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Der Papst gedenkt an Allerseelen seines verstorbenen Vorgängers + Ausladung wegen Geldmangel + Auf dem Weg nach Rom + Wovon die Reformation uns befreit hat + Kirchenschändung + Die Bitte einer Seligen
Der Papst gedenkt an Allerseelen seines verstorbenen Vorgängers

Vatikan. Benedikt XVI. hat zum Angelusgebet am gestrigen Allerheiligenfest die Berufung aller Getauften zur Heiligkeit betont. Mit der Menschwerdung, dem Tod und der Auferstehung seines Sohnes habe Gott die Menschheit mit sich versöhnt: „Wer an Christus, den Sohn Gottes denkt, wird ‘von oben’ geboren.“ Dabei würden die Heiligen von der Mutter Kirche zur Welt gebracht. Am heutigen Allerseelenfest will sich der Papst mit allen geistlich verbinden, die auf den Friedhöfen beten. Er selber werde heute nachmittag zu den Papstgräbern hinabsteigen, deren Ruhestätten einen Kranz um das Grab des Apostelfürsten Petrus bilden: „Ich werde dort ein besonderes Gedenken an den geliebten Johannes Paul II. halten.“

Ausladung wegen Geldmangel

Deutschland. Der übernächste Deutsche Katholikentag 2008 wird nicht im westdeutschen Bistum Essen stattfinden. Dies berichtete die Tageszeitung ‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’. Die Diözese habe die im vergangenen Jahr ausgesprochene Einladung wegen ihrer akuten Finanzkrise zurückgenommen. Die Einladung wurde auf 2010 oder 2012 verschoben. Der Bischof von Essen, Mons. Felix Genn, erklärte am Sonntag vor einer Woche beim Besuch in einer Pfarrei, daß die wirtschaftliche Situation des Bistums dramatisch sei: „Ein Unternehmen – wäre es an unserer Stelle – müßte Konkurs anmelden.“ Der nächste Katholikentag wird 2006 in Saarbrücken organisiert. Saarbrücken liegt im Bistum Trier an der Grenze zur nordfranzösischen Region Lothringen.

Auf dem Weg nach Rom

Österreich. Die österreichischen Bischöfe reisen am heutigen Allerseelentag zu ihrem Ad-limina-Besuch nach Rom. Jeder Bischof muß alle fünf Jahre diesen Pflichtbesuch beim Papst absolvieren. Den Abschluß des Ad-limina Besuches vom 3. bis zum 8. November bildet die erstmals in Rom abgehaltene Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz.

Wovon die Reformation uns befreit hat

Deutschland. Die evangelische Landesbischöfin von Hannover, Margot Käßmann (47), äußerte sich laut der deutschen Tageszeitung ‘Bild’ zum aus den Vereinigten Staaten importierten Spektakel Halloween. Am letzten Montag wurde sowohl die Maskerade von Halloween als auch der protestantische Reformationstag begangen: „Die Reformation hat uns von Geisterkulten befreit. Da brauchen wir nun keinen Import aus den USA.“

Kirchenschändung

Schweiz. Die katholische Kirche im schweizerischen Biberist ist in der Nacht auf Allerheiligen durch Schmierereien verunstaltet worden. Biberist befindet sich 30 Kilometer südlich der elsässischen Grenze im kleinen Kanton Solothurn, in deren gleichnamigen Hauptstadt der Bischof von Basel residiert. Auch Gräber und die Friedhofsmauer wurden geschändet. Die Polizei beziffert den Sachschaden auf rund 10.000 Franken, umgerechnet knapp 6.500 Euro.

Die Bitte einer Seligen

„Ich weiß, Gott liebt die Seelen des Fegefeuers. Er kann sie nicht erlösen wegen Seiner Gerechtigkeit. Nun, ich werde sie ihm geben, diese Seelen, die er liebt – und ich werde alle bitten, dies durch Gebet und Opfer ebenfalls zu tun.“

Ausspruch der seligen Eugènie Smet († 1871). Als Schwester Maria von der Vorsehung gründete sie nach dem Vorbild der Jesuiten 1856 in Paris die „Helferinnen der armen Seelen“.
      
