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Donnerstag, 3. November 2005 10:43
Gesegneter Ramadan!
In einer Ramadan- Grußbotschaft wandte sich der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, an die Muslime in Deutschland.
Ramadan Mubarak!

Sehr geehrte Schwestern und Brüder!

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan und zum Fest Eid al-Fitr wünscht die katholische Kirche allen Muslimen in Deutschland und der ganzen Welt eine gesegnete Zeit des Fastens, Betens und der Besinnung.

Möge Gott Ihr Fasten und Beten annehmen und allen Gläubigen inneren und äußeren Frieden schenken.

In diesem Jahr gedenken die katholischen Christen besonders des Zweiten Vatikanischen Konzils, das vor 40 Jahren seinen Abschluß fand.

1965 verabschiedete diese große Kirchenversammlung eine wegweisende Erklärung zum Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, in der es ausdrücklich heißt:

„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime.“

Papst Benedikt XVI. hat in seiner Ansprache anläßlich des Treffens mit Vertretern muslimischer Gemeinschaften am 19. August 2005 in Köln dieses Wort aufgegriffen und die heutigen Aufgaben der Religionen angesprochen.

„Gemeinsam“, so der Papst, „müssen wir Christen und Muslime uns den zahlreichen Herausforderungen stellen, die unsere Zeit uns aufgibt. Für Apathie und Untätigkeit ist kein Platz.“

Seit einigen Jahren schon führen die deutschen Bischöfe immer wieder einen lebendigen Dialog mit verschiedenen muslimischen Gemeinschaften in Deutschland.

Sie sind entschlossen, Gespräch und Zusammenarbeit fortzusetzen und zu vertiefen.

Noch stärker als bislang sollten wir dabei über gemeinsame Anliegen und jene Fragen sprechen, die den Zusammenhalt unserer Gesellschaft berühren.

Frieden und Gerechtigkeit müssen immer mehr als Anliegen der Religionen erkannt werden.

Als Christen und Muslime sind wir aufgerufen, die uns verbindenden Werte zu entdecken und sie gegenüber der Öffentlichkeit in unserem Land zur Sprache zu bringen.

Wir haben in den vergangenen Jahren einen guten Anfang gemacht. Lassen Sie uns alle diese Arbeit vertiefen und weiterführen!

In diesem Sinne übermittle ich Ihnen zum Fest Eid al-Fitr meine besten Segenswünsche. Für uns alle und für die Welt erbitte ich den Frieden Gottes.

Ihr

Karl Kardinal Lehmann
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 57 Lesermeinungen:
Mittwoch, 9. November 2005 16:18
Le Trot: @… uns verbindende Werte !
Als Christen und Muslime sind wir aufgerufen, die uns verbindenden Wertezu entdecken und sie gegenüber der Öffentlichkeit in unserem Land zur Sprache zu bringen.
Wir haben in den vergangenen Jahren einen guten Anfang gemacht. Lassen Sie uns alle diese Arbeit vertiefen und weiterführen!
Ihr
Karl Kardinal Lehmann


…, mhhh – grübel, will er etwa, …

In Saudi-Arabien sind Medienberichten zufolge drei Schwule hingerichtet wor-
den. Ein Scharia-Gericht, das strikt die Gesetze des Islam befolgte, hatte
sie aufgrund homosexueller Handlungen zum Tode verurteilt.


… oder meint er diesen Wert!
Mittwoch, 9. November 2005 15:49
28.IX-28.X: Rama…was
Aus Dankbarkeit werden die Muselmannen noch mehr Christen in Muselmannenländern die Kehlen durchschneiden und in Frankreich mehr Autos anstecken!!
Samstag, 5. November 2005 17:06
Leo: @Gunther maria michel
„Jeder Mensch kann zur Erkenntnis des Daseins des einen wahren Gottes gelangen“
Richtig: zur Erkenntnis, jedoch damit noch nicht zum Glauben oder zu einem bestimmten Glauben!!
Die „natürliche Erkenntnis Gottes“ führt zwar zur vernünftigen Überzeugung, dass ein Gott“ existieren muss. Glaube ist jedoch wesentlich mehr als Philosophie, weil er auf – tatsächlicher oder vermeintlicher – göttlicher Offenbarung bzw. Gnade beruht! Und gerade hier besteht zwischen Christentum und Islam der entscheidende Gegensatz, weshalb nicht gesagt werden kann: „ wir glauben an denselben Gott“ oder, was dasselbe bedeuten würde, „wir beten zu demselben Gott“…

