Konkrete Pläne + Das Erzbistum dementiert + Das Versagen der Kirche als Institution + Der Übergang zur Volkssprache + Bedeutungsvoll
Konkrete Pläne
Vatikan. Papst Benedikt XVI. wird nach einem heute erscheinenden Bericht des polnischen
Magazins ‘Newsweek Polska’ am 15. Juni 2006 zu einem mehrtägigen Besuch nach Polen reisen. Auf dem Flughafen
in Warschau wird er vom neuen Staatspräsidenten Lech Kaczynski begrüßt. Anschließend besucht der Papst
das Erzbistum Krakau. Dort steht eine Messe auf der berühmten Blonie-Wiese auf dem Programm, wo bereits
Papst Johannes Paul II. während seines letzten Heimatbesuches im Jahr 2002 eine Messe zelebriert hat.
Benedikt XVI. will auch den Geburtsort seines Vorgängers besuchen und im Marienwallfahrtsort Tschenstochau
zur Schwarzen Madonna beten.
Das Erzbistum dementiert
Deutschland. Das Erzbistum Köln dementierte gestern
die Behauptung des deutschen Boulevardmagazins ‘Spiegel’, daß Erzbischof Joachim Kardinal Meisner versucht
habe, seine Nachfolge zu regeln. Kardinal Meisner wird erst in drei Jahren seinen Rücktritt einreichen,
wobei anzunehmen ist, daß der Papst – wie es bei Kardinälen, die oft bis zum 80. Lebensjahr regieren,
üblich ist – seinen Rücktritt ablehen wird. Der ‘Spiegel’ behauptete jüngst, daß Kardinal Meisner
dem Papst angeblich nahegelegt haben soll, den Kölner Weihbischof Mons. Rainer Woelki (49) als Koadjutor
einzusetzen. Der Sprecher des Kardinals erklärte, daß diese Gerüchte im Kölner Priesterrat zur Sprache
kamen und umgehend dementiert wurden. Die Falschmeldungen könnten gezielt gestreut worden sein, um die
Person des Weihbischofs zu diskreditieren.
Das Versagen der Kirche als Institution
Deutschland. Der
Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, sprach am Freitag in Aachen bei einem Festakt zum 40. Jahrestag
der Konzilserklärung ‘Nostra Aetate’ zum Verhältnis der Kirche mit dem Judentum. Der Kardinal erinnerte
auch an die Judenvernichtung und das Verhalten der Kirche in den 30er und 40er Jahren. Das Versagen und
die Schuld der damaligen Zeit betreffe „die Kirche als Institution und ist nicht nur das oft betonte und
beklagte Versagen einzelner Christen“.
Der Übergang zu Volkssprache
„Der Ritus der Eucharistie wird
so zelebriert, wie es die gemeinschaftliche Versammlung der Kirche fordert. Der spektakulärste Fall ereignete
sich am Zweiten Vatikanischen Konzil mit der Entscheidung zu den Volkssprachen überzugehen.“
Angelo
Kardinal Scola Anfang Oktober in einem Interview mit einer italienischen Kirchenzeitung.
Bedeutungsvoll
Österreich. Der Kardinalerzbischof von Paris, Jean-Marie Kardinal Lustiger, sprach bei einer Tagung
zum 40. Jahrestag der Konzilserklärung ‘Nostra Aetate’ in Wien über den interreligiösen Dialog. Kardinal
Lustiger stammt aus einer polnisch-jüdischen Familie. Er verlor im nationalsozialistischen Völkermord
mehr als 30 Verwandte, darunter seine Mutter. Der Kardinal erklärte, daß die kirchliche Öffnung zum
interreligiösen Dialog für die Kirche wichtiger sei als die Konstantinische Wende. Mit dem ‘Mailänder
Toleranzedikt’ des römischen Kaisers Konstantin im Jahr 313 endete die Verfolgung der Christen durch
den römischen Staat.
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38 Lesermeinungen
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#38 Gotthard 20:54:57 | Sonntag, 13. November 2005
Häresie st die Erwähnung des Wortes „Gott“ immer eindeutig: Entweder christlich oder häretisch. Ich
bitte doch bei allem heilgien Eifer um eine klare Begriffsbestimmung: ein Nicht-Christ kann niemals etwas
häretisches äußern. Seine Sätze sind die eines „Ungläubigen“ in christlicher Sicht …eines an den
christlichen Gott nicht Glaubenden… Der Begriff „Häresie“ ist nur innerhalb des christlichen Gedanken-
und Lehrgebäudes sinnvoll.
evelyn Das ist auch nicht erforderlich: Da es nur einen Gott gibt, ist die Erwähnung des Wortes „Gott“
immer eindeutig: Entweder christlich oder häretisch.“ Diese Wortmelung betrifft mich. Betreffend der
„enzigen Wahrheit“ des Christenutms habe ich mit catholicus ausgiebig unter dem Beitrag: Kurzmelungen
von 06. November 2006, 08:37, ausgiebig diskutiert. Bitte dort nachzulesen und eventuell Ihre Meinung
kundzutun. L.G. und Gottes Segen aus Wien
@evelyn Sie schrieben:“@Bernado: Das ist auch nicht erforderlich: Da es nur einen Gott gibt, ist die Erwähnung
des Wortes „Gott“ immer eindeutig: Entweder christlich oder häretisch.“ Das mag ja so sein. Aber die
Message, auf die Sie sich beziehen, war nicht von mir
@ Bernado Mit keinem Wort wird es gesagt, es handelt sich um den gleichen Gott oder um das gleich Gottesbild.
