Evolution
Die Theologenkommission springt auf einen abgefahrenen Zug
Die Päpstliche Theologenkommission sorgt sich in einem Arbeitspapier um die Evolutionstheorie. Der gutgemeinte Rettungsversuch kommt zu spät.
(kreuz.net, Vatikan) Während sich ein kürzlich in Rom veröffentlichtes Arbeitspapier der Internationalen Päpstlichen Theologenkommission bemüht, die Evolutionstheorie von Dr. Charles Darwin aus dem fernen 1859 theologisch hoffähig zu machen, zeigen Umfragen, daß die Theorie aus dem 19. Jahrhundert bei modernen Katholiken immer mehr auf Desinteresse und Ablehnung stößt.

Bei den Katholiken ist nicht der Evolutionismus, sondern der Kreationismus Trumpf. Der Ausdruck „Kreationismus“ kommt vom lateinischen Wort „creatio“ (Schöpfung), und bezeichnet die Lehre, wonach Gott die Welt und den Menschen augenblicklich und in der heutigen Form geschaffen hat. Der Kreationismus entspricht der Aussage der Genesis, des ersten Buchs der Bibel am besten.

Daß der Kreationismus ‘in’ und der Evolutionismus ‘out’ ist, beweist nun eine in New York veröffentlichte Meinungsumfrage. Der Evolutionismus wird vor allem noch in jenen Kreisen vertreten, die selten oder nie zur Kirche gehen und deshalb über die kirchliche und biblische Lehre im Unwissenden sind.

Nach der Umfrage sind 55% der Amerikaner der Auffassung, daß Gott die Menschen so geschaffen hat, wie sie heute aussehen. Unter den Bush-Wählern sind es sogar 67%. Nur 27% der Amerikaner stehen hinter der jetzt im Arbeitspapier der Theologenkommission vertretenen Ansicht, wonach die menschliche Rasse aus einem von Gott geführten Evolutionsprozess heraus entstanden sei. Daß der Mensch gar aus einem ‘selbständigen’ gottlosen Evolutionsprozeß hervorgegangen sei, können sich nur noch 13% der Amerikaner vorstellen.

Zwei Drittel der Amerikaner erwarten, daß in den amerikanischen Schulen neben der Evolutionstheorie die biblische Darstellung der Erschaffung der Welt unterrichtet wird. Fast 40% der Bewohner der USA möchten die alte Evolutionstheorie ganz aus den Schulen verbannt wissen. Bei den Bush-Wählern ist es fast die Hälfte.

Vor allem die evangelikalen Amerikaner sind zu 60% der Auffassung, daß die veraltete Evolutionstheorie endlich aus den Schulen entfernt werden soll. Beim Rest der praktizierenden Christen in den USA ist es die Hälfte.

Für die Umfrageergebnisse wurden 885 Erwachsene zwischen dem 18. und dem 21. November befragt.
      
