Der Vorsitzende der europäischen Bischofskonferenzen sprach jüngst über seine Eindrücke von der Römischen Bischofssynode. Dabei ging es auch um das Problem der liturgischen Mißbräuche.
(kreuz.net, Chur) In einem Interview mit der katholischen Nachrichtenagentur ‘kipa’ äußerte sich der
Bischof von Chur, Mons. Amedée Grab, am vergangen Sonntag zur letzten Weltbischofssynode in Rom.
Das
dreiwöchige internationale Treffen von rund 250 Bischöfen ging am Sonntag zuende.
Chur ist die Hauptstadt
des Kantons Graubünden und befindet sich in der Südostschweiz.
Ob die Schweizer Reformierten nicht
enttäuscht sein würden, daß man die Abendmahlsgemeinschaft mit ihnen kaum besprochen habe – wird der
Bischof unter anderem gefragt.
Mons. Grab widerspricht. Das Thema sei sogar ein Punkt der Arbeitsvorlage
gewesen.
Sowohl er selber als auch Kurienkardinal Walter Kasper hätten daran erinnert, daß es „nicht
um Interkommunion“, sondern um Grenzen und reelle Möglichkeiten der „Gastfreundschaft“ gehe.
Eine „allgemeine
eucharistische Gastfreundschaft“ – was der Bischof wohl als Interkommunion bezeichnen würde – sei zwar
ohne Kirchengemeinschaft nicht möglich, aber einzelne Personen, die „alle Voraussetzungen“ erfüllten,
könnten als einzelne zur Kommunion zugelassen werden.
Das sei die Norm der Kirche. Sie sei auch in den
Richtlinien des Directorium oecumenicum von 1967, im Kirchenrecht von 1983 sowie in den großen Enzykliken
von Papst Johannes Paul II. niedergelegt.
Unbeantwortet läßt der Bischof die Frage, welche die von
ihm genannten Voraussetzungen für den Kommunionempfang sind.
Ob die Möglichkeit der Gastfreundschaft
auch für Mischehen gälten?
„Nicht generell“ – antwortet Bischof Grab.
Aber sehr wahrscheinlich hätten
gerade nichtkatholische Christen, die in einer Mischehe lebten und den katholischen Glauben teilten, eine
stärkere Sehnsucht nach einer gemeinsamen Eucharistie.
„Die Umkehrung gilt jedoch nicht – ein Katholik
kann nach den geltenden Normen nicht beim evangelischen Abendmahl kommunizieren.“
Das Thema der liturgischen
Mißbräuche – erklärt der Bischof weiter – seien auf der Synode „nicht besonders behandelt“ worden und
sei „absolut nicht zentral“ gewesen.
Man habe vielmehr festgestellt, daß es weniger Verstöße gegen
die liturgischen Regeln gebe als vor 30 Jahren.
Es sei auch nicht gerecht, nur von Fehlern zu sprechen:
Den Bischöfen schien vor allem wichtig, „Dank und Ermunterung auszusprechen für alle Priester, Diakone
und in der Seelsorge Mitarbeitenden“.
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16 Lesermeinungen
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#16 Agiafortuni 10:35:45 | Montag, 5. Dezember 2005
Zu Bischof Grab’s Erklärung Eine Abendmahlgemeinschaft darf es nicht geben, dafür eine eucharistische
Gastfreundschaft. Dazu kann man nur sagen, „wo die Begriffe fehlen, stellt ein Wort zur rechten Zeit sich
ein“.
Zu Amedée Grab Wen wunderts, dass sich Bischof Amedée Grab so äussert. Er kann ja nicht anders. Sonst
ergeht es ihm wie seinem Vorgänger. Dieser hiess Wolfgang Haas und wurde von Chur „vertrieben“, weil
er papsthörig war, und das Evangelium „gelegen oder ungelegen“ verkündete. Er war damals der beste Bischof
in der Schweiz. Papst JPII hatte ihn dann zum Erzbischof von Vaduz ernannt.