15 Lesermeinungen
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#16   Laurentius2   17:02:10 | Montag, 7. November 2005
@Gunther u.a.
Vielen Dank !
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#15   gunther maria michel   21:30:01 | Donnerstag, 3. November 2005
Coemeterii visitatio
Lieber Laurentius2!
„Demjenigen Christgläubigen, der einen Friedhof in frommer Gesinnung besucht und wenigstens im Geiste für die Verstorbenen betet, wird ein Ablass gewährt.
Dieser Ablass kann nur den läuterungsbedürftigen Seelen zugewendet werden, und zwar in der Zeit vom 1. bis 8. November als vollkommener Ablaß, an jedem anderen Tag des Jahres als Teilablass.“
Die üblichen Bedingungen nicht vergessen – Beichte, Kommunion, Gebet in der Intention des Hl. Vaters!
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#14   virOblationis   18:44:50 | Donnerstag, 3. November 2005
Ablässe für Arme Seelen
Sehr geehrter Laurentius2!
Zur Erlangung dieses Ablasses in der (ehemaligen) Allerheiligenoktav ist u.a. – soweit mir bekannt – auch der Besuch einer Kirche / Kapelle am 1. oder 2. November nötig. – Aber man kann ja stets auch vielfältige Teilablässe für die Armen Seelen erwerben.
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#13   Laurentius2   12:22:28 | Donnerstag, 3. November 2005
Vollständiger Ablaß für arme Seele
Lieber Gunther,
wo steht das bzw. wer hat das gesagt ? Ich möchte das dann nämlich auch tun …
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#11   gunther maria michel   21:36:19 | Mittwoch, 2. November 2005
Nochmal an Gotthard:
Gott hat uns Katholiken einen unendlichen Reichtum an Gnaden geschenkt, wie niemandem sonst auf dieser Erde. Es ist unverzeihlich leichtsinnig, kurzsichtig, töricht, diese Gnaden auszuschlagen.
So, und da ich gestern frisch gebeichtet habe, gehe ich jetzt zum Friedhof, bete unterwegs den Rosenkranz, und gewinne so einen vollkommenen Ablaß für eine arme Seele im Fegefeuer!
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#10   Le Trot   21:31:55 | Mittwoch, 2. November 2005
@ Bitte
… könnte einmal jemand einen Punktkommentar über dieses Thema setzen. Ich muss noch was loswerden bevor es in die Heia geht. Danke ! www.kreuz.net/…ticle.2133-page.html
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#9   gunther maria michel   21:28:44 | Mittwoch, 2. November 2005
Ad Gotthardum:
Ich habe es verkürzt ausgedrückt. Selbstverständlich unter den Bedingungen eines vollkommenen Ablasses: Beichte, Empfang der heiligen Kommunion, Gebet in der Intention des hl. Vaters.
Was hat das mit der von den Protestanten verächtlich so genannten Werkgerechtigkeit zu tun?
Erfüllt Gott etwa nicht seine Verheißungen und Zusagen? Erfüllt die hl. Gottesmutter nicht ihre Versprechen?
Hat Gott sich nicht an die Autorität der Kirche gebunden, als der Herr den Aposteln und in besonderer Weise dem Petrus die Binde- und Lösegewalt erteilte?
Wenn die Protestanten daran nicht glauben, umso schlimmer für sie. Ich glaube dran!
Gunther.
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#8   Gotthard   21:23:57 | Mittwoch, 2. November 2005
Werkgerechtigkeit
Wer die Barmherzigkeitsnovene von Karfreitag bis zum Barmherzigkeitssonntag betet, bekommt die Taufunschuld zurückgeschenkt.
Biete Gott diese Leistung an, dann muss er handeln?
Ob die Reformatoren doch Recht hatten mit Gottes Supermarkt?
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#7   gunther maria michel   21:15:23 | Mittwoch, 2. November 2005
+
