Kürzlich besuchten gleich zwei österreichische Diözesanbischöfe eine Pfarrei in der Diözese Linz. Eine Woche später stellte diese Pfarrei erneut unter Beweis, daß man dort keine Anweisungen von oben braucht.
(kreuz.net, Wels) Im katholischen Welser Bildungshaus Schloß Puchberg fand vom 14. bis zum 16. Oktober
eine österreichweite Tagung von Ständigen Diakonen statt.
Die Stadt Wels befindet sich im Bundesland
Oberösterreich, rund 25 Kilometer südwestlich von Linz.
Zum Abschluß der Tagung zelebrierten die beiden
Bischöfe mit gleichem Familiennamen – Mons. Ludwig Schwarz von Linz und Mons. Alois Schwarz von Gurk-Klagenfurt –
in der Pfarrei St. Franziskus Wels-Laahen eine Heilige Messe.
Aufgrund der räumlichen Nähe zum Bildungshaus verwundert es nicht, daß genau
die Pfarrei St. Franziskus für diese Abschlußmesse auserkoren wurde.
Doch vielleicht gab es noch einen
anderen Grund.
Es trifft sich nämlich, daß die Pfarrei St. Franziskus in Wels immer wieder – auch in
fremdsprachlichen Medien – für Schlagzeilen sorgt.
So berichtete zum Beispiel das Linzer Nachrichtenportal
‘kath.net’, daß der dortige Diakon am diesjährigen Dreikönigsfest eine heilige Messe simuliert habe.
Die beiden Bischöfe dürften ihren Besuch in der Pfarrei darum zweifellos auch dazu benützt haben,
um die örtliche Geistlichkeit auf ihre Verantwortung und die Ordnung der Kirche aufmerksam zu machen.
Der Jesuit und Kirchenlehrer Robert Bellarmin († 1621) bezeichnete schon in der Zeit der Reformation
die Liturgie als einen jener Orte, wo die kirchliche Einheit zum Ausdruck oder nicht zum Ausdruck kommt.
Es scheint aber, daß der bischöfliche Besuch in der Pfarrei St. Franziskus keine guten Früchte hervorgebracht
hat. Den Beweis dafür lieferte das Erntedankfest, das nur eine Woche später in der Pfarrei St. Franziskus
in Wels begangen wurde.
Die Dankesmesse für die Früchte des vergangenen Jahres wurde nicht in der Pfarrkirche, sondern
dort gelesen, wo der Himmel den Menschen die Früchte der Erde schenkt – auf freiem Feld.
Der Homepage
der Pfarrei ist zu entnehmen, daß die Messe gleichzeitig als „politischer Gottesdienst“ begangen wurde.
Nähere Details dazu sind auf der Internetseite nicht zu finden.
Nicht zu übersehen waren während der
Feldmesse die rustikalen Mostkrüge auf dem hübsch gestalteten Altarersatz.
Eine junge Dame in priesterähnlicher
Kleidung stand dem Klerus aktiv zur Seite.
Bei der Austeilung der heiligen Kommunion löste ein breiter
Tonteller mit wohlgebackenen Vollkornbrotscheiben die Rundhostien, das liturgische Altargerät und andere
geisttötende liturgische Details ab.
Die Kommunionspendung mit Brotstücken und Tonbechern setze neue
Maßstäbe in der dringend notwendigen Hervorhebung des Mahlcharakters der Heiligen Messe und sei ein
weiterer Meilenstein in einer lebensnahen Hinführung der Eucharistie zum lebensnahen Alltag des Menschen –
erklärte ein ungenannter Liturgiefachmann.
Andere – die in den neuernannten Bischof von Linz große
Hoffnungen setzen – sind jetzt davon überzeugt, daß die Pfarrei St. Franziskus von Wels in Kürze wieder
mit einem bischöflichen Besuch rechnen darf.
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@Bernado Ich würde mich hüten, diesen Absatz so auszulegen, als enthielte er eine Generalvollmacht für
jegliche Aktivität von „Gemeinschaften von unten“. Es ist immer riskant, Rechtsvorschriften im Sinne
einer Selbstentmächtigung des Gesetzgebers zu interpretieren. So, so. Also es ist völlig unbedenklich,
zu einem Priester zu gehen, der leugnet, daß Homosexualität eine Sünde sei, der donum vitae unterstützt,
bzw. die Heilsnotwendigkeit der Kirche leugnet. Ich wünsche Ihnen dann viel Spaß dabei, bei solchen
Priestern beichten zu gehen, schließlich ist die „Konzilskirche“ doch ein Teil der Spaßgesellschaft,
oder?
#99 Asteriskus 19:13:49 | Montag, 7. November 2005
@Bernardo Danke für Ihren sicherlich wohlmeinden Hinweis. Ich besitze einen CIC in der lateinisch-deutschen
Übersetzung. und kenne den Inhalt recht gut. Ich will nichts weiter, als römisch -katholisch bleiben,
so, wie das meine Vorfahren waren und geblieben sind. Dafür haben sie viel auf sich genommen, bis hin
zur zeitweisen Vertreibung aus ihren Häusern in einem fast rein protestantischen Dorf. Aber dies sei
nur am Rande vermerkt. Mich wundert seit geraumer Zeit das Heulen und Zähneknirschen aus dem progressiven
Lager, wenn es um römisch-katholische Positionen geht.Woher kommt das nur, wenn angbeblich doch die Lehre
keinerlei Veränderung erfahren hat und alles so ist, wie es immer war??? Lassen Sie mich einfach römisch-katholisch
bleiben. Mehr will braucht es nicht, mir genügt das.
@asteriskus Der fraglische Paragraph lautet:Can. 144 – § 1. Bei einem tatsächlich vorliegenden oder
rechtlich anzunehmenden allgemeinen Irrtum und ebenfalls bei einem positiven und begründeten Rechts-
oder Tatsachenzweifel ersetzt die Kirche für den äußeren wie für den inneren Bereich fehlende ausführende
Leitungsgewalt. Ich würde mich hüten, diesen Absatz so auszulegen, als enthielte er eine Generalvollmacht
für jegliche Aktivität von „Gemeinschaften von unten“. Es ist immer riskant, Rechtsvorschriften im Sinne
einer Selbstentmächtigung des Gesetzgebers zu interpretieren.
#97 Asteriskus 14:56:48 | Montag, 7. November 2005
@Irenäus, @Bernardo @Irenäus: Danke für den Hinweis auf Can.144 §1. Ich sehe das genauso. @Bernardo:
Auch Ihnen danke für den wohlgemeinten Hinweis. Aber es ändert meine Haltung nicht. Wenn nicht befugt
sein und Ungehorsam Sünde wäre, dann kann ich aber eine ganze Menge Handlungen der Kirche, von denen
ich Zeuge war, in Frage stellen.
@asteriskus Sie Schrieben:„Ich erlebe das als Notsstand. Die rechtmäßige Spendung des Bußsakramentes
durch Priester der FSSPX steht für mich fest.“ Für sie vielleicht. Für das Kirchenrecht nicht. Zum
rechtmäßigen Hören der Beichte benötigt der Priester die Ermächtigung (Facultas) durch den zuständigen
Ortsbischof. Wenn die nicht vorliegt, wird das Bußsakrament nicht rechtmäßig gespendet. Die Frage der
Gültigkeit und die weitere Frage, inwieweit sich die Teilnehmer der unrechtmäßigen Handlung versündigen,
steht dann noch auf einem anderen Blatt.
#94 Asteriskus 07:48:21 | Montag, 7. November 2005
Beichtnotlage? Zunächst bitte ich um Entschuldigung, dass ich erst jetzt auf Fragen antworte.Danke allen,
für die Antworten auf meinen Beitrag. @gunter maria michael:“…aber das glaube ich Dir nicht, daß Du
keine Beichtgelegenheit findest.Bei uns z.B. wird täglich Beichte gehört“Regelmäßige Beichtzeiten
gibt es in meiner Pfarrei nicht. Hier gibt es noch nicht mal eine tägliche Messe, geschweige denn tägliche
Beichtgelegenheit. Vor Ostern und Weihnachten gibt es Beichtgelegenheit neben den Bußgottesdiensten mit
„Massenabsolution“. @Romano: Da an der Gültigkeit der Absolution durch einen „normalen“ Pfarrer kein
Zweifel besteht, ist große Vorsicht mit Beichten in der FSSPX geboten.“ Schön wäre es, wenn es so wäre.
Ich habe erhebliche Zweifel an der Gültigkeit der Absolution.Ein Priester, der noch nicht mal in der
Lage ist, eine Messe nach den NOM-Regeln zu feiern (Ringbuch mit Eigenkreationen statt Missale) ist für
mich nicht Garant einer gültigen Absolution. Ich erlebe das als Notsstand. Die rechtmäßige Spendung
des Bußsakramentes durch Priester der FSSPX steht für mich fest. Es geht nicht um liturgische Nostalgie.
Ich kann keine halbgare Position einnehmen. Was in den letzten 4 Jahrzehnten in der Kirche geschehen ist
und weiter geschieht habe ich leidvoll erlebt und habe wenig Lust, weiter mit mir selbst zu experimentieren.
@ Romano et turk Die Festschreibung der heute geltenden Formvorschrift bei der katholischen Ehe durch
das Trid. Konzil hatte vorrangig die Abwehr der irrigen reformatorischen Lehre von der „Ehe als weltlich
Ding“ zum Zweck, also die Eingehung ungültiger „Ehen“ zu vermeiden. Gleichen Zwecken diente später die
Abwehr der „Zivilehe“. Weder die Gefahr des Protestantismus oder des Modernismus etc. besteht bei der
FSSPX. Das Modell von @ turk überzeugt natürlich schon deshalb nicht, weil es voraussetzen würde, dass
Anhänger der FSSPX außerhalb der Kirche seien, was nicht richtig ist. Eher würden Notmodelle oder Unzumutbarkeitsüberlegungen
greifen. Denn wenn es ursprünglich einen Sinn hatte, grundsätzlich beim eigenen Ortspfarrer zu heiraten,
weil dieser Mängel beim Ehekonsens udgl. am besten zu erkennen in der Lage war, warum dann nicht vor
dem Prior des jeweiligen Priorats der FSSPX, welches eine de-facto-Pfarre (Not-Pfarre) darstellt? Das
komische ist: Wenn zwei Brautleute nur deshalb aus „der Kirche austreten“ würden (was meiner Ansicht
nach so gar nicht möglich ist, weil es ja keinen contrarius actus zur Hl. Taufe gibt, also bei „Wiedereintritt“
keine neue Taufe nötig ist), um dem Kirchenbeitrag als Förderung der V2-Kirche zu entgehen, könnten
sie gültig vor FSSPX-Priestern heiraten, obwohl sie nach wie vor ausweislich ihres Glaubensbekenntnisses
katholisch sind. Ist es das, was Hw. turk, Romano und andere V2-Verteidiger bewirken wollen?
#92 Romano 15:17:53 | Donnerstag, 3. November 2005
@Stimme Ehe: Eine vor dem FSSPX-Ehe geschlossene Ehe wg. Formverletzung als ungültig anzusehen, mag der
herrschenden CIC-Machtmißbrauchsvorschrift entsprechen. Sinn und Zweck des Ehesakraments (gegenseitige
Spendung durch die Brautleute) entspricht es sicherlich nicht. Gehört die Stimme jetzt der Initiative
„Kirche von unten“ an? Wie hier die Tradition zurechtgebogen wird (schon einmal darüber nachgedacht,
seit wann es die entsprechenden Formvorschriften gibt?), spottet jeder Beschreibung.
