Mission anders herum
Am jüngsten Weltmissionssonntag gab sich das Bistum Würzburg interreligiös. Vor dem Volksaltar des Kiliansdomes zeigten christliche Tänzerinnen bunte heidnische Rituale. Die Gesellschaftspolitik kam auch nicht zu kurz.

Würzburg liegt in Nordbayern. Hyderabad befindet sich im Zentrum von Indien im Bundesstaat Andra Pradesch.
Die Würzburger Kathedrale war nach Angaben des Bistums bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Messe bildete zugleich den Abschluß des in ganz Bayern gehaltenen „Monats der Weltmission“.
Zu Beginn der Feier erinnerte Bischof Hofmann an die Diskriminierung von 240 Millionen Dalits in Indien.
Dalit ist die Bezeichnung der sogenannten Unberührbaren, die außerhalb des indischen Kastensystems leben.
Zum Bußakt trugen zwei Damen in Beinkleidern ein Kreuz aus gebrochenen
Ästen zum Altar. Das Ästekreuz war bei einem sogenannten Frauengottesdienst im Vorfeld des Pontifikalamtes
entstanden.Es sollte die unvorstellbare Lebenssituation der Dalitfrauen symbolisieren.
Jugendliche legten eine Weltkarte voller Tonscherben vor den Altar. Auf die Scherben hatten sie bei einer Jugendvesper zum Weltmissionsmonat Probleme der heutigen Menschheit niedergeschrieben.
Das Evangelium wurde in der indischen Landessprache Telugu gelesen.
In einer Dialogpredigt mit Erzbischof Joji rief der Bischof von
Würzburg die Würzburger zur Solidarität mit den Kastenlosen in Indien auf.Der Erzbischof von Hyderabad – der als erster Dalit das Amt eines Erzbischofs innehat – wies ebenfalls auf die Diskriminierung der Kastenlosen hin.
Die Kirche sei gut beraten, die indische Gesellschaft zu beeinflussen, um das Wohl aller Menschen zu fördern.
Die Christen bildeten in Indien zwar eine Minderheit. Doch sei die Kirche sehr lebendig und bringe den Menschen mit dem Evangelium große Hoffnung.
Jesus Christus schenke Freiheit und Gleichheit.
Aus diesem Glauben heraus gelte es – so Erzbischof Joji – die Gesellschaft zu gestalten.Am Ende der Messe setzte ein sogenannter Anbetungstanz der christlich- indischen Tanzgruppe ‘Kalai Kaviri’ einen „farbenprächtigen Akzent“ aus der „indischen Liturgie“. Der Tanz im Altarraum beinhaltete nach Angaben der diözesanen Pressestelle hinduistische Arati-Rituale.
Arati ist eine hinduistische Lichtzeremonie.Ein englischsprachiges Onlinetagebuch kommentierte den Würzburger Sonntag der Weltmission:
„Die Ironie besteht darin, daß den Verantwortlichen des Weltmissionssonntags das eigentliche Ziel der Mission entging: Seelen zu retten.“
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Samstag, 29. Oktober 2005 09:39
Athanasius: Nein!
So wird die Felsenkirche endgültig zum Teil der Brandung.
Die heilige römisch-katholische Kirche wird nie untergehen. Und der wahre Fels Petri wird ebenfalls am Ende der Kirche eine wahre Erneuerung geben.
Aber der Modernismus u. Ökumenismus des derzeitigen Rom, und die liturgischen Greuel, sind ja nur eine erste Vorerfüllung der alten Prophezeiung: „Ich sah die Greuel an heiliger Stätte (…) Die Greuel der Verlassenheit.“
Damit ist das Aufhören der gültigen Messopfer gemeint, was wir gerade jetzt erleben.
Aber der Fels Petri wird restoriert werden. Der Modernismus hat nicht das letzte Wort.
Anna-Katharina Emmerick hat es gesehen: auch wie die wahre Kirche wieder aus einem Handvoll Gläubige hervorkam und die Kirche wiederherstellte, wie das Heilige Erbe Petri.