Das ist auch nicht erforderlich: Da es nur einen Gott gibt, ist die Erwähnung des Wortes „Gott“ immer
eindeutig: Entweder christlich oder häretisch. Der Gatte der Evelin
Stimme aus dem Tradiland Die von Ihnen angefürten Stellen sprechen von den Gottesbildern und Erlösungsversuchen
der verschiedenen Religionen – die unserem Gottesbild und unserer Erlösungslehre nicht gleich sind. Mit
keinem Wort wird es gesagt, es handelt sich um den gleichen Gott oder um das gleich Gottesbild. Dass man
vor der religiösen Überzeugung Anderer eine Hochachtung hat und haben sollte ist eigentlich die Grundlage
der Tolleranz und augangspunkgt jeder Dislussion. Ich habe auch eine große Hochachtung vor der Überzeugung
der FSSPX und aller, ihr nahestehender Meinungen – auch wenn ich diese Überzeugungen nicht Teile. Ich
nehme die Träger dieser Überzeugungen als vernünftige, aufrichtige und moralisch integre Perönlichkeiten
wahr. Ohne dieser Hochachtung könnte ich, z.B. mit Ihnen nicht diskutieren. Ich muss jeden in seiner
Meinung und Überzeugung ersnt nehmen – Grundvoraussetzung einer echten Auseinandersetzung – ohne dieser
Voraussetzung ist jede Argumentation nur Manifestation der eigener Meinung. Dass, das V2 lehren würde,
wir alle beten zum einen Gott, – d.h. Nivellierung der verschiedenen Überzeugungen – das muss ich aber
entschieden ablehnen.
@ Stimme aus Wien Nostra Aetate Nr. 3: Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den
alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer
Himmels und der Erde5, der zu den Menschen gesprochen hat. Richtig wäre: Die Allah, einen daemonischen
Götzen anbeten. Kurz darauf wird erwähnt, dass die Moslems nicht Christus als Gottes Sohn anerkennen,
also es sich bei dem genannten Gott nicht um den dreifaltigen handeln kann! Aus Nr. 2: So erforschen im
Hinduismus die Menschen das göttliche Geheimnis und bringen es in einem unerschöpflichen Reichtum von
Mythen und in tiefdringenden philosophischen Versuchen zum Ausdruck und suchen durch aszetische Lebensformen
oder tiefe Meditation oder liebend-vertrauende Zuflucht zu Gott Befreiung von der Enge und Beschränktheit
unserer Lage. Hier die Früchte: Götzen beim Tabernakel – Katholiken bei den Freikirchen www.kreuz.net/article.2184.html
Destruction of Catholicism in India www.freerepublic.com/…ligion/1513798/posts (wurde dort vor dem auf
kreuz.net angegebenen Link gepostet. Report on Catholicism in India (2. November 2005) …rlesborromeo.blogspot.com/…licism-in-india.html
#32 Stimme aus Wien 17:37:14 | Donnerstag, 10. November 2005
Laurentius2 ad 1.) Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Johannes XXIII. ursrünglich andere Vorstellungen
vom Konzil hatte, als das, was dann letztendlich heruaskam – das schmälert aber nicht die gütligkeit
des Konzils. ad 2.) :„Die Muslime beten mit uns gemeinsam zu dem einen Gott.“ Wo steht denn das in den
Konzilsdokumenten? Das ist zwar die These vieler Theologen – es gibt zwar viele Gründe die dafür- und
viele die dagegen sprechen – in diese Diskussion möchte ich mich nicht einlassen – aber das ist nicht
die offizielle Lehre des Konzils.
#31 Laurentius2 12:18:43 | Donnerstag, 10. November 2005
@Stimme aus Wien 1. Wieso sagte denn nun der das Konzil einberufende Papst Johannes XXIII., daß „dieses
Konzil nichts festschreibe, nichts dogmatisiere“ (dem Sinn nach zitiert). 2. Viele Traditionelle Katholiken
unterschreiben gerne alles Schöne und Katholische in diesen Texten. Was aber ist bspw. mit dem Satz:„Die
Muslime beten mit uns gemeinsam zu dem einen Gott.“ Muß ich zum Beispiel an diesen Satz glauben, um noch
Katholik zu sein ?
#30 Christin 02:01:20 | Donnerstag, 10. November 2005
Echte Marienfrömmigkeit schließt männliche Verantwortung nicht aus: Marcel schreibt:Die Marienfrömmigkeit
ist im Grunde gesehen nicht besonders weiblich oder besonders männlich, sondern universell katholisch.Mutet
man da Frauen in der Weltkirche nicht alzuviel zu.Frauen sind keine Götter,die den Verantwortungsbereich
des Mannes universal übernehmen oder gar ersetzen sollen.Das ist entwürdigend für eine Frau sowie eine
Mutter .Aber vielleicht wollen das manche so ,aber ist das nicht unrealistisch und Selbstüberschätzung?
