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Mit Bedacht und Begeisterung + Traditionalisten ordinieren auf Anglikanisch + Viel Geld und viel Papier + „Abrahamitische Ökumene“ + Reihenfolge beachten

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hielt gestern Samstag anläßlich des Ad-Limina Besuches der österreichischen Bischöfe eine Ansprache. Der Heilige Vater bat die Bischöfe, die Lage der österreichischen Diözesen „gelassen und zuversichtlich“ zu analysieren. Es bedürfe der klaren, mutigen und begeisterten Bekenntnisses des Glaubens an Jesus Christus: „Es ist wahr, daß wir Bischöfe mit Bedacht handeln müssen.“ Aber solche Umsicht dürfe nicht daran hindern, Gottes Wort in aller Klarheit darzulegen – auch jene Punkte, die man meist weniger gern hört oder die mit Sicherheit Reaktionen des Protestes, mitunter auch Spott und Hohn hervorrufen.
Traditionalisten ordinieren auf Anglikanisch
Großbritannien. Drei britische Anglikaner ließen sich am Samstag von einem eingeflogenen Bischof aus Südafrika zu Diakonen weihen. Die Ordinationen in Südlondon fanden zum erklärten Mißfallen des anglikanischen Ortsbischofs statt: „Ich bedaure die Handlung zutiefst.“ Man müsse mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. Der ordinierende Bischof aus Südafrika könnte die Erlaubnis verlieren, je wieder in der Londoner Stadtdiözese tätig zu werden. Die drei Diakone, die zum „traditionalistischen“ Flügel der anglikanischen Gemeinschaft gehören, wollten sich von der englischen Mutterkirche aufgrund ihrer Zustimmung zur Ordination von Homos widersetzen. Die anglikanische Gemeinschaft droht an dieser Frage zu zerbrechen. Der afrikanische Teil widersetzt sich dem homo-ideologischen Abgleiten der englischen Mutterkirche.
Viel Geld und viel Papier
Deutschland. Der Erzbischof von München, Friedrich Kardinal Wetter, würdigte die vor 30 Jahren beendete Würzburger Synode. Das berichtete kürzlich Radio Vatikan. Wichtiger als deren Beschlüsse sei gewesen, „daß wir in Würzburg zum ersten Mal auf der Ebene aller deutschen Diözesen in der damaligen Bundesrepublik miteinander um die innere Einheit unserer Kirche gerungen haben“, erklärte der Kardinal. Dieses gemeinsame Ringen müsse weitergehen. Kardinal Wetter ist der einzige Synodenteilnehmer, der bereits 1975 Diözesanbischof war – damals noch in Speyer. Der Idee einer Neuauflage der Kirchenversammlung erteilte der Kardinal eine Absage: „Das würde eine Menge Aufwand mit sich bringen, viel Geld kosten und heraus kämen wieder Papiere“, so Kardinal Wetter wörtlich.
„Abrahamitische Ökumene“
Deutschland. Die religionspädagogischen Zentren der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Katholischen Kirche haben in den Verlagen ‘Moritz Diesterweg’ und ‘Don Bosco’ ein neues ökumenisches Gebete- und Liederbuch für die Grundschule herausgebracht. Durch die Aufnahme islamischer Gebete wird den Kindern im Sinne der „abrahamitischen Ökumene“ vermittelt, daß Christen und Moslems zusammen zum gleichen Gott beten können. Im Buch ist unter anderem auch der Text enthalten: „Es gibt nur einen Gott, Allah, den Herrn der Welt. Und Er gab uns die Schrift, die uns zusammenhält. Als Gottes Wort gibt der Koran die Richtschnur unseres Handelns an.“
Reihenfolge beachten
„Ein neugieriger Zeitungsschreiber fragte mich, was ich sagen würde, gäbe es in Wien Krawalle wie in Paris? Ich würde die „Damen und Herren“ Randalierer bitten, ob sie nicht die Güte hätten, zuerst die Dienstkarossen der „Politiker“ anzuzünden, bevor sie die Gebrauchtwagen der Normalbürger oxydieren?“
Ausspruch von Martin Humer, der in Österreich als Pornojäger bekannt ist.
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Mittwoch, 9. November 2005 22:51
Stimme aus Wien: Catholicus
Es gibt keine objektiven Gründe gegen die Wahrheit der christlichen Religion.
Das stimmt, wir suchten allerdings positive Gründe für die Wahrheit des Christentums. Als Christ stimme ich Ihrer Aussage:Weil er durch seine Wunder, seine Lehre, seine Weissagungen, sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung ausgewiesen hat, dass er der Sohn Gottes ist und uns von allem Bösen erlöst hat! vorbehaltslos zu. Ich weiss jedoch, das ich dieser Wahrheit nur auf Grund des Glaubens zustimmen kann. Ohne diesen Glaubens sind diese Wahrheiten gleichrangig mit den Wahrheiten anderer Religionen.
Daher können wir die Wahrheiten anderer Religionen nicht pauschal als „Irrtum“ bezeichnen – denn das sagen wir auf dem Hintergrund einer „christlichen“ Plausibilitätsstruktur die die „Anderen“ nicht haben. Sie haben nämlich eine andere Plausibilitätsstruktur.