@ Gotthard Der wahre Gottesdienst wird zelebriert gemäß Mt 25, 31-46. Wenn der nicht ‘rite et recte’
zelebriet wird, ist das Ergebnis klar: „Sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten.“ Na, dann zieh
daraus mal deine Schlüsse.
wahrer Gottesdienst Der wahre Gottesdienst wird zelebriert gemäß Mt 25, 31-46. Wenn der nicht ‘rite
et recte’ zelebriet wird, ist das Ergebnis klar: „Sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten.“
wenn’s dämmert, dann ist zu hoffen, daß bald die Sonne aufgeht Zunächst einmal bin ich kein „Tradi“;
das dürften Marcel, Athanasius, Stimme aus Tradiland, Evelin und Evelins Ehemann etc. genauso sehen,
*g* Wie kommst Du darauf, daß jemand hier glaubt, Gott hätte unseren Dienst nötig? Wir haben es nötig,
Gott zu dienen! Weil uns Gott auf sich hin geschaffen hat und er unseren Dienst will. Weil das die angemessene
(wenn auch völlig unzureichende) Antwort auf seine grenzenlose Liebe uns gegenüber ist. Weil wir erst
dadurch, daß wir Gott als Herrn und Schöpfer anerkennen, zu unserem wahren Wesen finden. Absolut richtig,
daß er es ist, der uns beschenken will. Aber dafür werden wir erst dann offen, wenn wir ihn als Schenkenden
wahrnehmen, wenn wir nicht um uns selbst und unsere eigenen Ideen kreisen, wie es in vielen zeitgenössischen
„gestalteten“ Messen leider passiert. Literaturempfehlung: Ratzinger, Der Geist der Liturgie
es dämmert langsam dämmert es mir, was die Tradis immer so auf die Palme bringt… wer glaubt, Gott
benötige unseren menschlich-gläubigen Dienst, muss natürlich so denken… Der Begriff „Gottes-Dienst“
legt mir nahe, dass Gott sich in Jesus Christus herabläßt, mir – bzw den Menschen – einen Dienst zu
tun… den Dienst der Erlösung. Für das Werk der Erlösung sagen wir immer wieder „DANK“ und empfangen
als Dienst Gottes an uns seine Gnade und seine Liebe und Kraft und und und… „Du bedarfst nicht unseres
Lobes, es ist ein Geschenk deiner Gnade, dass wir dir danken. Unser Lobpreis kann deine Größe nicht
mehren, doch uns bringt er Segen und Heil durch unseren Herrn Jesus Christus.“ (Quelle: Präfation für
die Wochentage IV).
@Gotthard Zu welchem fremden Nutzen wird statt der „gemeinten Sache“ dann die Eucharistiefeier genutzt?
Zur Selbstfeier und Selbstdarstellung der Gemeinde, bzw. einiger „kreativer“ Kleriker und Liturgiekreise
statt zum Dienst an Gott, wie es der Begriff „Gottes-Dienst“ verdeutlicht.
Definition Die „dicke Berta“ war die dickste und schlimmste Kanone im 1. Weltkrieg. Heute gibt es solche
„dicken Bertas“ auch noch … hier verbal als Begriff „Missbrauch in der Liturgie“. Ich frage mich immer:
Missbrauch meint doch, eine Sache oder eine Gelegenheit falsch bzw zu einem fremden Nutzen zu gebrauchen.
Zu welchem fremden Nutzen wird statt der „gemeinten Sache“ dann die Eucharistiefeier genutzt?
#8 MilesChristi 20:14:43 | Freitag, 28. Oktober 2005
Blindheit Der Bischof von Chur ist entweder blind oder ein Lügner wenn er meint daß es wenige liturgischen
Mißbräuche gäbe. Wenn er blind ist, dann will er einfach nicht sehen, was um ihn herum passiert. Wenn
er ein Lügner ist, wird er sich seine gerechte Strafe von seinem Schöpfer am Tag seines Gerichts bekommen.
So oder so, zeigt er sich – wie die große Mehrheit der Bischöfe – seines Amtes unwürdig.
