18:09:09 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Homo-Ideologen haben das grauslige Spinnennetz von Lebens- und Kinderschützern aufgedeckt, das hinter der Wiener ÖVP-Listenletzten Gudrun Kugler-Lang steckt. Sogar die „katholische Monsterorganisation Opus Dei“ kommt ans Tageslicht.
(kreuz.net, Wien) Gerade sei eine „junge, dynamische Unternehmerin“ in allen Gazetten: die Kandidatin
der ÖVP
für die Wiener Landtagswahlen, Frau Magister Gudrun Kugler-Lang.
Das erklärten kürzlich
sogenannte
‘FrauenLesben’ in einer Stellungnahme.
Es handelt sich dabei um eine sonst unbekannte österreichische
Gruppe des extremistischen Spektrums.
Ein riesiger Stunk trübe die Politkarriere der aufstrebenden Lebensschützerin,
erklären die ‘FrauenLesben’.
Denn militante Abtreibungsgegner wie ‘Human Life Austria’ würden die hoffnungsvolle
Pro-Life-Kandidatin in ihrem öffentlichen Organ ‘Ja zum Leben’ und mittels Postwurfsendungen in diversen
Bezirken bewerben.
‘Human Life Austria’ – erklären die ‘FrauenLesben’ – verhindere Kinderabtreibungen,
indem es mittels „geschäftsschädigender Methoden“ alles Weibliche vor Abtreibungseinrichtungen sekkiere,
beschimpfe und terrorisiere.
Die Gebetsaufrufe und Warnungen vor Gottes gerechter Strafe dieser „ultrarechten
Sektierer“ beschäftige soeben die Medien – „wie auch Polizei und Gerichte“.
Doch das sei im Wahlkampf
der Frau Kugler noch nicht alles:
Andere „Katholen-Fanatiker“ und „Rotenhasser“ aus dem Lebensschützersumpf
würden zur Tat schreiten und
ein „Wahlplakat“ in Umlauf setzen, auf dem die
Stadträtin für Frauenangelegenheiten,
Sonja Wehsely, de facto des Massenmordes und die SPÖ als Tötungsmaschine – ärger als die nationalsozialistische
Mordindustrie – samt SPÖ-Logo bezeichnet werde.
Dies habe Folgen gehabt – nämlich für Frau Kugler-Lang.
Die sei jetzt „in der saublöden Situation“, sich von ihren Helfern distanzieren zu müssen, obwohl sie
sicherlich ahne, woher die Wahkampfunterstützung stamme.
„Denn Gudrun Lang ist wirklich eine aktive
Vernetzerin! Neben ihrer Tätigkeit als in die EU Entsandte und Chefin der ‘European Youth Alliance’ sei
sie auch der sogenannten ‘Jugend für das Leben’ hold“, warnt der Text.
Das gelte auch für eine gewisse
Jutta Lang, welche die Vorsitzende dieses „Anti-Abtreibungszirkels“ gewesen und nach wie vor deren Sprecherin
sei.
Jutta schaue Gudrun wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich und habe Theologie auf einer der fundamentalistischsten
katholischen Unis studiert – im ‘Familieninstitut’ im niederösterreichischen Dorf Gaming.
Chef dort:
„der ewige Lächler Kardinal Schönborn“.
Seiner Initiative sei diese Universität im Auftrag des Vatikans
zu verdanken. Dort lehre auch einer der betreuenden Priester der ‘Jugend für das Leben’: Don Reto Nay.
Obwohl verhärmt, fanatisch und eigentlich unsympathisch, sei der Don selbstredend bei allen öffentlichen
Happenings der ‘Jugend’ dabei, rede aufgebrachte Befürworterinnen des Schwangerschaftsabbruches ungeniert
in Grund und Boden, „naja, Frauen haben, wenn schon, nur dann etwas zu reden, wenn sie schön brav folgen!“
Ebenso agiere der Schirmherr der ‘Jugend’, Weihbischof Dr. Andreas Laun.
Auf Veranstaltungen der ‘Jugend’
würden Aktivisten von ‘Human Life Austria’ samt ihrem Chef, Dietmar Fischer, auf dem Podium sitzen.
‘Jugend für das Leben’ kündige begeistert sämtliche Aktivitäten der Mag. Gudrun Lang an. Dort treffe
sich das ‘Who is Who’ der alteingesessenen, „teilweise extrem rechts stehenden Experten in Sachen Demographie“.
Ein Blick in das Fotoarchiv der Webseite sei aufschlußreich.
Dort finde sich die ‘Europäische Ärzte
Aktion’, deren Vorsitzender, ein Salzburger Amtsarzt – Dr. Bernhard Gappmeyer – „gerade mal vom Dienst
suspendiert sein soll“.
Früher sei der „von Feministinnen so genannte Neo-Nazi“ Dr. Siegfried Ernst
der Chef gewesen.
Er sei von ‘Human Life Austria’ für seine Arbeit als Lebensschützer ausgezeichnet
worden:
„Leider hält nichts ewig, der tolle Siegi ist tot.“
Anfang Oktober habe es in Salzburg einen
„Jubiläumskongress in Sachen Frauenverachtung“ gegeben. Von ‘Human Life International’ über Opus Dei,
dem katholischen hohen Klerus und Rechtsradikalen sei ein wirklich wunderbares Sammelsurium an „Experten“
vertreten gewesen.
Gudrun Lang sei eben folgsam.
Das wisse auch der „fanatische Lebensschützer“, Opus
Dei-Mann, Kaiserenkel und ÖVP-Abgeordnete im Nationalrat, Prinz Vincenz Liechtenstein.
