Liturgie
Mission anders herum
Am jüngsten Weltmissionssonntag gab sich das Bistum Würzburg interreligiös. Vor dem Volksaltar des Kiliansdomes zeigten christliche Tänzerinnen bunte heidnische Rituale. Die Gesellschaftspolitik kam auch nicht zu kurz.
(kreuz.net, Würzburg) Am letzten Sonntag, an dem der Weltmissionen gedacht wurde, – zelebrierte der Bischof von Würzburg, Mons. Friedhelm Hofmann, in Gegenwart des Erzbischofs von Hyderabad, Mons. Marampudi Joji, im Würzburger Kiliansdom ein Pontifikalamt.

Würzburg liegt in Nordbayern. Hyderabad befindet sich im Zentrum von Indien im Bundesstaat Andra Pradesch.

Die Würzburger Kathedrale war nach Angaben des Bistums bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Messe bildete zugleich den Abschluß des in ganz Bayern gehaltenen „Monats der Weltmission“.

Zu Beginn der Feier erinnerte Bischof Hofmann an die Diskriminierung von 240 Millionen Dalits in Indien.

Dalit ist die Bezeichnung der sogenannten Unberührbaren, die außerhalb des indischen Kastensystems leben.

Zum Bußakt trugen zwei Damen in Beinkleidern ein Kreuz aus gebrochenen Ästen zum Altar. Das Ästekreuz war bei einem sogenannten Frauengottesdienst im Vorfeld des Pontifikalamtes entstanden.

Es sollte die unvorstellbare Lebenssituation der Dalitfrauen symbolisieren.

Jugendliche legten eine Weltkarte voller Tonscherben vor den Altar. Auf die Scherben hatten sie bei einer Jugendvesper zum Weltmissionsmonat Probleme der heutigen Menschheit niedergeschrieben.

Das Evangelium wurde in der indischen Landessprache Telugu gelesen.

In einer Dialogpredigt mit Erzbischof Joji rief der Bischof von Würzburg die Würzburger zur Solidarität mit den Kastenlosen in Indien auf.

Der Erzbischof von Hyderabad – der als erster Dalit das Amt eines Erzbischofs innehat – wies ebenfalls auf die Diskriminierung der Kastenlosen hin.

Die Kirche sei gut beraten, die indische Gesellschaft zu beeinflussen, um das Wohl aller Menschen zu fördern.

Die Christen bildeten in Indien zwar eine Minderheit. Doch sei die Kirche sehr lebendig und bringe den Menschen mit dem Evangelium große Hoffnung.

Jesus Christus schenke Freiheit und Gleichheit. Aus diesem Glauben heraus gelte es – so Erzbischof Joji – die Gesellschaft zu gestalten.

Am Ende der Messe setzte ein sogenannter Anbetungstanz der christlich- indischen Tanzgruppe ‘Kalai Kaviri’ einen „farbenprächtigen Akzent“ aus der „indischen Liturgie“. Der Tanz im Altarraum beinhaltete nach Angaben der diözesanen Pressestelle hinduistische Arati-Rituale.

Arati ist eine hinduistische Lichtzeremonie.

Ein englischsprachiges Onlinetagebuch kommentierte den Würzburger Sonntag der Weltmission:

„Die Ironie besteht darin, daß den Verantwortlichen des Weltmissionssonntags das eigentliche Ziel der Mission entging: Seelen zu retten.“
      