Ich denke doch, daß Johannes Paul II. (Gott hab ihn selig) im Himmel ist. Er lebte ein heiligmäßiges Leben. Er hat viel gelitten, bis zum letzten Atemzug, und hat sein Leiden aufgeopfert. Und er war Tertiar des Karmelordens und Skapulierträger, kam also in den Genuß des Samstagprivilegs. Gott fügte es, ihn an einem Samstag zu sich zu nehmen, liturgisch schon der Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit.
Wer die Barmherzigkeitsnovene von Karfreitag bis zum Barmherzigkeitssonntag betet, bekommt die Taufunschuld zurückgeschenkt. Es war das Verdienst Johannes Pauls II., die Andacht der hl. Sr. Faustyna zu erlauben, die Papst Pius XII. untersagt hatte.
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#6   virOblationis   21:06:17 | Mittwoch, 2. November 2005
ad Ephasum
Wenn Benedikt XVI. in Ansprachen den Eindruck erweckte, sein Vorgänger sei bereits im Himmel, dann hätte er konsequenterweise tatsächlich an Allerheiligen und nicht an Allerseelen die Andacht verrichten sollen. – Vielleicht aber ist Benedikt XVI. hinsichtlich der Heiligkeit seines Vorgängers aber doch nicht so gewiß, wie es den Anschein hatte.
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#5   Laurentius2   14:02:10 | Mittwoch, 2. November 2005
@Marcel DANKE! spekulative Frage
… für diesen wenig bekannten historischen Hintergrund. Ob die (sicher gutwillige Laienpredigerin) Frau Käßmann das wußte ?
Frage an Marcel u.a.: Kann es angesichts der Legendenhaftigkeit des Anschlags der Lutherthesen, die von den Quellen erst verdächtig viel später belegt sind, nicht sogar möglich sein, daß die Reformatoren ihr HAUPTFEST BEWUßT auf den Allerheiligenabend (irisch/englisch: all hallows eve) gelegt haben ?
Wenn dem so wäre (meine Internetspekulation), könnte ich mich nun aufgrund der aktuellen Feierkultur der Frage nicht enthalten: „WIRD DA JEMAND DIE GEISTER NICHT MEHR LOS, DIE ER RIEF ?“
P.S.: Von wegen, der Protestantismus überwandt den Aberglauben, s. Hexenprozesse (weit mehr als in kath. Gegenden) …
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#4   Gotthard   12:26:04 | Mittwoch, 2. November 2005
Gedenken
Allerseelen ist der Gedenktag der Verstorbenen, nicht Allerheiligen.
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#3   Ephasus   11:48:49 | Mittwoch, 2. November 2005
Doch nicht heilig
Hätte der Papst nicht an Allerheiligen statt an Allerseelen seines Vorgängers gedenken sollen?
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#2   Marcel   11:47:09 | Mittwoch, 2. November 2005
Hallowe’en
Was Hallowe’en (für All Hallow’s Eve) wirklich ist, steht in aller Kürze hier (FSSPX). www.fsspx.info/mbonline/artikel.php?show=110
Für den im Kreuznet-Text erwähnten protestantischen Laien, der sich fälschlicherweise Bischof nennt, folgender Abschnitt daraus:
„{…} Nach Jahrhunderten des heidnischen Aberglaubens, der vom Teufel klug auf verschiedene Weise unterstützt wurde, kam die protestantische Reformation und hauchte der häßlichen Seite der Halloween Rituale neues Leben ein. Die Protestanten klopften an die Türen der katholischen Familien, als ob sie Bettler wären, die um „Seelen-Kuchen“ baten. Dann wurden die Katholiken mit kaltem Wasser oder anderen üblen Späßen begrüßt. Auch hier sieht man wieder den unkatholischen Ursprung dieser Bräuche, die an Halloween so weitverbreitet geübt werden. {…}“
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#1   Homo quidam   08:31:25 | Mittwoch, 2. November 2005
Helferinnen der armen Seelen
www.helferinnen.info/
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