Das stimmt, wir suchten allerdings positive Gründe für die Wahrheit des Christentums. Als Christ stimme ich Ihrer Aussage:Weil er durch seine Wunder, seine Lehre, seine Weissagungen, sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung ausgewiesen hat, dass er der Sohn Gottes ist und uns von allem Bösen erlöst hat! vorbehaltslos zu. Ich weiss jedoch, das ich dieser Wahrheit nur auf Grund des Glaubens zustimmen kann. Ohne diesen Glaubens sind diese Wahrheiten gleichrangig mit den Wahrheiten anderer Religionen.
Daher können wir die Wahrheiten anderer Religionen nicht pauschal als „Irrtum“ bezeichnen – denn das sagen wir auf dem Hintergrund einer „christlichen“ Plausibilitätsstruktur die die „Anderen“ nicht haben. Sie haben nämlich eine andere Plausibilitätsstruktur.
Mittwoch, 9. November 2005 22:36
Catholicus: @Stimme aus Wien
Es gibt keine objektiven Gründe gegen die Wahrheit der christlichen Religion.Was sehr wohl bei konkreten Menschen vorhanden sein kann, ist ein persönliches Hindernis (obex) für die Annahme der Wahrheit des Glaubens. Dies kann entweder darin liegen, dass – wie zuvor dargestellt – die Glaubenswahrheit den Menschen noch nicht wirklich erreicht hat (auch wenn er sie vielleicht „gehört“ hat etc.) oder aber, dass er im Herzen nicht glauben will (siehe die unten angegebene Begründung des Joh-Evangeliums). Über einen Menschen zu urteilen oder gar zu richten, steht uns selbstverständlich nicht zu, sondern nur Gott allein! Aber in der Wahrheitsfrage als solcher gilt es klar zu sehen.
Mittwoch, 9. November 2005 22:21
Elendester Sünder: Sehr geehrte Stimme aus Wien,
unumstößliche Beweise wirst Du bekommen. Hoffentlich wird es dann nicht zu spät für dich sein.
Mittwoch, 9. November 2005 22:12
Stimme aus Wien: Catholicus
Warum sollen wir an Jesus Christus glauben? Weil er durch seine Wunder, seine Lehre, seine Weissagungen,
sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung ausgewiesen hat, dass er der Sohn Gottes ist und
uns von allem Bösen erlöst hat!
Wir bräuchten dafür unumstößliche historische Beweise – die wir leider nicht haben, nur Indizien – der „garstig breiter Graben“ bleibt unüberwindbar (Lessing).
Warum werden Andersgläubige nicht sofort Christen?
Ich kenne sehr viele Atheisten oder Andersgläubige, die die Bibel und die Lehre der Kirche wesentlich besser kennen, als manch ein Katholik. Diese als Unaufrichtige einzustufen würde ich nicht wagen – denn auch ihre moralische Integrität könnte in der Öffentlichkeit ohne Scham hergezeigt werden.
Betreffend Sprache: Das Problem ist nicht, das uns die Sprache hindern würde die Wirklickeit zu erkennen, sondern dass die Wirklichkeit nur durch die Sprache zugänglich ist.
Wir bräuchten dafür unumstößliche historische Beweise – die wir leider nicht haben, nur Indizien – der „garstig breiter Graben“ bleibt unüberwindbar (Lessing).
Warum werden Andersgläubige nicht sofort Christen?
Ich kenne sehr viele Atheisten oder Andersgläubige, die die Bibel und die Lehre der Kirche wesentlich besser kennen, als manch ein Katholik. Diese als Unaufrichtige einzustufen würde ich nicht wagen – denn auch ihre moralische Integrität könnte in der Öffentlichkeit ohne Scham hergezeigt werden.
Betreffend Sprache: Das Problem ist nicht, das uns die Sprache hindern würde die Wirklickeit zu erkennen, sondern dass die Wirklichkeit nur durch die Sprache zugänglich ist.
Mittwoch, 9. November 2005 21:50
Catholicus: @Stimme aus Wien
Warum sollen wir an Jesus Christus glauben? Weil er durch seine Wunder, seine Lehre, seine Weissagungen,
sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung ausgewiesen hat, dass er der Sohn Gottes ist und
uns von allem Bösen erlöst hat!
Warum werden Andersgläubige nicht sofort Christen? 1.) Weil nicht alle die Wahrheit des Evangeliums in ausreichendem Maß kennen („Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?“ – Röm 10,14). 2.) Weil nicht alle die Wahrheit Gottes annehmen wollen („Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.“ – Joh 3,19).
Zum Problem der Sprache: Die Sprache hindert uns nicht, die Wirklichkeit zu erkennen, sondern ist „wahrheitsfähig“. Eine realistische Hermeneutik vermag dies aufzuweisen!
Warum werden Andersgläubige nicht sofort Christen? 1.) Weil nicht alle die Wahrheit des Evangeliums in ausreichendem Maß kennen („Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?“ – Röm 10,14). 2.) Weil nicht alle die Wahrheit Gottes annehmen wollen („Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.“ – Joh 3,19).
Zum Problem der Sprache: Die Sprache hindert uns nicht, die Wirklichkeit zu erkennen, sondern ist „wahrheitsfähig“. Eine realistische Hermeneutik vermag dies aufzuweisen!
Mittwoch, 9. November 2005 21:41
Irenäus: bezeichnendes…
Das ist im übrigen derselbe, der meint, daß Leute, die Vorbehalte gegenüber V2 haben, außerhalb der katholischen Kirche stünden. Schon allein aufgrund meiner beruflichen Situation halte ich daran fest, daß es Elektronen gibt, selbst wenn es gewisse antiwissenschaftliche Kreise geben sollte, die es mal wieder besser wissen…
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