Eine katholische Mehrheit am Obersten Gerichtshof der USA?
Das Zweite Vatikanum sprach viel von den Laien in der Welt. Doch wenn es konkret wird, reduzieren sich hehre Aussagen gerne auf leere Worte – und der konzilsentdeckte Laie konzentriert seine Aktivitäten auf das Verlesen von Fürbitten während der Messe.
(kreuz.net) Der von US-Präsident George W. Bush für das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten nominierte
Samuel Alito ist ein praktizierender Katholik.
Er gehört mit seiner Frau zur Pfarrei Unserer Lieben
Frau vom Altarsakrament in Roseland im US-Bundesstaat Neu Jersey. Die Pfarrei gehört zur Erzdiözese
von Newark.
Neu Jersey befindet sich im Nordosten der USA. Newark ist die größte Stadt in Neu Jersey.
Ein Sprecher der Erzdiözese bestätigte, daß Alito in seiner Pfarrei wöchentlich die heilige Messe
besucht. Er war früher im Gottesdienst auch im Lektorendienst tätig.
Seine Frau ist eine ehemalige
Bibliothekarin in der Bücherei des Büros der Rechtsanwälte der USA. In der gegenwärtigen Wohnpfarrei
ist sie als Religionslehrerin tätig.
In der dortigen Kirche wurden die beiden halbwüchsigen Kinder
des Ehepaars gefirmt. Tochter Laura absolviert gegenwärtig das Gymnasium und Sohn Philip studiert an
der Universität von Virginia.
Richter Alito ist der Sohn eines verstorbenen italienischen Einwanderers,
der sich als Rechtsanwalt hocharbeitete.
Seine Mutter Rose, die in diesem Jahr 91 Jahre alt wird, ist
immer noch ein aktives Mitglied in der Pfarrei Unsere Frau der Schmerzen – Heiliger Antonius in Trenton.
Trenton ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates Neu Jersey.
Sollten Zweifel über die Frage bestehen,
wo der designierte Oberste Richter in Sachen Kinderabtreibung steht, bringt seine betagte Mutter schnell
Klarheit in die Diskussion:
„Natürlich ist er gegen die Kinderabtreibung“, erklärte sie in einem Telephoninterview
nach Mitteilung der Bostoner Tageszeitung ‘Christian Science Monitor’.
Mütter wissen über ihre Söhne
bekanntlich nicht alles.
Während seiner bisherigen Karriere als Richter stimmte Alito jedenfalls in
drei von vier Fällen zugunsten der Kinderabtreibung.
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