St. Pölten
Professorenintrige an der Theologischen Hochschule in St. Pölten?
Ein kreuz.net vorgelegtes Dokument spricht von seltsamen Machenschaften unter leitenden Professoren an der Theologischen Hochschule in St. Pölten.
(kreuz.net, St. Pölten) Wie berichtet verglich der Linzer Pastoraltheologie, Prof. Peter Hofer, Domprediger in Salzburg und Supplent an der St. Pöltner Hochschule, die ehemalige Leitung der Diözese St. Pölten in der „Sonntagszeitung für die Diözese Innsbruck“ mit dem DDR-Regime.

Nach einem nun kreuz.net vorgelegten Bericht, soll der gleiche Prof. Hofer es auch verstanden haben, als Supplent an der St. Pöltner Hochschule zur Zeit von Bischof Krenn sein eigenes Regime aufzubauen. Hofer habe sich immer wieder mit dem St. Pöltner Professor und Altprälaten Ferdinand Staudinger zu privaten Betratungen getroffen haben. Bei diesen Beratungen sei es in erster Linie um die St. Pöltner Hochschulpolitik gegangen, insbesondere darum, die St. Pöltner Theologische Hochschule von einer Einflußnahme durch den St. Pöltner Bischof abzuschotten.

Prof. Hofer gehöre somit zum engen Führungskreis um den ehemaligen Dekan und Neutestamentler an der St. Pöltner Hochschule. Der Bericht spricht davon, daß die exklusive Gruppe um Dekan Staudinger an Bischof Krenn vorbei die St. Pöltner Hochschule mit eiserner Faust regiert habe.

Der Führungsstil des langjährigen Dekans Staudinger habe selbst Züge des Despotischen aufgewiesen. Bei Beratungen der Hochschulkonferenz seien die Mitglieder des Gremiums stundenlang den Monologen des Dekans ausgesetzt gewesen. Ein offener Dialog unter den Professoren sei unter diesen Bedingungen nie möglich geworden.

Nach dem brüsken Ende der Ära Krenn werde plötzlich von den gleichen Kreisen eine neue kirchliche Rechtsordnung und mehr „Dialog“ gefordert. Dieser habe freilich gerade unter denen, die in jetzt beschwören, nicht bestanden.

Der Bericht befürchtet, daß die Wortmeldung von Prof. Hofer in der „Sonntagszeitung für die Diözese Innsbruck“ dazu dient, den neuen Bischof von St. Pölten einzuschüchtern und ihn für die Vorgaben und Forderungen der Krenn-Opposition gefügig zu machen.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Dolfus   20:22:13 | Dienstag, 30. November 2004
Weiterhin Krennreiben
Der genannte Herr war es doch, der Krenn mit Erich Honecker verglichen hat. Wer die damalige Krenn-Diözese kannte, weiß, daß man sich um die Meinung des Bischofs wenig kümmerte. Warum also weiterhin solche Verleumdungen gegen den armen Bischof Krenn?
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#2   Sulpicius   15:39:46 | Montag, 29. November 2004
Wieso nicht verteidigen?
Der genannte Herr kann doch Stellung nehmen… keruz.net wird es bestimmt veröffentlichen. Ich würde das nicht so eng sehen…
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#1   Catholicus   14:53:56 | Montag, 29. November 2004
Üble Stimmungsmache
Derartige Berichte sind eine ungute Sache und vergiften das Klima, da hier unter dem Schutzmantel der Anonymität Vorwürfe erhoben werden, gegen die sich Betroffene nicht verteidigen können. Gesetzt den Fall, es stimmt alles, was kreuz.net hier schreibt: Allein die Art, mit diesen Gerüchten so umzugehen, ist widerlich und stinkt zum Himmel!
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