Der Bischof von Cloyne in Irland und ehemalige Privatsekretär dreier Päpste will die Liturgiereform in einer seiner zwei Bischofskirchen mit der Planierraupe durchzusetzen.
(kreuz.net, Cloyne) Gegenwärtig gibt es im Kirchenvolk der Diözese Cloyne in Irland einen Aufstand.
Der Streit entzündete sich an Umbauplänen für die diözesane Kathedrale, die sich in der Stadt Cobh
befindet.
Das berichtete die englische Tageszeitung ‘Telegraph’ am 19. Oktober.
Die Diözese Cloyne
befindet sich im Süden von Irland.
Die Stadt Cobh liegt 10 Kilometer westlich von Cloyne unweit der
Atlantikküste.
Der Diözesanbischof von Cloyne mit Sitz in der Hafenstadt Cobh, Mons. John Magee (69),
will den Innenraum seiner neogotischen Kathedrale St. Colman völlig umbauen.
Mons. Magee war von 1975-1982
Privatsekretär der Päpste Paul VI., Johannes Paul I. und Johannes Paul II. Von 1982 bis Februar 1987
amtete er als päpstlicher Zeremonienmeister.
Gegenwärtig ist Mons. Magee in der irischen Bischofskonferenz
der Verantwortliche für liturgische Fragen.
Die Bauarbeiten in der Kathedrale von Cobh sehen den völligen
Umbau des Altarraums, die Zerstörung eines historischen Mosaikfußbodens und das Herausreißen einer
dreißig Meter langen Kommunionbank aus Marmor vor.
Die Maßnahmen sind Teil eines Planes, der vorsieht,
den Chor sowie das Längs- und Querschiff der Kirche umzubauen.
Bischof Magee glaubt, daß die Änderungen
notwendig sind, um das Gotteshaus mit den Erfordernissen der Neuen Messe in Übereinstimmung zu bringen.
Dazu sollen auch zwanzig Bankreihen herausgenommen und der Altarraum ins Kirchenschiff hineinverlängert
werden.
Gleichzeitig will der Bischof den Altarraum tiefer setzen und die drei Stufen entfernen, die
jetzt dorthin hinaufführen.
Der Bischofsthron und der Altar sollen näher zum Kirchenvolk herangerückt
werden.
Die Verlängerung des Altarraums würde zu einer Zerstörung des Mosaikbodens führen, der zwischen
1867 und 1919 von Ludwig Oppenheimer aus Manchester gelegt wurde.
Das sehr feingestaltige Kunstwerk stellt
religiöse Symbole und die Harfe dar, die das Symbol von St. Colman, dem Barden von Munster, ist.
Der
heilige Bischof Colman starb im Jahre 676.
Bischof Magee möchte auch die Seitenkapelle seiner Kathedrale
umbauen, die bisher für die Aufbahrung der Bischöfe diente.
Sie soll in eine konventionelle Totenkapelle
umfunktioniert werden.
Der Stadtrat von Cobh genehmigte den Umbau.
Doch der Widerstand gegen das Bauvorhaben
ist enorm. Das Denkmalamt hat sogar dagegen geklagt.
Die Vernichtung des Mosaikes widerspreche architektonischen
Richtlinien.
Die Zerstörung der Kommunionbank werde die Gläubigen jenes Ortes berauben, wo sie seit
mindestens 100 Jahren knieten, um die heilige Kommunion zu empfangen“, erklärt außerdem die Tageszeitung
‘The Telegraph’.
Zwei Laienorganisationen – die ‘Irish Georgian Society’ und die ‘Friends of St. Colman’s
Cathedral’ – sammelten gegen die Zerstörungspläne des Bischofs 24.124 Unterschriften.
Die Bischofskirche
von Cobh ist den großen mittelalterlichen Kathedralen Frankreichs nachempfunden.
Sie ist eine der schönsten
Werke des Architekten Edward Welby Pugin. Pugin baute in seinem Leben in Großbritannien und Irland über
100 katholische Kirchen.