28 Lesermeinungen
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#28   Athanasius   09:39:51 | Samstag, 29. Oktober 2005
Nein!
So wird die Felsenkirche endgültig zum Teil der Brandung.
Die heilige römisch-katholische Kirche wird nie untergehen. Und der wahre Fels Petri wird ebenfalls am Ende der Kirche eine wahre Erneuerung geben.
Aber der Modernismus u. Ökumenismus des derzeitigen Rom, und die liturgischen Greuel, sind ja nur eine erste Vorerfüllung der alten Prophezeiung: „Ich sah die Greuel an heiliger Stätte (…) Die Greuel der Verlassenheit.“
Damit ist das Aufhören der gültigen Messopfer gemeint, was wir gerade jetzt erleben.
Aber der Fels Petri wird restoriert werden. Der Modernismus hat nicht das letzte Wort.
Anna-Katharina Emmerick hat es gesehen: auch wie die wahre Kirche wieder aus einem Handvoll Gläubige hervorkam und die Kirche wiederherstellte, wie das Heilige Erbe Petri.
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#27   chancel_screen   23:37:50 | Freitag, 28. Oktober 2005
Tanz um das Goldene Kalb? Danke, ich tanze nicht!
Es ist sicherlich keine neue Erkenntnis, dass die meisten Menschen der Aufforderung zum Tanz um das Goldene Kalb nur schwer widerstehen können. Dass die Kirche das Kalb neuerdings sogar zur Verfügung stellt, kann uns nur mit Trauer erfüllen. So wird die Felsenkirche endgültig zum Teil der Brandung.
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#26   Athanasius   14:28:07 | Freitag, 28. Oktober 2005
Evangelikalistisch-Protestantische Mythen…
Das ist eine Anleihe (oder Übernahme?) aus dem Mitraskult.
Sicherlich nicht. Im jüdischen Tempel wurden auch Glocken gelautet, wenn das Allerheiligste betreten wurde. Allerdings gab es die Wandlungsglocken erst nach dem 6. Jh. als der Mitraskult schon längst ausgestorben war.
ebenso wie etwas die gleichnamige Kopfbedeckung der Bischöfe.
Wieder ein Mythos welcher von fundamentalistischen Protestanten hervorgebracht wird um zu „beweisen“ dass die Römische Kirche „heidnisch“ sei.
Der Mitra entstand den Wissenschaftlern nach aus der „Frygischen Mütze“, die anfangs ausschliesslich vom Bischof von Rom (von Seiner Heiligkeit) getragen wurde. Die frygische Mütze war eine weltliche Tracht und keine zeremonielle, obwohl die Mütze schon Zeichen von Würdigkeit und Kapital war.
Auch könnte die Mitra römischen Ursprungs sein: www.newadvent.org/cathen/10404a.htm
Das Zeichen meint etwas anderes, aber es ist dasselbe Zeichen.
Also doch nicht.
______________
Es ist ein Irrtum das von vielen Wissenschaftlern heute verbreitet wird, als wäre das Christentum nicht historisch, sondern lediglich aus dem heidnischen Mitraskult hervorgegangen. Obwohl dafür keine Beweise vorliegen, und alle Handschriften der Evangelien aus dem 1. Jh. ignoriert werden neben den christlichen Hauskapellen etwa in Herculanaeum, dringt solch ein Irrtum immer wieder weiter vor.
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#25   Romano   12:40:06 | Freitag, 28. Oktober 2005
Inkulturation
Das Christentum, ursprünglich aus dem Orient stammen, hat ja auch eher wenig vom paganen Heidentum übernommen. Wenn, dann AUSSERHALB der Liturgie als CHRISTLICH UMGEFORMTES Brauchtum oder gewisse Glaubenspraxis (in Spanien eben anders als in Österreich oder Griechenland) oder bestenfalls die bekannten Festzeiten. Aber nichts im GOTTESDIENST, was wesentlich wäre.
Ja, Evelin, das stimmt wohl so. Dennoch gehen „Wesentliches“ und „Unwesentliches“ manchmal ineinander über. Ein schönes Beispiel ist für mich, dass zum Moment der Wandlung – d.h. der Höhepunkt der Messfeier – eine Glocke erklingt. Das ist eine Anleihe (oder Übernahme?) aus dem Mitraskult, ebenso wie etwas die gleichnamige Kopfbedeckung der Bischöfe. Das Zeichen meint etwas anderes, aber es ist dasselbe Zeichen.
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#24   Athanasius   12:37:58 | Freitag, 28. Oktober 2005
–--
In der Tat, Evelin. Zudem muss ich Ihnen klar machen, dass die Liturgeia der Griechen und Römer, ganz anders war als die Christliche Hl. Messe!
Baustil, und oft Sprache, wurde übernommen, aber auch der wesentliche Teil blieb semitisch, also alt-neu-testamentisch. Sogar die Folge der Meßteile.
Wie gesagt: ich habe keine Probleme mit rosaroten indischen Stoffen für Kasel, oder Taj-Mahal-Stil-Kirchen. Das Problem ist wo fängt der Synkretismus an. Und die Inkulturation hat das überschritten. Denn es werden in Afrika Hühner geopfert in Messen der „weissen“ Missionare.
Anpassung an die Kulturen ist keine Hauptstimulus. Unsere klassische römische hl. Messe hat nichts mehr mit dem Wodanskult oder mit Eichenlaubriten zu tun. Und auch nie gehabt.