Die heilige römisch-katholische Kirche wird nie untergehen. Und der wahre Fels Petri wird ebenfalls am Ende der Kirche eine wahre Erneuerung geben.
Aber der Modernismus u. Ökumenismus des derzeitigen Rom, und die liturgischen Greuel, sind ja nur eine erste Vorerfüllung der alten Prophezeiung: „Ich sah die Greuel an heiliger Stätte (…) Die Greuel der Verlassenheit.“
Damit ist das Aufhören der gültigen Messopfer gemeint, was wir gerade jetzt erleben.
Aber der Fels Petri wird restoriert werden. Der Modernismus hat nicht das letzte Wort.
Anna-Katharina Emmerick hat es gesehen: auch wie die wahre Kirche wieder aus einem Handvoll Gläubige hervorkam und die Kirche wiederherstellte, wie das Heilige Erbe Petri.
Freitag, 28. Oktober 2005 23:37
chancel_screen: Tanz um das Goldene Kalb? Danke, ich tanze nicht!
Es ist sicherlich keine neue Erkenntnis, dass die meisten Menschen der Aufforderung zum Tanz um das Goldene Kalb nur schwer widerstehen können. Dass die Kirche das Kalb neuerdings sogar zur Verfügung stellt, kann uns nur mit Trauer erfüllen. So wird die Felsenkirche endgültig zum Teil der Brandung.
Freitag, 28. Oktober 2005 14:28
Athanasius: Evangelikalistisch-Protestantische Mythen…
Das ist eine Anleihe (oder Übernahme?) aus dem Mitraskult.
Sicherlich nicht. Im jüdischen Tempel wurden auch Glocken gelautet, wenn das Allerheiligste betreten wurde. Allerdings gab es die Wandlungsglocken erst nach dem 6. Jh. als der Mitraskult schon längst ausgestorben war.
ebenso wie etwas die gleichnamige Kopfbedeckung der Bischöfe.
Wieder ein Mythos welcher von fundamentalistischen Protestanten hervorgebracht wird um zu „beweisen“ dass die Römische Kirche „heidnisch“ sei.
Der Mitra entstand den Wissenschaftlern nach aus der „Frygischen Mütze“, die anfangs ausschliesslich vom Bischof von Rom (von Seiner Heiligkeit) getragen wurde. Die frygische Mütze war eine weltliche Tracht und keine zeremonielle, obwohl die Mütze schon Zeichen von Würdigkeit und Kapital war.
Auch könnte die Mitra römischen Ursprungs sein: http://www.newadvent.org/cathen/10404a.htm
Das Zeichen meint etwas anderes, aber es ist dasselbe Zeichen.
Also doch nicht.
______________
Es ist ein Irrtum das von vielen Wissenschaftlern heute verbreitet wird, als wäre das Christentum nicht historisch, sondern lediglich aus dem heidnischen Mitraskult hervorgegangen. Obwohl dafür keine Beweise vorliegen, und alle Handschriften der Evangelien aus dem 1. Jh. ignoriert werden neben den christlichen Hauskapellen etwa in Herculanaeum, dringt solch ein Irrtum immer wieder weiter vor.
Sicherlich nicht. Im jüdischen Tempel wurden auch Glocken gelautet, wenn das Allerheiligste betreten wurde. Allerdings gab es die Wandlungsglocken erst nach dem 6. Jh. als der Mitraskult schon längst ausgestorben war.
ebenso wie etwas die gleichnamige Kopfbedeckung der Bischöfe.
Wieder ein Mythos welcher von fundamentalistischen Protestanten hervorgebracht wird um zu „beweisen“ dass die Römische Kirche „heidnisch“ sei.
Der Mitra entstand den Wissenschaftlern nach aus der „Frygischen Mütze“, die anfangs ausschliesslich vom Bischof von Rom (von Seiner Heiligkeit) getragen wurde. Die frygische Mütze war eine weltliche Tracht und keine zeremonielle, obwohl die Mütze schon Zeichen von Würdigkeit und Kapital war.
