Benedikt XVI.
Joseph Kardinal Ratzinger doktoriert in Klausenburg
Im rumänischen Klausenburg wird Papst Benedikt XVI. die Ehrendoktorwürde der dortigen Babes-Bolyai Universität erhalten. Eigentlich war die Auszeichnung für den Kardinal bestimmt.
(kreuz.net/ Siebenbürgische Zeitung) Die Universität in Klausenburg – Cluj-Napoca – ist eine der wichtigsten und ältesten Hochschulen Rumäniens und befindet sich im Westen des Landes.

Sie wurde im 16. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet und war seitdem zuerst in Österreich, dann in Ungarn und seit 1919 in Rumänien segensreich tätig.

Die Lehranstalt gehört auch zu den wenigen Hochschulen, in denen die 47.000 Studenten in mehreren Sprachen unterrichtet werden, nämlich in Rumänisch, Ungarisch, Deutsch und Jiddisch.

Seit Jahrhunderten kooperiert die Universität auf internationaler Ebene.

Der gegenwärtige Präsident des Akademischen Rates, Prof. Dr. Andrei Marga, bekleidet wichtige Funktionen in internationalen Organisationen der europäischen Universitäten.

Obwohl Rumänien vorwiegend ein orthodoxes Land ist, engagiert sich die Klausenburger Hochschule auch auf ökumenischem Gebiet.

Die Auszeichnung, die eigentlich für Joseph Kardinal Ratzinger bestimmt war, fällt nicht zum ersten Mal einem hohen Vertreter der Katholischen Kirche zu.

Schon der im letzten Jahr verstorbene Wiener Kardinal Franz König erhielt in Klausenburg ein Ehrendoktorat. Im letzten Jahr traf diese Ehre Kurienkardinal Walter Kasper.

Der diesjährige Empfänger wird aufgrund seiner zahlreichen, weltweit richtunggebenden Veröffentlichungen als Hochschulprofessor, Erzbischof von München und Präfekt der Glaubenskongregation ausgezeichnet. Er habe das theologische Denken des 20. Jahrhunderts dadurch wesentlich beeinflußt.

Im November wird die Urkunde in einem feierlichen Akt der Universität stellvertretend dem päpstlichen Nuntius in Rumänien überreicht.

Ein Zeichen erfolgreicher ökumenischer Bemühungen ist die Laudatio, die durch die Dekane der orthodoxen, römisch-katholischen, griechisch-katholischen und reformierten theologischen Fakultäten der Universität gehalten wird.

Der Artikel erschien in einer ursprünglichen Fassung in der ‘Siebenbürgischen Zeitung’ Online, 2. November 2005
      