Die Eichen wurden umgehackt. Franz Xaver brannte die Hindualtäre nieder.
Festtage und Legenden (etwa das Pferd von St. Niklaus) sind manchmal heidnischen Ursprungs, aber sind wesentlich christlich. Sleipnir war nicht mehr im Gebet dabei, und also sollte auch Diwali nicht in einer katholische Kirche Lobpreisungen erhalten, wie in der modernistischen Gemeinschaft.
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#23   Evelin   10:59:42 | Freitag, 28. Oktober 2005
Inkulturation
ist sicher nicht das, was oben im Artikel beschrieben ist.
Man könnte das Beispiel „Abendland“ hernehmen. Das Christentum, ursprünglich aus dem Orient stammen, hat ja auch eher wenig vom paganen Heidentum übernommen. Wenn, dann AUSSERHALB der Liturgie als CHRISTLICH UMGEFORMTES Brauchtum oder gewisse Glaubenspraxis (in Spanien eben anders als in Österreich oder Griechenland) oder bestenfalls die bekannten Festzeiten. Aber nichts im GOTTESDIENST, was wesentlich wäre. Man vergleiche einmal die klassische römische Messe mit den altorientalischen und griechischen Liturgien. Gleichheit im Wesentlichen, Unterscheidung im Akzidentellen.
Die sogenannten „Missionsländer“ haben natürlich reichhaltige Kulturen. Es ist aber ein Prozess, der über Jahrhunderte gehen kann, was in ihr christliches Brauchtum jetzt zu integrieren ist oder auszuscheiden ist.
Am Reißbrett europäischer oder an europ. Unis ausgebildeter einheimischer Theologen wird Inkulturation nicht entstehen.
Auch bei uns hat nicht alles in der hl. Messe Eingang gefunden, was es bei uns an Kulturgütern gibt und gegeben hat. Ausnahmen wie der Andachtsjodler zu Weihnachen bestätigen die Regel.
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#22   Athanasius   10:06:09 | Freitag, 28. Oktober 2005
–---
Gotthard,
Davon abgesehen, dass Du die Richtlinien des Lehramts herabwürdigst zu „Schriften“, denn es handelts ich hier nicht um die FSSPX, sondern um Papst Pius X.
Ja, ich kenne afrikanische ‘Liturgien’. Derzeit finden sogar Hühnenopfer in der ‘katholischen’ „Messe“ dort statt unter Anrufung der Inkulturation.
Zweitens ist die Inkulturation ein irrtümlicher Gedanke, der nicht von den einheimischen Afrikanern vertreten wird, sondern von den westlichen, „aufgeklärten“ Neuliturgikern-„Missionaren“.
In Nigeria wurde eine Tridentinische Hl. Messe, seit vielen Jahren wieder, und da kamen 20,000 Gläubige aus der ganzen Region. Und was sagten sie den Journalisten, die fragten warum sie denn diese „alte europäische Liturgie“ präferierten. „Ach, die Trommelmessen sind nicht unsere Erfindungen. Die gibt es erst 30 Jahre, und wir haben nie darum gebeten.“
Und sogar Kardinal Arinze scheint mittlerweile zu spüren, dass Tanzen und Rythmus gar nicht freiwilligvon Afrikanern übernommen wurde, sondern von Europäischen Konzilsfanatiker aufgezwungen. Wie hier in NÜRNBERG, einer bekannten afrikanischen Stadt… ;-)
In N. könnten wir dann auch inkulturieren. Mit grossen Märschen und Preussens Gloria im Absis. 1, 2, 3, 4. „Heil Dir im Siegerkranz.“
Ich halte mich an den „Schriften“ des Hl. Papstes Pius X. Bei seinen Enzykliken bin ich mir sicher, dass ich Roma aeterna et Catholica höre. Und nicht die Irrtümer der Neuen Theologie.
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#21   Gotthard   22:38:26 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Inkulturation
Der Hl. Pius X. hat die heutige Inkulturation bereits verurteilt, mag es auch vom II. Vatikanum wieder gefördert sein.
Konnte Pius X. in die Zukunft sehen?
Hast Du eigentlich schon Indien oder Afrika besucht und dort die hl. Messe mitgefeiert?
Hast Du schon mal getanzt als „action grace“?
Hast Du schon mal Einzugsprozessionen, Gabenprozessionen etc dort erlebt?
Hast Du schon mal den Beifall nach dem Evangelium und zu den Elevationen von Hostie und Kelch beim Einsetzungsbericht gehört?
Hast Du schon mal lebende Hühner bei der Gabenbereitung entgegengenommen?
Hast Du schon mal an einem Opfergang der ganzen Gemeinde (statt Kollekte) teilgenommen?
Hast du schon einmal stundenlangen Ansprachen und Geschenkübergaben bei großen Festmessen zwischen Schlussoration und Segen gelauscht?
Bevor Du Dich weiter über Inkulturation etc ausläßt, solltest Du eigene Erfahrungen erzählen. Vielleicht bildet reisen mehr als die Lektüre von Schriften Pius X.
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#20   Petrus Radii   22:17:02 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Abfall vom wahren Glauben in Würzburg
Na! Wie hat unser Herr es gesagt? Etwas über „die Greuel der Verwüstung an der Heiligen Stätte“?
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#19   Athanasius   21:43:01 | Donnerstag, 27. Oktober 2005