Er ist ein sehr bekannter viktorianischer Architekt der neugotischen Epoche.
Ein Sprecher der Diözese Cloyne zeigte sich relativ uneinsichtig:
Man sei im bischöflichen Ordinariat
der Meinung, daß „die Struktur“ eines Gotteshauses zur Erfahrung der Gemeinschaft, die miteinander feiert,
beitragen soll, damit eine „volle Aktivität“ des Volkes in der Liturgie erleichtert werde.
„Gegenwärtig
gibt es in der Kathedrale von Cobh eine bedeutende räumliche Trennung zwischen Priester und Volk.“
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31 Lesermeinungen
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@marcelus:Es kann einen nur noch heiliger Zorn packen? „Der heilige Zorn“ ist „bewusst irrtümlich“ in
der Staatsreligion hoffähig geworden durch Hieronymus mit seiner Vulgata. Christus hat nicht die Händler
gegeißelt, sondern nur die Opfertiere hinaus in die Freiheit gejagt. „sowohl als auch“ bezieht sich nur
auf die Schafe und Rinder. Nur die „Gute Nachricht“ ist keine Falschübersetzung. Franziskus hat den „Heiligen
Zorn“ abgeschafft und in seiner Ordensgemeinschaft Gewalt vermieden.
#30 Gotthard 21:45:49 | Dienstag, 1. November 2005
schöne Unterscheidung @Carlo …da hast du aber eine schöne Definition gebracht… der Klerus ist die
Kirche … und die Laien der Pöbel Gottes. Dieses Bild hat selbst dem Vaticanum I nicht vor Augen gestanden …
Ich bitte um Belege für diese tolle Definition!!!!!!
#29 Agiafortuni 21:15:53 | Dienstag, 1. November 2005
Kunst und Volk Gottes Die Kirche ist nicht das Volk Gottes. Dieser Begriff ist eine der vielen Entstellungen
von V2. Sie ist eine göttliche Institution sich herleitend aus dem Auftrag unseres Herrn an die Aposteln
gehet hin in alle Welt, lehret und taufet im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit. Die Kirche ist
also zunächst lehrende Kirche und die von ihr Belehrten sind das Volk Gottes
@diakonos Die hl. Messe ist nicht nur die Feier des „einen Volkes Gottes“, sondern enthält eine Opferhandlung
mit differenzierten Rollen, in der der Priester an herausgehobener Stelle (in Vertretung Christi) darum
bittet, daß „mein und euer Opfer“ gnädig aufgenommen werde. Die Abtrennung des heiligen Bezirks vom
öffentlichen Bereich ist Bestandteil des kultischen Opferns allgemein weit über Christentum und Judentum
hinaus. Der nicht nur in Wels immer wieder unternommene Versuch, diese Abtrennung und Unterscheidung einzuebnen,
führt genau in die Gefahr, vor der Paulus warnt: Denn wer (unwürdig) ißt und trinkt, der ißt und trinkt
sich das Gericht wenn er den Leib (des Herrn) nicht unterscheidet. Das Einreißen der Schranken um den
Altarraum zeigt, welche Risiken damit verbunden sind, daß der Novus Ordo an vielen Stellen darauf verzichtet,
die unveränderte Lehre der Kirche auch in der Deutlichkeit vorzustellen, wie das früher geschah: Was
nicht mehr ausdrücklich gesagt wird, gerät zunächst aus den Augen und bald aus dem Sinn. Dann erscheint
allein das, was noch ausdrücklich gesagt und gezeigt wird, als die ganze Wahrheit, während das Übrige
als überholt vergessen und abgerissen wird.