Aufklärung von Mißverständnissen Liebe Vorposter! Um einmal eines klarzustellen. Es geht hier nicht
gegen die „Priesterbruderschaft St. Pius X.“, sondern gegen einen Fanatismus bei der verfehlten Verteidigung
derselben. Insbesondere ist es mein Anliegen, daß jene, die subjektiv vermeinen, Einrichtungen und Angebote
dieser Bruderschaft zeitweilig aus einer persönlich erkannten örtlichen Notlage heraus in Anspruch zu
müssen, klar erkennen, bekennen und auch weitersagen, daß jener Argumentationsbereich der „Piusbrüder“
völlig verfehlt ist, der da endet mit den Ausreden, warum man sich nicht dem „aktuellen Rom“ unterstellen
könnte und warum man aus dem bekannten Dogma des Päpstlichen Jurisdiktionsprimates derzeit angeblich
nicht die für jeden Katholiken zum ewigen Heil nötigen Konsequenzen ziehen könnte. Liebe Stimme! Haben
Sie sich verlesen? Ich stellte die Theorie vor, daß die rein bei „Pius“ geschlossenen Ehen wegen Ausfalles
der Formpflicht gültig sein könnten, lesen SIe nochmals nach. Und: ich wendete auf das Studium der Originaltexte
des II. Vatikanischen Konzils als des XXI. Ökumenischen Konzils der einen, heiligen, katholischen und
apostolischen Kirche ungefähr 1000fach mehr Sorgfalt auf als auf die rasche Lektüre Ihrer oft interessanten,
aber manchmal leider komplett übers „Ziel“ hinausschießenden Postings. Wenn Sie die Texte in Latein
wirklich studiert haben, dann können Sie unmöglich Ihre Behauptungen von Irrlehren in den Texten aufrechterhalten,
sondern [fett]müßten so wie der + Erzbischof Lefebvre im Mai 1988 per Unterschrift zur Ann…
@ Hw. turk: Wenn Sie mit der gleichen Sorgfalt die V2-Dokumente auslegen, wie meine Postings, wimmelt
es dort nur so von Irrlehren, dass Ihnen die Ideologie vom „XXI. ökum. Konzil“ ganz und war vergehen
würde. In der Sache: Den Ausdruck „päpstl. Primat“ habe ich deswegen unter Anführungszeichen gesetzt,
weil er nicht von mir stammt, sondern ein Zitat von Ihnen ist. Grundsätzlich habe ich keine Vorbehalte
gegen diesen Ausdruck, solange nicht z.B. mit der Anerkennung von V2 und NOM et al. verknüpft. Taufe:
Nach Ihrer Logik kann man seine Kinder getrost auch prot. taufen lassen, weil diese ja gültig ist. Ich
kenne die prot. Taufe, die NO-kath. und die Taufe alten Ritus. Der Unterschied zwischen altem Ritus und
neuem sind in der Taufe größer als der Unterschied zw. NO-katholischer und prot. Taufe (jedenfalls A.B.).
Wenn unserer drittes, bei FSSPX getauftes, Kind nicht ins Taufbuch unserer Pfarre eingetragen werden sollte,
fein: Dann wird es später nicht kirchenbeitragspflichtig sein… Beichte: Zum Unterschied von turk mache
ich da kein Pseudodogma daraus. Ich beichte, wo es gerade für mich möglich ist, bei Indultpriestern,
bei Ecclesia-Dei-Priestern, bei FSSPX. Nicht mehr bei anderen NOM-Priestern, weil deren Lossprechung verkürzt
(NO) ist und deren Belehrung sowie Buße ein Witz. Ehe: Eine vor dem FSSPX-Ehe geschlossene Ehe wg. Formverletzung
als ungültig anzusehen, mag der herrschenden CIC-Machtmißbrauchsvorschrift entsprechen. Sinn und Zweck
des Ehesakraments (gegenseitige Spendung durch die Brautleute) entspricht es sicherlich nicht.
#89 Rudolphus 12:13:20 | Donnerstag, 3. November 2005
@Gunter Michael Die nachfolgenden Pro-FS-Beiträge sprechen für sich. Vergelt’s Gott an alle, auch für
das CIC-Zitat. Auch die Beichte und die Ehe in FS-Kirchen ist gültig, trotz gegenteiliger Propaganda
diverser Diözesenzeitungen und modernistischer Theologen. Die römischen Sakramente gibt es nur bei FSSPX
(FSSP & Co sind Minderheitenfälle, die nur dank den Lefebvrianern da sind).
#88 Marcel 12:08:18 | Donnerstag, 3. November 2005
Der alltägliche Glaubensnotstand in der Konzilskirche und die Nothilfe der FSSPX in der Kirche Hochwürden
Turk liebt die Theorie und ignoriert den alltäglichen praktischen Glaubensnotstand in der real existierenden
Konzilskirche, der die FSSPX rechtfertigt. Daher werde ich gerne meine Fragen an ihn solange wiederholen,
bis er auf jede von ihnen stichhaltig eingegangen ist. Ohne die Berücksichtigung dieser Grundsatzfragen
bleibt sein Redeschwall heiße Luft aus dem V.II-Elfenbeinturm. Empfehlen Sie uns glaubenstreuen katholischen
Laien, die eine FSSPX-Kirche in der Nähe haben, daß wir … : 1.) die Fasnets-, Halloween-, und andere
Spektakel-„Messen“ in unseren Ortskirchen besuchen (inkl. Rockmusik oder Buschtrommeln während der Wandlung) ?
2.) vor Ort zur „katholischen“ Beichte gehen, in der mir der Ortspfarrer auf 3/4 meiner tatsächlichen
Sünden erklärt, daß das keine Sünden seien und ich sie daher auch nicht beichten soll? 3.) vor Ort
die vom Pfarrer empfohlene „katholische“ Fortbildung zu besuchen, in der uns Diplomtheologen mit Häresien
überschütten? 4.) unsere Kinder in die zur Kirche gehörenden katholischen Kindergärten und in den
schulischen Religionsunterricht schicken, in denen sie mit Häresien, Esoterik und anderem Teufelszeug
überhäuft werden? 5.) unsere Kinder in den katholischen Kindergärten Hexen- und Halloween-Lampions
basteln und sie mit diesen am St.-Martins-Umzug der Gemeinde mitlaufen lassen? 6.) unsere Kinder zum Gemeinde-Erstkommunionsunterricht
schicken, geleitet von häretischen Laien oder sogar von Protestanten? Usw.
So einfach ist das nicht Danke, Irenäus, daß Sie den wichtigen can. 144 CIC 1983 genannt haben. Zur
Objektivierung sollten wir den Text hereinnehmen, denn es muß sich um einen tatsächlich vorliegenden
allgemeinen Irrtum oder um einen rechtlich anzunehmenden allgemeinen Irrtum oder aber um einen positiven
und begründeten Rechts- und Tatsachenzweifel handeln: In errore communi de facto aut de iure, itemque
in dubio positivo et probabili sive iuris sive facti, supplet Ecclesia, pro foro tam externo quam interno,
potestatem regiminis exsecutivam. Und was die Eheschließungen betrifft, könnte es sein, daß sich da
die Katze bei der unten angegebenen Argumentation in den Schwanz beißt. Denn man kann es auch ganz anders
sehen. Wenn nämlich das volle „Eingegliedertsein“ bei der „Piusbruderschaft“ als formaler Akt des Abfalles
von der Katholischen Kirche gilt – und eine Heirat nur vor dem öffentlichen Forum dieser Bruderschaft
könnte sogar als klares Indiz für diese Abfall gewertet werden – würde can. 1117 gelten, der die vorgeschriebene
Eheschließungsform von jenen ehemaligen Katholiken, die durch einen formalen Akt abgefallen sind, nicht
mehr verlangt. Eben dadurch wäre dann eine Heirat vor dem Standesamt oder vor dem öffentlichen Forum
einer „Piusbruderschaft“ gültig. So einfach ist das alles also nicht. Es fehlen jedoch weiterhin die
nachweislichen rechtlichen Dokumente zum öffentlichen Nachlesen, die die Ansicht der allgemeinen Anerkennung
aller Sakramente seitens Rom belegen würde.
#86 Irenäus 09:31:12 | Donnerstag, 3. November 2005
Nachtrag Ich möchte doch in dem Zusammenhang daran erinnern, daß Pater Angles nicht versucht, sich darauf
zu berufen, daß die FSSPX in allem zu rechtfertigen. Es reicht schon aus, daß das Beichtkind gemäß
Canon 144 meint, in einer Notlage zu sein. Die Kirche ersetzt die fehlende Jurisdiktion, selbst wenn das
Beichtkind sich dabei im Irrtum befand, da der oberste Grundsatz das Heil der Seelen ist.
#85 Marcel 09:22:03 | Donnerstag, 3. November 2005
Alle von der FSSPX gespendeten Sakramente werden von Rom in der Praxis anerkannt Rudolphus schrieb:„Der
einfache gläubige Katholik möchte … die wahren Sakramente und die wahre Lehre.“ Ja. Der Katholik erhält
bei der FSSPX als Notorganisation in der katholischen Kirche die wahren Sakramente und die wahre katholische
Lehre. Er möchte sie nicht aus der Hand häretischer Würdenträger und Superlaien. Gunther schrieb:
Allerdings, das ist wahr, es wird ihm heute zum Teil schwer gemacht, es zu finden, aber es ist da. Es
ist schwer, zur FSSPX zu finden, weil die Agitation der Konzilskatholiken gegen Erzbischof Lefebvre und
sein Werk anfangs viele Suchende abhält. Daß auch die Beicht- und Ehe-Sakramente der FSSPX gültig und
rechtens sind, belegt die von Irenäus erwähnte Studie P. Angles. Auf deutsch in den Kirchen erhältlich,
auf englisch hier bei SSPX.org www.sspx.org/…of_confessions_1.htm. Entsprechend handelt Rom in der Praxis:
* Als sich das mit der FSSPX verbundene Campos dem modernistischen Rom assimilierte, wurden die von der
FSSPX geschlossenen Ehen und Beichten gültig übernommen, ohne Korrektur, Nachlaß oder andere Maßnahmen.
* Als die Bischöfe von Gabon Rom fragten wegen der Anerkennung der von den FSSPX-Missionspriestern dort
gespendeten Sakramenten, insbesondere des Ehesakramentes, antwortete Rom: alle als rechtmäßig in die
Ortskirchenbücher eintragen. Siehe Abschnitt „Rome approves“ www.sspx.org/…ions/sspx_update.htm. * Usw.
#83 Romano 00:25:57 | Donnerstag, 3. November 2005
@Asteriskus Das Problem mit der Gültigkeit der Absolution in der Piusbruderschaft ist das Folgende: Die
Patres der Piusbruderschaft haben zwar die erforderliche Weihegewalt (deswegen können sie in Todesgefahr
zweifellos gültig absolvieren), aber kein kirchliches Amt. Deswegen passt Can. § 968 § 1 CIC nicht
ohne weiteres. M.E. treten die Patres des FSSPX auch nicht „an Stelle“ des Pfarrers, da ihnen ein entsprechender
Auftrag durch den zuständigen Ortsbischof fehlt (und es ja überall einen Pfarrer gibt). Die Weihbishöfe
der FSSPX können ihren Priestern auch keine „Facultas“ erteilen; denn diese Weihbischöfe haben kein
kirchliches Amt inne. Mit welchem Argument man in Campos offenbar die erteilten Absolutionen für gültig
erklärt (oder „geheilt“?) hat, weiß ich nicht. Vielleicht hat man sich auf den Standpunkt stellt, die
„abtrünnigen“ Priester seien eben doch schismatisch und deswegen nicht an die Vorschriften des CIC gebunden
gewesen. So könnte man womöglich auch die Wirksamkeit der Absolutionen der FSSPX (und der orthodoxen
Priester) begründen. An Can. 966 CIC führt jedenfalls kein Weg vorbei: neben der Weihegewalt ist (außer
in Todesgefahr) eine „Fakultas“ erforderlich. Sicher hat die nur der zuständige Pfarrer. Da an der Gültigkeit
der Absolution durch einen „normalen“ Pfarrer kein Zweifel besteht, ist große Vorsicht mit Beichten in
der FSSPX geboten. Die von dem Generalvikariat erteilte Auskunft sollte also nicht leichtfertig in den
Wind geschlagen werden.