1. Tänze sind sowieso verboten. Bereits im Mittelalter hat man Tänze auch VOR der Kirche verboten. Und indische Tänze sind sensuelle Tänze mit erotischer Symbolik. Glaub mir, es hat mir ein Priester gelernt, der jahrelang in Indien Missionar für die Heilige Mutterkirche war.
2. Die frühe Kirche hat zwar akkomodiert und ich habe auch keine Probleme mit hellen Farben und syro-malabarischem Schmuck in der Liturgie Indiens, aber schon mit Hinduismus. Tänze und A’arti-Rituale sind keine Kunst, sondern Kult. An Götzen. Der Modernismus hat völlig von der richtigen Akkomodation abgeleitet, denn man baut in Indien – auch die Modernisten – noch immer Kirchen neogothischen Stils, während ich eine bunte christliche echt indische aber dennoch Katholische Kirche begrüssen würde. In Norwegen hat man im 10. Jahrhundert auch keine Campanilen gebaut, sondern die schönen eigenen Stile (heidnischen Ursprungs) bewahrt.
Es geht mir um den Unterscheid zwischen Cultus (Ritus) und Bau- und Kunstkultur.
Der Hl. Pius X. hat die heutige Inkulturation bereits verurteilt, mag es auch vom II. Vatikanum wieder gefördert sein.
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#18   Didimus   20:12:20 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
@Benedikt und Athanasius
Meine Bedenken hinsichtlich Tänzen in der Liturgie habe ich bereits geäußert. Ebenso wollte ich mit dem Hinweis auf Gregor den Großen nicht jeder wildgewordenen Inkulturation das Wort reden, sondern nur darauf aufmerksam machen, daß das Lehramt der Kirche hier sehr wohl Möglichkeiten sieht.
Wenn die betreffenden Tänze Teil einer approbierten Form der römischen Liturgie für Indien sind, dann kann man jedenfalls nicht von heidnischen Ritualen reden, mögen die Tänze auch eine wenig geglückte Form der Aufnahme einheimischer Gebetsformen ins Christentum sein.
Nur weil etwas oberflächlich betrachtet heidnischen Ritualen ähnelt, ist es noch lange kein heidnisches Ritual (das, lieber Benedikt, wollte ich mit meinem Hinweis auf die besagten Freikirchler ausdrücken).
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#17   Benedikt   19:08:09 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Tanz und Eucharistische Anbetung
@ Athanasius
Nach meiner Erinnerung fand diese seltsame Jonglage und der Tanz vor der Anbetung während der Lichtfeier statt. Schlimm genug, dass es überhaupt so etwas gab. So erscheint es, als sei es päpstlicher Wunsch, dabei hatte der sicher am wenigsten mit der Vorbereitung zu tun…
Allein was das für ein Quatsch war… visuelle Spektakel, wo der Altarraum bisweilen 500 m weit weg war. Naja. Wichtig ist, dass man wenigstens das Allerheiligste anbeten konnte.
@Didimus
Übrigens sehen einige Freikirchler die Monstranz als heidnisches Sonnensymbol und die Eucharistische Anbetung als heidnischen Sonnenkult.
Und? Kann uns doch wurscht sein, was die denken.
=>
Kan. 6. Wer sagt, im heiligen Sakrament der Eucharistie sei Christus, der einziggeborene Sohn Gottes, nicht auch mit dem äußeren Kult der Gottesverehrung anzubeten und daher weder durch eine besondere festliche Feier zu verehren noch gemäß der lobenswerten und allgemeinen Sitte und Gepflogenheit der heiligen Kirche in Prozessionen feierlich herumzutragen, oder nicht öffentlich dem Volke vor Augen zu stellen, damit er angebetet werde, und seine Anbeter seien Götzendiener: der sei mit dem Anathema belegt.
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#16   Athanasius   18:36:37 | Donnerstag, 27. Oktober 2005