#27 virOblationis 10:08:20 | Montag, 31. Oktober 2005
Architektur und Theologie Wenn die Liturgie [des Meßopfers] die Feier des „einen Volkes Gottes“ ist,
bringt dieses dann auch das Opfer im Altar dar? – Keineswegs. Durch den Priester am Altar handelt der
Heiland selbst. Und so, wie dieser nicht einfach unser Bruder, sondern der Herr ist, der menschgewordene
Gott, so ist auch nicht der Priester einfach ein Teil des Volkes Gottes. Dies wird durch eine räumliche
Abtrennung des Altarraumes (durch Kommunionbank oder Ikonostase) gut zum Ausdruck gebracht.
Sakralsprache @alb_fin Theodor Klauser vermutet in seiner Kleinen Abendländischen Liturgiegeschichte,
S. 45, „dass es bereits für römische Christen der Spätantike nicht immer leicht gewesen ist, den vollen
Sinn der Gebete zu erfassen, die der Pontifex bei der Liturgie in feierlichem Tonfall vortrug. Denn die
verwendeten Ausdrücke waren meist nicht alltäglich, sie waren aber außerdem sehr oft vieldeutig. Diese
Vieldeutigkeit wurde durch den Zusammenhang des jeweiligen Satzes selten beseitigt; die Knappheit und
Formelhaftigkeit der Sprache machten das Dunkel eher noch dichter“.
@diakonos Allerdings scheint mir die Kommunionbank besonders prakrisch zu sein, um den Empfang des Sakramentes
im Knien zu erleichtern. Außerdem darf man nicht vergessen, daß in byzantinischen Kirchen der Altarraum
durch die Ikonostase abgetrennt ist.
Kunst & Liturgie II Ich bin jedenfalls grundsätzlich dafür, dass in jeder Kirche die Balustrade bzw.
Kommunionbank hinauskommt, und zwar aus einem liturgietheologischen Grund: die Balustrade ist ein Zaun
zwischen dem Klerus und dem Volk. Die Liturgie ist aber Feier des EINEN Volkes Gottes, das aus Klerikern
und Laien besteht, deshalb darf dieses Eine Volk Gottes, das wie wir im Kanon der Messe bitten durch den
Heiligen Geist geeint werden soll, nicht durch eine Schranke räumlich getrennt sein. Die Eucharistie
ist ein Opfer, aber auch ein Mahl: Können Sie sich vorstellen, dass bei einem Mahl ein Teil der Gäste
durch einen Zaum abgegrenzt ist (sie brauchen mir jetzt bitte nicht Protestantismus vorzuwerfen!). Das
was heute Tradition ist, sind auch (natürlich nicht ausschließlich) die Neuerungen von gestern!
@isidorus Dass das Kirchenlatein kein Vulgärlatein ist, ändert nichts an der Tatsache, dass Latein die
Sprache des Volkes war, das die Sprache der Liturgie, das Griechische nicht mehr verstanden hat – aber
ein, wie Sie sagen, kunstvolles Latein hat das Volk durchaus verstanden.
Kunst & Liturgie I Im Hohen Dom zu Brixen hat es vor wenigen Jahren ähnliche Diskussionen gegeben. Nach
dem Konzil hatte man dort außerhalb der Balustrade (die historisch NIE als Kommuniongitter benutzt wurde)
hin zu den ersten Bänken ein Filzpodium aufgestellt, so dass der neue „Volks“-Altar genau in der Vierung
der Basilika zu stehen kam. Bei jedem Kirchenkonzert aber wurde der Altar samt dem mobilen Podium weggepackt.
So gab es Bestrebungen 40 Jahre nach der Liturigekonstitution eine endgültige Lösung zu schaffen mit
einem festen Altar, der nicht beliebig hin- und hergeschoben werden kann, wie ein „Schnapsbudel“ (Zitat
des diözesanen Denkmalpflegers). Also dachte man zunächst daran, das Podium aus Marmor zu machen. Man
hat sich dann aber entschieden, die Belustrade zu einem größeren Teil (ca. 2/3) zu entfernen und den
Altar unter dem Triumphbogen aufzustellen. Eine sehr gelungene Lösung. Die Liturgie hat nur gewonnen.
