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Sonntag, 6. November 2005 13:28
Weihbischof gegen Kardinal
Der dem progressistischen Lager zugehörige Weihbischof von Canberra stellte sich in einem Radiointerview gegen Aussagen des konservativen Erzbischofs von Sydney, George Kardinal Pell.
George Kardinal Pell
George Kardinal Pell
(kreuz.net, Canberra) In einem Interview mit dem Lokalradio ABC, das eineinhalb Wochen in ganz Australien ausgestrahlt wurde, brachte der Weihbischof von Canberra und Goulburn, Mons. Pat Power, sein Mißfallen über den Kardinalerzbischof von Sydney zum Ausdruck.

Die Stellungnahme des Kardinals, wonach es in Australien keine wirkliche Krise der Berufungen gebe, sei für ihn enttäuschend, erklärte der Weihbischof dem Radio.

Der Kardinal hatte erklärt, daß gegenwärtig 42 oder 43 Studenten für seine Erzdiözese studierten und daß dies soweit genug sei.

Diese Aussage mache ihn betroffen, erklärte Weihbischof Power.

Die Situation der von der australischen Bischofskonferenz bestimmten Vertreter an der Bischofssynode – Erzbischof Adrian Leo Doyle von Hobard und Bischof Chris Toohey von Wilcannia Forbes – sei eine ganz andere.

Erzbischof Doyle besitze für den ganzen Bundesstaat Tasmanien 17 Diözesanpriester. Bischof Toohey könne in seinem Bistum, das halb so groß ist wie der ganze Bundesstaat Neusüdwales, auf ungefähr 12 oder 13 aktive Priester zurückgreifen.

„Es ist eine Sache, wenn ein Stadtbischof sagt »Bei mir ist alles in Ordnung, Jack«. Doch viele andere Bischöfe hier in Australien stehen vor ähnlichen Erfahrungen wie Erzbischof Doyle und Bischof Toohey.“

„Mit Sicherheit“ repräsentiere Erzbischof Pell in dieser spezifischen Frage nicht die australischen Bischöfe.

Der Kardinal sei von den australischen Bischöfen auch nicht ausgewählt worden, um an der Synode teilzunehmen.

Damit wolle er – so der Weihbischof – nicht sagen, daß Kardinal Pell nicht befähigt gewesen sei, an der Bischofssynode teilzunehmen.

„Aber ich möchte auf jeden Fall festhalten, daß die von ihm vorgebrachten Ansichten nicht mit der australischen Erfahrung übereinstimmen.“
1 Lesermeinung:
Dienstag, 8. November 2005 08:38
28.IX-28.X: Vergleich?
Vergleiche mit Chur in den 90.-ger(E.B.Haass)
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