16 Lesermeinungen
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#16   Stimme aus dem Tradiland   09:19:07 | Dienstag, 8. November 2005
@ die Behauptung „revanchistische Darstellung“
hat mit dem von Ihnen kritisierten Artikel überhaupt nichts zu tun. Es entlarvt Sie nur als Linksradikalen, der unseriös mit unreflektierten Begriffen wie „faschistoid“ um sich wirft! Im Artikel wäre lediglich zu ergänzen, dass die Universität zuerst im Fürstentum Siebenbürgen (unter osmanischer Oberhoheit) gegründet wurde.
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#15   Gotthard   22:46:43 | Montag, 7. November 2005
Wander-Uni II
Die historische Darstellung im Ausgangsartikel war nun absolut falsch … und sprachlich völlig daneben.
Ich kenne Rumänien ein wenig … und bin Ehrenbürger einer rumänischen Stadt.
Mich widert diese revanchistische Darstellung einfach an.
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#14   diakonos   22:35:30 | Montag, 7. November 2005
Klausenburg
Ich danke für die historischen Präzisierungen.
Heute wird Klausenburg leider von einem äußerst nationalistischen Bürgermeister regiert. Ich war vor einigen Jahren selbst dort und habe es mit eigenen Augen gesehen – sonst würde ich es nie glauben –: jede Parkbank hat die rumänischen Nationalfarben blau-gelb-rot, auf jeder Straßenlaterne hängen zwei, teilweise sogar drei rumänische Fähnchen, ja selbst die Abfallkörbe tragen stolz die rumänischen Nationalfarben. Und das alles, obwohl es in der Stadt eine ungarische Minderheit von 40% (bei dieser Zahl bin ich mir nicht mehr ganz sicher) gibt.
Also bei dieser rumänischen Minderheitenpolitik glaube ich nicht, dass die 2007 EU-reif sind… – aber das ist wieder ein anderes Thema.
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#13   Evelin   12:35:50 | Montag, 7. November 2005
@ Brandenburgis
Ein paar Ergänzungen: Ungarn gehörte erst seit 1526 (Schlacht der Ungarn gegen die Türken, Tod des letzten ungarischen Königs vor den Habsburgern) zu Österreich. In der Folge konnte Österreich aber nur von einem kleinen Teil Ungarns Besitz ergreifen, weil der größere Teil osmanisch besetzt blieb. Erst im Gefolge der Türkenkriege 1683 – 1717 konnte Ungarn befreit werden. Siebenbürgen war im osmanischen Reich ein Klientelfürstentum und wurde von Österreich ebenfalls zu Beginn des 18. Jahrhunderts zurückerobert.
Österreich war seit dem Absolutismus (besonders seit der Pragmatischen Sanktion und seit Maria Theresia) aber ein Zentralstaat, in welchem das ungarische Königreich nicht viel mehr Rechte hatte als das böhmische Königreich oder das Königreich Galizien und Lodomerien. Das war der Kern anhaltender Konflikte, welcher sich in Ungarn in der Revolution von 1848 entlud. Nach der Niederschlagung durch russische Truppen wurde der status quo ante wieder hergestellt.
Wenn man Österreich, insb. seit der Pragmatischen Sanktion, als Zentralstaat (seit 1804 als Kaiserrreich Österreich) auffasst, was wohl richtig ist, dann ist es nicht völlig falsch, Klausenburg als österreichisch in der Phase bis zum österr-ungar. „Ausgleich“ 1867 zu bezeichnen. Genauso wie Krakau, welches zu Galizien, Brünn, welches zum Großfürstentum Mähren oder Trient, welches zur Grafschaft Tirol gehörte.
Der Gatte der Evelin
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#12   Brandenburgis   07:57:38 | Montag, 7. November 2005
Klausenburg
Bei allem Respekt vor Österreich, – Klausenburg gehörte nie dazu. Es wurde allerdings als integraler Teil des Kgr. Ungarn seit 1515 vom Erzhaus (Habsburg) regiert, das nach rechtlichen Maßstäben bis zum heutigen Tag in ganz Ungarn, d.h. auch in Klausenburg das weltliche Schwert führt.
Der hl. Vater sollte als rechtlich denkender Mensch in Klausenburg darauf hinweisen, auch auf das Heimatrecht der Deutschen in Ungarn und „Rumänien“.
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#11   diakonos   17:21:48 | Sonntag, 6. November 2005
Wander-Uni
@Gotthard: „Sie wurde im 16. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet und war seitdem zuerst in Österreich, dann in Ungarn und seit 1919 in Rumänien segensreich tätig.“
Es scheint sich um eine Wander-Universität zu handeln …
Nein, keine Wander-Uni, sondern Cluj-Napoca / Klausenburg gehörte im Laufe der Geschichte zu verschiedenen Staaten: Österreich, Ungarn, Rumänien.
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#10   st. polterer   13:11:23 | Sonntag, 6. November 2005
Zum Bild
Mit dem Bild kann man einverstanden sein oder nicht oder irgendetwas in es hineinprojezieren, je nach eigenem Verschwörungstheorienbedarf, aber zu behaupten, dass es schlecht gemacht ist, ist ein Blödsinn.
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#9   Le Trot   11:29:03 | Sonntag, 6. November 2005
@roemkath
Die böse Absicht möchte ich nicht sofort unterstellen, ganz von der Hand zu weisen ist sie aber nicht…
„kreuz.net“ ist nicht ganz so bissig wie „Lingen kirchenlehre.com/“ aber die geistige Verwandschaft lässt sich nicht vollkommen leugnen.