Aber, was es für Polemiken gab, diesen Teil der Balustrade zu entfernen, kann man sich kaum vorstellen.
Das Argument der Kommunionbank zählte nicht, da es das nie war. Daher brachten die Gegner vor allen kunsthistorische
Bedenken vor. Ich sage aber, dass die Kunst Dienerin der Liturgie ist und nicht die Liturgie Dienerin
der Kunst.
Lateinische Kultsprache ist kein Vulgärlatein! Gotthard schrieb: „Das unverständlich gewordene Griechisch
wurde dem Murren des Volkes Gottes nach Verständlichkeit geopfert und durch das umgangssprachliche Latein
ersetzt“. Auch wenn es nicht direkt zum Theme gehört, muss man hier doch aus Sicht des Historikers und
Philologen differenzieren. In der Tat war die liturgische Sprache der römischen Kirche zunächst das
Griechische. Der Übergang zum Lateinischen dürfte dann spätestens im 4. Jahrhundert vollzogen sein.
Jedoch sollte man keineswegs vom „umgangssprachlichen“ Latein sprechen, das würde einen völlig falschen
Eindruck erwecken. Betrachtet man nämlich die römischen Orationen oder auch den Canon Romanus, dann
stellt man fest, dass die lateinisch-christliche Kultsprache ein extrem hohes Niveau besitzt, das an die
Regeln und Gesetze der römischen Kunstprosa anknüpft, bis hinein in die Prosarhythmen am Ende von Sätzen
bzw. bei sonstigen Sinneinschnitten. Dies ist keineswegs die Sprache, die das Volk alltäglich auf dem
Markt gesprochen hat, sondern eine sprachliche Komposition ersten Ranges, die in ihrer formalen Gestaltung
in der Tradition Ciceros – wenngleich es natürlich hinsichtlich der Syntax durchaus Abweichungen gibt –
und auch der äußersten Präzision der römischen Rechtssprache steht. Hieran kann man sehen, dass im
Denken der Alten Kirche für die Hl. Riten eben nur das Beste gut genug und alles Banale und Alltägliche
aus dem Hl. Raum ferngehalten werden sollte.
@sirilio „fettleibige Pfaffen…“ In Deiner Liste fehlt die Epoche, in der z. B. irische Bischöfe ihre
schützende Hand über Vergewaltiger und Kinderschänder hielten und diese systematisch vor Strafverfolgung
bewahrten. Die Opfer und deren Familien hätten viel saftigere Epitheta in Bezug auf die Exzellencen gebraucht
als unser Freund marcellus. Da dürfen wir nicht zu wehleidig-antroposophisich werden. Es zeichnet den
mündigen Katholiken aus, dass er zwar austeilen, aber auch einstecken kann.
Umbauten Auch ganz abgesehen von ideologischen Streitigkeiten sind die Umbauten ein Unding. Was würde
man sagen, wenn Benedikt XVI. Berninis Baldachin samt Altar abreißenlassen würde, um ein durchgängiges
Niveau bis zum Altar in der Apsis zu haben? Warum will ein Bischof seine eigene Kathedrale derart verwüsten?
Wen „stört“ denn eine Kommunionbank? Jeder, der über 60 cm groß ist, kann über sie hinwegblicken.
Also was soll das. Welchen Sinn hat die Absenkung des Altarraums? Partizipatio actuosa? Wohl kaum, denn
durch die Absenkung können die Gläubigen in den hinteren Bänken weniger sehen. Es handelt sich um eine
große Kathedrale. Unsere Dorfkirche hat 2 Altarraumstufen und ist keine 30 m lang. Doch von ganz hinten
sehe ich (1,87 m) nur schlecht. Also was soll das? Man sollte akzeptieren, dass es eben Dinge gibt, die
von der baulichen Anlage her nicht gehen, und nicht ständig daran herumfuhrwerken. Mich würde es ehrlich
gesagt nerven, wenn ich wegen so einer Nichtigkeit bei der Messe dauernd auf ein Baustelle blicken müsste.
