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Freitag, 28. Oktober 2005 08:37
kreuzmeldungen
Revolutionäre Ergebnisse + Öffentliche Beichte + Verschwiegene Schmierereien + Steine gegen den Bischof + Hoffentlich vorbei
Revolutionäre Ergebnisse

Vatikan. Gestern abend gedachte der Vatikan gemeinsam mit Vertretern des Judentums des 40. Jahrestags der Konzilserklärung ‘Nostra Aetate’. Das Konzilsdokument behandelt das Verhältnis der Katholischen Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. Für den deutschen Kurienkardinal Walter Kasper ist ‘Nostra Aetate’ eines der revolutionärsten Ergebnisse des Konzils. Es sei eine „Umkehr“, ein „Neuanfang“ und habe „viele gute Früchte“ hervorgebracht: „Der Dialog mit dem Judentum ist vielleicht der fruchtbarste Dialog, den die katholische Kirche auf Weltebene überhaupt geführt hat“, meinte Kardinal Kasper. Die Katholische Kirche und das Judentum – so Kardinal Kasper – hätten viele Dinge gemeinsam: zum Beispiel Jesus den Juden und die messianische Hoffnung.

Abbé Pierre mit Papst Johannes Paul II.
Abbé Pierre mit Papst Johannes Paul II.
Öffentliche Beichte

Frankreich. Der als „Vater der Obdachlosen“ bekannte französische Armenpriester Abbé Pierre veröffentlichte gestern ein neues Buch mit dem Titel: „Mon Dieu… Pourquoi?“ – zu Deutsch: „Mein Gott… warum?“ Darin spricht sich der Gründer der Emmaus-Gemeinschaft für die Priesterehe, die Frauenordination und die staatliche Anerkennung von Homo-Konkubinaten mit Adoptionsrecht aus. Der Priester gesteht auch, mit Frauen Unzucht getrieben zu haben: „Aber ich hatte niemals eine feste Beziehung.“ Ein französisches Onlinetagebuch erklärte zum neuen Buch: „Zuviel ist zuviel! Wie lange wird die französische Kirche noch zuschauen, wie ihre Priester offen gegen die Lehre der Kirche reden und schreiben?“

Verschwiegene Schmierereien

Italien. Unbekannte Kirchenschänder haben am Montag auf die Mauer einer Pfarrkirche in Turin die Worte „Nazi-Ratzinger“ geschmiert. Turin liegt im Nordwesten von Italien, 50 Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Der Pfarrer der betroffenen Kirche sprach von einem „Angriff auf die katholische Religion“. Der italienische Senatspräsident bezeichnete das öffentliche Schweigen über den Vorfall als Skandal.

Steine gegen den Bischof

Indien. Im nordwestindischen Bundesstaat Radschasthan wurde das Fahrzeug des Bischofs von Udaipur, Mons. Joseph Pathalil, von jungen Hindus mit Steinen beworfen. Zugleich wurden drei Schwestern im Alter von zwischen 60 und 70 Jahren zusammengeschlagen. Das berichtete die indische Tageszeitung ‘The Hindu’ am Donnerstag. Die Unruhen begannen am 16. Oktober, als die Diözese einen Anlaß zum Ende des Jahres der Eucharistie ankündigte. Eine Hindu-Organisation erklärte darauf, daß es dabei um Bekehrungen gehe. In der Zwischenzeit erklärten verschiedene christliche Gruppen schriftlich, daß bei ihnen Bekehrungen nicht auf der Tagesordnung stünden.

Hoffentlich vorbei

„Es ist einige Jahrzehnte her, daß eine auf dem Petersplatz oder in der Peterskirche zelebrierte Messe oder liturgische Feier als vorbildlich, als wegweisend, oder auch einfach nur als insgesamt schön zitiert werden konnte. Eine gewisse Unsorgsamkeit und liturgische und musikalische Experimentierfreudigkeit, die teilweise einem Kahlschlag gleichkamen, verbunden mit einer nicht immer leicht identifizierbaren Gestenfreude waren eher angesagt. Die große Gegenwart Johannes Pauls II. ließ oft auch Fragwürdiges in den Hintergrund treten. Das alles ist seit April vorbei. Und hoffentlich definitiv.“

Aus einem Bericht der katholischen Zeitung ‘Die Tagespost’ vom 27. Oktober.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 15 Lesermeinungen:
Freitag, 28. Oktober 2005 18:48
Stimme aus Wien: Athanasius
Ah Stimme aus Wien will intellektuell spielen?

Nein – er will nicht – er ist. (tut leid, ist nicht meine Art, aber bei dieser Bemerkung kann ich nicht anders)

Wie erklärst du denn die Dogmengeschichte? Alles aus dem Himmel – womöglich in Geheimschrift, nur einigen Päpsten und Ausgewählten zugänglich (als letzter von ihnen Bischof Lefebvre)?
Freitag, 28. Oktober 2005 18:41
Athanasius: Ah Stimme aus Wien will intellektuell spielen?
Rahners Spruch ist einfach häretisch. Er beweist, dass Rahner an die modernistische Häresie der Evolution des Dogmas glaubt.
–--
@Rudolphus und Dr. Carlo:

Mosaische Juden gibt es nicht mehr. Das Alte Testament ist erfüllt. Der heutige Judaismus ist ein anti-messianischer Talmudismus, der nicht mehr mit dem mosaischen Glauben der wahren Juden des Alten Testamentes zusammenfällt.
Zudem wissen wir, dass die Judaisten leider den Antichristen einführen und akzeptieren werden. Das ist die schmerzhafte Prophezeiung des Herrn:

„Ich bin gekommen im Namen Meines Vaters und ihr habt Mich nicht empfangen: wann ein anderer kommen wird in seinem eigenen Namen, ihn werdet ihr empfangen.“–- Joh. 5:43
Freitag, 28. Oktober 2005 17:58
Stimme aus Wien: Rudolphus
Aus dem Glauben – nicht wahr?
Freitag, 28. Oktober 2005 16:39
Ja woher denn?
Freitag, 28. Oktober 2005 16:08
Stimme aus Wien: Rudolphus
Ohne Dogmen hätten wir keinen Glauben!

Woher haben wir denn die Dogmen?
Freitag, 28. Oktober 2005 15:44
Rudolphus: @Dottore: Judentum vs. mosaischer Glaube
Eine gute Frage, denn ein schwer zu definierender Begriff!
Doch schon in der Hl. Schrift ist mit den Juden ein Teil des Volkes Israel gemeint, also leibliche Nachkommen der Patriarchen. (Frage: Was ist mit den anderen Teilen? Vielleicht könnte hier jemand Auskunft erteilen!)

Meines Kenntnisstandes ist dies auch der Begriff, dem sich der Staat Israel bedient.
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