17:28:44 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Eine Kandidatin, die von den Christdemokraten bei den Wiener Landtagswahlen als Köder für die Katholiken bestimmt war, scheint ihren Schafspelz noch vor den Wahlen abgeworfen zu haben.
(kreuz.net, Wien) „Militante und unadäquate Texte“ seien von manchen ihrer Unterstützer ohne ihr Wissen
ausgesandt worden, entschuldigte sich Frau Gudrun Kugler-Lang (28) in einer heutigen Aussendung.
Die
parteilose Juristin und Theologin kandidiert gegenwärtig auf der Liste der Christdemokraten für den
Wiener Landtag.
Die Entschuldigungen von Frau Kugler-Lang sind offensichtlich ein Zugeständnis auf Angriffe
aus der Ecke radikaler sozialistischer Abtreibungsapologeten.
So forderte die Frauensprecherin der ‘Sozialistischen
Jugend Österreich’, die „Unantastbarkeit“ des Rechts auf Kindertötung.
Die Jungsozialistin attakierte
dabei die christdemokratische ÖVP. Diese habe „hier noch nicht ihre verstaubten Moralvorstellungen aus
dem vorvorigen Jahrhundert“ abgelegt.
Das beweise die Kandidatur der „Pro-Life-Aktivistin“ Gudrun Kugler-Lang
bei den Wiener Landtagswahlen.
Diese geht mit ihrer Stellungnahme in die Defensive.
Sie bringt dabei
auch
das alternative Wahlplakat, ins Spiel, das sich gegenwärtig im Internet verbreitet und die kinderverachtende
Sozialpolitik der Wiener Sozialisten anklagt.
Frau Kugler-Lang bezweifelt die „Authentizität“ der Darstellung
und bezeichnet sie als „sehr aggressive Persiflage“:
Sie könne sich nicht vorstellen, wer in Österreich
„so etwas“ tun könne und lehne auch jede Zusammenarbeit mit so einer Kampagne ab.
Die Jungpolitikerin
äußert die Hypothese, daß das Plakat von radikalen Abtreibungsbefürwortern zur Provokation ins Netz
gestellt worden sei.
Zugleich betont Frau Kugler-Lang, daß Mütter in „Konfliktschwangerschaften“ Besseres
verdient hätten, als „eine plumpe Abtreibungspropaganda“ beziehungsweise ein Diskussionsverbot über
Motive und Folgen der Kinderabtreibung.
Dennoch – schränkt sie ein – sei die Abtreibung nur eines von
vielen Problemen in Wien und nur ein Thema ihres Wahlkampfs.
Sie setze sich besonders für familienfreundliche
Politik und den Ausbau der Hospizbetreuung ein.
Der Angriff der Jungsozialisten war offenbar mit der
Abtreibungspolitikerin Sonja Wehsely, die auf dem alternativen Wahlplakat zu sehen ist, abgesprochen.
Frau Wehsely stieß darum mit einer eigenen Erklärung nach und forderte die christdemokratische Konkurrenzpartei
auf, Frau Kugler-Lang aus der ÖVP-Liste zu streichen.
Damit stellt die Sozialistin den aufschlußreichen
Anspruch auf Approbierung christdemokratischer Kandidaten.
Zugleich erklärte sie, daß die Entschuldigungen,
mit denen sich Frau Kugler-Lang von verschiedenen Flugblättern und Postwurfsendungen distanziert habe
reichlich spät gekommen seien und „jeder Glaubwürdigkeit“ entbehrten.
Die Abtreibungspolitikerin weiß,
daß Frau Kugler-Lang lange Zeit im Vorstand von ‘Jugend für das Leben’ gewesen und „nachweislich“ in
der – wie es in der Sozialistensprache heißt – „radikalen AbtreibungsgegnerInnen-Szene“ verankert sei.
Die ‘Jugend für das Leben’ ist eine österreichweite Lebensschutzorganisation mit ihrem Zentrum in Linz.
Sie genießt offiziell die Unterstützung der Österreichischen Bischofskonferenz.
Die Organisation
setzte sich im Frühjahr
gegen die sozialistische Einführung der Kindertötung in der Salzburger Landesklinik
ein.
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#9
Midshipman Casey 03:55:40 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
#8
Augustinus 00:07:21 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
#6
palantir 12:03:04 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
#5
wolfgang e. 11:43:38 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
#4
Kreuzfidel 07:24:18 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
#3
palantir 03:48:02 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
#2
Onan † 01:14:38 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
#1
Evelin 22:35:51 | Dienstag, 18. Oktober 2005