Sedisvakanten, der sich immer wieder hier im kreuz-net hervortut.
Donnerstag, 20. Oktober 2005 16:12
…Bischof Malcolm Broussard wurde von Bischof Bartholomäus Schneider mit „Erlaubnis“ von Bischof Seiwert-Fleige (ex-Palmar de Troya, jetzt Vatikan regularisiert) konsekriert. Die Gültigkeit der Weihen von Broussard und Schneider ist umstritten.

Der Orden hat verheiratete Priester. Weiht ohne theologische Vorbildung. Hat inzwischen ein Schwesterorden. Meist ältere Leute. Jetzt schon dreißig oder mehr Priester.

Der Little Pebble wurde in Köln geboren. Er ist inzwischen auch verheirateter Diakon (geweiht). Und er hätte 2005 zum letzten Papst von JP II. konsekriert werden sollen. Zu seinem Namen hat der mögliche Gegenpapst Petrus II. Romanus genommen.

Und seine erste Ehe wäre „vom Himmel“ entbunden, obwohl gültig geschlossen. Und „Queens“ (Junge Frauen) sollten mit ihm sexuelle Beziehungen haben für den Nachwuchs auf der neuen Erde nach dem Antichrist. Wer gegen Little Pebble „verstösst“, wird mit einem schlechten Schicksal bedroht, obwohl er und sein Orden nicht agressiv sind.

Ich empfinde Mitleid für ihn. Er hat sein eignes Märchen geglaubt. Und satanische „Erscheinungen“, davon gibt es derzeit Massen (Medjugorje, El Palmar de Troya, in Deutschland jetzt auch viele).

Oft sehr gute – sogar hoch intelligente (Ingenieure, Dipl._Kfm., Prof., Dr.Dr. usw.) – katholische Leute fliehen in dieser Desolation und diesem Zusammenbruch der immergleichen Hl. Römisch-Katholischen Kirche, massal in die phantasievolle Welt der (falschen) Erscheinungen.
Mittwoch, 19. Oktober 2005 19:57
Evelin: Abstruse Webseite
eines (gerichtsnotorischen) Pädophilen.
Dienstag, 18. Oktober 2005 19:33
Athanasius: Beim Dörfchen Nowra…
…bei Wollongong haben die Hauptkommune der ‘Order of Saint Charbel’ und des ‘Marian Work of Atonement’ ihr Standort.

Dort soll den Nachgaben nach um Little Pebble ein ‘Kleines Lourdes’ entstanden sein.

Ich bin Spezialist in der Sache dieser Charbelgemeinschaft, welche sich immer mehr wie eine Sekte präsentiert. Belästigungen von Gläubigen die Little Pebble und seine Bewegung verlassen haben, Kult um den Gründer aus dem Papst Petrus II. Romanus wird. Viele seiner Prophezeiungen waren falsch. Und seine Polygamie und „Auflösung erster Ehe“ sind direkt gegen den Glauben und schon längst bekannt.

Johannes-Paul II. wäre der Grosse Papst der aus dem Vatikan fliehen werde. Nichts davon ist ausgekommen.

Seinem Orden wurde ein Bischof verliehen von den ex-El Palmar de Troya-Bischöfen Bartholomäus Schneider und Seiwert-Fleige (der letztere wurde als Bischof mit JP II. versöhnt und offiziell anerkannt). In Bayern fand die Bischofsweihe statt. Der Orden hat jetzt verheiratete Priester.
Dienstag, 18. Oktober 2005 16:29
Sulpicius: Photo
Dienstag, 18. Oktober 2005 16:18
Dolfus: Abstruse Neuoffenbarungspersonenkultsekte
Daran sieht man, wie wichtig Vertrauen ins Lehramt und in die Führung des echten Papstes ist, und nicht in die über ein Dutzend lustiger Gegenpäpste, unter denen der Name „Benedikt XVI.“ dem Vernehmen nach zweimal bereits vergeben gewesen wäre.

Immerhin war Little Pebble demütig genug, sich vor 2004 nicht auch noch zum Gegenpapst ausrufen zu lassen, aber es wäre wieder mal lustig gewesen, wie etwa die Papstwahl von Pius XIII. aus dem Hause Pulvermacher.
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