09:45:49 | Freitag, 21. Oktober 2005
Die Köder-Kandidatin für die katholischen Wiener ÖVP-Wähler grüßt aus dem politischen Fettnäpfchen. Der Trostpreis: Sie ist im sozialistischen Wien zum einzigen Wahlthema avanziert.
(kreuz.net, Wien) Zumindest ist die Abtreibung wieder einmal im Gespräch. Das wenigstens hat die christdemokratische
Köderkandidatin in Wien – wenn auch ungewollt – erreicht.
Die Parteien im Wiener Wahlkampf haben sich
auf ein Thema eingeschossen: die zaghafte Lebensschützerin Dr. Gudrun Kugler-Lang, die gegenwärtig als
Parteilose für die Christdemokraten kandidiert.
Der Streit entzündete sich an einem in Wien tausendfach
ausgeschickten
alternativen Wahlplakat, das die brutale Kinderpolitik der Wiener Abtreibungssozialisten
offenlegt.
Die Sozialisten und die Wiener Frauenstadträtin kamen dadurch in arge Bedrängnis.
Darum
besannen sich beide auf ein Ablenkungsmanöver.
Dazu gingen sie – politisch der einzige Ausweg – in die
Offensive.
Als Opfer wählten sie Frau Gudrun Kugler-Lang, die Letztplazierte auf der Wahlliste der Wiener
Christdemokraten – eine aufstrebende Jungpolitikerin und ehemalige katholische Lebensschützerin.
Frau
Kugler-Lang war auf die christdemokratische Wahlliste gesetzt worden, um ÖVP-frustrierte Katholiken ins
Boot zu holen.
Wie entwickelte sich das rote Ablenkungsmanöver?
Die Abtreibungssozialisten besannen
sich auf eine Wahlaussendung der Lebensschutz-Organisation ‘Human Life International’ zugunsten von Frau
Kugler-Lang.
‘Human Life International’ (HLI) führt in Wien Straßenberatungen vor Abtreibungsstationen
durch und hat so bereits Tausende von Kindern gerettet.
Doch die HLI-Kinderretter sind im defensiven
und tatenscheuen katholischen Lager nicht gerne gesehen.
Sie gelten – weil zu aktiv – als politisch inkorrekt.
Die Sozialisten wußten natürlich, daß es genügt, die HLI-Fahne zu schwenken, um den überzeugungslosen
und opportunistischen katholischen Gegner in die Flucht zu schlagen.
Dazu schickten sie die Jungsozialisten
vor.
Wie erwartet ging die Rechnung auf: Frau Kugler-Lang kroch der sozialistischen Provokation mit olympischer
Einfalt auf den Leim.
In einer
Presseaussendung distanzierte sich die naive Jungpolitikerin hochoffiziell
von ihren katholischen Wählern und Wahlhelfern.
Die Abtreibungssozialisten hatten ihren Blitzkrieg gewonnen.
Denn wer sich in der Politik entschuldigt, ist schuldig.
Jetzt kam die Stunde der bedrängten Frauenstadträtin,
die in Wiener Kreisen auch Blut-Sonja heißt.
Blut-Sonja erklärte erwartungsgemäß, daß sie den Unschuldsbeteuerungen
von Frau Kugler-Lang nicht glaube. Frau Kugler-Lang habe in der Wiener Politik keinen Platz.
Doch das
Opfer durchschaute die sozialistische Taktik immer noch nicht.
Sie entschuldigte sich noch einmal und
distanzierte sich sogar namentlich von ‘Human Life International’.
Ganz entblößte sich Frau Kugler-Lang,
als sie – ungefragt – verkündigte, in Sachen Homo-Konkubinat und Kinderabtreibung mit der chamäleontischen
ÖVP-Bundespartei übereinzustimmen.
Was soll’s?
Die Christdemokraten werden dann eine ernstzunehmende
politische Kraft sein, wenn sie lernen, für konkrete Anliegen zu stehen und diese mit der Überzeugung
und Standhaftigkeit ihrer politischen Gegner zu vertreten.
Gegenwärtig sind sie nicht mehr als eine
sozialistische Blockpartei.
Das hat die Feigenblattkandidatin der Wiener ÖVP auf groteske Weise bewiesen.
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#2
Augustinus 14:07:33 | Freitag, 21. Oktober 2005
#1
Benedikt78 11:34:18 | Freitag, 21. Oktober 2005