Auch könnte die Mitra römischen Ursprungs sein: http://www.newadvent.org/cathen/10404a.htm
Das Zeichen meint etwas anderes, aber es ist dasselbe Zeichen.
Also doch nicht.
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Es ist ein Irrtum das von vielen Wissenschaftlern heute verbreitet wird, als wäre das Christentum nicht historisch, sondern lediglich aus dem heidnischen Mitraskult hervorgegangen. Obwohl dafür keine Beweise vorliegen, und alle Handschriften der Evangelien aus dem 1. Jh. ignoriert werden neben den christlichen Hauskapellen etwa in Herculanaeum, dringt solch ein Irrtum immer wieder weiter vor.
Freitag, 28. Oktober 2005 12:40
Romano: Inkulturation
Das Christentum, ursprünglich aus dem Orient stammen, hat ja auch eher wenig vom paganen Heidentum übernommen.
Wenn, dann AUSSERHALB der Liturgie als CHRISTLICH UMGEFORMTES Brauchtum oder gewisse Glaubenspraxis (in
Spanien eben anders als in Österreich oder Griechenland) oder bestenfalls die bekannten Festzeiten. Aber
nichts im GOTTESDIENST, was wesentlich wäre.
Ja, Evelin, das stimmt wohl so. Dennoch gehen „Wesentliches“ und „Unwesentliches“ manchmal ineinander über. Ein schönes Beispiel ist für mich, dass zum Moment der Wandlung – d.h. der Höhepunkt der Messfeier – eine Glocke erklingt. Das ist eine Anleihe (oder Übernahme?) aus dem Mitraskult, ebenso wie etwas die gleichnamige Kopfbedeckung der Bischöfe. Das Zeichen meint etwas anderes, aber es ist dasselbe Zeichen.
Ja, Evelin, das stimmt wohl so. Dennoch gehen „Wesentliches“ und „Unwesentliches“ manchmal ineinander über. Ein schönes Beispiel ist für mich, dass zum Moment der Wandlung – d.h. der Höhepunkt der Messfeier – eine Glocke erklingt. Das ist eine Anleihe (oder Übernahme?) aus dem Mitraskult, ebenso wie etwas die gleichnamige Kopfbedeckung der Bischöfe. Das Zeichen meint etwas anderes, aber es ist dasselbe Zeichen.
Freitag, 28. Oktober 2005 12:37
Athanasius: –--
In der Tat, Evelin. Zudem muss ich Ihnen klar machen, dass die Liturgeia der Griechen und Römer, ganz
anders war als die Christliche Hl. Messe!
Baustil, und oft Sprache, wurde übernommen, aber auch der wesentliche Teil blieb semitisch, also alt-neu-testamentisch. Sogar die Folge der Meßteile.
Wie gesagt: ich habe keine Probleme mit rosaroten indischen Stoffen für Kasel, oder Taj-Mahal-Stil-Kirchen. Das Problem ist wo fängt der Synkretismus an. Und die Inkulturation hat das überschritten. Denn es werden in Afrika Hühner geopfert in Messen der „weissen“ Missionare.
Anpassung an die Kulturen ist keine Hauptstimulus. Unsere klassische römische hl. Messe hat nichts mehr mit dem Wodanskult oder mit Eichenlaubriten zu tun. Und auch nie gehabt.
Die Eichen wurden umgehackt. Franz Xaver brannte die Hindualtäre nieder.
Festtage und Legenden (etwa das Pferd von St. Niklaus) sind manchmal heidnischen Ursprungs, aber sind wesentlich christlich. Sleipnir war nicht mehr im Gebet dabei, und also sollte auch Diwali nicht in einer katholische Kirche Lobpreisungen erhalten, wie in der modernistischen Gemeinschaft.