die Gebräuche der heidnischen Völker, falls es möglich ist, ins Christentum zu integrieren und sie dadurch zu reinigen?
Musst denn ausgerechnet Du an dieses modernistische Märchen glauben?
In Frühzeit wurde zwar Baustil, Bauten und KultOrt der bestehenden Kulturen integriert, aber niemals wurden heidnische Rituale an Lichtgötzen erlaubt
In unseren germanischen Gegenden hat man zwar die heiligen Stätte dazu benutzt um darauf die Kirchen zu bauen, aber niemals hat man Eichentänze, Leberopfer und Geisteraustreibung in Kirchen akzeptiert
Akkomodation ist etwas anderes als Inkulturation, was lediglich übernehmen der heidnischen Elemente ist, nicht ihre Christianierung. Wie die „vorkonziliaren“ Heiligen wie etwa der Hl. Franz Xaver darüber dachten und danach handelten, zeigt sich deutlich aus dem was der Hl. Franz Xaver stolz schrieb: „Meine Schüler sind ganz inspiriert von dem Haß der Götzen und ihrer Kulte. Ganz India gehen Sie durch und wo sie kommen zerstören sie voller heiligen Wut die Altäre der Götzen und brennen ihre Tempel nieder.“ Zwar bevorzüge ich die Umnützung der Tempel für die christliche Cultus Sacra, aber aus diesem Zitat zeigt sich schon, der Heilige würde nie einen hinduistischen (sensuellen) Tanz im Heiligtum akzeptieren. Synkretismus ist Zeichen des Heidentums. (Ich möchte zudem nicht, dass hinduistische Kunst verloren geht. Ich liebe Britische Kolonialmuseen. Also keine Zerstörung – am liebsten – aber wohl Umnützung und Übernahme.)
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#15   Benedikt   18:07:55 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
@ Didimus
Schon mal was von Akkomodation gehört? Schon mal was davon gehört, daß der – ebenfalls heilige und ebenfalls vorkonziliare – Papst Gregor der Große den Missionaren empfohlen hat, die Gebräuche der heidnischen Völker, falls es möglich ist, ins Christentum zu integrieren und sie dadurch zu reinigen?
Ja, aber da muss man sehr vorsichtig sein. Es darf nämlich nicht dazu führen, dass diese Gebräuche oder auch Gedanken dem Christentum eine falsche Richtung geben. Deshalb wurden in der Frühzeit des Christentums auch immer wieder solche Inkulturationen etc durch Konzilien untersagt. Ein Tanz scheint mir in dieser Hinsicht fraglich zu sein, denn: Hinter allen Riten in der Liturgie steckt auch eine Begründung, welche Begründung aber steckt hinter dem Tanz? Er ist weder nötig fürs Messopfer noch erläutert er noch macht er irgendetwas erfahrbar. Das einzige ist wohl, dass er – isoliert betrachtet – schön anzusehen ist. Das aber rechtfertigt nicht den Gebrauch in der Messe.
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#14   Didimus   16:33:18 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Im Hinduismus unberührbar in der katholischen Kirche Nachfolger der Apostel
Schon mal darüber nachgedacht, daß die Teilnahme eines Kastenlosen an der Heiligen Messe den Menschen in Deutschland auch zeigen könnte, daß die Sicht der Relativisten – man müsse die Kulturen der Welt so lassen wie sie sind, Mission sei Eroberung und Aufzwängung einer fremden Kultur – falsch ist? Daß ein Kastenloser Bischof werden kann, zeigt doch: Das Christentum erst führt zur wahren Freiheit!
@Athanasius
Schon mal was von Akkomodation gehört? Schon mal was davon gehört, daß der – ebenfalls heilige und ebenfalls vorkonziliare – Papst Gregor der Große den Missionaren empfohlen hat, die Gebräuche der heidnischen Völker, falls es möglich ist, ins Christentum zu integrieren und sie dadurch zu reinigen? Wann beginnt eigentlich die „Tradition“? Erst mit den Päpsten des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Bezüglich Freiheit und Gleichheit (von Bruderschaft oder Brüderlichkeit war keine Rede): Schon mal die Paulusbriefe gelesen?
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#13   Athanasius   16:12:06 | Donnerstag, 27. Oktober 2005