@marcellus „fettleibige Pfaffen mit ihren fetten Hintern“ – diese Sprache zeigt, wes Geistes Kind Sie
sind… Ich kenne solche Sprache aus folgenden Epochen: a) Polemik der Reformatoren gegen den kath. Klerus
b) Hetze der Jakobiner gegen die kath. Kirche c) bolschewistische Hetze gegen orthoxe Priester d) NS-Sprache
gegen kath. Pfarrer
Metallschrank Jeder Tabernakel ist ein Metallschrank, wenn nicht ein Stahltresor; denn entgegen seiner
Bezeichnung ist er kein Zelt mehr oder auch nur ein Tuch über den eucharistischen Gestalten. Ich habe
noch nie in einer Kirche nach einem Schlüsselloch geschaut, um den Tabernakel zu identifizieren! Ich
schaue immer nach dem „ewigen Licht“ … vielleicht meditierst du mal die Bedeutung und die Herkunft dieses
„ewigen Lichtes“. Könnte interessante Ergebnisse erbringen.
@Joschua: Märklin-Bausatz-Tabernakel Ja, Joschua, Du hast hier vollkommen Recht. Der Märklin-Bausatz-Tabernakel
ist der momentane Renner (neben Sonnenblumenarrangement und Bastelecke der Pastoralreferentin). Hast Du
eventuell ein Bíld von dieser metallurgischen Apostase, das Du mir für mein Schreckensarchiv mailen
könntest? Diese Schande muß man auch für kommende Generationen protokollieren, damit es keinen erneuten
Rückfall in die Bildungsbürger-Barberei gibt.
Der Tabernakel gehört in die Mitte Ich glaube daran, dass Jesus Christus mit Fleisch und Blut im Tabernakel
gegenwärtig ist. Folglich muss ich überhaupt nichts studiert haben, als dass sein Platz in die Mitte
gehört. Es ist nur logisch. Niemals kämen die Buddhisten oder Hindus auf die Idee, ihr grösstes Heiligtum
auf einem Abstellplatz aufzubewahren. Letzten Sonntagnachmittag besuchte ich eine moderne Kirche und wollte
wissen, wo der Tabernakel denn sei. Ich sah wohl auf der rechten Seite einen Metallschrank. Um mich zu
vergewissern, ob es einer sei, musste ich ihn umkreisen, um festzustellen, ob es wenigstens ein Schlüsselloch
habe. Und tatsächlich war eines vorhanden. Jetzt kann man sich fragen, warum bei uns das grösste Heiligtum
vom Zentrum weggeschoben wird? Vielleicht ist das gerade auch ein Zeichen, dass die heilige römisch-katholische
Kirche die wahre Religion ist. Und hier setzt der Satan an!
Ohrfeigen tausendemale wurde Christus geohrfeigt in der Geschichte seiner Kirche. Jede Umgestaltung einer
romanischen Kirche in ein – zeitgeistige – gotische; jede Barockisierung einer gotischen Kirche gemäß
dem Zeitgeist … ein Ohrfeige für Christus und die Ahnen, die diese Kirchen unter großen Opfern erbaut
hatten. Zeitgenössisch mußten sie werden … Das gotische Sakramentshaus wurde abgerissen, in dem Christus
unter der Gestalt des Brotes jahrhundertelang aufbewahrt und verehrt wurde, zugunsten des zeitgeistigen
Tabernakels auf dem Altar. Alte Basiliken wurden mit Bänken zugestellt, um der zeitgeistigen Bequemlichkeit
zu entsprechen. Das unverständlich gewordene Griechisch wurde dem Murren des Volkes Gottes nach Verständlichkeit
geopfert und durch das umgangssprachliche Latein ersetzt. O heilige Tradi-Einfalt … öffne dich für
den Geist der Lebendigkeit zur Ehre Gottes und seiner Kirche.