Wer Marienfrömmigkeit ernst nimmt als Frau schätzt sich und den Mutterleib aus dem man geboren ist realistisch
ein und anerkennt dass man auch „gezeugt“ ist von einem Vater mit allen Grenzen und Unterschieden des
Geschlechtes! -Und als Mann(der Marienfrömmigkeit ehrlich meint) trägt er mit aber bürdet keine weltliche
schwere Last nur einseitig den Frauen auf ohne einen Finger zu rühren und sich der Mitverantwortung im
weltlichen Bereich bewußt zu sein. Echte Marienfrömmigkeit erkennt die Unterschiede und will ergänzend
da sein,wo Not an Kraft ist und erinnert und anerkennt die Frauen und Mütter in ihre menschliche Würde
aber auch in ihrer Schwachheit und Hilflosigkeit und Begrenztheit. Wer Marienfrömmigkeit für emanzipatorische
Zwecke missbraucht oder zuläßt und gutheißt auch als Mann tut den Frauen nicht wirklich was Gutes sondern
versklavt sie und macht sie zu Knechten in der Welt. Mann- sein hat seine ureigene individuelle Berufung
sowie das Frau-u.Muttersein.
MilesChristi Was ist aber, wenn viele (nicht alle!) Aussagen dieses Konzils genau das Entgegengesetzte
sagen, wie die Kirche immer gelehrt hat ? Wie z.B.? – Bitte um Beispiele.
#27 MilesChristi 19:34:05 | Mittwoch, 9. November 2005
Stimme aus Wien Was ist aber, wenn viele (nicht alle!) Aussagen dieses Konzils genau das Entgegengesetzte
sagen, wie die Kirche immer gelehrt hat ? Hat der Heilige Geist Seine Meinung einfach so geändert – oder
waren gewisse Gruppen dafür verantwortlich ? Lies mal das Buch „Der Rhein fließt in den Tiber“. Vielleicht
öffnen sich deine Augen. Der Autor war und ist kein „Traditionalist“.
Laurentius2 Für Sie sind also alle traditionellen Katholiken keine Katholiken mehr ? Habe nie behauptet,
sie seien es nicht – so lange, bis sie die Gültigkeit und Verbindlichkeit de V2 anerkennen. Wie Sie V2
bezeichnen und wie nicht, ist hier eigentlich zweitrangig – ich wiederhole: die Hl. Mutter Kirche betrachtet
diese Versammlung der Bischöfe als Konzil und die Äußerungen dieser Versammlung sind so bindend, wie
sie gemeint sind. Die die damit nicht mit-können oder mit-wollen, die sind de facto nicht mehr in der
Gemeinschaft der Hl. Mutter Kirche.
#25 Laurentius2 14:32:33 | Mittwoch, 9. November 2005
@Stimme aus Wien / FAKTUM:kein dogmatisches Konzil ! Für Sie sind also alle traditionellen Katholiken
keine Katholiken mehr ? Nochmal: V2 ist „kein Superdogma“ (so Kardinal Ratzinger), noch nicht mal ein
dogmatisches (für alle verbindliches) Konzil (so Papst Johannes XXIII.). Es war ein pastorales Konzil.
Ein seelsorgerisches Experiment (ob gescheitert oder nicht, ist eine andere Frage), das keines der vorhergehenden
Konzilien aufhebt ! Das ist Faktum. Alles andere ist KIRCHENPOLITIK !!!
Universelle marianische Frömmigkeit Christin schrieb: dass wir wieder einen Papst haben der die weibliche
Frömmigkeit in und um die Mariengestalt hochhält,die Marienverehrung,die für alle heiligen Frauen stellvertretend
Leibfreundlichkeit ausstrahlt und versinnbildlicht. Die Marienfrömmigkeit ist im Grunde gesehen nicht
besonders weiblich oder besonders männlich, sondern universell katholisch. Wenn unser Papst die Jungfrau
Maria so schätzt, dann dürfen wir also darauf hoffen, daß er schnellstmöglichst die in Fatima geforderte
und seit ~50 Jahren ausstehende expliziete Rußlandweihe an das Unbefleckte Herz Mariens www.fsspx.info/…ulatakreis/index.php?show=fragen
mit allen Bischöfen durchführen wird? Unsere Liebe Frau sagte am 13.7.1917 in Fatima, daß Gott „nun
die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgung der Kirche und des heiligen Vaters strafen
wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Rußlands an mein Unbeflecktes Herz und die
Sühnekommunion an den ersten Samstagen zu fordern… am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.
Der heilige Vater wird mir Rußland weihen, das sich bekehren wird, und eine Zeit des Friedens wird der
Welt geschenkt werden.“ Der Friede der Welt: nicht von Politikern, Vatikandiplomaten oder Götzenanbetern
in Assisi „gemacht“, sondern nur vom Himmel. Den Schlüssel dazu legte die Muttergottes in Fatima den
Päpsten in die Hand. Beten wir, daß der Papst ihn einsetzt. Denn die Not ist bereits übergroß.
