14:04:37 | Sonntag, 30. Oktober 2005
Kardinal Meisner soll versucht haben, dem Papst einen Nachfolger auf dem Kölner Bischofsstuhl schmackhaft zu machen. Doch Benedikt XVI. scheint abgewinkt zu haben.

Kardinal Joachim Meisner von Köln
© Pressefoto Erzbistum Köln(kreuz.net, Köln) Papst Benedikt XVI. soll den Kandidaten abgelehnt haben, den ihm der Kardinalerzbischof
von Köln angeblich als Koadjutor für die Erzdiözese Köln vorgeschlagen hat. Das berichtete das deutsche
Boulevardmagazin ‘Spiegel’.
Beim Wunschkandidaten des Erzbischofs für das Amt des Bischofskoadjutors
handelt es sich um Weihbischof Rainer Woelki (49).
Der Koadjutor ist ein Weihbischof mit Recht auf Nachfolge.
‘Spiegel’ beruft sich auf Informationen „aus dem Umfeld von Benedikt XVI“. Offensichtlich hat sich das
Magazin bei deutschen Monsignori an der römischen Kurie herumgehört.
Der Kardinal wird am 25. Dezember
72 Jahre alt. Er wird somit im Jahr 2008 gemäß den Vorschriften des Kirchenrechtes seinen Rücktritt
einreichen.
Der Heilige Vater habe – so der ‘Spiegel’ – dem Kirchenfürsten klar zu verstehen gegeben,
daß die Neubesetzung des Kölner Bischofsstuhls über einen Koadjutorbischof nicht in Frage komme.
Kardinal
Meisner selber dementierte das Gerücht auf Anfrage des Kölner Priesterrates: „Mir ist von einem solchen
Vorgang nichts bekannt.“
In den klerikalen Kreisen, die in Köln Einfluß haben, wäre ein Koadjutor
Woelki nicht gerne gesehen. Besonders das Domkapitel, das bei der Bestimmung des Erzbischofs besondere
Rechte besitzt, wäre ihm nicht wohlgesonnen.
Weihbischof Woelki – der in der Erzdiözese auch wegen
seines Haarersatzes bekannt ist, den er wegen einer Hautkrankheit trägt – wird gelegentlich als „Kofferträger“
des Erzbischofs bezeichnet.
Er promovierte in aller Eile an der römischen Opus-Dei-Universität – wohl
auch, um seine Ernennung zum Weihbischof vorzubereiten.
Es ist nicht unwahrscheinlich, daß der Weihbischof
so wie der Direktor des Seminaristenkonviktes und der neue Generalvikar zur priesterlichen Gesellschaft
vom Heiligen Kreuz gehört.
Auch dem Kardinal wird eine Mitgliedschaft in diesem Verband nachgesagt.
Es handelt sich dabei um eine weltweite Vereinigung von etwa 4000 Diözesanpriestern, die organisatorisch
und spirituell aufs engste mit der Personalprälatur Opus Dei verbunden ist.
Das Opus Dei ist traditionell
stark in Köln. In der Stadt sitzt auch die Deutschland-Leitung der Personalprälatur.
Es war darum kein
Zufall, daß der Papst beim Weltjugendtag gerade in der Pfarrei Sankt Pantaleon Halt machte, um dort Seminaristen
aus aller Welt zu treffen. St. Pantaleon ist die einzige Kölner Pfarrei, die dem Opus Dei anvertraut
ist.
Von der Opus-Dei-Präsenz in Köln sollte man sich freilich nicht zuviel erwarten, erklärte ein
Kenner des Opus Dei. Heute diene die Personalprälatur in erster Linie als Schreckgespenst der Linken
und als Dopingmittel für deren Verschwörungsphantasien.
„In Wahrheit rüttelt das Opus Dei dort, wo
es an die Macht gelassen wird, eigentlich nie an den bestehenden Zuständen.“
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Rudolphus 12:27:44 | Montag, 31. Oktober 2005
#13
wolfgang e. 09:29:00 | Montag, 31. Oktober 2005
#12
Le Trot 09:22:23 | Montag, 31. Oktober 2005
#11
Gotthard 23:16:09 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#10
Le Trot 23:06:34 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#9
chancel_screen 22:14:39 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#8
Gotthard 21:36:57 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#7
chancel_screen 21:31:14 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#6
Pelagius 20:44:05 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#5
Athanasius 19:59:00 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#4
Le Trot 19:41:53 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#3
GerdEric 18:00:01 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#2
Sulpicius 17:15:42 | Sonntag, 30. Oktober 2005
#1
wiener 16:31:45 | Sonntag, 30. Oktober 2005