Absurde Argumentation: „Papst hat von Herrn X dieses und jene nicht verlangt“ Lieber Irenäus! „Liberale“
Ansichten des Papstes? Sie verzetteln sich ja am laufenen Band in Widersprüche. Und gleichzeitig wollen
Sie dann pastoral klug gemeinte lobende Worte für Herrn X und Herrn Y für die im kanonischen Bereich
derzeit leider nicht existente „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ in Anspruch nehmen? Ihre Argumente diesbezüglich
sind objektiv Nullnummern, denn der Papst ist Seelsorger der ganzen Welt, und warum sollte der Heilige
Vater von einem Dr. Barth – weiterhin fehlen Belege und Belegstellen – dieses und jenes gemäß gültigem
Kirchenrecht einfordern, wenn der Papst doch genau weiß, daß es Dr. Barth wissen müßte. Da könnten
Sie genauso kommen und sagen: aber der Papst hat doch von seinem Mitbruder Prof. Hans Küng disziplinär
und lehrmäßig nichts verlangt, also das ist ja eine Bestätigung der Küng’schen Position. Nein, ein
solches Argumentieren bringt gar nichts. Bleiben wir bei den harten Fakten, und die sind hier im Forum
wirklich allen zumutbar. Denn es mutet schon grotesk an, wenn hier Pius-Totalverteidiger (mit implizitem
Monopolanspruch auf die „Tradition“) von der „Liebe“ reden, wenn sie teils austeilen gegen den Diener
Gottes Johannes Paul II. und andere, daß sie eben auch knallharte Sachargumente hinzunehmen haben. Wer
so fanatisiert wie manche „Piusleute“, kann auch einstecken. Bernardo hat übrigens weiter unten sachliche
Anfragen an die derzeitige Ausprägung des lateinischen Ritus in der offensichtlich von ihm erlebten durchschnittlichen
Praxis gestellt – s…
@Asterikus Obwohl ich nichts von den liberalen Ansichten des Papstes halte, sollte man ihm doch zugutehalten,
daß er mehr vom Evangelium verwirklicht hat, als gewisse Leute hier, die meinen, sich zu seinen Fürsprechern
aufspielen zu müssen (es dürfte klar sein, wen ich meine). Auch über Michael Davies fand Ratzinger
anläßlich dessen Todes lobende Worte, obwohl er wußte, daß er die Sakramente bei der FSSPX empfängt.
Man kann also die Kirchen der Bruderschaft besuchen und gleichzeitig ein guter Katholik sein, schließlich
wollen die verehrten Pytliks und Spindelböcks es doch nicht besser wissen als der Papst, oder?
#80 Asteriskus 23:03:27 | Mittwoch, 2. November 2005
@irenäus Danke für den Hinweis auf die Studie. Ich werde sie mir beschaffen. Das mit der Liebe ist scheint
wohl nur partiell zu gelten. Hier habe ich bisher wenig davon gemerkt.
@Gunther Allein es scheint mir die Kraft der Argumente maßgeblich zu sein; außerdem scheint der gegenwärtige
Papst Dr. Barth nicht davon abzuhalten zu wollen, das Bußsakrament bei der FSSPX zu empfangen, obwohl
er es öffentlich zugegeben hat.
Beichtnotlage? @Asteriskus: Wieso sorgt sich Dein zuständiger Pfarrer nicht für Deine Seele? Hört er
keine Beichte? Entschuldige bitte, aber das glaube ich Dir nicht, daß Du keine Beichtgelegenheit findest.
Bei uns z.B. wird täglich Beichte gehört, 7 Tage in der Woche. @Irenäus: Und dieser Pater Ramon – was
ist das für ein Pater? Von der Priesterbruderschaft? Kein Wunder, daß er die Beichten der FSSPX für
gültig hält.
@Asterikus Es gibt zur Gültigkeit der Absolutionen der FSSPX eine interessante Studie: Die Gültigkeit
der Beichten und Eheschließungen in den Kapellen der Priesterbruderschaft St. Pius X. von Pater Ramon
Angles. Bevor Dich hier andere verreißen, solltest Du wissen, daß Papst offensichtlich anderer anderer
Meinung ist als unsere FSSPX-Hasser. Seltsam nur, ich dachte die Liebe gehört zur Lehre Christi.
#76 Asteriskus 22:27:53 | Mittwoch, 2. November 2005
„…die Absolution bei der Piusbruderschaft ist ungültig“ Ich bin zwar kein Kirchenrechtler, nur einer
der im Gefolge des VK2 so hochgeschätzten Laien. Mag sein, dass ich jetzt hier in der Luft zerrissen
werde, aber es ist mir gleichgültig. Ich zitiere aus dem CIC, Can.986 §1: „Kraft Amtes besitzen jeweils
für ihren Bereich der Ortsordinarius, der Bußkanoniker und ebenso der Pfarrer und andere, die an Stelle
des Pfarrers stehen, die Befugnis, Beichten entgegenzunehmen.“ Für mich stehen die Priester der FSSPX
als Seelsorger, die sich um meine Seele sorgen, klar an Stelle des Pfarrers. Denn der Pfarrer, der das
eigentlich tun sollte, sorgt sich nicht um meine Seele. Er fungiert lieber als Gemeinde-Entertainer und
als Sozialarbeiter. Notlage nennt man das wohl. Aber wie gesagt, ich bin ja nur Laie, ein Teil des so
oft beschworenen Gottesvolkes. Salus animarum suprema lex. Das -und nichts anderes- nehme ich für mich
in Anspruch.
#75 pierronsky 21:57:40 | Mittwoch, 2. November 2005
Stimmen aus einem Vorseminar Grüß Gott! Ich wohne in einem Vorseminar für geistliche Berufe, hier werden
die Weichen für eine zukünftige Laufbahn als Priester, im Dienst der Kirche, gestellt. In den letzten
Jahren hat sich der Kreis der traditionell Interessierten enorm vergrößert. So sind 7 von 25 Seminaristen
überzeugt, dass die Zukunft der Kirche in der ganzen Tradition zu finden ist. Ist das ein Zeichen ???
Die Muttergottes vom Sieg, in Wigratzbad, hat gesagt, dass sich die Kirche von hier aus erneuern wird.
Beten wir dafür !!!. Grüße an Sascha.
@Gunther Das war mir schon klar; aber unabhängig was man von den Vorfällen des Jahres 1054 halten soll,
ändert das nichts daran, daß die real existierende orthodoxe Kirche Dogmen ablehnt. Sie sind also im
strengen Sinne Häretiker.
Ad Irenaeum: Das mit Vaticanum I ist mir klar, aber das meinte ich nicht. Ich meinte die Anathemata des
Jahres 1054, die von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras annulliert wurden. Pax et bonum, Gunther.
Anathemasierung Die Anathemata des I. Vatikanums sind nach wie vor gültig. Der Begriff Sekte bezog sich
auf christliche Glaubensgemeinschaften, die außerhalb der Kirche stehen. Er war nicht im landläufigen
Sinne gemeint. Außerdem sollten Sie nicht allzuviel Zeit auf Leute verschwenden, die sich ins Fäustchen
lachen, wenn man ihnen mit der Autorität des Papstes kommt.
+ @Irenäus: Wegen eines konkreten Falls habe ich im Generalvikariat meines Bistums, der Rechtsabteilung,
angerufen. Dort wurde mir genau das bestätigt: die Absolution bei der Piusbruderschaft ist ungültig.
Zur gültigen Absolution genügt es nämlich nicht, Priester zu sein, dazu braucht es auch den bischöflichen
Auftrag, und den können die unerlaubt Geweihten der Piusbruderschaft nicht erteilen. Die Orthodoxie eine
Sekte? Ach, Irenäus! Davon abgesehen liegt der Fall dort anders – spätestens seit der Aufhebung der
gegenseitigen Anathematisierung, wahrscheinlich aber schon vorher. Vielleicht kann Dr. Pytlik etwas dazu
sagen, er ist ja Kirchenrechtler. Gunther.
@Gunther Wenn Sie Recht hätten, wären auch die Absolutionen der orthodoxen Kirche ungültig; obwohl
ich kein Freund dieser Sekte bin, würde ich eine solche Aussage in derem Falle so pauschal nicht treffen.
Ungültige Beichte @Rudolphus. Du schreibst: „Der einfache gläubige Katholik möchte … die wahren Sakramente
und die wahre Lehre.“ Nun, Rudolphus, das alles hat er in der römisch-katholischen Kirche, oder wo sonst?
Allerdings, das ist wahr, es wird ihm heute zum Teil schwer gemacht, es zu finden, aber es ist da. Bei
der FSSPX jedoch hat er die gültige, aber unerlaubte Kommunion, und keine gültige Beichte. Gunther.
#68 pierronsky 20:46:00 | Mittwoch, 2. November 2005
Liturgiemissbrauch Grüß Gott! Wenn ich diese Bilder sehe brennt mir das Herz. Mir stellt sich die Frage
wohin es mit unserer Mutter Kirche geht. Im hl. Mesopfer feiern wir den Tod und die Auferstehung unseres
Herrn und nicht ein Volksfest. Ich frage mich, wir kann man so etwas als Bischof zulassen, solche Priester
u. Diakone müsste man exkommunizieren. Dies alles wäre nicht geschehen, wenn die Liturgiereform konkret
durchgesetzt worden wäre. Man kann den Priestern ansich noch nicht direkt einen Vorwurf machen, sie bekommen
dies teilweise schon im Priesterseminar vermittelt. Schauen wir uns aber hingegen die Ausbildung und die
hl. Messen der Petrusbruderschaft www.fssp.orgwww.kreuz.net/ an, so wird dort wirklich das hl. Messopfer
unseres Herrn gefeiert.
#67 Rudolphus 15:41:25 | Mittwoch, 2. November 2005
@Marcel: Genau so ist es!!! Der einfache gläubige Katholik möchte Folgendes: Die wahren Sakramente und
die wahre Lehre. FSSPX-Kapellen sind darum ein wahrer Schatz in jeder Stadt. Glücklich, wer sie findet!
@asteriscus Das erhalte ich in meinem geschundenen Heimatbistum nur von der FSSPX. Dem stimme ich gern
zu, wenn die Anpassung dermassen ist, dass ein Unterschied zwischen Volksfest und Heiliger Messe nicht
mehr zu erkennen ist, wobei für mich schon die Anwesenheit von Frauen im Altarraum während der Heiligen
Messe diesen Volksfestcharakter hat. Ein Geistlicher, inzwischen verewigt, Hochw. R.A. sagte auch ähnlich, – „
wenn ihr keiner würdigen Messfeier mehr beiwohnen könnt und es euch an Mobilität mangelt, dann bleibt
zu Hause am Hausaltar und betet dort! „ Ich kenne einige Gläubige, die sich an ihrem Hausaltar wohler
fühlen als in dem, was sich heute noch Kirche nennen darf.
#64 Asteriskus 16:06:37 | Dienstag, 1. November 2005
„Seht, wie sie einander lieben…“ Diskutieren Sie hier wie und was Sie wollen. Für mich ist wichtig:
Ich WILL eine reine, unverfälschte RÖMISCH-KATHOLISCHE Liturgie, bei der ich weder die Intention des
Zelebranten, noch die Rechtmäßigkeit der verwendeten Materie und auch nicht die verwendeten Texte anzweifeln
muss. Dies beziehe ich nicht nur auf das Hl. Messopfer sondern auf alle Sakramente. Das erhalte ich in
meinem geschundenen Heimatbistum nur von der FSSPX. Eine Alternative gibt es nicht. Und wissen Sie was?
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich dort die Mittel erhalte, die mir in der Taufe zugesagt wurden, um
meinen Glauben zu erhalten. Davon bringt mich alles Theologengezänk der Welt nicht ab. Ihnen allen von
Herzen meine Grüße.
@gunther maria michel Sie schrieben:Und wenn Papst Paul VI. den Novus Ordo formulieren ließl, um den
Protestanten entgegenzukommen, um ihnen die Rückkehr zur Una Sancta zu erleichtern – dann heißt das
noch lange nicht, daß er häretisch oder ungültig ist (er ist es nicht). Worauf kommt es eigentlich
wirklich an bei der Heiligen Messe?… Hier möchte ich ein kleines „caveat“ anbringen: Ich bestreite
keinesfalls die Gültigkeit oder Rechtmäßigkeit des NOM – aber ich habe Zweifel an seiner Zweckmäßigkeit:
Ist er wirklich geeignet die mit ihm verbundenen Ziele zu erreichen? Oder leistet er in einigen Punkten
nicht dem Aufkommen falscher Vorstellungen Vorschub? Zum Beispiel: Läßt er den Opfercharakter der Messe
in der wünschenswerten Deutlichkeit erkennen? Macht er genügend sichtbar, welche Rolle dem Priester
beim Vollzug der heiligen Handlung zukommt? Unterstützt er ausreichend die Bereitschaft und Fähigkeit
der Gemeinde, das Geschehen beim Eucharistischen Mahl von anderen Mählern zu unterscheiden? Ist die Rede
vom „Einsetzungsbericht“ die bestgeeignete Methode, die Verwandlung der Gaben in das Fleisch und Blut
des Herrn zu verdeutlichen? Soll das Entgegenkommen gegenüber den Protestanten so weit gehen, daß „normal
gebildete Katholiken“ denken: „Das ist heute schon alles eins?“ Die Liste wäre zu verlängern. Auf dieser
pragmatischen Ebene sehe ich beim NOM Schwächen, die dringend der Diskussion und Korrektur bedürfen.
@ gunther maria michel Wobei die von dir genannten auch kein Mandat haben, für die FSSPX zu sprechen.
