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Dienstag, 14. Dezember 2004 18:50
kreuzfidel: Der liebe Gott im Computerzeitalter
Für Gott genügt ein Blick zur Erde, um deren desolaten Zustand zu sehen. Für eine Bestandsaufnahme vor Ort schickt er seine besten Engel zu den Menschenkindern.
(kreuz.net) Eines schönen Tages blickte der Allmächtige auf die Erde und bemerkte all das Böse, das auf ihr geschah. Er beschloß einen Engel auf die Erde hinabzuschicken, um sich ein klareres Bild von der Situation zu machen.

Darum rief er einen seiner besten Engel und sandte ihn für einige Zeit auf die Erde. Als der Engel wieder zu Gott zurückkehrte, sagte er:

– „Jawohl, die Welt ist schlecht. 95% der Menschen sind böse und nur 5% sind gut!“

– „Nanu“, dachte Gott bei sich selber und sagte dann: „und wenn ich einen zweiten Engel auf die Erde hinabsenden würde, um eine weiter Meinung anzuhören?“

Darum rief Gott einen zweiten Engel und sandte ihn ebenfalls für einige Zeit auf die Erde. Als der Engel zu Gott zurückkehrte, sagte er:

– „Jawohl, die Welt befindet sich in einer totalen Dekadenz. 95% der Menschen sind böse und nur 5% sind gut!“

Da sagte Gott: „Das ist nicht gut“ und beschloß, eine Email an die guten 5% der Menschen zu schicken, um sie zu ermutigen, damit sie nicht vom Pfade der Tugend abließen und den Glauben in so schrecklicher Zeit nicht verlören. Auf die 95% von Bösen dagegen beschloß er, den Blitzstrahl des göttlichen Zornes zu senden, damit sie von der Erde in Qualen und schrecklichen Schmerzen vertilgt würden.

Weißt Du, was in der göttlichen Email geschrieben stand?

Nein?

Dann sind wir beide aufgeschmissen. Ich habe den Brief auch nicht bekommen.
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Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 10 Lesermeinungen:
Freitag, 17. Dezember 2004 09:51
FioreGraz: @Dolfus
Naja Auslegung, früher bedurfte es keiner Auslegung weil ja die Konzilsväter noch unter uns waren und in ihren D. das Konzil umsetzten (wobei mich immer das Argument freut, diese REformen seinen nicht im Sinne des Konzils oder der Konzilsväter, da ja genau diese sie umgesetzt haben)

Und jetzt, tja, Rom hat unter JP II. die Gewalt wieder zurückgeholt und nach diersen „Rückpfiffen“ traut sich heute kein Bischof oder Konferenz mehr „auszulegen“.

Auserdem scheint es mir eher so das es zu einer „Umdeutung“ und nicht „Auslegung“ kommen soll, den der Weg des Konzils ist vorgezeichnet.

LG
Fiore
Freitag, 17. Dezember 2004 09:19
Dolfus: @FioreGraz
Nein, ich habe nichts dagegen. Ich freue mich darüber.
Wenn man kirchliche Texte zitiert, kann man ja nichts falsch machen. Die Interpretation wäre die gewaltige Aufgabe der Bischöfe mit ihren Theologen. Daß sie dem nicht gewachsen waren und sind, zeigt die heutige Situation der Kirche.
Freitag, 17. Dezember 2004 08:57
FioreGraz: @Dolfus
Habe mir erlaubt die Antwort gesammelt im anderen Thread zu geben, hoffe du hast nix dagegen.

LG
Fiore
Freitag, 17. Dezember 2004 08:00
Dolfus: @FioreGraz
Vergelt’s Gott für die Mühe des Raussuchens, dazu war ich zu bequem.
Ich sehe da keinen Widerspruch. Sie sind uns zugeordnet, aber nicht in Einheit mit uns. Ohne Einheit kein einheitliches Volk.
Danke auch fürs Heilandwort. Hindert jene nicht, die für uns sind! Ich würde sie als „verbündete Waffenbrüder“ bezeichnen, aber nicht als Blutsbrüder unseres Volkes (Blutsbrüder im Glauben, ich spreche hier bildich).
Auch Nicht-Verwandte können gute Freunde sein, ohne gleich in die Blutsverwandtschaft aufgenommen zu werden.
Freitag, 17. Dezember 2004 06:33
FioreGraz: @Dolfus
@Dolfuß

Das Konzil sagt eindeutig vom Volk Gottes:

„Zu dieser katholischen Einheit des Gottesvolkes, die den allumfassenden Frieden bezeichnet und fördert, sind alle Menschen berufen. Auf verschiedene Weise gehören ihr zu oder sind ihr zugeordnet die katholischen Gläubigen, die anderen an Christus Glaubenden und schließlich alle Menschen überhaupt, die durch die Gnade Gottes zum Heile berufen sind…Mit jenen, die durch die Taufe der Ehre des Christennamens teilhaft sind, den vollen Glauben aber nicht bekennen oder die Einheit der Gemeinschaft unter dem Nachfolger Petri nicht wahren, weiß sich die Kirche aus mehrfachem Grunde verbunden.“

Und nochwas auch von Jesus

„Johannes berichtete ihm: „Meister, wir sahen einen, der uns nicht nachfolgt, in deinem Namen Dämonen austreiben, und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns doch nicht nachfolgt.“
Jesus aber sagte: „Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder wirkt, wird gleich darauf Übles von mir reden können.“ (Mk 9,38-41)

LG
Fiore
Mittwoch, 15. Dezember 2004 17:58
Dolfus: @Fiore
Das beste Beispiel ist dieser Irrtum, wie verwirrend die Concilstexte sind – es ist das einzige Pastoralconcil! – , weil sie ähnlich wie Homilien verfaßt sind.
Darum ganz klar meine Entgegnung: das Volk Gottes besteht ausschließlich aus den rechtgläubigen Christen unter dem römischen Papst – das Volk Gottes ist ausschließlich römisch-katholisch.
Häretische Christen guten Willens und andere Gläubige guten Willens mögen uns irgendwie graduell zugewandt sein – wer aber aus eigener Schuld der Katholischen Kirche, die IDENT ist mit der Kirche Jesu Christi, nicht zugehört, kann NICHT gerettet werden. Das sagt das Pastoralconcil expressis verbis.
Es gibt eine einzige Kirche, die Christus einst gründete, somit ein einziges Gottesvolk: die UNA SANCTA CATHOLICA ECCLESIA! Außerhalb der Kirche kein Heil. Wer den Menschen anderes lehrt, bringt ihr Seelenheil in bitterste Gefahr. „Wer nicht glaubt, wird verdammt werden!“ (Jesus Christus)
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