Der jüngste Trick der Stammzellen-Industrie
Vor einigen Tagen wurde bekannt, daß es einen Weg gebe, Kinderzellen zu gewinnen, ohne dabei Kinder umzubringen. Doch wer sich die Sache genauer anschaut, hat keinen Anlaß zur Freude.
(kreuz.net) Letzte Woche trat die britische Fachzeitschrift ‘Nature’ mit einer neuen und angeblich moralisch
vertretbaren Technik in der Kinderzellenforschung an die Öffentlichkeit.Man könne – so die Zeitschrift – aus einem künstlich erzeugten Kind im Anfangsstadium Zellen entnehmen, ohne den kleinen Menschen zu töten.
Ähnliche Experimente seien schon bei Mäusen erfolgreich durchgeführt worden.
Ein Biotechniker des US-Unternehmens ‘Advanced Cell Technology’ entnahm einer im Reagenzglas gezeugten Maus im achtzelligen Stadium eine Zellen und vermehrte sie.
Der Mäuseembryo blieb bei der Prozedur ohne Schaden und entwickelte sich nach seiner Einpflanzung in eine Maus-Gebärmutter normal weiter.
Dieses Verfahren wird mit Stichwörtern wie „ethisch korrekte Stammzellen“, „Stammzellen ohne Embryotötung“ oder „verschonte Embryos“ angepriesen.
Sogar das abtreibungsapologetische deutsche Boulevardmagazin ‘Spiegel’ schrieb, daß es erstmals gelungen sei, „embryonale Stammzellen ohne das Abtöten lebensfähiger Embryos zu gewinnen“.
Der ‘Spiegel’ erklärte sogar, daß bisherige Kritiker solcher Forschungen in den neuen Methoden potentielle Wege erblickten, um noch bestehende ethische Probleme zu umgehen.
Weniger optimistisch zeigte sich die US-amerikanische Vereinigung christlicher Ärzte ‘Christian Medical Association’. Das berichtete das französischsprachige Onlinetagebuch ‘LeSalonBeige’ am Donnerstag.
Das Verfahren stelle unter moralischen Gesichtspunkten keinen Fortschritt dar.
Die Zelle, die man dem Kleinstkind entnehmen wolle, werde anschließend – wie bei der Herstellung eines Klons – für die Heranbildung eines zweiten und unabhängigen menschlichen Wesens verwendet:
„Das Verfahren besteht im wesentlichen in der künstlichen Produktion eines Zwillings.“
Dieser Zwilling wird als Zellieferant verwendet und komme dabei ums Leben.
Damit werde der eine getötet, um den anderen zu heilen.
Das widerspreche elementaren medizinischen und moralischen Grundsätzen.
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Dienstag, 3. Januar 2006 16:23
Josef Gadient: Seele wird fotokopiert?
Da das Verfahren im wesentlichen in der künstlichen Produktion eines Zwillings besteht, hätte ich gerne gewusst, ob die Wissenschaftler auch künstlich die Seele produzieren? Was für ein Hochmut der Wissenschaftler, die Gott ins Handwerk der Schöpfung pfuschen wollen! Das wird sich noch rächen. Gott ist langmütig, aber auch gerecht…
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