Insbesondere die Ansicht, das Zweite Vatikanum für eine Synode zu halten ist jedenfalls nicht die, die
der Auffassung der FSSPX entspricht.
+ Wenn Brandenburgis, Tradiland und einige andere Anhänger der Piusbruderschaft sind, dann muß ich mein
naiv wohlwollendes Bild, das ich bisher von dieser, offenbar mangels Erfahrung mit deren heutiger Szene,
gründlich revidieren. Was da an Verachtung und Überheblichkeit der römischen Kirche entgegenschlägt,
kommt von wo auch immer, aber nicht vom Heiligen Geist. – Und wenn Papst Paul VI. den Novus Ordo formulieren
ließl, um den Protestanten entgegenzukommen, um ihnen die Rückkehr zur Una Sancta zu erleichtern – dann
heißt das noch lange nicht, daß er häretisch oder ungültig ist (er ist es nicht). Worauf kommt es
eigentlich wirklich an bei der Heiligen Messe? Und ist das, worauf es ankommt, nicht gegeben, egal ob
in der Tridentinischen Messe, oder in der Chrysostomusliturgie, oder in der syrischen Liturgie, oder der
Novus-Ordo-Messe?
Damit haben Sie sich selbst das Urteil gesprochen Tja, liebe Stimme, mit diesem Satz „Damit auch all das
nicht mehr möglich ist, soll sich die FSSPX ? bedingungslos ? dem ?päpstl. Primat? unterstellen.“ haben
Sie sich selbst das Urteil gesprochen: solange Sie den päpstlichen Primat in Anführungszeichen setzen
und die Konsequenzen aus dem von ihnen angeblich anerkannten I. Vatikanischen Konzil nicht persönlich
ziehen wollen, sondern sogar noch eine ganze Gruppe in genau diesem springenden Punkt verteidigen, sind
Sie nicht (mehr) katholisch, leider. Anstatt Mißstände konstruktiv und konsequent bei den legitimen
Autoritäten anzuzeigen, nehmen Sie von vorneherein an, daß Rom keinen guten Willen hätte. Wenn Sie
die Gültigkeit der Nottaufe und der Taufe nach dem erneuerten Ritus bezweifeln, sind Sie leider nicht
mehr katholisch: Gültige Taufe = gültige Taufe. Der überlieferte Taufritus ist zwar rituell reichhaltiger,
aber ein gültig getauftes Kind unterscheidet sich von einem gültig getauften Kind von den objektiven
und für immer bleibenden Sakramentswirkungen nicht, egal welcher katholische Ritus verwendet wurde. Ob
da nun ein Befehlsexorzistmus oder ein Bittexorzismus verwendet wird, ist wirklich keine Wesensfrage.
Jeder, der einen Service einer Gemeinschaft wie der „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ subjektiv-notweise
in Anspruch nimmt, muß die gegenteilige Haltung der „Stimme“ haben: er muß klar bekennen, daß der Weg
der Piusbruderschaft insbesondere mit und seit 30. Juni 1988 falsch ist und daß es keinem Katholiken
je erlaub…
geboten, an Eltern und ihre Kinder zu denken Hier Hw. turk im Original: …in Ö. bereits gute Angebote
der röm.-kath. Petrusbruderschaft gibt. 1. Gilt das auch für P. Potter und sein Pro-Harry-Potter-Buch?
2. Was ist dort, wo es keine FSSP gibt (= in 7 von 10 österr. Diözesen; in den 3 genannten nur am jeweiligen
Diözesansitz)? …Schulen … FSSPX …solange es noch keine klaren röm.-kath. Alternativen gibt. Welche
Alternativen? Zu hl. Taufe und Firmung bei der Piusbruderschaft …ein ganz klares Nein Nach Hw. turk
geht es also auch ohne Taufexorzismen: Soviel zu seiner Rechtgläubigkeit. Und irgendeinen V2-Häretiker
wie Weihbi. Krätzl die Finger auf den Kopf meiner Kinder legen zu lassen? jeder Pfarrer im Sinne des
päpstl. Schreibens vom 2. Juli 1988 …die Überweisung z. B. zu Kapellen der FSSP ermöglichen muß.
Da kann ich turk selbst zitieren: Harrharr… Bezüglich der hl. Erstkommunion …FSSPX… zweifellos
eine vorläufig denkbar Alternative …für die Firmvorbereitung… Immerhin. Es geht aber nicht nur um
Erstkommunion und Firmvorbereitung, sondern auch die Kinder- und Jugendkatechese davor, dazwischen und
danach. Demgemäß daher auch der sonntägliche Meßbesuch, der nach Hw. turk bei FSSPX… nicht ganz
ausgeschlossen werden kann… Damit auch all das nicht mehr möglich ist, soll sich die FSSPX – bedingungslos –
dem „päpstl. Primat“ unterstellen. Ganz logisch, ganz turk,…
#57 sebastianus 15:32:58 | Montag, 31. Oktober 2005
@Athanasius@Rudolphus athanasius: Die fotos sind ja schrecklich- das sind eindeutig die konzilsfolgen.
vorher hätts so eine schande bzw. kasperltheater nicht gegeben. vermutlich wäre er schockiert weil er
so eine art von kirche nicht kennt. das probelm ist, dass man den kindern solchen quatsch aufzwingt und
man ihnen erzählt wie modern man nicht sein muss. ich bin überzeugt dass viele das wahre annehmen würden,
wenn man ihnen es nur einmal nahebringen würde. und hiebei hat all dieser unsinnige mist und herbeilockerei-
die ja eh immer in die hose geht (s. wiener diskomesse)- absolut nichts verloren. rudolphus: du hast völlig
recht, dass auch die privatmeinungen ein großes problem sind. privatmeinungen in der religiösen erziehung
der kinder sind fehl am platz.
Religionsunterricht als inhaltslos oder ketzerisch Viele, viele Religionslehrer bringen ihre Privatmeinungen,
wiegeln gegen den Heiligen Vater und seine Lehre auf oder bringen im besten Fall nur Spielereien. Gläubige
Familien melden ihre Kinder darum vom staatlich-katholischen Religionsunterricht ab, und übernehmen diesen
selbst bzw. führen sie zu FSSPX oder vielleicht auch zur Personalprälatur Opus Dei, welche über den
Bistümern steht.
#55 Athanasius 15:12:55 | Montag, 31. Oktober 2005
Es gibt im englischen… …amerikanischen Internetzbereich einen Traditionalistischen Römisch-katholischen
Priester, der es pflegt die Novus Ordo-Messe (Neue Messe) als „Freimaurerisch-Heidnische, protestantische“
Liturgie zu beschimpfen. Allerdings scheint er mit dieser „inkulturierten“ Halloween-Messe nicht weit
davon zu sein. Anstatt Aller Heiligen Gedächtnis, wird das Gedächtnis des alten Heidentums begangen!
Ach ja, in Afrika wird mit Erlaubnis des Vatikans die Hühnerschlächterei unter einer Messe durchgeführt,
damit die Afrikaner auch ihren lokalen „Göttern“ die „Ehre“ erweisen könnten. Und wie würden Sie, Sebastianus
darauf reagieren, wenn ihr sechszehnjähriger Sohn zu einer „konservativen“ Papst-Messe gehen würde in
Asien, wo eine New Yorksche Anwältin „einheimisch gekleidet“ mit ihrer völlig nackten KörperOberhälfte
das Epistel liest, spricht am Ambo und nachher halbnackt neben ihm die hl. Kommunion empfängt vom „konservativen“
Papst? www.traditioninaction.org/…7rcOffertoryGift.htm www.traditioninaction.org/…dReads%20Epistle.htm
(Diese Frau ist Anwältin in New York.)
#54 sebastianus 15:01:46 | Montag, 31. Oktober 2005
@marcel das mit den häresien in den schulen kann ich nur bestätigen. man nimmt den rk unterrich nicht
mehr ernst genug. als mein sohn heute von der schule nach hause kam, erzählte er mir dass sie eine halloween
party in der religionsstunde gefeiert haben. ich fragte zweimal nach, bis ich es glauben konnte. anstatt,
dass die kinder auf allerheiligen und allerseelen vorbereitet werden macht man solch teufelswerk mit ihnen.
ach ja, er wird von einem priester der amtskirche unterrichtet. ich war echt geschockt. meine frau erzählt
mir soeben, dass es am abend eine „halloweenmesse“ gibt mit der anmerkung an der messordnung: die kinder
dürfen verkleidet kommen. wenn ich heute am abend nicht wieder arbeiten müsste, würd ich mir das spektakel
geben. nur für mich ist jetzt der zeitpunkt erreicht, dass ich meinen sohn aus dem rk unterricht herausnehmen
werde- somit verstehe ich die sorge von marcel- er selber will das sogar auch. turk wird mich wieder korregieren
u. bla bla bla aber marcel wird sicher ebenso schockiert sein wie ich- oder?
Diskussion ist immer dann interessant, wenn „Monopol“ der Piusbruderschaft hinterfragt wird Also ich nehme
‘mal an, daß die kreuz.net-Redaktion nicht direkt im „Lager“ der „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ steht,
sondern aus mehreren Personen unterschiedlicher Prägung bestehen wird, evtl. noch weniger eindeutig als
bei der immer wieder lesenswerten „Kirchlichen Umschau“. Anders aber hier ein paar Poster, die im guten
Glauben die „Piusbruderschaft“ so verteidigen, als würde diese als solche die gesamte universale Katholische
Kirche heilsmäßig repräsentieren können. Interessant vor allem, daß bisher niemand geantwortet hat
auf die entscheidende katholische Frage: wie kann jemals ein Katholik sagen und tun, daß er im Moment
den Jurisdiktionsprimat des Papstes nicht beachten kann, weil … und dann kommen die bekannten tausenden
Ausreden, die wahrscheinlich in irgendwelchen „Piuskatechismen“ stehen werden. (Einzelveranstaltungen
aus Not besuchen heißt noch nicht zum totalen „Piusverteidiger“ werden, das müßten eben die Schwarz-Weiß-Maler
ein wenig lernen. Die Fragen der Vorposter sind längst (seit 1998) in meinem kurzen Beitrag zur „Piusbruderschaft“
www.padre.at/fsspx.htm beantwortet, da muß man eben hinklicken, so viel Klickbereitschaft muß eben sein.)
Wußte gar nicht, daß es „turk“ auch bei „kath.net“ gibt, und bin auch überwältigt von der vornehmen
Anrede gegenüber „turk“, der plötzlich für eine Bischofskonferenz arbeiten soll. Toll, was da alles
ohne mein Wissen läuft Hier sind wir ja ganz anonym, und es zählen ja bekanntlich nur Sachargumente.
Und mit solchen kann man eben doch eini…
#52 sebastianus 14:33:26 | Montag, 31. Oktober 2005
so nicht!!! Hochwürden turk! der einzige der kein niveau hat sind sie. sie spielen sich immer als der
rechthaberische und einzig korrekt argumentierende bei kath.net auf- lassen sie doch auch einmal andere
meinungen zu und dementieren sie keinen facten von „die stimme aus dem tradiland“. außerdem die priesterbruderschaft
st. pius als verein zu bezeichnen zeigt von ihrer intoleranz, unkenntnis und ihrer niveaulosigkeit. wenn
sie die bruderschaft kennen würden, täten sie nicht solchen unsinn verbreiten. fsspx leistet gute und
fruchtbare arbeit im gegensatz zur amtskirche. und bitte wie kann man in einem anonymen forum in einen
menschen tief hineinsehen- also ihre menschenkenntnis ist schon bewunderndswert- lernt man das bei barbara
karlich?