Christus schenke Freiheit und Gleichheit.
Herzlichen Dank, Logenbruder! Freiheit, Gleichheit, Bruderschaft. Lasset uns die Gesellschaft „gestalten“.
Jeder Christ ist gegen das Kastensystem, aber Bischof sollte doch keine Parolen der franz. Revolution verwenden!
der „indischen Liturgie“. der diözesanen Pressestelle hinduistische Arati-Rituale.Arati ist eine hinduistische Lichtzeremonie.
Diese Hindu-Rituale heissen – mindestens in (unserem ehemals niederländischen) Bali – A’arti. Und nicht Arati.
Was muss man hierzu sagen.
Nur eins:
Heiliger Papst Pius X., Pascendi Dominici Gregis, par. 26, 8. Sept. 1907, Über die Liturgie der Modernisten: „Der Hauptstimulus besteht im Bereich der Liturgie in der Notwendigkeit sie anzupassen an die Gebräuche und Gewohnheiten der Völker.“ – VERURTEILT.
Und Benedikt XVI. mag vielleicht das Tanzen nicht lieben, dennoch gab es den heidnischen Tanz während der eucharistischen Anbetung auf dem Weltjugendtag. Und unter seinem „großen“ Vorgänger JP II. gab es immer Hindu-Rituale und Nacktbrüstige Leserinnen.
Und selber ist Benedikt XVI. auch davon überzeugt man soll die Inkulturation sehr weit vorantreiben, und die Neue Liturgie Paul VI. sei in Missionsländern nur Hauptstruktur, nicht buchstäblich zu folgen.
(Cardinal Joseph Ratzinger, Feast of Faith, 1981, p. 80)
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#12   stimme der vernunft †   16:08:29 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Kopfschüttel
Sagt mal, ihr Kritikaster, ist euch in eurem blinden Wahn schon die Fähigkeit zum Lesen abhanden gekommen?
Sogar das sicher nicht im Verdacht der neutralen Berichterstattung stehende kreuznet schreibt, daß die Tänze nach der Messe stattfanden.
Aber ist natürlich immer schön wenn man sich aufregen kann, und wenn es nichts zum Aufregen gibt, wird einfach was erfunden.
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#11   Didimus   15:16:04 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Mission und Tanz
Sulpicius hat völlig recht. Das, was in dieser Messe gefordert wurde, ist das genaue Gegenteil dessen, was Kulturrelativisten und Feinde der Mission wollen. Die Aufforderung, sich für die Gleichberechtigung der Kastenlosen einzusetzen, ist indirekt auch ein Angriff auf den Hinduismus, der das Kastenwesen fördert.
@Stimme
Schön, daß Sie einen Konzilstheologen und den Obersten Brückenbauer der „V2-Kirche“ zitieren. Ich teile Ratzingers Bedenken gegenüber dem Tanz. Fraglich ist sicherlich, ob die Aufnahme dieses Tanzes in die Messe in Würzburg sinnvoll war. Von betreffenden Frauen sind ihre Darbietungen wohl als Anbetung des wahren Gottes gemeint. Die meisten Messbesucher dürften sie als eine Art Attraktion betrachtet und mit Beifall bedacht haben.
Allerdings gehe ich bis zum Beweis des Gegenteils davon aus, daß dieser Tanz in der indischen Form der römischen Liturgie approbiert ist. Ob die Approbation ihrerseits sinnvoll war, darüber läßt sich streiten. Die Kirche könnte liturgische Formen, die sich nicht bewähren, auch wieder abschaffen, es wäre nicht das erste Mal.
Der Artikelschreiber bleibt den Beweis schuldig, daß es sich bei den Tänzen um heidnische Rituale handelt. Ebenso den Beweis dafür, inwieweit eine Konzelebration zweier römisch-katholischer Bischöfe unterschiedlicher Nationalität den Missionsgedanken umkehrt.