#23 Christin 23:15:10 | Dienstag, 8. November 2005
Schwarze Madonna Ich find es schön,wenn unser Papst „BenediktXVI“da betet. Weil es einfach vorbildlich
ist,einen so weisen Mann so demütig beten zu sehen.Ich freu mich schon,dass wir wieder einen Papst haben
der die weibliche Frömmigkeit in und um die Mariengestalt hochhält,die Marienverehrung,die für alle
heiligen Frauen stellvertretend Leibfreundlichkeit ausstrahlt und versinnbildlicht. Ich freu mich schon
dass wir wieder einen leibfreundlichen Papst haben!
Laurentius2 Aha, Sie geben also zu, daß man heute von den Bischöfen den anti-traditionellen Kurs verlangt
?! Nein, ich gebe es nicht zu: ich weiss es und ich finde das richtig. Was wäre denn aus der Hl. Kath.
Kirche geworden wenn sie die verschiedene Irrtümer in der Geschichte aus Nächstenliebe tolleriert hätte?
(z.B. Arianismus) oder wenn sie die Ignoranz gegenüber dem höchsten Lehramt tolleriert hätte (z.B.
die Altkatholiken)? Wenn die Kirche ein Konzil als Koknzil definiert, ist diese Versammlung der Bischöfe
als Konzil anzusehen und die Außerungen dieser Versammlung sind so bindend, wie sie gemeint sind. Aber:
unter dem Strich gesagt: eine Sympathie zur Tradition hat noch für niemanden die Exkommunikation mir
sich gezogen so wie für Anno dazumal für Loysie (in umgekehrten Richtung) – außer wenn man iuristisch
seine Befugnisse überschritten hatte (Léfébvre) und man die Iuristiction Roms beschnitten hatte.
#21 Laurentius2 15:14:25 | Dienstag, 8. November 2005
@Benedikt & Marcel & Stimme aus Wien @Benedikt: Natürlich ist die Wiederwahl Lehmanns durch die deutsche
Lehmann-Kirche ein Affront gegen Rom, Deutschlands Bischöfe sind doch schon seit Jahren gegen Rom eingestellt
(s.donum vitae-Segnungen, Förderung modernistischer Theologen bei der Priesterausbildung, planmäßiges
Totschweigen des depositum fidei u.s.w. stattdessen Anbiederung an die objektiv todkranke evangelische
„Kirche“ im Namen der Ökumene / Einheit vor Wahrheit). @Marcel: Er hat recht, wenn er sagt, nur ein Papst
kann die Zustände in den Konzilsstaaten (BeNeLux, D, F, CH, A) wieder ändern. Leider sind diese Länder
und ihre Bischöfe sehr mächtig … Marcel tut unserem Papst aber unrecht, wenn er ihn in eine Schublade
packen will (Konzilsrevolutionär). Das beweist schon der Inhalt des Gesprächs mit dem Piusbischof …
@Stimme aus Wien Sie haben sicher recht, wenn es um kurzfristige Kirchenpolitik geht, machen die Außenpolitiker
und Diplomaten des öfteren Fehler (zB Montini –-> Mindszenty u.a. Fälle). zu3.) Zitat: („auch in der …
Vergangenheit forderte man von den Bischöfen den … Kurs“) Aha, Sie geben also zu, daß man heute von
den Bischöfen den anti-traditionellen Kurs verlangt ?! Kommen Sie mir nicht mit V2, diese Gummiformulierungen
kann man schließlich auch traditionell auslegen !!! Aber selbst das (und so sieht es unser PAPST!), wird
nicht toleriert, stattdessen wählt man Lehmann … oder andere Rotarier zu „Aufsehern“, eine Witzkirche.
#20 Benedikt 12:22:53 | Dienstag, 8. November 2005
@ Marcel Woher haben Sie denn die Information, dass der Papst Lehmanns Wiederwahl nicht haben wollte?
Es gab eine Aussage von Kardinal Re über die maximale Anzahl von Wiederwahlen aber ansonsten? Daraus
eine Ablehnung des Papstes zu konstruieren halte ich für reichlich weit hergeholt. Über „Ohrfeigen“
gegen den Papst sollten Sie aber nicht weitersprechen. Unerlaubte Bischofsweihen, „Rom ist vom Glauben
abgefallen“ und „die Felsen Petri ist zu Sand zermahlen“ sind auch nicht unbedingt Nettigkeiten gegenüber
dem Stellvertreter Christi auf Erden. Ein jeder kehre da vor seiner Tür.
Si si no no Gotthart schrieb: „z.B. die de-facto-Schismen der Bischofskonferenzen in Frankreich, Deutschland,
uam. Nach einer Weile sagte der Papst: Nun, in diesen Ländern kann man wohl doch von einem Kirchennotstand
sprechen.“ ein wunderbarer Kalauer!!!!!!!!!! Bitte mal die Quelle angeben… Welcher Quelle in der Priesterbruderschaft
St. Pius X. würden Sie vertrauen? Dann müssen Sie schon den Papst selber fragen, denn er war bei der
Audienz anwesend. Es „genügt“, daß es wahr ist und den Geistlichen bekannt ist, die damit schon seit
1988 argumentieren und das Werk Erzbischof Lefebvres weiterführen. Wenn sich Leute anmaßen, den treuen
katholischen Gläubigen den Glaubensnotstand in der real existierenden Konzilskirche abzusprechen, agieren
sie päpstlicher als der Papst. Wie hier im Forum regelmäßig von FSSP-Komikern beobachtbar. Über ein
solches Verhalten können jene nur den Kopf schütteln, die den Notstand lange leidend ertrugen, kennen
und danach handeln. De-facto-Schisma in Deutschland, Frankreich, usw.? U.a. die Wiederwahl Lehmanns belegt
es: neben der Farce, daß niemand auf Lebenszeit Konferenz-Vorsitzender sein kann, war die Wiederwahl
eine Ohrfeige an den Papst, wurde dadurch doch sein zuvor ausdrücklich mitgeteilter Wunsch mißachtet.