Erschaffen einer praktischen Parallelhierarchie? Ich nehme mal zur Abwechslung an, turk spricht von den
realen Problemen in der Gegenwart. Zu diesen gehört die „Erschaffung einer praktischen Parallelhierachie“
in Gestalt der deutschen (Königsteiner Erklärung), der österr. (Maria Troster Erklärung), niederländischen
(Holländischer Katechismus) u. anderen Bischofskonferenzen. Diese haben die kirchliche Lehre über das
Ehesakrament (und auch über die anderen Sakramente) völlig verdunkelt. Die Früchte sind katastrophal
und reichen bis in die Familien (wie unten nur ansatzweise dargestellt). Warum sollte der informierte
Katholik ausgerechnet der parallel-„amtskirchlich“ verfaßten Gegenkirche in Gestalt der Bischofskonferenzen
Kirchenbeiträge etc. bezahlen? Diese Frage könnte turk beantworten. und das Erschaffen einer praktischen
Parallelhierarchie im ausdrücklichen Hinwegweisens des Päpstlichen Primates trennt von der vollen kirchlichen
Gemeinschaft, ganz unabhängig von der Nebenfrage, ob eine Exkommunikation nun eingetreten wäre oder
nicht. Genau das gilt für die genannten Bischofskonferenzen. Seltsamer Weise ist turk für diese tätig
und nicht für die gerechtfertigt ungehorsamen Bischöfe und Priester der FSSPX… Ach so, turk spricht
tatsächlich ernstgemeint von der FSSPX und nicht von den genannten Bischofskonferenzen? Ja, dann wie
kann man das nennen? Völligen Realitätsverlust? Schizophrenie? Ideologie? Irgendsowie halt…
Die Praxis und der Elfenbeinturm, oder: Der Geist als Widersacher der Materie Hochwürden Turk schrieb
über die von der Traditionsstimme genannten Praxisbeispiele der real existierenden Konzilskirche: „Sorry,
aber das sind keine Argumente.“ Sie verwechseln dieses Forum wirklich mit einer dieser unsäglichen TV-„Talkshows“
und das „Publikum“ hier mit TV-Geschädigten. Die von der Traditionsstimme skizierte praktische Konzilskirchenwelt
ist es, die uns denkfähige Laien angeht, weil wir im Gegensatz zu Ihnen in dieser laizisierten Welt leben
müssen. Laizisiert auf Drängen des irrgen V.II. Gerne wiederhole ich meine Fragen: a) Bestätigen oder
leugnen Sie, daß die Assimilierung an den Protestantengottesdienst das erklärte Liturgiereform-Ziel
Pauls VI. für den NOM war? b) Empfehlen Sie uns, die nicht die Ehre haben, den „großen Turk“ als Ortspfarrer
zu haben, unsere konziliare Ortskirche zu besuchen, in der wir die berüchtigten Fasnets“messen“ zu erdulden
haben und das restliche Jahr über ähnlich abstoßende Spektakel? c) Empfehlen Sie uns, vor Ort die „katholische“
Fortbildung zu besuchen, in der uns Diplomtheologen erklären, daß die heutige Theologie sich vom „Opfergedanken“
der Messe löst, uvm.? d) Empfehlen Sie uns, unsere Kinder in die katholischen Kindergärten und in den
schulischen Religionsunterricht zu schicken, in denen sie mit Häresien überhäuft werden? e) Empfehlen
Sie uns, unsere Kinder zum Gemeinde-Erskommunionsunterricht zu schicken, veranstaltet von „Wir sind Kirche“-AktivistInnen
und in Nachbargemeinden von einem Protestanten? Usw.
Das sind keine Argumente, jedenfalls nicht für die Piusbruderschaft Sorry, aber das sind keine Argumente.
Warum sollten an unterschiedlichen Orten unterschiedlich wahrgenommene Symptome einer von den Päpsten
Johannes Paul II. und Benedikt XVI. immer klarer erkannten Krise ausgerechnet dazu angetan sein, einem
kirchlich rechtsgültig aufgelösten Verein namens „Piusbruderschaft“ anzuhangen und sich dort „Weihbischöfen“
zu verschreiben, die keinerlei Jurisdiktion besitzen, sondern sogar aufgrund ihres im schismatischen Ungehorsam
vorgenommenen Weiheaktes exkommuniziert sind, was übrigens gar nicht das Entscheidende ist. Denn ob exkommuniziert
oder nicht: die Kirchenstrafe selbst trennt noch nicht von der Kirche, sondern es hängt vom Delikt ab:
und das Erschaffen einer praktischen Parallelhierarchie im ausdrücklichen Hinwegweisens des Päpstlichen
Primates trennt von der vollen kirchlichen Gemeinschaft, ganz unabhängig von der Nebenfrage, ob eine
Exkommunikation nun eingetreten wäre oder nicht. Es bleibt dabei: es wurde bisher keine Legitimation
benannt, die einer Einzelgruppe oder einem Einzelkatholiken erlauben würde, sich als Katholik dem Päpstlichen
Primat zu entziehen, an den jeder Katholik glaubt, so er wirklich katholisch sein möchte. „Amtskirche“
ist im Piuskontext genauso unsinnig als Begriff wie „Konzilskirche“. Nochmals: warum sollte der informierte
Katholik ausgerechnet der parallel-„amtskirchlich“ verfaßten Piusbruderschaft „beitreten“? Es ist absurd,
für eine (einzige) Piusbruderschaft einen quasi-„unfehlbaren Moralismus“ zu beanspruchen, als ob nur
dort die Heiligen wären: genau daran scheitert der […
Voll ins Schwarze!!! Umso naiver sind all jene glaubenstreuen Priester, die sagen: „Geht nicht zu FSSPX,
geht zur Amtskirche!“ Die Amtskirche im Jahr 2005: Solange die Konzilskirchenamtsträger den Papst de
jure anerkenntnen, ist alles o.k. Daß man die Gläubigen damit zu Irrlehrern und Liturgieschändern schickt,
ist damit inkludiert. (Der Teufel ist ja keine dumme Bestie, sondern hochintelligent.,; Lefebvre hat das
durchschaut.)
Keine Sachargumente für die FSSPX? Lieber turk! Ich helfe Ihnen ein bißchen: 1. Schauen Sie nach, wieviele
Diözesen es weltweit gibt und wieviele modernistisch (Verbot des alten Ritus, NOM mit Handkommunion und
Volksaltar; ökumenische Gemeinschaftsveranstaltungen mit Häretikern und Schismatikern; interreligiöser
Nonsens; Esoterik in Bildungshäusern; Paralyse von allen Lehrkanzeln; in Auswahl…) geführt werden:
So viele Argumente haben Sie dann für die FSSPX; 2. Schauen Sie nach, wieviele NOM-Priester vom Glauben,
von ihrem Priestertum abgefallen sind oder den Zölibat nicht einhalten: Zigtausende, soviele Argumente
auch für die FSSPX; 3. Schauen Sie nach, wieviele Katholiken seit 1965 vom Glauben abgefallen sind, insb.
zu prot. Sekten, zu den Zeugen Jehovas, den Moslems etc. abgefallen sind: Millionen, ebensoviele Argumente
für die FSSPX; 4. Schauen Sie nach, wieviele katholische Familien noch gibt und vergleichen Sie es mit
der Anzahl solcher Familien im Jahre 1965 (Gebet in der Familie; Sonntagsmesse; Kinderanzahl; keine Scheidung
etc.). Die Differenz ergibt die Anzahl der Argumente für die FSSPX; 5. Schauen Sie nach, wieviele Katholikinnen
frühabtreibende Verhütungsmittel verwenden, rechnen sie jene hinzu, die andere Verhütungsmittel verwenden:
Millionen, ebensoviele Argumente für die FSSPX; Aber was zählen schon zig Millionen Argumente gegen
einen großen turk, der sie alle mit dem kleinen Finger aufwägen kann…?
#46 virOblationis 13:05:05 | Montag, 31. Oktober 2005
Anaphora der Apostel Addai und Mari „Nur, weil etwas nicht explizit erwähnt wird, fehlt es noch nicht.“
(Zitat turk) – Da muß ich an den Streit um die „Messe ohne Wandlungsworte“ denken.
Lauter Cardinäle, dann haben wir kein Problem Cardinal Stickler, schön und gut. Wenn alle, die den Ritus
aller Zeiten die Treue halten wollten, zu Cardinälen oder Bischlfen ernannt würden, gäbe es tatsächlich
kein Problem. Denn dann gäbe es keine Modernistenordinari, die ihnen dreinpfuschen würden. Da es die
aber gibt, und der Papst seine Direktjurisdiktion nicht in Anspruch nimmt, in Gegensatz zu Paul VI., ist
die FSSPX notwedndig.
Anonyme Diskussionen hinken sogar hinter TV-Diskussion nach Nuja, Marcel, alles schön und gut, aber
Sie können eben auch nicht darüber hinwegtäuschen, daß aufgrund der Anonymität hier im Forum von
kreuz.net manchmal die Gefahr besteht, daß hier das Niveau unterschritten wird, nämlich unterhalb einer
nicht-anonymen „Talkshow“, offenbar eine Gattung, die Ihnen aus irgendeinem Grund zu gefallen scheint.
Wie großzügig, daß Sie „sebastianus“ vergeben, harhar. Was hat er denn Schlimmes angestellt – merken
Sie eigentlich nicht, wie hier von manchen Pius-X-Fanaitkern, die sogar die eigene Bruderschaft noch an
Unlogik überholen, die sachliche Ebene all zu oft verlassen wird. Es zählen aber nur klare Sachargumente,
und da haben Sie eben bis jetzt keines geliefert, daß es einer Piusbruderschaft als einzigem monopolistischem
Verein erlauben würde, sich der ganz konkreten Jurisdiktion des Papstes als Stellvertreters Christi auf
Erden zu entziehen. Kardinal Stickler ist der lebende Beweis, daß eben beides zusammengeht: loyale Kritik,
aber Treue zum Heiligen Stuhl. Und er zelebriert(e) ohne Problem beide Ausprägungen des lateinischen
Ritus, die derzeit am gängigsten sind (1962 und 1970), wobei es zwei österreichische Diözesen gibt,
in denen ganz offiziell an Sonn- und Feiertagen die Bücher aus 1965 verwendet werden und sogar hinzugesagt
wird, daß + Erzb. Lefebvre im Grunde ja gar nicht mehr wollte als die Ausprägung des lateinischen Ritus
gemäß der Bücher von 1965. Die Tradition in ihrer lebendigen Ausprägung gibt es nur [fett]mit Rom,
und nicht ohne Rom.[fett…
Hat die Hl. Kirche Lehre zum Sühnopfer nicht geändert? Die Antwort muß V2-NOM-gemäß „differenziert“
ausfallen. Ja, sie hat sie nicht geändert, weil sie das gar nicht konnte und die Dogmen des Trid. Konzils
weitergelten. Nein, sie hat sie geändert, weil sie in falscher Lehre (theologische Hochschulen, Fakultäten,
Seminare, Religionslehrerausbildung, Religionsunterricht, fehlende oder schlechte Katechese) und Praxis
(NOM inkl. „Inkulturation“ inkl. „Phantasie der Meßgestaltung“ inkl. „Zeitgeistpredigt“, usw.) alles
getan hat und tut, um diese Lehre möglichst flächendeckend und tiefgreifend zu paralysieren und den
Gläubigen und Seminaristen den Weg zur rechten Erkenntnis zu versperren. Abgesehen davon, dass solche
Umfragen ohnedies regelmäßig von den „Pastoraltheologen“ durchgeführt werden, kann turk vorgeschlagen
werden, sich vor eine x-beliebige (aber nicht seine eigene oder eine Indultkirche) V2-NOM-Kirche zu stellen
und dort das in der Realität vorhandene Gottesvolk nach abs. NOM-Messe und Steh-Handkommunion zum Begriff
„Sühnopfer“ zu befragen. Vielleicht kommen ihm dann Erkenntnisse, die sich ihm – da er nur auf sich selbst
schaut und auf kirchl. Amtsträger nur durch papalistische Brille – scheinbar sonst verschließen…
Der Kreuznet-Kommentarbereich ist keine TV-„Talkshow“-Arena Sebastianus, gut, daß es nur eine Verwechselung
war. Hiermit entschuldigt. Hochwürden Turk, er hat sich entschuldigt, also ist es deplaziert, über seine
Verwechslung Hohn und Spott auszuschütten. In gewisser Hinsicht bin ich dankbar dafür, daß Sie vorexerzieren,
was die Konzilskirche für „konservative“ Priester hat, mit größten Schwächen im logischen Denken und
Argumentieren, doch umso mehr Geschick im Verplempern ihrer kostbaren Zeit. Sie lassen mich noch dankbarer
sein, daß ich die Tradition habe finden dürfen. Es ist _nicht_ spöttisch gemeint, sondern ein ähnliches
Geheimnis wie das Leiden der FSSP, die als abschreckendes Beispiel dient, was die Unterordnung unter das
modernistische Rom/V.II bedeutet. Sie werfen Ihren Gegnern ständig „Hetze“ vor – ein zu bombastisches
Wort für begründete Kritik am NOM –, dabei sagen die meisten Traditionellen hier „nur“, daß der NOM
die Protestantisierung der Messe darstellt und die daraus sich ergebendenden Defekte das Problem sind.
Diese Assimilation an den Protestantengottesdienst war das erklärte Ziel Pauls VI. Leugnen Sie das? Kard.
