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Freitag, 21. Oktober 2005 10:59
Was ist in den österreichischen Priesterseminarien los?
Immer deutlicher wird in Österreich die Fragen laut, nach welchen Kriterien die Bischöfe des Landes die Verantwortlichen für die Priesterausbildung auswählen.
Priesterseminar der Diözese Gurk-Klagenfurt in Graz
Priesterseminar der Diözese Gurk-Klagenfurt in Graz
(kreuz.net) Kürzlich hat der erst seit zwei Jahren amtierende Regens des Linzer Priesterseminars, Andreas Pumberger, um Entpflichtung von seinem Amt und um eine sogenannte „Auszeit“ gebeten.

Ähnliche Maßnahmen gehen häufig einer Laisierung und Entlassung aus dem Klerikerstand voraus.

Der Regens ist der Leiter eines Priesterseminars, wo zukünftige Diözesanpriester ausgebildet werden.

Der neue Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, nahm den Rücktritt seines Regens an und griff auf den früheren Regens Max Mittendorfer zurück, der zwischenzeitlich zum Generalvikar avanciert war.

Insider berichteten, daß das Linzer Priesterseminar einen „bereits bewährten Mann“ gebraucht habe.

Nach dem Linzer Regens trat nun auch der Regens der Diözese Gurk-Klagenfurt, Josef Dionys Suntinger, von seinem Amt zurück.

Dies wurde am gestrigen Donnerstag, dem 20. Oktober, bekanntgegeben.

Suntinger leitete das Priesterseminar ebenfalls nur eine kurze Zeit, nämlich vier Jahre lang.

Da es in der Diözese Gurk-Klagenfurt keine theologische Hochschule gibt, hat das diözesane Priesterseminar seinen Sitz in Graz.

Die Diözese Gurk-Klagenfurt befindet sich im Bundesland Kärnten im Süden Österreichs.

Graz ist die Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Steiermark Südosten Österreichs.

Die Amtsgeschäfte des Regens der Diözese Gurk-Klagenfurt übernimmt bis auf weiteres der Grazer Regens Franz Josef Rauch.

Der bisherige Regens Suntinger hat zusätzlich auch um eine Ruhendstellung seiner priesterlichen Funktionen gebeten.

Das wurde ihm von Bischof Alois Schwarz gewährt.
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Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 9 Lesermeinungen:
Sonntag, 23. Oktober 2005 15:01
Yersinia: mir haben Priester – und solche, die ihr Amt niedergelegt haben
des öfteren gesagt, dass in der Zeit vor dem Konzil viele, die damals Priester werden wollten, gehofft haben, das Zölibat würde im Zuge des Konzils abgeschafft – als dies nicht geschah, sind viele aus den Seminaren ausgetreten oder haben ihr Amt niedergelegt; nicht zu vergessen, dass damals die Lage am Arbeitsmarkt für Ex-Priester durchaus eine andere – günstigere – war; heute (auch das sagen mir manche Priester) muß man sich einen solchen Schritt schon sehr überlegen;
Samstag, 22. Oktober 2005 12:30
ottaviani: das Konzil
war der anlaß zu einem neubeginn die tridetinisched seminarordnung wurde aufgegeben im nu waren die Seminare leer in österreich gab es nach dem konzil seminare wo der regens die freundin im haus hatte und der dekan einwer kath fakultät bekannte sich zum atheismus das ist das neue pfingsten eines Johannes XXIII

ja die zahl der seminaristen steigt im osten und afrika bald werden sich auch dort die nachkonziliaren segnungen verbreitet haben dann gehn die zahlen auch dort rasch zurück
ich überlege oft ob es nicht qünschenswert währe das die gesammte struktur der kirche bei uns einstürtzt es hätte was erfrischendes
Samstag, 22. Oktober 2005 09:56
muntu: ein glaubwürdiger Neubeginn
Ein glaubwürdiger Neubeginn wird hier erforderlich sein.
Die nachkonziliare Entwicklung geht den Bach hinunter. Das II. Vatikanum hat sicherlich anderes im Sinne gehabt mit dem Dokument über die Priesterausbildung. Die nachkonziliare Priesterausbildung, besonders in den Priesterseminaren hat nichts mehr zu bieten. Die Konservativen Alumnen werde hinausgeeckelt, zurück bleiben Seminaristen, die sich einer Gehirnwäsche unterziehen und glauben, dass der Priesterberuf nichts außergewöhnliches ist. Priester sein ist halt eine Funktion wie jeder andere.
Die Zukunft der Kirche liegt meiner Meinung nach in den Klöstern, die mehr zu bieten haben:
– klare Linie, Spiritualität
– geregeltes Leben
– Traditionen
Die meisten alumni die das in einem Priesterseminar suchen, werden als Klerikalisten in die Verbannung geschickt und ihre Berufung wird in Frage gestellt. Das St. Pöltner Priesterseminar ist nach seinem glaubwürdigen Neubeginn ein gutes Beispiel, wenn 3 Maxerl nur noch im Hause wohnen…
Freitag, 21. Oktober 2005 22:57
Gotthard: @Evelin
der Experte für die Kirche in Afrika… wie oft warst Du schon in Afrika?
Afrika und Asien haben große Vorbilder im sozialen Aufstieg durch Priesterweihe oder Ordensgelübde: Europa mindestens bis ins 19. Jahrhundert hinein!!!!!!!!!
Freitag, 21. Oktober 2005 22:52
Evelin: @ Stimme aus Wien
In einigen armen Weltregionen gilt das Priesteramt noch als attraktiver Karriereweg, so insb. in Afrika, z.T. auch in Südamerika und in Asien. Die Quantität darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine Sumpfblase handelt, wenn klar werden wird, dass die sogenannte „Inkulturation“, wie sie heute betrieben wird, heidnische und häretische Elemente in die Kirche und deren Liturgei einfließen läßt. Ebenso ist das Zusammenleben von Priestern mit Frauen in Afrika häufig, wobei es sich wiederum häufig um Nonnen handelt.

Für Europa und Nordamerika stimmen die Aussagen Ottavianis auf alle Fälle.

Der Gatte der Evelin
Freitag, 21. Oktober 2005 18:53
Yersinia: @ottaviani: wie? inwiefern
hängt das mit dem Konzil zusammen?
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