Mindestens zwei Drittel der Bischöfe stimmten für Lehmann, vielleicht auch alle außer dem sich enthaltenden
Bischof. Folgen der praktischen Entmachtung des Papstes seit dem V.II. Nur ein Papst kann das Problem
wieder lösen.
Kalauer z.B. die de-facto-Schismen der Bischofskonferenzen in Frankreich, Deutschland, uam. Nach einer
Weile sagte der Papst: Nun, in diesen Ländern kann man wohl doch von einem Kirchennotstand sprechen.
ein wunderbarer Kalauer!!!!!!!!!! Bitte mal die Quelle angeben…
Laurentius2 Auch wenn die betreffende Institution die Mutter Kirche ist, kann sie sich irren oder fehler
begehen. Es bedeutet nicht, dass ich ein schlechter Sohn bin, wenn ich die fehler meines Vaters oder meiner
Mutter als solche benenne und verurteile. Wenn ich ein „bravwer Sohn“ bin heißt es nicht, dass ich meinen
Kopf vor den Fehlern der Eltern in den Sand stecken muss. Im übreigens, diese fehler der Mutter Kirche
beziehen sich nicht auf die Glaubenslehre sondern auf Ihre politische Entscheidungen. Sie kann seligmachend
sein auch wenn sie politisch eine falsche Priorität gesetzt hatte. zu 3.) Tut mir leid, damit kann ich
Ihnen nicht dienen – denn die „Stimme aus Wien“ sitzt tatsächlich in Wien. Ich kenne die deutschen Bischöfe
nicht. Wenn Sie mich aber fragen, ob ich welche aus Österreich aufzehlen könnte, so wäre ich wieder
in Verlegenheit, denn ich weiss nicht, was sie unter katholischen Diözesanbischof verstehen. Dass zu
den Kriterien einer Bischofsernennung die „Loyalität“ gegenüber dem 2.V. gehören, ist für mich selbstverstänlich –
auch in der „heilen Vergangenheit“ forderte man von den Bischöfen den sicheren „antimodernistischen“
Kurs.
#15 Laurentius2 17:10:59 | Montag, 7. November 2005
@Stimme / Nennen Sie mir einen einzigen ! Was für Sie die Institution ist, ist für mich immer noch unsere
allein seligmachende und heilige Mutter Kirche. zu 3.) Nennen Sie mir EINEN EINZIGEN traditionell katholischen
Diözesanbischof in Deutschland und ich gebe Ihnen gerne recht… Tatsache ist, daß traditionelle Katholiken
systematisch (von mir aus inquisitorisch, das ist letztlich dasselbe …) aussortiert werden: Wer nicht
abschwört, – sofern einmal identifiziert – wird kaum noch Priester geschweige denn Bischof ! Ich kenne
genug Priester, die dies bezeugen können, sehr geehrte Stimme ! P.S. Vor diesem Hintergrund ist die Wahl
dieses neuen Papstes ein großer Segen, denn er hat ein großes Herz – auch für traditionelle Katholiken
…
Dr. Regazzoni & Laurenzius2 Wer die Kirche für sämtliche Sünden der Kinder Israels verantwortlich hält,
beweist einen Mangel an Selbstkritik. Herr Doktor 2 Punkte: 1. Ich habe die Kirche nicht für das Holocaust
schuldig gemacht. 2. Das Geschehene als Konsequenz der Sünden der Kinder Israels zu betrachten ist meines
Erachtens empörend – ich bin mir sicher, Sie haben sich vertippt. an Beide: Es ändert nichts an der
eigener Schuld, wenn jemand sich etwas Größeres zu Schulden kommen ließ – wir brauchen also nicht von
der Schuld der Sowjets, Amerikaner oder der Roten Kreuzes sprechen – unser Versagen wird deswegen nicht
kleiner. Wir können zwar die Situation der Amtsträger von damals leichter verstehen, an der Tatsache
ändert es aber nichts. Sie müssen mir verzeihen, ich kann die Meineung nicht gelten lassen, das Christenum
sei machtlos: Christus kam zur Welt um die Welt zu verändern und besser zu machen – das Christentum hat
eine ennorme gesellschaftsgestalterische Machr – nach jedem Christen müsste die Welt besser sein als
vor ihm. Das war jedoch nicht der Fall. Und daran ist das Versagen der Einzelnen ebenso beteiligt wie
das Versagen der Institution, die falsche Prioritäten setzte – auch wenn es hunderte andere Institutionen
gab, die das gleiche machten. Zu 3.) Hätte man nach dem 2.Vat. die gleiche „Inquisition“ auf die „Tradis“
ins Rollen gebracht, so wie damals gegen die Modernisten, hätten wir auch heute keine „Kluft“.