Übrigens sehen einige Freikirchler die Monstranz als heidnisches Sonnensymbol und die Eucharistische Anbetung als heidnischen Sonnenkult.
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#10   Gotthard   14:54:45 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
hinduistische Ritualtücher
Man beachte bitte das Bild! Beide Bischöfe haben hinduistsche Ritual-Tücher um die Schultern gelegt…
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#9   FioreGraz   14:36:33 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
@Tradi
Wieder einmal glänzen FioreGraz & Konsorten durch tiefgreifende Unwissenheit zu den Fakten und fehlende Einfühlsamkeit zu Wesen und Wert des katholischen Glaubens…
Na da bin ich mit den Schreibern des AT in guter gesellschaft.
LG
Fiore
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#8   Stimme aus dem Tradiland   14:33:27 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Cardinal Ratzinger zu Tanz in der Liturgie
Zitat aus „Der Geist der Liturgie. Eine Einführung“:
Tanz im Gottesdienst ist unchristlich, Beifall ein sicheres Zeichen für den gänzlichen Verlust der Liturgie
Der Tanz ist keine Ausdrucksform christlicher Liturgie. Gnostisch-doketische Kreise haben ihn etwa in 3. Jahrhundert in die Liturgie einzuführen versucht. Für sie war die Kreuzigung nur Schein…
Vollkommen widersinnig ist es, wenn bei dem Versuch, die Liturgie ‘attraktiv’ zu gestalten, Tanzpantomimen – womöglich von professionellen Tanzgruppen – eingelegt werden, die dann häufig (von ihrer Anlage her zu Recht) in Beifall münden.
Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht, ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat.
Wieder einmal glänzen FioreGraz & Konsorten durch tiefgreifende Unwissenheit zu den Fakten und fehlende Einfühlsamkeit zu Wesen und Wert des katholischen Glaubens…
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#7   Sulpicius   14:32:14 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
„Die Kirche sei gut beraten, die indische Gesellschaft zu beeinflussen“
O weia, widerspricht das nicht dem heutige Dialog-Auftrag der Kirche. Will die Kirche wieder einmal eine Gesellschaft zerstören? Das Kastenwesen gehört doch zur indischen Kultur!!! Bitte keinen Kulturimperialismus und Eurozentrismus! Das ist ja gaaaaanz schlimm.
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#6   Gotthard   14:18:39 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Herzhaft gelacht
Dieser Artikel liefert wieder einmal den Beweis, dass man über die Dinge, die man nicht versteht, lieber schweigen soll.
Wenn der liturgische Tanz aus Indien ein hinduistisches Ritual war, dann ist Weihnachten auch ein Fest zu Ehren des heidnischen „Sol invictus“.
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#5   FioreGraz   14:18:37 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
@Elendster Sünder
Wo getanzt wird, ist der Teufel
„David und alle Israeliten tanzten voll Eifer vor dem Herrn, unter Liedergesang in Begleitung von Zithern, Harfen, Pauken, Schellen und Zimbeln.“ (2. Sam 6,5)
Und dann noch erotisch ohne „Beinkleid“
David selbst tanzte voll Eifer vor dem Herrn. Dabei war David nur mit dem leinenen Schurz umgürtet. (2.Sam 6,14)
Aber für Gnostiker ist der Gott des AT ja der Teufel, nur sind diese halt nimmer katholisch.
LG
Fiore