Stickler sagte ähnliches in seinem Interview: daß „{diverse Dinge zeigen}, was wir eine Anpassung an
die protestantische Idee des Gottesdienstes nennen können.“ Wenn er es sagt, bleibt er ein „großer Kanonist“.
Wenn ein Traditioneller es sagt, ist er ein Hetzer. Absurd. Nicht minder absurd ist Ihre Idee, ein Zitiermonopol
auf Kard. Stickler zu erheben. Ich werde ein paar seiner Worte zum V.II sammeln.
Neuer lateinischer Meßritus ist gültiger katholischer Ritus Ist eben schon dumm, Herr Ignatius, daß
Kardinal Stickler niemals in solcher Weise, wie Sie es tun, gegen den Papst als Stellvertreter Christi
auf Erden und gegen einen gültigen katholischen Meßritus hetzte oder hetzen würde. Es ist ein Mißbrauch
Ihrerseits, den Kardinal nur in irgendeiner Weise in Ihr antirömisches Geschreibse einzuspannen. Nur,
weil etwas nicht explizit erwähnt wird, fehlt es noch nicht. Und das ist der große dogmatische Irrtum
mancher Vorposter: der Opfercharakter der Messe hängt nicht von seiner buchstäblichen Erwähnung ab.
Die Heilige Messe ist gültig sowohl nach neuem als auch nach älterem lateinsichen Ritus. Da kommen auch
Sie, Herr Ignatius, nicht herum. Darum ist es nach heutigem Wissensstand unverantwortlich, so zu hetzen,
wie Sie es tun. Passiver Widerstand gegen antisakrale Tendenzen kann legitim (gewesen) sein, aber so weit
zu gehen, wie es die Piusbruderschaft getan hat, das kann niemals legitim sein. Tja, Herr Ignatius, nur
der Widerstand innerhalb der Kirche macht dauerhaft Sinn, aber nicht ein Weg, der solche Äußerungen
wie die Ihrigen bewirkt und sogar plötzlich mit Freuden „Lutheraner“ bemüht. Für manche eine Offenbarung.
Praxis & Theorie Zitat turk : sogar Athanasius gibt zu, daß es den Römischen Canon im ach so gefährlichen
NOM noch gibt. Kurz zuvor schrieb Turk noch: der „große Kanonist Se. Em. Alfons Maria Kardinal Stickler“.
Dieser im Interview : „Der zweite Meßkanon, der den Opfercharakter der Messe nicht erwähnt, ist der
kürzeste und hat praktisch überall den alten Römischen Kanon ersetzt. So einfach legte der Teufel die
Leutchen rein vor allem die Papalisten. Gleich den Massen“demokratien“: man lässt sie wählen und sie
wählen immer den Weg des geringsten Widerstandes der praktisch immer ins Verderben führt. Novus Ordo
ist ein Wurf DER Freidenker (=Teufelssekte O-Ton alte Päpste). Die Papalisten gehen denen auf den Leim.
Weil sie nicht mehr wissen dass Christus das Haupt der Kirche ist und der Papst nur Stellvertreter, der
irren kann und es reichlich tat und tut, siehe Geschichte. Sie verkehren den Gehorsam gegen Gott zum preussischem
Kadavergehorsam gegen einen Menschen. Ja diese Papstvergötterung durch Turk & Co. ist abstossend unkatholisch.
An euch finden Lutheraner alle ihre Vorurteile bestätigt. Wenn der heilige Paulus/Athanasius/… ab 1965
da wäre würd er wieder dem Papst widerstehen. Dann würd Turk von fehlender Rechtmässigkeit und Ungehorsam
gegen den Papst quasseln und wieder an der Realität vorbei. Der Heilige würd wieder Gott mehr Gehorchen
als dem Papst und die Kirch retten.
Enzyklika Editae Saepe In meinem letzten Beitrag zu diesem Thema sind die Links mißlungen. Deshalb hier
noch ein Versuch. Der englische Text auf der Website des Vatikans: [link]www.vatican.va/…epe_en.html[link]Ein
kritischer Auszug, der wohl hauptsächlich zum Verbot der Enzyklika in Deutschland führte:[link]f27.parsimony.net/…ssages/4811.htm[link]
Gunther.
Verwirrung bei so manchem Poster Genau lesen und nachdenken, dann passieren weniger Verwechslungen, gell,
Herr „sebastianus“. Die Frage des Titels dieser Meldung stellt sich, da „sebastianus“ kurzzeitig nicht
in der Lage schien, zwischen „turk“ und „muntu“ zu unterscheiden. Angesichts der bisherigen Wortmeldungen
des „sebastianus“ www.kreuz.net/reader.658.html besteht leider der Verdacht, daß „sebastianus“ kein Problem
mit den homophilen Fotoaufnahmen der ehemaligen St. Pöltner Regenten zu haben scheint. Das läßt tief
blicken. Exerzitien sind angesagt, nicht nur für „sebastianus“, sondern auch für Herrn „muntu www.kreuz.net/reader.74.html“
und alle anderen Dupletten bzw. Konsorten, die in unserer heiligen Kirche kein Problem mit aufgeflogenen
Homoseminaren zu haben scheinen, so nach dem heuchlerischem Motto: „Hauptsache konservativ und traditionalistisch!“
Und Herr Marcel wird einmal verstehen müssen, daß die anerkannten „Traditionswürdenträger“ (welcher
künstlicher Begriff, aber scheinbar führt die Abwendung von Rom auch zu einer eigenen fragwürdigen
Terminologie) nur der Papst als Stellvertreter Chisti auf Erden und alle mit ihm glaubens- und jurisdiktionsmäßig
verbundenen katholischen Bischöfe sind. Dazu gehören derzeit leider nicht die „Weihbischöfe“ der sog.
FSSPX dazu. Und siehe da, sogar Athanasius gibt zu, daß es den Römischen Canon im ach so gefährlichen
NOM noch gibt. Tja, damit ist natürlich der Angriff gegen den korrekt zelebrierten neuen lateinischen
Ritus voll daneben gegangen. Gültige Messe bleibt gültige Messe, gültiges Sühnopfer bleibt gültiges
Süh…
@Marcel Herr Turk hat m.E. völlig recht. Die Kirche hat die Lehre vom Sühnopfer Christi und vom Sühnopfercharakter
der hl. Messe nicht geändert und kann sie auch nicht ändern. Ich habe schon hingewiesen auf die diesbezüglichen
Abschnitte im Katechismus der Katholischen Kirche. Es hat sich auch am Wesen des Heiligen Meßopfers nichts
geändert und kann sich nichts ändern – selbst wenn es von einem Teil der Priester und der Laien nicht
mehr voll verstanden oder teilweise mißverstanden würde. Sie müssen (oder Du mußt) das Wesen von der
Erscheinung unterscheiden. Ein König ist ein König, ob er die Krone auf dem Kopf trägt und auf dem
Thron sitzt oder ober er inkognito unterwegs ist. Der Novus Ordo Missae ist das gültige und immerwährende
heilige Meßopfer nicht mehr und nicht weniger als die Tridentinische Messe. Einen Unterschied würde
ich machen in der Aneignung und den Früchten. Außerdem haben Sie (hast Du) und die anderen Traditionalisten
Illusionen über den Glauben der vorkonziliaren Kirche. Ich habe vor einiger Zeit die 7 Bände der Offenbarungen
an Barbara Weigand (vorkonziliar) durchgelesen. Dort erfahren Sie etwas über den Unglauben der Priester
und des katholischen Volkes in Deutschland vor 100 Jahren.
#36 sebastianus 21:18:32 | Sonntag, 30. Oktober 2005
@marcel marcel ich entschuldige mich zu tiefst. ich wollte eigentlich turk nicht verteidigen sondern muntu.
turks äußerungen sind keinens kommentares wert- ich halte nichts von actfotos in badehose. entschuldige
marcel- ich bleibe natürlich meiner linie treu. auf weiteren guten zusammenhalt, sebastianus
#35 Athanasius 19:51:21 | Sonntag, 30. Oktober 2005
Noch mal 1. Natürlich hat das wahre Magisterium der hl. Römisch-Katholischen Kirche nicht das Recht
die Dogmata über das eucharistische Sühnopfer zu ändern. 2. Ich sprach aber von dem Novus Ordo Missae.
Und wenn Sie mir nicht glauben, bestellen Sie sich bitte einen Exemplar des ersten „erneuerten“ Missal
Pauls VI. Darin werden Sie kein Sühnopfer finden. Und auch jetzt findet man keinen Sühnopferbegriff
im Novus Ordo. Nur im lateinischen ersten Hochgebet. Weiter nichts. Gar nichts. Denn halt „Opfer“ kann
auch Opfer des Lobes, Konzept des Luther, bedeuten. Und das bedeutete es, wo noch „Opfer“ blieb, denn
die lutheranischen Mitarbeiter an der Kreierung der Neuen Messe erklärten nach ihrem Dienst bei Mgr.
Bugnini und Paul VI., dass jetzt „kein Protestant die katholische Liturgie noch abweisen“ könne mit theologischer
Begründung.
Stickler nie für „Pius“, sondern immer für Gehorsam gegenüber legitimer kirchl. Autorität Hallo Marcel!
Der große Kanonist Se. Em. Alfons Maria Kardinal Stickler hat – wenn man ihn darauf angesprochen hat –
immer ganz klar gesagt, daß seine Werbung für die überlieferte lateinische Messe in keiner Weise eine
Rechtfertigung des falschen Weges der „Priesterbruderschaft St. Pius X.“ ist, auch wenn letztere immer
versucht hat, die Worte des Kardinals für ihren bedenklichen Monopolanspruch auf die Tradition zu verwenden,
als ob alles nur von einer Bruderschaft abhinge. Schauen wir uns die Praxis an: Se. Em. Stickler hat immer
den erneuerten lateinischen Ritus auch in der approbierten Volkssprache zelebriert, sehr oft auch in der
Form der positivrechtlich erlaubten Konzelebration. Schon von daher wird klar, daß sein gesamtes Referat
im Sinne der theologischen Attraktivität der „Alten“ Messe nicht dazu gedacht war, nur irgendetwas an
der Gültigkeit der „Neuen“ Messe zu bezweifeln oder einen direkten Krieg zwischen „alt“ und „neu“ heraufzubeschwören,
sondern es ist ganz im Geist dieses hochverdienten Rechtshistorikers, alles immer wieder den legitimen
mit dem Papst verbundenen Bischöfen und Oberen vorzutragen und nur mit der von Gott eingesetzten legitimen
kirchlichen Autorität einen Weg in Richtung Tradiiton zu versuchen. Hier atmet auch das Katholische bei
Stickler bei diesem Vortrag: in the spirit of obedience to legitimate superiors – und das sind eben nicht
„Piusobere“, die keinerlei Jurisdiktion besitzen, solange sie nicht einzeln oder gesammelt um Versöhnung
bitten…
@Marcel Ich denke, man sollte Seine Eminenz Stickler nicht als Konzilskardinal bezeichnen. Schließlich
hat er ja bekanntlich gesagt, daß man Nostra Aetate wohl wird umschreiben müssen. Gegenüber einem Kirchenfürsten
sollte man etwas mehr Respekt zeigen.
#31 sebastianus 15:08:38 | Sonntag, 30. Oktober 2005
@marcel sei gegenüber turk nicht immer so feindselig und rechthaberisch. verteidige und argumentiere
bitte sachlich und korrekt weder böswillig noch beleidigend.
Die protestantische „Umgestaltung des Opfers zum Mahl“ im NOM turk irrt, wie so oft. Der NOM ist zwar
nicht genuin häretisch – wenn auch viele NOM-Zelebrationen in häretischer Absicht durchgeführt werden
–, aber defekt. Deswegen ist er abzulehnen! Konzilkskardinal Stickler sprach in seinem Vortrag über „Die
Schönheit der tridentinischen Messe“ und „die Unkorrektheit der Neuen Messe“ wesentliche theologische
Gründe an, weshalb der NOM abzulehnen ist und er zieht eine Verbindung zwischen Meßritus und katholischem
Glauben, den dieser Ritus zum Ausdruck bringt. „Im Licht der protestantischen Häresie unterstrich die
Messe Pius’ V. als Ergebnis {…} des Konzils die zentrale Wahrheit der Messe als Opfer. Die Messe Pauls
VI. {führt zu} dem Ergebnis, daß das Opfer etwa zu einem Mahl umgestaltet wird. {Diverse Dinge zeigen}
das, was wir eine Anpassung an die protestantische Idee des Gottesdienstes nennen können {…} Jean Guitton
sagt, Paul VI. habe ihm geoffenbart, daß er in möglichst vielen Teilen die neue katholische Liturgie
dem protestantischen Gottesdienst assimilieren wollte. {NOM:} Der zweite Meßkanon, der den Opfercharakter
der Messe nicht erwähnt, ist der kürzeste und hat praktisch überall den alten Römischen Kanon ersetzt.