Kirchenbeschreibung Der Innenraum ist sehr schön und atmet echt katholischen Geist. Diese Beschreibung
ist erschöpfend und allumfassend … den atmenden „katholischen Geist“ hätte ich gerne etwas mehr erläutert.
Ich bin in Cobh vor Kurzem gewesen Vor ein paar Wochen habe ich Urlaub in Süd-Irland gemacht und habe
mich auch in der malerischen und geschichtsreichen Stadt Cobh (von hier aus sind Millionen Iren ausgewandert,
auch die Titanic ist von hier aus zu ihrer letzten Fahrt aufgebrochen) aufgehalten. Gekrönt wird das
Stadtbild von der schönen Kathedrale, in der ich mich auch aufgehalten habe. Der Innenraum ist sehr schön
und atmet echt katholischen Geist. Es hat seinen tiefen Sinn, daß der Altarraum durch die Kommunionsbank
vom übrigen Raum abgetrennt ist, denn hier wird das Kreuzesopfer Jesu Christi unblutig vergegenwärtigt.
Eher könnte die Welt ohne Sonne bestehen als ohne das heilige Messopfer (P.Pio). Es ist gut, daß ein
Raum in dem sich etwas so Heiliges – das Heiligste und Wichtigste auf der Erde überhaupt – abspielt,
vom übrigen Raum sichtbar abgetrennt ist. Denn vor etwas so Heiligem ist Respekt und Ehrfurcht angesagt.
Diejenigen, die wirklich an das heilige Meßopfer glauben, möchten eine gewisse räumliche Distanz zum
Altarraum als einen geheiligten Raum wahren. Die Participatio actuosa besteht nicht darin, so nah wie
möglich am Altar bzw. um den Altar herum zu sein, sondern darin, zu beten, in Ehrfurcht vor dem Hl. Meßopfer
zu verharren und geistig mitzuopfern. Deshalb ist kein aufwendiger, teurer und letztlich entsakralisierender
Kirchenumbauumbau nötig. Das wäre wieder mal eine Menge Geldverschwendung zur Verunstaltung des Kirchenraumes.
Das Goldene Kalb braucht eben viel Platz! Ja, die Felsenkirche wird einfach gesprengt, damit sich der
„liturgische Tanz“ voll entfalten kann (siehe die neuerlichen Geschehnisse in Würzburg). Jeder sollte
in seiner Gemeindekirche die Auswirkungen der V2-Architekten bildlich dokumentieren. Man könnte dann
die Ergebnisse online als „Vorher-Nachher-Schau“ präsentieren. Turris eburnea, ora pro nobis!
„Was hast Du Herr verschuldet“ Ja wirklich: was hat unser Heiland verschuldet, daß ihm seine Bischöfe
und Priester so etwas antun. Die Entfernung des Tabernakels vom Zentrum der Kirche ist eine erneute Geißelung
und Kreuzigung des Herrn. Wo der allmächtige Gott sein Zelt aufgeschlagen hatte, pflanzen nun fettleibige
Pfaffen ihre dicken Hintern hin. Man sieht die ganze Perversion der Liturgiker von heute an diesem Beispiel.
Nicht mehr Gott ist der Mittelpunkt, sondern der Mensch, nicht mehr die ehrfurchtgebietende und geheimnisvolle
Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers, sondern eine fröhliche Mahlfeier mit folkloristischen Showeinlagen.
Es kann einen nur noch heiliger Zorn packen, wenn man bedenkt, was selbst noch 2005 zerstört und zertrümmert
wird. Der Teufel hüpft wahrscheinlich vor Freude umeinander und feiert seinen Triumph auf Erden. Eine
verblödete und gotteslästerliche Menschheit mit etlichen geistlichen Würdenfeiglingen an der Spitze
marschiert auf die diabolische Einheitsreligion zu- Devise: Friede, Freude, Eierkuchen. Es kann einem
schlecht werden, wenn man eine äußerlich intakt erscheinende neugotische Kirche betritt und dann vor
den verwüsteten ehemals heiligen Hallen steht (selbiges ist mir bei der Domkirche in Essen passiert).