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#8   roemkath   08:26:04 | Sonntag, 6. November 2005
Bild
Das Bild ist eine sehr schlechte Fotomontage, die einfach lächerlich wirkt. Gibt es am PC von kreuz.net kein besseres Bildbearbeitungsprogramm? Die böse Absicht möchte ich nicht sofort unterstellen, ganz von der Hand zu weisen ist sie aber nicht…
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#7   Le Trot   07:48:44 | Sonntag, 6. November 2005
@Gotthard
… also ist das Bild wunderbar.
Nö, B. XVI sieht auf dem Bild wie ein Kasperle aus. So sollte er aber auch rüberkommen. Wer „kreuz.net“ eine andere Absicht unterstellt ist ein Lügner.
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#6   Gotthard   00:36:37 | Sonntag, 6. November 2005
Bild
Dieses Bild drückt doch echte Glaubens- und Lebensfreude aus.
Ein Papst läuft nicht stündlich mit der Mitra als Zeichen seiner Bischofswürde von Rom durch die Landschaft … also ist das Bild wunderbar.
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#5   Athanasius   00:07:17 | Sonntag, 6. November 2005
Sorry,
bei all meiner Verabscheuung des Neo-Modernismus der Neuen Theologie des ehem. Kardinal Joseph Ratzingers (Küngs, Von Balthasars, Rahners, Congars), finde ich dieses Bild doch übertrieben unrespektvoll.
Schade, Redaktion. Das schadet ihre journalistische Seriosität.
Ändern Sie das Bild, bitte.
Es passt nicht für Benedikt XVI.
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#4   Christin   23:26:39 | Samstag, 5. November 2005
@Brandenburgis
Das war echt ehrlich gemeint,das darfst wirklich glauben!
Ich hab ihn nie wirklich gut gekannt,bis ich eines seiner Bücher gelesen hab.
Er hat mein Herz erobert!
Er hat mich bescheiden gemacht und mich aufmerksam gemacht dass es die einfachen (menschlichen)Wege sind die zählen.
Und dass wir immer auf dem Weg sind,und nie aufhören sollen zu lernen wie Kinder,und dass wir uns nicht abbringen lassen sollen auf unseren Weg,immer unsererZiel vor Augen was wir erreichen wollen und dann -wenn wir am Ziel meinen angekommen zu sein-nie hochmütig werden und nie das Lächeln verlieren und immer treu zu sich selber stehen.Das hat er mir gelernt,auch wenns noch so unpopulär ist seinen Weg unbeirrt zu gehen treu dem Geist der uns begleitet und beseelt und dem wir verplichtet sind und vor allem unseren Willen,der „füs Werk“ steht nie aufzugeben.
Dann finden wir auch ein wenig Raum und Zeit für uns selber,wo wir zur Ruhe kommen können und ein Stück „Natur“ was wir sein dürfen auf dieser Welt,welches nur uns selbst gehört,unser menschlicher Leib,eine kleine Welt ,ein kleines Universum das uns keiner nehmen darf,auch wenn die Weisheit ein noch so großes Haus herum gebaut hat,ist es doch der Leib,
in der die Seele wohnen darf für eine lange Zeit!
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#3   Gotthard   23:25:27 | Samstag, 5. November 2005
Wander-Uni
Sie wurde im 16. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet und war seitdem zuerst in Österreich, dann in Ungarn und seit 1919 in Rumänien segensreich tätig.
Es scheint sich um eine Wander-Universität zu handeln …
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#2   Brandenburgis   22:46:41 | Samstag, 5. November 2005
@ Christin
Ist das ernst gemeint? Klingt eher satyrisch … Wie ist dieser Text zu verstehen?
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#1   Christin   22:36:59 | Samstag, 5. November 2005
…ein ganz symphatischer DR.-unser neuer,alter- weiser, immer geistig-junger Papst:
…ein ganz symphatischer ,kluger Dr.und Väterchen;läßt sich herab zu uns mit seinem freundlichen Lächeln ,läßt das Eis schmelzen und blüht auf in seinem Amt,welches er sich sehr wohl verdient hat als hervorragender schriftgelehrter Papst!
Eine Freude für uns alle die uns aufatmen lassen in einer Zeit,wo soviel Zukunfts-Angst im Herzen brennt,steht er wie ein Fels in der Brandung und sagt uns mit seinem Lächeln ins Herz hinein:
*Ich bin nur ein Mensch wie ihr,auch wenn ich so klug bin!
„Wir leben noch,und haben ein Recht darauf zu leben“
Gebt nicht auf,kämpft euch durch,ich habs geschafft,auch für euch!
Kommt mit,es ist nie zu spät sich am Leben zu freuen!*
Ich bin mit euch auf dem Wegen des Lebens in eine Zukunft hinein,die ungewiss ist,
aber ich bin einfach nur da und erfüll meine Plichten so wie ihr!“
…ist er nicht nett?
Er verdient es geliebt und verehrt zu werden und nicht nur im Schatten seiner Vorgänger zustehen.
Der Verstand und die Vernunft(Gottes) ist größer als unser Herz.
Es gibt was ,das größer als die „Liebe“.
Es ist die „Weisheit und die Vernunft“ gepaart mit einem Lächeln die die jungfräuliche Braut:„Liebe“ als Bräutigam braucht um nicht sterben zu müssen!
…er ist einfach „cool“
würde vielleicht mancher Jungendlicher sagen.
Und einen „coolen“Papst der trotzdem lächelt brauchen wir in Zeiten des „Klimawandels“
Viel Glück und alles Liebe
Väterchen Benedikt XVI.
Ich weiß,du liebst uns ähnlich wie Gott uns liebt!
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