Baustil, und oft Sprache, wurde übernommen, aber auch der wesentliche Teil blieb semitisch, also alt-neu-testamentisch. Sogar die Folge der Meßteile.
Wie gesagt: ich habe keine Probleme mit rosaroten indischen Stoffen für Kasel, oder Taj-Mahal-Stil-Kirchen. Das Problem ist wo fängt der Synkretismus an. Und die Inkulturation hat das überschritten. Denn es werden in Afrika Hühner geopfert in Messen der „weissen“ Missionare.
Anpassung an die Kulturen ist keine Hauptstimulus. Unsere klassische römische hl. Messe hat nichts mehr mit dem Wodanskult oder mit Eichenlaubriten zu tun. Und auch nie gehabt.
Die Eichen wurden umgehackt. Franz Xaver brannte die Hindualtäre nieder.
Festtage und Legenden (etwa das Pferd von St. Niklaus) sind manchmal heidnischen Ursprungs, aber sind wesentlich christlich. Sleipnir war nicht mehr im Gebet dabei, und also sollte auch Diwali nicht in einer katholische Kirche Lobpreisungen erhalten, wie in der modernistischen Gemeinschaft.
Freitag, 28. Oktober 2005 10:59
Evelin: Inkulturation
ist sicher nicht das, was oben im Artikel beschrieben ist.
Man könnte das Beispiel „Abendland“ hernehmen. Das Christentum, ursprünglich aus dem Orient stammen, hat ja auch eher wenig vom paganen Heidentum übernommen. Wenn, dann AUSSERHALB der Liturgie als CHRISTLICH UMGEFORMTES Brauchtum oder gewisse Glaubenspraxis (in Spanien eben anders als in Österreich oder Griechenland) oder bestenfalls die bekannten Festzeiten. Aber nichts im GOTTESDIENST, was wesentlich wäre. Man vergleiche einmal die klassische römische Messe mit den altorientalischen und griechischen Liturgien. Gleichheit im Wesentlichen, Unterscheidung im Akzidentellen.
Die sogenannten „Missionsländer“ haben natürlich reichhaltige Kulturen. Es ist aber ein Prozess, der über Jahrhunderte gehen kann, was in ihr christliches Brauchtum jetzt zu integrieren ist oder auszuscheiden ist.
Am Reißbrett europäischer oder an europ. Unis ausgebildeter einheimischer Theologen wird Inkulturation nicht entstehen.
Auch bei uns hat nicht alles in der hl. Messe Eingang gefunden, was es bei uns an Kulturgütern gibt und gegeben hat. Ausnahmen wie der Andachtsjodler zu Weihnachen bestätigen die Regel.
Man könnte das Beispiel „Abendland“ hernehmen. Das Christentum, ursprünglich aus dem Orient stammen, hat ja auch eher wenig vom paganen Heidentum übernommen. Wenn, dann AUSSERHALB der Liturgie als CHRISTLICH UMGEFORMTES Brauchtum oder gewisse Glaubenspraxis (in Spanien eben anders als in Österreich oder Griechenland) oder bestenfalls die bekannten Festzeiten. Aber nichts im GOTTESDIENST, was wesentlich wäre. Man vergleiche einmal die klassische römische Messe mit den altorientalischen und griechischen Liturgien. Gleichheit im Wesentlichen, Unterscheidung im Akzidentellen.
Die sogenannten „Missionsländer“ haben natürlich reichhaltige Kulturen. Es ist aber ein Prozess, der über Jahrhunderte gehen kann, was in ihr christliches Brauchtum jetzt zu integrieren ist oder auszuscheiden ist.
Am Reißbrett europäischer oder an europ. Unis ausgebildeter einheimischer Theologen wird Inkulturation nicht entstehen.
Auch bei uns hat nicht alles in der hl. Messe Eingang gefunden, was es bei uns an Kulturgütern gibt und gegeben hat. Ausnahmen wie der Andachtsjodler zu Weihnachen bestätigen die Regel.
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