Mir fällt nur dazu nur noch eine Liedstrophe ein: „ Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht
geschlagen und verhöhnet. Du wirst mit essig und mit gall getränket- ans Kreuz gehenket!“
Leider nicht einmalig Was hier in dieser Kathedrale passieren soll ist leider in der Schweiz schon seit
etwa 35 Jahren bittere Realität. Dutzende Kirchen wurden „zerstört“. Am häufigsten wurden die wunderbaren
Hochaltäre mit dem Tabernakel drauf hinausgerissen. Der Tabernakel wird irgendwo auf die Seite verbannt
und an Stelle des Hochaltares setzt sich heute der Priester hin. Also nicht mehr Christus im Tabernakel
ist der Mittelpunkt sondern der Priester. Auch in meiner Heimatpfarrei wurde die Pfarrkirche in den 90er-Jahren
so verunstaltet. Zwar blieb der Hochalter drin, aber der Tabernakel wurde entfernt und alle Altäre entblösst.
Da kommt irgendein Architekt, der gar keinen Bezug zu Kirche und Liturgie hat und will eigentlich nur
sein Kunstwerk verwirklichen. Gott sei Dank gibt es aber auch Orte, wo man diese Entwicklung wieder rückgängig
macht oder wo man von Anfang an nicht so zerstörerisch renoviert. Ich bin überzeugt, dass auch diese
heute verunstalteten Kirchen wieder in den originalen Zustand zurückversetzt werden. Auf jedenfall freue
ich mich schon jetzt auf den Tag, an dem in unserer grossen Pfarrkirche das Allerheiligste wieder im grossen
Tabernakel (der jetzt im Estrich ist) auf dem Hochaltar aufbewahrt wird.
Glaubensdiebe und Kirchenzerstörer Die Novus Ordo Luthermesse ist eben was TOTAL ANDERES als die alte
heilige Messe. Das sieht ein Blinder mit Krückstock wenn er ein paar Mal die beiden besucht hat. DESWEGEN
braucht man zur neuen Luthermesse nicht nur einen neuen Glauben der mit dem katholischen nix mehr zu tun
hat, sondern auch eine neue Kirche und zwar geistig und bautechnisch gesehen. Der Bischof ist zwar eine
Katastrophe aber eine zur V2-Räubersynode passende und folgerichtig und ich möchte von keinem V2-Männerl
hier hören dass er sich wundert weil dann wär er denkgefordert und könnt nicht (V)2 + (V)2 zusammenzählen.
No Sir –- ich bleib bei der alten heiligen Messe und dem alten Glauben und der alten Kirche. Mit der sind
fast 2000 Jahre lang so viele Heilige hervorgekommen da weiss man wengistens was man hat und von wems
kommt: vom Allmächtigen. Bei der neuen Mess und dem neuen Glauben und der neuen Kirche ist das ja nicht
so. (Aber auch mal ganz unreligiös betrachtet gehört der Mietling abgewatscht weil sowas zu zerstören
ist ja ein Verbrechen schon aus Gründen der Kunst und Kultur.)
zufrieden? Die aktive und bewusste Teilnahme der Laien an der liturgischen Feier (participatio actuosa),
die einen Angelpunkt der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils bildet. Die Instruktion RS regt
dazu an, die vielfältigen Möglichkeiten, die sich in der Vorbereitung und Gestaltung der Heiligen Messe
legitimerweise bieten, bewusst wahrzunehmen, ohne dabei in einen übertriebenen Aktionismus zu verfallen.
gelungen Die abgedruckten Grundriss-zeichnungen geben Einblick in eine gute Änderung des Chorraumes.
Die bisherige Innenarchitektur lässt eine „participatio actuosa“ kaum zu … das angesprochene Bodenmosaik
wird nicht zerstört, sondern um einige Meter in seiner Sichtbarkeit verkürzt.