11:02:26 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Benedikt XVI.
Die Synodenväter arbeiten gegenwärtig in Rom an den Abschlußvorschlägen für den Papst. Dabei fiel die lateinische Kleingruppe ins Wasser. Ein Blick auf die letzten und die nächsten Tage der Weltbischofssynode.
(kreuz.net, Vatikan) Die Mitglieder der 11. ordentlichen Vollversammlung der Bischöfe in Rom vetieften
sich am vergangenen Montag ins Gebet. Deshalb gab es am Montag morgen keine Zusammenkünfte.
Am Montag
abend scharten sich zudem Tausende Gläubige im Petersdom um den Papst und die Bischöfe, um Christus
im allerheiligsten Sakrament des Altares anzubeten.
Es handelte sich um den einzigen gemeinsamen Anbetungstermin
im Petersdom während der Bischofssynode.
Die Aussetzung wurde mit dem mittelalterlichen Hymnus ‘Pange
lingua’ eröffnet. Auf eine Lesung folgte der Hymnus ‘Adoro te devote’ – zu deutsch: Gottheit tief verborgen –
des heiligen Theologen Thomas von Aquin († 1274).
Jeder Strophe wurde ein biblisches Motto vorangestellt,
das Synodenväter auf Spanisch, Französisch, Hindi, Arabisch, Deutsch und Portugiesisch vortrugen.
Am
gestrigen Dienstag wurde den Bischöfen eine Liste mit fünfzig Vorschlägen präsentiert, die am Ende
der Synode dem Papst überreicht werden.
In den zwölf kleinen Sprachgruppen – die geplante lateinische
Arbeitsgruppe kam nicht zustande – bemühten sich die Synodenväter um eine Kürzung und Präzisierung
der Vorschläge.
Ursprünglich waren in den Kleingruppen 280 Vorschläge erstellt worden.
Nach der Entfernung
von Verdoppelungen blieben zuerst 120 und schließlich noch die genannten 50 Vorschläge. Jeder dieser
thesenartigen Texte umfaßt rund einer Seite.
Es wird vermutet, daß einer der Vorschläge
die allgemeine
Erlaubnis der Alte Messe betrifft.
Heute Mittwoch werden die Bischöfe weiter an den 50 Vorschlägen
für den Papst arbeiten.
Über deren endgültige Fassung werden die Synodenväter Ende der Woche abstimmen.
Sie können zu jedem Vorschlag entweder ihr Ja – „placet“ – oder ihr Nein – „non placet“ – erklären.
Der Heilige Vater wird auch die Berichte der einzelnen Kleingruppen erhalten.
Diese Texte werden ihm
als Grundlage für die Ausarbeitung eines nachsynodalen Apostolischen Schreibens dienen.
Dieses dürfte
erwartungsgemäß wohl erst in einem Jahr veröffentlicht werden.
Zum Abschluß der Weltbischofssynode
gedenkt der Papst, allen Synodenvätern einen Bischofsring zu schenken. Dieser wird mit dem eucharistischen
Symbol des Pelikans verziert sein.
Nach einer alten Tradition ernährt der Pelikan seine Jungen mit dem
eigenen Blut. Er wurde deshalb zu einem Symbol für Christus.
Der heilige Thomas von Aquin arbeitete
dieses Motiv in seinen Hymnus „Gottheit tief verborgen“ ein: „Gleich dem Pelikane, starbst du Jesu mein.“
Die Synode endet am kommenden Weltmissionssonntag mit der Kanonisierung von
fünf neuen Heiligen.
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#4
Agiafortuni 13:20:46 | Montag, 24. Oktober 2005
#3
Didimus 22:13:31 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
#2
Gotthard 19:45:43 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
#1
Carolus 19:06:35 | Mittwoch, 19. Oktober 2005