#7 Rosa von Lima 17:25:57 | Freitag, 28. Oktober 2005
@Gotthard/@richi Gotthard, Dein Vertrauen möchte ich haben… richi, Du sagst es ganz richtig, im Bistum
Chur sind die Missbräuche in der Liturgiefeier sehr verbreitet. Ich wohne 6 km von der Stadt Chur entfernt,
gehe manchmal nach Chur zur hl. Messe. In einer Kirche der Stadt predigt 4 – 5 mal jährlich eine modische
Dame!
#6 Benedikt78 16:03:10 | Freitag, 28. Oktober 2005
Zu Amedée Grab Amedée Grab hat vor ca. 2 1/2 Jahren in Luzern einen Vortrag zur aktuellen Zeit und deren
Gefahren geredet. Grossmütig wurde in den Inseraten die Kirche als Fels in der Brandung angekündigt.
Nach zwei Stunden waren die meisten Leute aber von seinem Akademikergeschwafel dermassen verwirrt und
enttäuscht, dass sie sich überlegten davonzulaufen. Die zweite Runde war deshalb mit deutlich weniger
Zuhörer. Auf meine Frage, wie man der Ablehnung Christi und des Christentums im Islam begegne und warum
man den Dialog mit dieser anti-christlichen Religion weiterführe, kam die Antwort: Die Moslems glauben
auch an einen Gott, wie wir. Das rechtfertigt den Dialog!“ Toller Kommentar! Da stellt sich bloss noch
die Frage, wann man mit den Satanisten in Dialog treten will. Die glauben ja auch an eine Gestalt, die
Gottesgleich werden, ja Gott sogar übertrumpfen wollte. So was scheint ja als Definition von Gott zu
reichen. Auch wenn es sich um einen gefallenen Engel handelt… Wen wundert es, dass in der Schweiz die
Kirchen immer leerer werden? Mich auf jeden Fall nicht!
Bistum Chur Im Bistum Chur ist die Laienpredigt in Eucharistiefeiern sehr weit verbreitet und auch viele
andere Missbräuche sind dort zu erleben. Also … da spricht der Richtige …
Liturgische Mißbräuche seit Paul VI. unverändert Welch glorreiche Zeiten hat die Kirche bis Pius XII.
durchlebt, der II. Johannes XXIII. konnte darauf aufbauen. Sein irrwitziges Pastoralconcil und besonders
Paul VI. sind schuld an der Kirchenkrise, wie wir sie heute kennen. Johannes Paul I. hätte das Ruder
wohl umreißen wollen. Sein plötzlicher Tod kam dazwischen. Johannes Paul II. hat sich mit der Rolle
eines repräsentativen Monarchen zufrieden gegeben – 27 Jahre lang! Wann wird die Kirche wieder die glorreiche
Zeit sehen, als sie Papst Johannes übernahm? Die Concilskirche der 100.000 Kommissionen und der Häresie
ist vielleicht schuld an der ewigen Verdammnis unzähliger Seelen – wer kann diese Schuld abtragen? Benedikt
XVI. wurde nun von Gott die absolute Macht übertragen – umso schärfer wird Seine Heiligkeit einst Rechenschaft
Christum schulden, als der jetzt Höchste Pontifex klar die Fehler der Concilskirche analysiert und erkannt
hat. Solange der Papst den Irrtum und die Verfolgung toleriert oder fördert, solange ist die FSSPX notwendig.
S.Ex, Mons. Amedée Grab, Bischof von Chur, lebt vermutlich am Mond, wenn man seine Aussagen gegenüber
KIPA berücksichtigt. Weniger Mißbräuche als vor 30 Jahren? Mehr und zwar auch von Bischöfen – deswegen
wird noch weniger dagegen unternommen als vor 30 Jahren! Beispiel dafür: Cardinal Schönborn und die
„Jugendkirche Wien“: Messen mit Mobiltelefon-SMS-Botschaften, Nebelwerfern, Rockmusik, unwürdiger Kommunion-Spendung;
ungeeigner Materie beim Brot usw.