Er sei bei der
berüchtigten, rechten ‘Pro Vita, Bewegung für das Menschenrecht auf Leben Österreich’ sowie im Opus
Dei nahen Verein ‘Familienkongreß’ dabei und unterstütze die ‘Jugend für das Leben’ und natürlich
Holocaustverharmlosung.
Seit einiger Zeit verlange ‘Pro Vita’ und deren Obmann – der Rechtsanwalt Dr.
Alfons Adam, der auch ‘Human Life Austria’ vertrete –, die Gründung einer eigenen Lebensschutzpartei,
weil sich die ÖVP zu wenig um den Lebensschutz kümmere.
Liechtenstein wiederum sei lange in der schwarzen
Studentenvertretung ‘JES’ im Amt gewesen und habe so den „vor Abtreibungskliniken rabiat agitierenden“
‘Geborenen für Ungeborene’ satte Gelder der Österreichischen Hochschülerschaft zur Verfügung gestellt.
In der ‘JES’ sei auch Dr. Martin Kugler tätig gewesen.
Martin Kugler ist seit einiger Zeit mit Magister
Gudrun Lang verheiratet.
Sein Lebenslauf im Internet verweise auf seine Tätigkeit als „Pressereferent“
und Medienbeauftragter des Mariazeller Katholikentages.
„Mit Sicherheit“ sei er daher mit dem Redakteur
der Fundipostille ‘Kath.net’ – Mag. Roland Biermeier – bekannt. Biermeier sei der erste Vorsitzende der
‘Jugend für das Leben’ Österreich gewesen.
‘Kath.net’ lege Frau Kugler-Lang den christlichen „WählerInnen“
als Vertreterin des Lebensschutzes wärmstens ans Herz und bringe deren Enttäuschung über die Angriffe
der Grünen gegen ihre Kandidatur der fundamentalistischen Leserschaft nahe.
Genauere Recherchen hätten
gezeigt, bei wem der Gemahl der Gudrun Lang als Pressereferent tätig gewesen sei:
„Bei der Monsterorganisation
OPUS DEI“.
Das Sagen in Österreich in dieser von Kritikern als katholische Sekte bezeichneten Organisation
„hat(te) Bischof Küng, derzeit in St. Pölten beim Aufräumen beschäftigt“.
Auf der Website von ‘Jugend
für das Leben’ existierten zahlreiche Artikel und Berichte, die allesamt Leute aus dem „OPUS DEI“ oder
Personen mit starkem Bezug zum Opus Dei darstellen, soweit diese Zugehörigkeit überhaupt bekannt sei,
„denn Opus Dei hält seine Mitglieder bekanntlich geheim!“
„Von Opus Dei können die Linken noch etwas
lernen, um in Anlehnung an ‘Human Life Austria’-Chef Dietmar Fischer im ‘kath.net’-Interview zu bleiben.
Infiltrieren die Gesellschaft…“
Mit von der Partie sei auch Stephan Baier – Redakteur der ‘Tagespost’.
Er sorge sich um den Fortbestand Österreichs. Daß die Abtreibung das christliche Abendland zerstöre,
sei seine Botschaft und ein Europa, wo Frauen „ganz selbständig und alleine reproduktive Rechte in Anspruch“
nähmen, sei in seinen Augen dem Untergang geweiht.
Das müsse verhindert werden: „Ein Mittel dazu wäre
ein klitzekleines Abtreibungsverbot.“
Auch das
‘Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik’ –
ehemaliger Vorsitz Bischof Küng, Opus Dei – dürfe nicht fehlen.
„Die denken selbstverständlich schon
immer laut über eine Gesetzesänderung der Fristenlösung zum Schikanieren der Frauen des Landes nach.“
Auch das „in keinem medizinischen Lexikon zu findende Leiden“ Post-Abortion-Syndrom werde dort von zahlreichen
Medizinern erklärt.
Derzeit sei Primar Universitätsprofessor Dr. Johannes Bonelli aus Wien – der ärztliche
Direktor des Wiener Krankenhauses St.Elisabeth und Vorstand der Abteilung für Innere Medizin – der Vorsitzende.
Ein Mitarbeiter sei Dr. Raphael M. Bonelli aus Graz. Er trete auf Veranstaltungen der ‘Jugend für das
Leben’ immer wieder auf.
So viel Unterstützung für die ‘Jugend’ sei wahrlich beachtlich.
Ein weiterer
Aktiver der ‘Jugend für das Leben’ sei der Sohn des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes – Prof.
Dr. Karl Korinek – Dr. Stefan Korinek.
Aber auch der Verfassungsgerichtshof-Präsident sei ein „glühender
Anhänger“ von ‘Jugend für das Leben’.
Er sei am 18. Oktober für die Veranstaltung der ‘European Youth
Alliance’: „Survival of the fittest“ im Festsaal des Innenministeriums als Schirmherr angekündigt gewesen.
Am Podium habe die Lebensschützer-Vernetzungsfachfrau Mag. Gudrun Kugler-Lang gestanden.
Doch die sei
jetzt über die Wahlhelfer aus dem extremen Spektrum verschnupft sowie sauer auf die Grüne Monika Vana
und die SPÖ, die den Rückzug ihrer Kandidatur verlangen, und sie distanziere sich „gegen die radikalen
Anti-Abtreibungs-Eiferer“, die ihr mit Eifer ein ordentliches Ei gelegt hätten:
„Nur Gudrun, wo bleibt
das theologische Know-How?
DU SOLLST NICHT FALSCHES ZEUGNIS ABLEGEN WIDER DEINEN NÄCHSTEN!
Weil es
nix nutzt und alles sonnenklar ist“, beschließen die Homo-Ideologen ihre Erklärung in Großschrift.
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