#13 Agiafortuni 14:27:12 | Donnerstag, 3. November 2005
Zum Versagen der Institutionen Wer die Kirche für sämtliche Sünden der Kinder Israels verantwortlich
hält, beweist einen Mangel an Selbstkritik. Dass Amtsträger in der Kirche oftmals verhängnisvolle Fehler
begangen haben ist unbestritten. Pius XII, selbst ein grossartiger Papst, schenkte Jahre lang sein Vertrauen
einem Manne von zweifelhafter Rechtgläubigkeit wie Montini. Sollte man nicht eher fragen, was taten jene
die die Macht hatten gegen Hitler einzuschreiten. England, Frankreich, USA. USA unterhielt bis 1942 diplomatische
Beziehungen zu Hitler-Deutschland. Stalin, der je bekanntlich einen Pakt mit Hitler geschlossen hatte,
wurde vom grossartigen Demokraten Roosvelt als aufrichtiger Freund betrachtet. Auch sei hier daran erinnert,
dass es Roosvelt war, den in Yalta Stalin ganz Osteuropa überliess. Was tut die grossartige UNO heute,
um einen Mann wie Mugabe daran zu hindern, sein Land und dessen Bevölkerung in den Abgrund zu reiten.
#12 Laurentius2 09:46:34 | Donnerstag, 3. November 2005
@Stimme Sehr geehrte Stimme, zu 1.) welcher der sich heute gern moralisch gegenüber Deutschland oder
der Kirche dünkenden Staaten hat denn Hitler von Anfang an richtig eingeschätzt ? Etwa die Sowjetunion
(Militärhilfe, Hitler-Stalinpakt) oder etwa Frankreich (alle Olympiateilnehmer marschierten 1936 mit
dem Hitlergruß ein …) ? In Deutschland/Österreich: Die Stimmung 1933/34 war nur wegen der erhofften
Rechtsverbindlichkeit etwas diplomatischer. Kritisieren Sie mal die Politik des Roten Kreuzes bis 1945 !
Was tat die USA für die tapferen aufständischen Juden in Warschau ? Lieber wurde noch der letzte Trecker
in Oberbayern per Tiefflieger angegriffen … zu 2.) Interessant, daß für Sie die Kirchenverfolgung
(Verbot katholischer Verbände u.a.) NICHT 1934 begann, interessant, aber in welchem Geschichtsbuch steht
das bitte schön ? zu 3.) Mein Beitrag war emotional – geschenkt –, aber das ändert nichts an seiner
Richtigkeit: Sie drücken sich vor der Wahrheit, daß es bis zu V2 eben keine äußerlich erkennbare innerkirchliche
Kluft gab, weil der Modernismus eben durch den Anti-Modernisten-Eid gebannt war.
Laurentius2 Zu 1. Das Tragische ist, der Kirche war ein günstiges Konkordat lieber als ein Apell zu Gunsten
der Juden. Im übrigen: ich kritisiere überhaupt nicht die Kirche – wie ich schon erwähnt hatte: man
hatte falsche Prioritäten, allerdings aus jetziger Sicht. Die Verantwortlichen handelten nach bestem
Wissen und Gewissen – die Prioritätensetzung war trotzdem falsch. Es geht nicht um eine moralische Schuld
sondern um Versagen, wie der Herr Kardinal sagte. Das darf man doch sagen, ohne dass man sofort als „Kritiker
der Kirche“ absgestempelt wird. Muss man sogar sagen, damit sich so etwas nicht wiederholen kann. zu2.
Diese 10.000 wurden weder 1933 noch 1934 oder … bestraft oder in den Tot geschickt, sondern als der
Damm der Verfolgung losgebrochen wurde. Ich sprach von der Zeit, wo dieser Damm noch hielt, aber niemand
etwas gegen die Erosion unternahm – da es „wichtigere Dinge“ gab: z.B. das Konkordat. zu 3. Kann ich nichts
sagen – denn, wo die Emotionen die Stelle der Argumenten einnehmen sind richtige Argumente zwecklos.
#10 Laurentius2 14:28:38 | Mittwoch, 2. November 2005
Danke für die Vorlage zu 1) Also bitte, dann verstehe ich nicht, warum sie die Kirche so scharf kritisieren.
Das Konkordat von 1933 war ein Versuch, zu retten, was zu retten war, doch schon 1934 war diese appeasement-Politik
gescheitert – im Gegensatz zu den Westmächten, die noch 1938 von Hitler schwärmten (zB Churchill: „Wenn
England jemals in so einer dramatischen Lage wie Deutschland wäre, wären wir froh über so einen entschlossenen
Führer.“ (dem Sinn nach zitiert) oder die Begeisterung der Westmächte für den Führer 1936 bei den
Olympischen Spielen u.s.w.). zu 2) eine Unverschämtheit ! Fast 10.000 Pfarrer wurden mit mehr oder weniger
scharfen Strafen belegt durch die Nazis, tausende verhaftet und ermordet. Sie wollen Katholik sein ? zu
3) Kein Wunder, daß es damals noch keine Kluft zwischen den ach so aufgeklärten Liberalen und finsteren
Fundis gab: Vor dem Konzil gab es doch nur finstere Gesellen aus dem Mittelalter und abergläubische,
autoritätsversessene und in ihren Trieben unterdrückte Volksmassen ! Erst seit 1965 sind wir alle erleuchtet
vom Glanz des neuen Pfingsten, von Rahners genialer Theologie( ,die eigentlich keiner versteht, aber sich
das nicht anmerken lassen will) – und den Segnungen der Liberalen: Massenapostasie, Bilderstürmerei,
Buddha-Götzen auf dem Tabernakel, Fingerkommunion mit unübersehbaren Partikelverlusten etc.pp. „Die
alte Kirche war mir lieber !!“ (Zitat eines noch lebenden deutschen Bischofs)
Laurentius2 1. P.S… u.a eindeutige und verbindliche Verurteilungen der NS-Ideologie in den 20er (!)
