11:05:34 | Samstag, 22. Oktober 2005
Katholisch verbrämte Faschisten hätten gerade wieder einen Anti-Abtreibungs-Furz gelassen. Das erklärten die ‘FrauenLesben’ zum jüngst aufgetauchten alternativen Wahlplakat der Wiener Sozialisten.
(kreuz.net) Kürzlich erhielten die Wiener Sozialdemokraten Schützenhilfe von einer bisher unbekannten
Gruppe, die sich „FrauenLesben für das Selbstbestimmungs- Recht der Frau“ nennt.
Die ‘FrauenLesben’
eilen den Sozialisten im Zusammenhang mit dem alternativen Wahlplakat zu Hilfe, das die kinderfeindliche
SPÖ-Sozialpolitik auf anschauliche Weise anprangert.
Das Plakat soll letzte Woche an Tausende von Email-Adressen
ausgeschickt worden sein.
Die ‘Frauenlesben’ veröffentlichten dazu am letzten Donnerstag im Internet
eine Stellungnahme.
Darin stellen sie fest, daß die „Inquisition erneut zugeschlagen“ habe.
Das Opfer
sei diesmal die Wiener SPÖ-Frauenstadträtin, Sonja Wehsely, und auch „der etwas aus der Figur geratene“
SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl.
Die Stellungnahme der ‘FrauenLesben’ enthält auch einen Link zum
alternativen Wahlplakat und fordert den Leser auf, sich diesen anzuschauen:
„Aber nur, wenn der Magen
nicht ohnehin schon bedient ist –
es ist einfach nur zum Kotzen.“
Zwar würden die ‘FrauenLesben’ auch
die Originalwerbung der SPÖ nicht „so gut“ finden, heißt es in der Stellungnahme weiter:
Denn Frauen
wüßten, daß „die SPÖ und auch die andren unsere Stimmen haben wollen, damit sie mächtiger und wir –
Frauen – noch ärmer und ausgebeuteter werden.“
Dennoch:
„Was sich diese Mafia der vereinigten Frauenhasserschaft
aus dem katholisch verbrämten Fascho-Lager hier erlaubt, ist kraß.“
„Sein Bauch gehört dir“ laute
die „schwachsinnige“ Überschrift dieses „schwachsinnigen“ Plakates.
Die Aktion lehne sich offenbar auf
den gerade im österreichischen Fernsehen gezeigten Pro-Life Spot von Jessica Hausner:
„Ich bin schwanger,
sagt der Typ im Auto und sie: ah, so? Mit mir kannst net rechnen!“ Tenor des ganzen: Wir schaffen das,
BABY“.
Die österreichische Gesundheitsministerin Maria Rauch Kallat (56) habe „diesen Dreck“ gesponsert.
Die Gesundheitsministerin unterstütze die Österreichische ‘Lebensbewegung’, die früher ‘Geborenen
für Ungeborene’ hieß.
Das sei eine „widerliche Truppe“ und Nachfolgerin der dem „militanten Anti-Abtreibungslager“
zu zahm gewordenen ‘Aktion Leben’.
Ziel sei, daß „abtreibungswillige Frauen“ – der Text meint wohl „Mütter“ –
in die Anti-Abtreibungs-Beratung der Österreichischen ‘Lebensbewegung’ gehen sollten.
„Für wie blöd
hält Frau Rauch Kallat eigentlich Frauen insgesamt?“ fragen sich die ‘FrauenLesben’, bevor sie im „Fascho-Text“
weiterlesen:
Beginnend mit dem Slogan „Wählen wir Abtreibung – wählen wir MORD“ sei die Original-Werbung
der Wiener SPÖ auf ‘kreuz.net’ online umgeschrieben.
Derzeit sei „dieses Ding offenbar sehr stark über
E-mail im Netz vertreten“.
Das unter einer gefakten US-Adresse firmierende ‘kreuz.net’ habe sich selbstverständlich
vorgedrängt, dieses Wahlkampf-Plakat des „Katholen-Fascho-Spektrums“ online zu stellen.
Die ‘FrauenLesben’
weisen darauf hin, daß diesmal der wie beim Amen im Gebet auftretende Vernetzungsfaktor mit www.youthforlife.net,
www.kath.net und www.die-tagespost.de fehle.
‘Jugend für das Leben Österreich’ firmiere ebenfalls als
„net“, stellen die FrauenLesben am Rande fest.
Auf diesen Webseiten würden immer alle „Anti-Abtreibungs-
und Anti-Selbstbestimmungsrecht-Furze der rechtsextremen Katholenschaft binnen Stunden gespiegelt und
gefeatured“:
„Diesmal ist es wohl ein bissl zu heiß, das Eisen:
Die Bischofskonferenz könnte schimpfen!“ –
analysieren die ‘FrauenLesben’.
Die Bischofskonferenz approbiere schließlich die Tätigkeiten der ‘Jugend
für das Leben’ und von ‘kath.net’ und liebe eher die bedeckte Zusammenarbeit.
Die Angelegenheit sei
ein klarer Fall für die Staatsanwältin:
„Aber die ist vermutlich auch diesmal deppert und terisch.
Die Inquisition ist ja rechts daham.“
Es werde Zeit für „Anti-Katholen-Fascho-Aktionen“ erklärt der
Text abschließend:
„Zum Beispiel könntet ihr diesen ganzen Scheiß-Artikel kopieren und an die ÖVP
und die Kirche schicken, mit schönen Grüßen aus dem feministisch/lesbischen Spektrum!“
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