{…}“ Vortrag hier im Archiv von „Latin Mass“ www.latinmassmagazine.com/…995_SU_Stickler.html. Deutsche
Übersetzung stelle ich bei Bedarf ins Netz. Erzbischof Lefebvre sagt im Kern nichts anderes, zog aber
weitreichendere Konsequenzen aus der Erkenntnis.
Kirche hat Lehre zum Sühnopfer NICHT geändert und KANN ES AUCH NICHT! Lieber Herr Athanasius! Die Lösung
Ihres künstlichen (und von der üblichen Propaganda verursachten) Problems ist einfach: die Kirche Jesu
Christi, die wir unter Leitung des Papstes in der einen, heiligen, katholischen und apostolischen erkennen,
hat ihre gültige Lehre zum Sühnopfer der Messe nicht geändert und wird sie auch nicht ändern und kann
sie auch nie ändern. Daher ist völlig klar, daß die irrtumsfreie Lehre der Kirche für jede gültige
Katholische Messe gilt, egal ob im lateinischen Ritus (älterer oder neuerer Ausprägung), egal ob im
byzantinischen Ritus der Unierten, egal ob im maronitischen Ritus usw. usw. Ihre Anfragen können bestenfalls
geeignet sein, jenen Zelebranten Wahrheiten unseres Glaubens vor Augen zu führen, die sie schon lange
nicht mehr betrachtet haben. Gegen den „neuen“ Ritus können Sie das alles aber nicht verwenden.
#28 Athanasius 08:20:10 | Sonntag, 30. Oktober 2005
… 1. Ich kann nicht urteilen über den Einzelnen; es wurde aber offenbart was das elendige Schicksal
der pertinenten Häretiker usw. ist. 2. Wer kann mich im Novus Ordo Missae bitte mal nachweisen, wo der
Begriff des SÜHNOPFERS erwähnt wird. (Ausserhalb – NUR IN DER LATEINISCHEN VERSION DES – I. Euch. Hochgebet.)
3. „Suscipiat“ kann durchwegs auch „interpretiert“ werden als Lobopfer, mit dem Luther keine Probleme
hatte. 4. Die Sühnopferlehre ist überall gestrichen. Logisch denn, bei der Liturgiekommission die die
Neue Messe schrieb, arbeiteten sechs Protestanten mit. Und Paul VI. hat seinem Freund Jean Guitton (kein
Tradi) offenbart, dass der Reform dazu notwendig war um „die katholische Messe der kalvinistischen anzunähern“.
Es benutzen jetzt Protestanten die „katholische“ Neue Liturgie. 5. Auf deutsch wird nirgendwo mehr referiert
am Sühnopfer. Die Übersetzer wagten sogar im I. Euch. Hochgebet oblationem als „geistliches Opfer“ zu
übersetzen. 6. Die Einführung ins Missale wurde später geändert (prot. neben kath. Definition ist
jetzt der Fall). Aber die erste lautete nur häretisch protestantisch. „Herrenmahl“.
+ Grüß Gott, Athanasius, ich bin kein Novus-Ordo-Katholik, sondern römischer Katholik. Der Protestantismus
ist häretisch, und die Orthodoxie ist schismatisch (was Häresie miteinschließt). Allerdings bin ich
möglicherweise zurückhaltender als Sie darin, anderen in concreto – auch Ihnen – das Heil abzusprechen,
denn das Urteil über die Schuldhaftigkeit des einzelnen überlasse ich lieber dem gerechten Richter.
In der Einführung ins Meßbuch steht: „… die festliche Versammlung ereignet sich … vor allem: in
der Gemeinschaft mit Christus selbst und seiner Hingabe im Opfer.“ Auch in den Eucharistischen Hochgebeten
wird das Opfer Christi erwähnt. Es ist völlig richtig vom Papst, das Mysterium des Leidens, Todes und
der Auferstehung Christi als Paschamysterium zu bezeichnen. Denn es ist die Erfüllung des im Pascha des
Alten Testaments Vorangekündigten. Der KKK sagt klar in Nr. 608, daß Jesus das Lamm ist, das die Sünde
der Welt hinwegnimmt. Der Begriff des Opfers ist nicht nur im Suscipiat enthalten, sondern, wie gesagt,
und was von mehr Gewicht ist, im Hochgebet. Gunther.
@ Athanasius Zu Ihrem vierten Punkt: Nun ja, das könnte man dann ja theoretisch immer sagen, wo das Wort
Opfer nicht genauer ausformliert wird oder? Außerdem kläre ich Sie als Besucher des Überlieferten Ritus
fairerweise auf, dass das Suscipiat im NOM bedauerlicherweise fakultativ ist und daher häufig durch „Lasset
uns beten“ ersetzt wird. Dies scheint aber ein deutsches Phänomen zu sein. Die Priester aus der Mission
und unsere ausländischen (aus Europa) Aushilfskapläne verwenden alle durchgehend das Suscipiat (also
die deutsche Übersetzung davon, die aber am Wortlaut orientiert ist).
#25 Athanasius 00:23:38 | Sonntag, 30. Oktober 2005
Angenommen. 1. Es freut mich, dass Novus Ordo Katholiken hier wieder das Wort „Häresie“ wiederentdecken,
dass so lange unter dem Staub der ökumenistischen Dialoge begraben blieb. Natürlich wird es immer nur
auf die Traditionalisten ausgekotzt: die Protestanten und Ost-Schismatiker sind ja „Schwester und Brüder“
und wären keineswegs vom Heil ausgeschlossen. 2. Sorry, aber die Definition der Neuen Messe im offiziellen
Missale von 1969 wurde nicht nur von mir, sondern auch von den Kardinälen Ottaviani und Bacci als häretisch
eingestuft. Es war eine rein protestantische Definition. 3. Nirgendwo in den genannten Enzyklikas Johannes-Paul
des II. wird die Heilige Messe ein Sühnopfer genannt. Zwar wird sie – endlich mal wieder – in Verbindung
gebracht mit dem Kreuzesopfer, aber immer in der Neuen Theologie verbunden mit dem „Pascha-Mysterium“.
Also die Auferstehung. 4. Die Begriffe „Opfer“ usw. wurden im Novus Ordo nicht völlig ausgelassen. Das
„Suscipiat“ aber könnte durchaus auf ein Lobopfer hinweisen, womit kein Lutheraner Problem hat. In der
Tat feiern bestimmte Lutheraner und Episkopaler jetzt die neue Liturgie Paul VI. Wie Pastor Max Thurian
(Prot.) vorhergesagt hatte. Er arbeitete ja als Protestant an der Erschaffung der Neuen Messe mit. 5.
Ich habe nicht gesagt, die Neue Messe sei immer und überall ungültig. Sie ist aber zweifelhaft.
+ Die Verleumdung der Heiligen Messe, gefeiert im Novus Ordo Missae, durch sogenannte Traditionalisten
in diesem Forum als per se häretisch und ungültig ist unterträglich und selber häretisch. Der Opfercharakter
der heiligen Eucharistie ist im Katechismus der Katholischen Kirche ausführlich dargelegt und als glaubensverbindlich
vorgelegt. Ebenso das Kompendium. Auf die Frage: Was ist die Eucharistie, lautet der erste Satz der Antwort:
Sie ist das Opfer des Leibes und Blutes Christi… Sie lügen, meine Herren, Sie verleumden die heilige
Kirche, und glauben Sie nicht, daß der Herr Sie dafür nicht zur Verantwortung ziehen wird! Gunther.
@Athanasius Nur zwei Anmerkungen: – Zur Dauer der Zelebration im „alten“ Ordo schreibt der Hl. Pius X.
vor, die Stillmesse dürfe „ab amictu ad amictum“, also vom Beginn des Anlegens der liturgischen Gewänder
bis zum Ende des Ablegens derselben, zwischen 25 und 35 Minuten dauern. – Zur „Institutio Generalis“ von
1969: Diese wurde völlig zu Recht als ungenügend kritisiert und wurde daher auch ersetzt. Keinesfalls
gibt die zitierte Passage den Glauben der Kirche hinsichtlich des Meßopfers vollständig wieder, sie
leugnet ihn aber auch in keinem Punkt. Daß der Opfercharakter der Messe in den neuen Texten weniger deutlich
zum Ausdruck kommt, kann nicht bestritten werden. Dennoch ist es nicht gerechtfertigt, den Zelebrationen
nach dem Novus Ordo als solchen die auf das Opfer gerichtete Intention abzusprechen; dies gilt für den
Zelebranten wie auch für die Texte selbst. Insbesondere das „Suscipiat“ („Der Herr nehme das Opfer an
…) macht dies nach wie vor klar. Mit diesem Text könnte auch niemand leben, der eine protestantische
Abendmahlslehre vertritt – und mit dem römischen Kanon schon gar nicht. Übrigens kann es so etwas wie
„Luthers Messe“ keineswegs geben, da der Herr Doktor die Messe bekanntlich strikt ablehnte (und dieser
Ablehnung recht unflätigen Ausdruck verlieh).
Alte und neue lateinische Messe gemäß Rubriken zu 100 % gültig Selbstverständlich konnte auch früher
ein vom Glauben abgefallener Priester die lateinische Messe rein rubrikal korrekt zelebrieren. Nur Gott
sei Dank wissen wir, daß die Messe trotzdem gültig blieb, denn es genügt bis heute zur Gültigkeit
die Intenteion, das tun zu wollen, was Jesus Christus und Seine Kirche damit meinen. Selbstverständlich
beansprucht der neue lateinische Ritus voll und ganz, Meßopfer zu sein. Dazu genügt es, die vom Diener
Gottes Johannes Paul II. selbst geschriebenen glaubenstreuen Gedanken zum Meßopfer in ECCLESIA DE EUCHARISTIA
www.vatican.va/…s/DEU0210/_INDEX.HTM bzw. die von ihm selbst veranlaßten disziplinären Weisungen in
REDEMPTIONIS SACRAMENTUM www.vatican.va/…-sacramentum_ge.html nachzulesen. Wer behauptet, daß die gültige
„Neue“ Messe kein Meßopfer wäre, irrt und ist im strengen Sinne Häretiker, egal ob dies nun Progressisten,
bestimmte Traditionalisten oder gar Sedisvakantisten von sich geben.
#20 Athanasius 15:56:33 | Samstag, 29. Oktober 2005
Vetus & Novus 1. Natürlich zelebrierten manche Priester die Alte Hl. Messe auch viel zu rasch. Aber das
ist nur ein winziger Missbrauch. Zudem bestand niemals die Gefahr, den eucharistischen Glauben zu vernachlässigen.
2. In dem Novus Ordo Missae (Neuen Messe) gibt es überall die freie Wahl, nach pastoralen Angaben des
Missale selbst. Zudem werden Handkommunion und das Versus-Populumzelebrieren nahezu vom Missale verpflichtet.
Der Pastoralrraum gibt offiziell Raum für Eigenkreationen. 3. Der Novus Ordo Missae beansprucht – nochmals –
gar nicht ein hl. Messopfer darzubringen. Dazu verweise ich Sie zur ‘Institutio Generalis’ von 1969. Darin
wurde die Neue Messe so definiert, mit Unterschrift von Paul VI.: „Die Messe oder das Herrenmahl ist die
heilige Versammlung des Volkes Gottes unter Vorsitz des Priesters. Das Volk begeht das Gedächtnis des
Herrn, denn ‘Wo zwei in Meinem Namen versammelt sind, bin Ich unter Ihnen’.“ Eine Leugnung des Opfers,
eine häretische Verdrehung der physischen Realpresenz zu einer „geistlichen“ Gegenwart. Luthers Messe.
@ Athanasius Verballhornen kann man die Alte Messe nicht, da man da verpflichtet das Missale verwendet.
Diese Verpflichtung besteht auch beim NOM, es finden nur Verstöße statt. Währe der Alte Ritus der allgemein
gültige Ritus, dann würde man diesselben Verstöße finden (auch das Trienter Konzil befasste sich ja
mit Abweichungen und Pius V. erließ genau deswegen das Missale). Sie als Besucher des Alten Ritus haben
das Glück, dort nur Priester zu finden, die ein tiefes liturgisches Empfinden haben. Hätten sie dies
nicht, dann würden sie vermutlich erst gar nicht auf die Idee kommen, den Alten Ritus zu zelebrieren.