Gruss Leo
Samstag, 5. November 2005 12:35
Sehr geehrter, lieber Marcel!
Sie wiederholen Ihre Thesen, ohne sich auf meinen Gedankengang einzulassen.
Ich habe daran erinnert, daß nach ständigem katholischem Glauben (Hl. Schrift, Kirchenlehrer, große Theologen, Dogma Vaticanum I) jeder Mensch zur Erkenntnis des Daseins des einen wahren Gottes gelangen kann. Jeder Mensch kann aus der Natur erkennen, daß Gott der Schöpfer der Welt ist, und durch die Stimme seines Gewissens, daß Gott der gerechte Vergelter unserer guten und bösen Taten ist.
Von dieser natürlichen Erkenntnis Gottes ist der Islam (wie auch das talmudische Judentum) tief durchdrungen. Es ist unwahr, es bestreiten zu wollen.
Ich habe auch gezeigt, daß die katholische Theologie der Vergangenheit, soweit sie sich mit dem Islam befaßte, dem Islam nicht die Gottesserkenntnis absprach. So schon der hl. Johannes Damascenus in seinem Werk ?De Haeresibus?, wo er den Islam zu den christlichen Häresien zählt. So noch 700 Jahre später Nicolaus Cusanus, der den Islam eine nestorianische Häresie nennt und das begründet.
(Fortsetzung unter einem anderen Thread)
Samstag, 5. November 2005 11:41
Marcel: Der dreifaltige Gott der Liebe ist nicht der Gott des Islam
Gunther schrieb: Muslime und Christen beten zu demselben Gott, aber die muslimische Erkenntnis Gottes ist in grundlegender, wesentlicher Hinsicht falsch

Ihre erste Satzhälfte ist unvereinbar mit der zweiten. Erstere ist falsch. Um dies zu zeigen, habe ich sie auf Esoteriker übertragen.
Esotiker glauben nicht an denselben Gott wie Katholiken. Freilich können die Gebete der ersteren an den „Weltengeist“ „irgendwie“ zum wahren Gott gelangen; vgl. Begierdetaufe, unüberwindliche Unwissenheit, uam.

Moslems – und die anderen Anhänger der Irrlehren – beten ein Zerrbild an, katholische Christen den offenbarten Gott. Muslime und Christen beten nicht denselben Gott an, wie Dr. Barth schon sagte.

Erzbischof Lefebvre sagte: „Der Islam akzeptiert Jesus als einen Propheten und zeigt großen Respekt vor Maria, und steht unserer Religion deshalb näher als z.B. das Judentum, das da von der unseren viel weiter entfernt ist.“
Bei anderer Gelegenheit: „Christus ist weder für die Juden noch für die Mohammedaner Gott. Die Juden lassen noch gelten, daß Er ein überragender Sittenlehrer sein soll, die Mohammedaner ein Apostel oder ein Prophet, nichts weiter. Luther, Voltaire, Rousseau basteln sich einen Christus nach ihrer Art, der vom wahren Christus sehr weit entfernt ist. Aber ihre Gefolgsleute sind die eigentlichen Vorläufer der modernen Häresie.“

P. Moussali ging im Fideliter auf Ihren Irrtum ein. Siehe hier.
Freitag, 4. November 2005 22:57
Guten Abend, Evelin,
Deinen Ausführungen kann ich teilweise zustimmen.
In unserer Diskussion werden jedoch drei Dinge vermengt, die man auseinanderhalten muß. Wenn man über etwas redet, muß man unterscheiden zwischen dem Wortkörper (oder Symbol/ Signifikant/ Lautform), dem Begriff (oder Gedanken/ Referenz) und der Sache (oder Referent/ Gegenstand/ Denotat/ Designat).
?Allah? – als Lautfolge – ist ein Wortkörper. (Der eine wahre) Gott ist die ?Sache?. Worin sich Muslime und Christen unterscheiden, ist, daß sie von der ?Sache? wesentlich unterschiedene ?Begriffe? haben, also Gottesvorstellungen, Gottesbilder. Muslime und Christen beten zu demselben Gott, aber die muslimische Erkenntnis Gottes ist in grundlegender, wesentlicher Hinsicht falsch, während die christliche (Glaubens)erkenntnis desselben Gottes wahr ist (wenn auch nur analog) ? da von Gott selbst offenbart. Das meinte ich mit der verkürzten Redeweise: derselbe – aber nicht der gleiche.
Der muslimische Glaube ist falsch, weil er antichristlich ist und weil er nicht von Gott offenbart ist, sondern Gottes Offenbarung sogar in wesentlichen, heilsrelevanten Punkten direkt widerspricht.
Für das Heil ist aber der wahre Glaube notwendig.
Kannst Du dem zustimmen?
Gunther.
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