Jahren Ich habe mich nur zweimal zu diesem Thema gemeldet. Bitte machen Sie sich die Mühe und lesen beide
Wortmeldungen durch. Ich schrieb nämlich:Die katholische Kirche stand dem Nationalsozialismus in Deutschland
bis im Jahr 1933 sehr ablehnend gegenüber. Beispiele dafür sind ,dass Nationalsozialisten nicht zu den
Sakramenten zugelassen waren und auch nicht kirchlich beerdigt werden durften. Also ihr P.S… ist sinnlos.
2. Sie werden mir zustimmen: die Kirche ist nicht = Vatikan. Dass eine Enzyklika nicht sofort folgt, das
weiß ich auch. War auch nicht die Frage – hätten sie alles aufmerksam gelesen. Die Feststellung war,
die offizielle Kirche am Ort hat nicht schnell genug gehandelt – bzw. die Ausgrenzung der Juden verurteilt(oder
glauben sie, man muss auf eine Enzyklika warten oder meinen Sie, diese Aussage sei nicht richtig?) 3.
Apropos, nennen Sie mir doch mal EINEN liberalen Widerstandskämpfer. Bin gespannt ! Was Sie hier fordern,
davon habe ich keine Ahnung. Allerdings, wenigstens etwas Positives kann man aus der Zeit von damals berichten:
es gab noch keine Schlucht zwischen „Liberal“ und „Konservativ“.
#8 Laurentius2 18:15:38 | Montag, 31. Oktober 2005
@Stimme aus Wien / von der Tastatur aus die Kirche mitverantwortlich machen … Sie stellen also erst
einmal die Kirche (uns alle) unter Anklage und sagen dann (dem Sinn nach) „Ja, es hat ja nicht schon 1934
eine deutschsprachige Enzyklika gegeben (bis dahin ein NOVUM!, das auch die ihr beigemessene Bedeutung
durch die Kirche bezeugt !), sondern erst 1937…, so als sei die Kirche ein inquisitorischer Haudrauf,
der jeder falschen Politik in der weiten Welt SOFORT Enzykliken widmet und nicht erst eine angemessene
Zeit der Beobachtung und Beurteilung benötigt. Lesen Sie doch mal ein bischen mehr als irgendeinen schlampig
recherchierten liberalen Artikel, dann dürfen Sie die Kirche von Ihrer Tastatur aus für den Holocaust
mitverantwortlich machen. Apropos, nennen Sie mir doch mal EINEN liberalen Widerstandskämpfer. Bin gespannt !
P.S… u.a eindeutige und verbindliche Verurteilungen der NS-Ideologie in den 20er (!) Jahren …
Dr. Carlo, wolfgang e. @Dr.Regazzoni: Es wäre zu einfach, das Thema: „Kirche und Nationalsozialismus“
nur auf die Person des heldenhaften Papstes Pius XII zu konzentrieren. Als er 1939 die Leitung der Weltkirche
übernommen hatte, waren die Karten längst verteilt. Er hätte nie die Möglichkeit gehabt, das ins rollengebrachte
Morden zu stoppen. Er tat was er tun konnte. Daher auch die Dankbarkeit der Juden nach dem 2.WK. @wolfgang
e. Dass Pius XI die Rassenlehre verurteilte, das ist mir auch bekannt, obwohl es fraglich ist, welche
Wirkung diese Enzyklika 1937 auf die Haupttäter hatte oder haben konnte. Denn die Ausgrenzung und Verdrängung
der Juden begann schon viel früher und zu diesem Zeitpunkt war die Diskriminierung in Deutschland bereits
selbstverständlich. Niemand hat sich aber gemeldet als die Juden von den Hochschulen, aus den Sportvereinen,
aus dem öffentlichem Leben usw. ausgeschlossen wurden – also bei den ersten SChritten der Nazis. Da hätte
man noch nicht mit Rückschlägen von den Nazis rechnen müssen. Und außerdem hätte so eine Aktion maßgeblich
zur Meinungsbildung der deutschen Katholiken beigetragen. Man hätte sie für das Unrecht sensibilisieren
können – bevor das selbstverständlich wurde.
#6 Laurentius2 14:06:18 | Montag, 31. Oktober 2005
@Stimme aus Wien Es würde mich interessieren, wie Sie darauf kommen, die Kirche hätte sich nicht gegen
die NS-Rassenlehre gewandt. Vielleicht kann ich dann auch die kruden Gedankengänge unseres deutschen
Oberbischofs besser verstehen. Ad explicandam. Danke sehr.