Von daher ist es beinahe logisch, dass die liturgischen Verstöße im überlieferten Ritus gegen Null
gehen. Würde man ihn wieder VERPFLICHTEND machen, dann wäre das ganz schnell rum. Warum auch sollte
einen Priester, den RS nicht interessiert ausgerechnet das Missale von 1962 interessieren?
@ Athanasius Pardon, aber die Behauptung „[Der] Novus Ordo (Neue MEsse) […] beansprucht nicht einmal
die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi, sondern definiert sich protestantisch als „Herrenmahl“
unter Vorsitz des Priesters.“ wäre nur dann haltbar, wenn man eine radikal-modernistische und nicht legitimierbare
Ideologisierung für die Sache selbst nähme. Tatsache ist freilich, daß die Durchführung der Liturgiereform
de facto solche Uminterpretationen auslöste und ermutigte; die Früchte sehen wir u. a. in der hier abgebildeten
Feier. Sie läßt den Verdacht aufkommen, daß die Absicht, „zu tun, was die Kirche tut“ hier so weit
in den Hintergrund getreten ist, daß die Gültigkeit mindestens zweifelhaft ist. Das Gute daran wäre,
daß man sich wenigstens um die Sicherheit des Allerheiligsten keine Sorgen machen müßte. Diese kann,
wie man auf den Bildern klar erkennt, nicht gegeben sein, wenn freihändig Schwarzbrot-Schnitten (wie
gesagt: hoffentlich eben nicht der Leib Christi) ausgeteilt werden, won denen man im Weggehen abbeißt.
Das Recht der Gläubigen, Mundkommunion zu verlangen, kann unter diesen Umständen nicht gewährleistet
werden; die gesamte Hantierung kann nicht geschehen, ohne daß am Feld reichlich Brösel zurückbleiben.
Das Altargeschirr aus Gmundner Keramik ist da nur konsequent.
#16 Athanasius 09:35:37 | Samstag, 29. Oktober 2005
– Man kann sowohl den „alten“ als auch den „neuen“ Ritus verballhornen oder aber mit tiefster geislicher
Hingabe feiern. Verballhornen kann man die Alte Messe nicht, da man da verpflichtet das Missale verwendet.
Die Novus Ordo (Neue MEsse) dahingegen beansprucht nicht einmal die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers
Christi, sondern definiert sich protestantisch als „Herrenmahl“ unter Vorsitz des Priesters. In dem Sinne
entsprechen diese liturgische Neuigkeiten in Oberösterreich sehr ganz dem „Geist der neuen Liturgie“.
Kann ja auch schwierig sonst sein, denn die Neue Messe wurde von sechs Protestanten mitkreiert. Thurian
sagte bereits, ab da (1970) könne man fortan keinen Unterschied mehr machen zwischen der katholischen
Kirche und den „protestantischen Kirchen“, wegen der liturgischen Gleichschaltung. Zudem ist die Mahlfeier
nur Frucht einer 35 jährigen langsamen doktrinären Hirnwäsche: durch die neue Liturgie wurden die Katholiken
darauf „vorbereitet“ „Abschied zu nehmen“ vom alten „unökumenischen“ Hl. Messopfer, und die neue Religion
anzunehmen.
Danke Benedikt! Danke für den Hinweis für die Galerie. Habe mir die Bilder gerade angeschaut. Sie offenbaren
den ganzen unheilvollen Gräuel, der dort betrieben wird. Allein das Vortrage“kreuz“ sucht seinesgleichen
an Verspottung und Verhöhung des wahren Kreuzes Christi. In mir regt sich Empörung und Zorn, wenn ich
solche Bilder sehe. Aber dennoch weiß ich: Das ist nicht die Regel. Es gibt sie noch, die ernste und
ernstgemeinte, würdige und liebe-volle Feier der allerheiligsten Eucharistie. Man kann sowohl den „alten“
als auch den „neuen“ Ritus verballhornen oder aber mit tiefster geislicher Hingabe feiern.
Wels Ich habe mir schon vor Tagen die Bilder von der Messe aus Wels zum Diakonentreffen angesehen. Den
Link hatte ich vom Forum von kath.net. Dort las ich auch zufällig, dass es sich um eine Kirche handelt,
in der die Messe stattfand. Dies war eine überaus wichtige Information, weil man diese Ansammlung von
Linoleum, Plastik und Glas auch für den örtlichen Gemeindesaal hätte halten können, in den man zu
diesem Anlass aus Platzgründen ausgewichen ist. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass es sich um eine
Kirche handelt. Keine Bilder, kaum Kerzen, einen Glasaltar mit Eisengestell (was ich noch nie zuvor gesehen
habe). Wie soll da eine sakrale oder spirituelle Stimmung aufkommen? Wo ist das Beeindruckende, wenn man
das Haus Gottes betritt? Hier der Link zur Galerie www.dioezese-linz.or.at/…ofsmesse05/index.htm @ Sulpicius
Wenn Sie schon über die Krawatte des Diakons lästern, dann sehen Sie sich lieber nicht die Ministrantengewänder
an .
Unterschied ein Reliquiengrab in irgendwelcher Form ist für einen Altar nicht notwendig. Eine Altarweiheweihe
ist wohl sehr zu unterscheiden von einem „Reliquiartuch“, das auf einen Tisch gelegt wird. Die Altarweihe
bestimmt einen Gegenstand zu einem dauerhaften Altar … jeder Tisch kann kann als vorübergehender Altar
genutzt werden.
@ Gotthard: geweihter Altar * Bei einer solchen Messe kann natürlich kein geweihter Altar vorhanden sein.
Ein Tisch erfüllt dann immer die Funktion und wird zum Altar, nicht zum Altarersatz. Es muß ja auch
nicht unbedingt ein geweihter Altar vorhanden sein Es reicht ja auch ein Altarstein. Es gibt im Übrigen
ja auch Corporalia, in denen eine Reliquie ingefasst ist, oder so ähnlich. Ich habe selber schon einem
Priester die (Alte) Messe ministriert, der auf Reisen immer ein solches Corporale dabei hat.
Schlechter Wein in alten Schläuchen Immerhin zeigt sich hier, wie konservativ der geistliche Stand trotz
allem ist: in keinem anderen Beruf könnte man heute noch „Neuheiten“ aus den Siebziger Jahren als das
Aktuelle vom Tag präsentieren. Jene haben zwar schon damals nicht die erhofften Früchte gebracht, aber
man bleibt gerne beim Rezept: „Mehr vom Gleichen“. Vielleicht haben wir es auch mit einer Abart geistlichen
Gottvertauens zu tun, auszudrücken etwa mit der Formel: „Was wir machen, kann nicht so falsch sein.“
@ Athanasius Die meisten „erneuerten“ „Messen“ sind in se ungültig. Was meinen Sie mit „erneuerten“ „Messen“?
Und woher nehmen Sie die Gewissheit dem, was sie als „erneuerten“ „Messen“ bezeichnen, die Gültigkeit
absprechen?
endlich mal wieder ein Aufreger! * Nehmen 2 Bischöfe an einer Tagung innerhalb einer Pfarrei teil, werden
sie wohl kaum das Gespräch mit den Verantwortlichen in der Pfarrei suchen (können), selbst wenn sie
in der Pfarrkirche mit den Tagungsteilnehmern die Eucharistie feiern. * In welcher Art und Weise sollte
der römische Abschluss der Bischofssynode – verbunden mit dem Abschluss des Jahres der Eucharistie –
das österreichische Erntedankfest beeinflussen? * Eine Sonntagsmesse muss nicht in der Pfarrkirche stattfinden…
* Zum Erntedankfest ist die Feier der Eucharistie auf einem Bauernhof oder auf offenem Feld schon eine
Zeichen-Predigt in sich. * Bei einer solchen Messe kann natürlich kein geweihter Altar vorhanden sein.
Ein Tisch erfüllt dann immer die Funktion und wird zum Altar, nicht zum Altarersatz. * Runde weiße Hostien
sind nicht vorgeschrieben. Eindeutig sind die Vorschriften zur Materie des Brotes … diese Vorschriften
wurden hier wohl nicht beachtet. * Bei einer Feldmesse sind Keramik-Kelche wohl passender als goldene
Gefäße … * Der Kommentar ist eine Bildbeschreibung ohne jede weitere Information – solide ist das
nicht! Warum hier sofort wieder der „Wander-Kommentar: der Mensch stand im Mittelpunkt und nicht Gott“
bemüht wird, ist mir ein Rätsel. (PS: bei einer traditionellen österreichisch-bayrischen Orchestermesse
steht der musizierende Mensch viel mehr im Mittelpunkt … )
#7 Petrus Radii 20:03:57 | Freitag, 28. Oktober 2005
Kanon 1378, §2, 1. Man möchte darauf hinweisen, daß der die hl. Messe simulierende Diakon zumindest
die Suspension a divinis, latae sententiae, auf sich gerufen habe. Es obliegt dem Ortsbischof und anderen
verantwortlichen Personen, diesem Kleriker die Ausübung seines Amtes zu verhindern. Es sei denn, daß
er die Tat bereue, beichte, und von der Suspension befreit werde.
#6 Athanasius 18:44:39 | Freitag, 28. Oktober 2005
… Die meisten „erneuerten“ „Messen“ sind in se ungültig. Aber ihr Neokonservativen glaubt der Vatikan
greift hier ein? Nö… Dreimal hurra für das „neue Pfingsten“.
Batik… …, eine Mode der 60er und 70er Jahre, scheint dort immer noch hoch im Kurs zu stehen, ehrlich
gesagt ein bißchen altmodisch. Aber mal Spaß beiseite (hier gibt es nämlich wirklich nichts zu lachen):
Was da geschehen ist, ist nicht nur unerlaubt, sondern auch ungültig (siehe Materie des Brotes). Wieder
einmal feiert der Mensch sich selbst, seinen „Alltag“ und seine „Batik“. Einfach unglaublich, diese Bilder.
Mit Gott und seiner Kirche freilich hat das nichts zu tun.
@Sozialkatholisch: Voll ins Schwarze!!! Gehorsam, dieses antiquiert klingende Wort, ihn gilt es zu bekämpfen,
so das Credo akademischer Wortakrobaten und ihrer Zöglinge, die in Diözese hohe Ämter und Titel tragen,
und mit unvorstellbaren Euro-Summen jonglieren. Während Bistümer reihenweise bankrott gehen, und Familenväter
und -mütter massenhaft entlassen werden, ist noch Geld da, um Kathedralen und Kirchen noch ein weiteres
Mal auf den Geist des II. Vaticanums auszurichten, obwohl dies ohnehin geschehen. 100.000e Euros werden
für noch bessere Volksaltäre, Glanzbrochuren, „Arbeitshilfen“ etc. ausgegeben. „Ein bißchen Spaß muß
sein“, ist aber weiterhin das Motto kreativer Eucharistiefeierbastler.
Ungerecht Wenn ein einfacher Angestellter oder Arbeiter das nicht befolgt, was sein Arbeitsvertrag beinhaltet,
oder noch schlimmer, was gegenteiliges anstellt, bekommt er zuerst keinen Lohn und wird dann entlassen.
Wenn man jeden Tag im Beruf seinen Mann bzw. Frau stehen muß, mit allen Sorgen, Kämpfen und Nöten,
und dann sieht was diese Herren/Damen selbstgefällig und ihrem Arbeitgeber gegenüber unfair veranstalten,
kann man schon seinen Glauben verlieren.
Neuer Ritus as usual Wieviele Zigtausende an Eucharistiefeiern mögen wohl schon in allerlei erdenklichen
Kreationen kreiert worden sein. Besonders kreativ war ohne Zweifel der päpstliche Zeremonienmeister und
sein päpstliches Showtalent John Paul Two. Letzterer wäre gewiß auch in Amerika ein Star geworden wie
sein Amtskollege Ronald Reagan seligen Andenkens. Und dies ist alles o.k. – nur die Zelebration des Römische
Ritus ist schwerer Ungehorsam. „Geht nicht zu den Schismatikern von Lefebvre“, warnen selbst rechtgläubige
und liturgisch sensible Priester. Was ist denn die Alternative der gehorsamen Concilskirche? Modernistische
Beichtväter und unwürdige Eucharistiefeiern, die die Gläubigen auf den Pfad des Verderbens führen,
während sie doch um das Brot des Glaubens bitten. Marcel Lefevbre und seine Nachfolger verweigern den
Gläubigen dieses Brot des ewigen Lebens nicht. Gott mit ihnen!