Falsch und frei erfunden
Das ehemalige Hamburger Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ hat sich mit einem Artikel über angebliche Nachfolgepläne des Kölner Erzbischofs in die Nesseln gesetzt.

Der Koadjutor ist ein Weihbischof, der dem Diözesanbischof nach dessen Amtsverzicht oder Tod automatisch nachfolgt.
Die angeblichen Pläne des Kölner Erzbischofs seien am Widerstand des Papstes gescheitert, wußte der ‘Spiegel’ brühwarm zu berichten.
Jetzt hat der Erzbischof von Köln erklärt, daß die Behauptungen des ‘Spiegel’ falsch und frei erfunden seien.
Er habe im Vatikan zu keinem Zeitpunkt die Einsetzung eines Koadjutors zu seiner Nachfolge als Erzbischof von Köln betrieben.
Eine entsprechende Gegendarstellung hat der Kölner Generalvikar, Dr. Dominik Schwaderlapp, im Auftrag des Erzbischofs dem ‘Spiegel’ bereits übermittelt.
Einem ähnlichen Gerücht hatte Kardinal Meisner bereits vor einem Jahr – bei der Herbstsitzung des Priesterrates 2004 in Bad Honnef – widersprochen.
Damals erkundigte sich ein Dechant, ob sich der Erzbischof in Rom für die Nominierung eines Koadjutors mit dem Recht der Nachfolge einsetzen wolle, um selbst kürzer zu treten und das Wahlrecht des Domkapitels zu umgehen.
Kardinal Meisner stellte in seiner Antwort klar, daß er keine solche Pläne hege. Das Wahlrecht durch das Domkapitel sei für ihn ein fester Bestandteil der Nachfolgeregelung.
Im Hintergrund der Frage des Dechanten dürfte die Befürchtung gestanden sein, der Ernennung eines konservativen Koadjutors rechtzeitig einen Riegel vorzuschieben.
Angesichts der Tatsache, daß Kardinal Meisner in guter gesundheitlicher Verfassung ist und wohl erst in acht Jahren zurücktreten wird, dürfte es dem ‘Spiegel’ eher darum gehen, die Person des im Artikel sehr negativ dargestellten Weihbischofs zu diskreditieren.
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Donnerstag, 3. November 2005 16:53
Stimme aus dem Tradiland: @ wi-bi: Vorabzensur des Vatikan wäre zu bürokratisch!
Ich befürworte andere Modelle. Etwa, dass jeder Bürger gegen Unwahrheiten in den Medien klagen könnte,
sodaß die Medien Unwahrheiten widerrufen müßten.
Hier noch eine Weltpremiere: Stimme aus dem Tradiland lobt Spiegel online! Zwobbel hat es auf dem anderen Forum gepostet. Ich wiederhole es hier, weil es mir als wirklich wertvoll erscheint:
Mittelalter und Moderne – Wie die Erde zur Scheibe wurde, Artikel von Philip Wolff vom 2. November 2005 (aufpassen: Der Artikel ist zweiseitig – weiterblättern).
Hier also ausnahmsweise ein Lob für den Spiegel! Im übrigen ist die Kritik der Vorposter gg. „Der Spiegel“ und insb. Rudolf Augstein natürlich zutreffend!
Hier noch eine Weltpremiere: Stimme aus dem Tradiland lobt Spiegel online! Zwobbel hat es auf dem anderen Forum gepostet. Ich wiederhole es hier, weil es mir als wirklich wertvoll erscheint:
Mittelalter und Moderne – Wie die Erde zur Scheibe wurde, Artikel von Philip Wolff vom 2. November 2005 (aufpassen: Der Artikel ist zweiseitig – weiterblättern).
Hier also ausnahmsweise ein Lob für den Spiegel! Im übrigen ist die Kritik der Vorposter gg. „Der Spiegel“ und insb. Rudolf Augstein natürlich zutreffend!
Donnerstag, 3. November 2005 16:33
wi-bi: @ Tradi
Das meinst Du jetzt nicht im Ernst. Bedeutet Pressefreiheit für Dich eine Vorabzensur des Vatikans?
Donnerstag, 3. November 2005 09:26
Stimme aus dem Tradiland: Die Pressefreiheit ist in Europa
nichts anderes als das verbriefte Recht zur Verbreitung von Unwahrheiten oder gar Lügen. Diese Pressefreiheit richtet sich direkt gegen die Gebote Gottes.
Mittwoch, 2. November 2005 15:45
wi-bi: @ Trottel
Doch, genau den meine ich.
@ Richard
Ob wir eine ausreichende Pressefreiheit haben – es sei dahingestellt. Der Spiegel machte es den Deutschen aber bewusst dafür zu einzutreten. Nichts anderes habe ich geschrieben.
@ Richard
Ob wir eine ausreichende Pressefreiheit haben – es sei dahingestellt. Der Spiegel machte es den Deutschen aber bewusst dafür zu einzutreten. Nichts anderes habe ich geschrieben.
Mittwoch, 2. November 2005 06:31
richard: Presse- und Meinungsfreiheit???
Wo? Von welchem Land wird gesprochen? Doch nicht etwa von Deutschland? Ich kenne im Einzelnen die Medien,
die Abhängigkeits- und Besitzverhältnisse! Es gibt sie letzten Endes nicht, diese Pressefreiheit. Der
Spiegel wurde als Umerziehungsorgan für die Deutschen gegründet, englisch: „reeducation“. Mit dieser
60jährigen Gehirnwäsche stehen wir jetzt dort, wo man uns immer haben wollte: im Vakuum, im Aus.
richard
richard
Dienstag, 1. November 2005 17:50
Sulpicius: „für unsere Presse- und Meinungsfreiheit“
Von welchem Land sprechen Sie?
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