Der Linzer Liturgieskandal ist beigelegt
Der neue Bischof von Linz kritisierte „kleine Randgruppen“, die bis vor einigen Monaten eine heftige Kampagne gegen die liturgischen Mißstände in seiner Diözese führten. Er habe mit diesen Leuten „klar geredet“ – und sie hätten Einsicht gezeigt.

Der Salesianerpater und ehemalige Weihbischof von Wien wurde Mitte September in sein neues Amt als Diözesanbischof eingeführt.
Bischof Schwarz äußerte sich am Mittwoch abend bei einem Treffen katholischer Publizisten in Wien.
Es gebe in seiner Diözese „kleine Randgruppen“ sowohl auf „konservativer“ als auch auf „progressiver“ Seite, erklärte der Bischof paritätisch.
Mit „jenen Leuten“, die im Frühjahr in der Öffentlichkeit und auch im Vatikan den Eindruck erweckt hätten, daß in seiner neuen Diözese schwere liturgische Mißstände vorhanden seien, habe er bereits „sehr klar“ geredet.
Ein solches Vorgehen sei „nicht akzeptabel“.
Diese Kampagne habe seinen Vorgänger Bischof Maximilian Aichern „sehr verletzt“, erklärte Mons. Schwarz.
Im Gespräch hätten die dafür Verantwortlichen inzwischen Einsehen bekundet.
Die Aussagen des Bischofs beziehen sich auf eine lange Artikelserie, die im Frühjahr von der Linzer Nachrichtenplattform ‘kath.net’ veröffentlicht wurde und auf schwere liturgische Mißbräuche in der Diözese Linz hinwies.
Die Kampagne von ‘kath.net’ – um die es in der Zwischenzeit ganz still geworden ist – erhielt auch einige internationale Aufmerksamkeit.
Über sein neues Bistum äußerte sich Bischof Schwarz zufrieden: „Ich staune wie gut die Diözese organisiert ist und funktioniert.“
Das Bistum Linz gilt als eine der liberalsten Diözesen Österreichs mit schwersten Problemen in der Glaubenslehre, Liturgie und Priesterausbildung.
Er treffe auf allen Ebenen auf sehr viel Engagement – von den diözesanen Gremien und Einrichtungen über den Klerus, die Orden und die Laienorganisationen bis zur Caritas und den Pfarreien.
Bischof Schwarz äußerte sich auch zur Frage der Priesterehe. Sie sei eine, aber sicher nicht die einzige Möglichkeit, auf den Priestermangel in manchen Teilen der katholischen Weltkirche zu reagieren.
Als einzelner Bischof könne er die Zölibatspflicht jedoch nicht abschaffen. Auch die Österreichische Bischofskonferenz sei dazu nicht befugt. Diese Frage sei auf weltkirchlicher Ebene zu regeln – durch den Papst oder durch ein Konzil.
Die Debatte um die Priesterehe habe nichts mit einer Geringschätzung des Zölibats zu tun, erklärte der Linzer Bischof:
„Ich halte weiterhin den Zölibat in seiner ganzen Tiefe für die ideale Lebensform des Priesters im 21. Jahrhundert.“
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Freitag, 28. Oktober 2005 11:33
Gillibrand: Von der Redaktion entfernt
Montag, 24. Oktober 2005 19:03
Sulpicius: Das ist kein…
… Verfolgungswahn, sondern die jahrzehntelange Kenntnis der konzilskirchlichen Gepflogenheiten…
Montag, 24. Oktober 2005 18:52
Gotthard: Eiskalt
Das war keine Glanzleistung der Vermittlung durch den Bischof, sondern eiskalte Berechnung:
Statt dieser üblichen Verfolgungswahn-Ideen bitte doch mal handfeste Beweise für die „eiskalt berechnende“ Vorgehensweise des Bischofs.
Der Bischof hatte nichts zu vermitteln, sondern eine Klärung dieser Vorwürfe herbeizuführen, was ihm wohl gelungen ist durch den Rückzieher der Kläger.
Statt dieser üblichen Verfolgungswahn-Ideen bitte doch mal handfeste Beweise für die „eiskalt berechnende“ Vorgehensweise des Bischofs.
Der Bischof hatte nichts zu vermitteln, sondern eine Klärung dieser Vorwürfe herbeizuführen, was ihm wohl gelungen ist durch den Rückzieher der Kläger.
Montag, 24. Oktober 2005 18:45
Sulpicius: @Gotthard
Das war keine Glanzleistung der Vermittlung durch den Bischof, sondern eiskalte Berechnung: eine Seite hätte bei Nicht-Einlenken nämlich den kürzeren gezogen, und zwar finanziell, vermutlich existenzieller Art. Auf solche unehrliche Vermittlungen kann man verzichtet.
Montag, 24. Oktober 2005 18:35
Gotthard: mea culpa
Im Gespräch hätten die dafür Verantwortlichen inzwischen Einsehen bekundet.
Die Verantwortlichen für diese unsägliche Kampagne haben ein Einsehen bekundet. DAS ist die Hauptaussage. Sie haben also einen Rückzieher gemacht, zumindest was die Art und Weise ihres Vorgehens betraf!
Bischof Ludwig redet mit allen – eines echten Hirten würdig!
Die Verantwortlichen für diese unsägliche Kampagne haben ein Einsehen bekundet. DAS ist die Hauptaussage. Sie haben also einen Rückzieher gemacht, zumindest was die Art und Weise ihres Vorgehens betraf!
Bischof Ludwig redet mit allen – eines echten Hirten würdig!
Montag, 24. Oktober 2005 17:55
mrnka: Schönreden & Beschwichtigen
In der V-II-Kirche werden Skandale verschwiegen oder, wenn es sich partout nicht verhindern läßt, schöngeredet. Das sind Symptome geistlich-geistiger Impotenz.
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