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#4   Elendester Sünder   14:10:00 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Wo getanzt wird, ist der Teufel
Jesus Christus schenke Freiheit und Gleichheit. Aus diesem Glauben heraus gelte es – so Erzbischof Joji – die Gesellschaft zu gestalten.
Wahrhaft erschreckend! Ich werde das Gefühl nicht los, daß heute, um Bischof zu werden, eine Mitgliedschaft in einer Winkelversammlung zwingende Voraussetzung ist.
Würzburg liegt übrigens nicht in Bayern sondern in Franken.
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#3   Didimus   14:06:38 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Moment mal!
Hier wird wieder mal einiges durcheinandergewürfelt:
Es handelt sich um eine römisch-katholische Messe! Nicht um ein interreligiöses Ritual.
Am Ende der Messe setzte ein sogenannter Anbetungstanz der christlich- indischen Tanzgruppe ‘Kalai Kaviri’ einen „farbenprächtigen Akzent“ aus der „indischen Liturgie“.
Also um eine christliche Gruppe. Mit „indischer Liturgie“ ist wohl die indische Form der römischen Liturgie gemeint. Daher ist davon auszugehen, daß dieser Tanz approbiert ist.
Der Tanz im Altarraum stellte eine hinduistische Arati-Zeremonie dar.
Was denn nun? Indisch oder hinduistisch? – Ist dieser Satz die Privatmeinung des Autors oder objektive Tatsache?
Damen in Beinkleidern
Was ist daran schlimm???
Fazit: Ein Paradebeispiel für einen schlampig recherchierten und tendenziös geschriebenen Artikel.
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#2   Benedictus   13:51:37 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Assisi-Fatima-Würzburg-und was als Nächstes?
Leider sind interreligiöse Feiern ja in der Kirche an der Tagesordnung – vor allem seit dem Dammbruch mit Papst Johannes Paul II. in Assisi. Bei aller Ehrfurcht und allem Respekt vor dem verstorbenen Pontifex glaube ich, daß er damit der katholischen Kirche nicht nur genützt hat. Leider ist es nun mal Tatsache, daß man wohl als Papst nicht mehr als „Privatmann“ an solchen Veranstaltungen teilnimmt, ja, noch dazu einlädt. Auch wenn man im Vatikan versucht hat, das so darzustellen. In Fatima wurde ja wohl ganz offen ein heidnisches Götzenopferritual auf dem Altar der Erscheinungskapelle dargebracht. Jetzt tanzt man in Wünrzburg zur Opferung in der Hl. Messe auch wieder irgendwelche heidnischen Lichttänze. Früher sang man bei der Hl. Messe zum Weltmissionssonntag dieses Lied, das in einer (leider purgierten) Fassung sogar noch im GOTTESLOB steht: „O Jesu Christe, wahres Licht, erleuchte die Dich kennen nicht und führe sie zu Deiner Herd, daß ihre Seel’ auch selig werd’.“
Bischof Msgr. Hofmann hat als Wappenspruch die schöne Antiphon ‘O Crux ave, spes unica!’ Ich würde mir von Herzen wünschen, dass unsere Hirten und auch wir von der Herde das Kreuz Christi wirklich wieder zu unserer einzigen Hoffnung erheben. Sonst, glaube ich, beschmutzen und verachten wir auch das Glaubenszeugnis so vieler Missionare, die in den fernen Ländern für ihren Glauben auch in den Tod gingen.
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#1   Stimme aus dem Tradiland   13:48:07 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Einfach peinlich der Spektakel
zuviel Gehirnschmalz sollte man an diesen V2-NOM-Event nicht verschwenden…
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