5 Lesermeinungen
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#5   Bokrug †   04:00:13 | Freitag, 24. August 2007
Möglichkeit einer Lösung
Möglichkeit einer Lösung
www.bourbaki.de
Bourbaki zum Äther und zum morphogenetischen Masterplan.
Der Philosoph Karl Christian Friedrich Krause (1781-1832), Rechtsphilosoph
de.wikipedia.org/…ian_Friedrich_Krause
www.bautz.de/…l/k/Krause_k_c.shtml
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#4   Catholicus   09:51:25 | Samstag, 4. Dezember 2004
Humani generis, Nr. 36
„Aus diesem Grund verbietet das Lehramt der Kirche nicht, daß in Übereinstimmung mit dem augenblicklichen Stand der menschlichen Wissenschaften und der Theologie die Entwicklungslehre Gegenstand der Untersuchungen und Besprechungen der Fachleute beider Gebiete sei, insoweit sie Forschungen anstellt über den Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden, lebenden Materie, während der katholische Glaube uns verpflichtet, daran festzuhalten, daß die Seelen unmittelbar von Gott geschaffen sind. Es sollen diese Verhandlungen in der Weise geschehen, daß die Gründe für beide Ansichten, also dieser, die der Entwicklungslehre zustimmt, wie jener, die ihr entgegensteht, mit nötigen Ernst abgewogen und beurteilt, vorausgesetzt, daß alle bereit sind, das Urteil der Kirche anzunehmen, der Christus das Amt anvertraut hat, die Heilige Schrift authentisch zu erklären und die Grundsätze des Glaubens zu schützen. Einige überschreiten nun verwegen diese Freiheit der Meinungsäußerung, da sie so tun, als sei der Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden und lebenden Materie durch bis jetzt gefundene Hinweise und durch Schlußfolgerungen aus diesen bereits mit vollständiger Sicherheit bewiesen; ebenso tun sie, als ob aus den Quellen der Offenbarung kein Grund vorliege, der auf diesem Gebiet nicht die allergrößte Mäßigung und Vorsicht geböte.“ – Text der ganzen Enzyklika unter diesem Link www.stjosef.at/…e/humani_generis.htm
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#3   Benedicta   22:49:30 | Dienstag, 30. November 2004
Wiedergabe der kath. Lehre
Pius XII. als Schützenhelfer der Evolutionisten? Hier ist, lieber Catholicus, der Originaltext aus der Enzyklika „Humani generis“, 12. Aug. 1950, aus Denzinger-Schönmetzer (3877-3878):
Einige behaupten, die ohne Klugheit und Unterscheidung zugelassene sogenannte Evolutionslehre … erstrecke sich auf den Ursprung aller Dinge, und huldigen vermessen einer monistischen und pantheistischen Auffassung eines beständiger Evolution unterworfenen Weltalls.
Dieser Auffassung nun bedienen sich die dem Kommunismus Gewogenen gerne, um ihren „dialektischen Materialismus“ wirksamer zu verfechten und emporzuführen, nachdem jeder Gottesbegriff aus den Herzen gerissen ist.
Die Erdichtungen dieser Evolution, von denen alles, was unbedingt, fest und unveränderlich ist, zurückgewiesen wird, haben einer neuen irrigen Philosophie den Weg geebnet, die in der Auseinandersetzung mit dem „Idealismus“, dem „Immanentismus“ und dem „Pragmatismus“ steht und den Namen „Existentialismus“ erhalten hat, weil sie sich unter Hintansetzung der unveränderlichen Wesenheiten der Dinge nur um die „Existenz³ des einzelnen kümmert.
Dazu kommt ein falscher „Historizismus“, der, allein auf die Ereignisse des menschlichen Lebens bedacht, die Grundlagen jeder Wahrheit und jedes unbedingten Gesetzes untergräbt, sowohl was den philosophischen Bereich als auch was die christlichen Dogmen anbetrifft.
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#2   Dolfus   20:41:30 | Dienstag, 30. November 2004
Altes Eisen
Hier herrscht der große Graben zwischen den USA und Europa.
Wer in Europa öffentlich die Evolutionstheorie in Frage stellt, wird als Fundamentalist gebrandmarkt.
Bedauerlich ist, daß selbst viele Priester verneinen, daß es Adam und Eva jemals gegeben hat.
Die Evolutionstheorie ist eigentlich altes Eisen, wie so viele andere Theorien des 19. Jahrhunderts, die heute kein Wissenschaftler mehr ernst nimmt.
Die Evolutionstheorie ist aber ein säkulares Heiligtum geblieben, deren letzter Erguß die originelle Idee ist, daß die Vögel die Nachfahren die Dinos sind.
Je absurder eine Sache, desto mehr glauben sie.
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#1   Catholicus   14:10:12 | Montag, 29. November 2004
Bitte Lehre der Kirche korrekt wiedergeben!
Die Aussage „Der Kreationismus entspricht der Aussage der Genesis, des ersten Buchs der Bibel am besten“ gibt nicht die Lehre der Kirche wieder, sondern die Meinung des anonymen Verfassers auf dem anonymen kreuz.net . Demgegenüber haben Papst Johannes Paul II. und vor ihm auch anderen Päpste (wie Pius XII. in „Humani generis“) festgehalten, dass die Annahme einer Entwicklung dem Schöpfungsplan Gottes keineswegs widerspricht, sofern nur anerkannt wird, dass der Mensch an seinem gattungsmäßigen Anfang so wie jeder einzelne Mensch seiner geistigen Seele nach durch einen unmittelbaren Schöpfungsakt Gottes ins Dasein tritt.
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