#5 wolfgang e. 12:35:40 | Montag, 31. Oktober 2005
@ Stimme aus Wien Die Kirche hat zur Rassenlehre sehr deutlich Stellung genommen, z.B. in der auf Deutsch
erschienenen Enzyklika „Mit brennender Sorge“. Von öffentlichen Stellungnahmen hat der Vatikan erst ab
April 1942 abgesehen, nachdem die holländischen Bischöfe ihren Protest gegen die Judendeportation in
allen Kirchen verlesen ließen, und bereits am nächsten Tag alle (bisher verschonten) katholischen Juden
verhaftet und nach Ausschwitz zur Vergasung gebracht wurden. Papst Pius XII hatte keine personliche Angst
vor den Nazis, er befürchtete aber nach diesem Ereignis, dass für die Katholiken Deutschlands die neuerliche
Darlegung von ohnehin schon längst Klargelegtem der Schaden viel größer wäre als der Nutzen, und beschränkte
sich darauf, im Stillen zu helfen, wo er helfen konnte. (Immerhin wurde der Oberrabbiner von Rom nach
dem Krieg Katholik und nannte sich Eugenio, nach dem bürgerlichen Namen des Pius XII, weil ihn der Einsatz
des Papstes für die Juden überzeugt hatte.)
#4 Agiafortuni 12:27:00 | Montag, 31. Oktober 2005
Zur Stimme aus Wien Der Vorwurf richtet sich nicht an die Institution, sondern höchstens an deren Träger.
Pius XII hat zwar stets den Rassismus ausdrücklich als verabscheuungswürdig verurteilt, jedoch niemals
von den Juden im Besonderen gesprochen. Der Holocaust ist ohne Zweifel einmalig und schrecklich und zwar
weil dahinter einerseits der erklärte Wille ein Volk auszurotten stand und weil dieser Plan andererseits
mit peinlicher Gründlichkeit ausgeführt wurde. Es ist jedoch eine Unverschämtheit Papst Pius XII und
mit ihm die Kirche dafür verantwortlich zu machen. Namhafte Juden, unter ihnen Golda Meir, haben seinen
Einsatz zu ihren Gunsten bestätigt. Das Israel Philharmonic Orchestra legte Wert darauf, anlässlich
seiner ersten Europa Tournée vor ihm zu spielen. Weshalb sagt man Nichts über das Verhalten FD Roosevelts,
der Nichts unternahm als unter den Augen der Russen der Warschauer Aufstand von den Nazis niedergeschlagen
wurde, der niemals die Zufahrtswege nach Auschitz bombardierte und in Yalta einen grossen Teil Europas
dem Schlächter Stalin überliess, der übrigens wenige Jahre zuvor einen Pakt mit Hitler abgeschlossen
hatte. Ein solcher Wille ist auch im Rwanda Pate gestanden, als man daran ging, das Volk der Tussi auszurotten.
Ich habe es mit eigenen Augen erlebt. Was tat der Westen damals
Versagen der Kirche Die katholische Kirche stand dem Nationalsozialismus in Deutschland bis im Jahr 1933
sehr ablehnend gegenüber. Beispiele dafür sind ,dass Nationalsozialisten nicht zu den Sakramenten zugelassen
waren und auch nicht kirchlich beerdigt werden durften. Doch die Kirche bezog weder Stellung zu der“Germanischen
Rassenlehre“ noch zu der langsam aufkommenden Diktatur. Es ist eine Tatsache: nachträglich ist man immer
gescheiter. Das ändert aber nichts an der Behauptung, die Kirche hätte auch anders reagieren können.
Natürlich konnte man im Jahre 1933 nicht mit den Vorgängen im Jahre 1942 rechnen – doch, der Holocaust
war die logische Konsequenz der Vorgänge 1933 (Beginn des Ausschlusses der Juden aus der Gesellschaft).
Es ist klar, als das Verbrechen am Höhepunkt stand, konnte man nichts machen – weder der Papst, noch
die Bischöfe noch Priester oder Ordensleute. Dass sie trotzdem vieles geleistet haben, ist ihrer heroischen
Haltung zu verdanken. Aber, dass es soweit gekommen ist, kann man die Institution „Kirche“ von der Schuld
des „Verabsäumens“ nicht restlos freisprechen.
Wer nimmt den Lehmann noch ernst? Da hat sich der Mainzer Egomane mal wieder glänzend selbst disqualifiziert.
Er hat noch nicht gemerkt, daß das Nachplappern aktueller Phrasen echte Bildung nicht ersetzen kann.
Naja, da weiß man warum er damals nur nachträglich auf die Kardinalsernennungsliste raufgekungelt wurde –
nach der üblichen Erpressung/Schieberei hinter den Kulissen.
#1 Agiafortuni 08:54:33 | Montag, 31. Oktober 2005
Zum Versagen der Kirche im Verständnis Lehmann’s Seine Eminenz täte gut daran einmal das Buch des verstorbenen
und zum Katholizismus übergetretenen Oberrabiners Rom Eugenio Maria Zolli zu konsultieren. Dessen Bild
von der Kirche und vornehmlich sein Urteil über Pius XII sind etwas diferenzierter als die billigen und
nach Effekt haschenden Sprüche seiner Eminenz Karl Lehmann